Uniformierte auf dem WGT

Uniformen in der Szene – Zwischen Provokation, Fetisch und Dummheit

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Uniformierte auf dem WGTEs wirkt verstörend, unpassend und regt auf: Die in Uniformen gekleideten Menschen, die auch auf diesjährigen Festivals das Bild nachhaltig prägen. Da werden Mäntel und Jacken mit militärischen Rangabzeichen, Militärmützen, Stiefeln und Gürteln zu einem undurchsichtigen Stil gemischt und ganze Uniformen erwecken den Anschein, dass man auf einer militärischen Parade gelandet ist. Manche Uniformen sehen denen des dritten Reichs sogar zum Verwechseln ähnlich, oder sind tatsächlich Originale mit nur notdürftig abgedeckten Details. An den Ständen von X-traX warten unzählige uniform-ähnliche Bekleidungsstücke auf kaufwillige Kunden und Military-Shops gehören mittlerweile zum festen Bestandteil des kommerziellen Szeneangebots. Zahlreiche Bands und Musiker nutzen Uniformen und militärisches Auftreten, um sich und ihre Musik auf der Bühne zu präsentieren. Man wird das Gefühl nicht los, dass man vor der Bühne dieses Vorbild aufgreift und zum modischen Stil degradiert oder Soldaten-Kleidung als Kostüm benutzt, ohne sich mit den Hintergründen zu beschäftigen.

Warum also eine Uniform? Ist das Teil einer gewollten Provokation, das Ausleben einer sexuellen Neigung, die Nachahmung des Stils seiner Lieblingsband, Spieglung einer inneren Einstellung oder schlicht und einfach Dummheit? Ich versuche  Quellen, Hintergründe und mögliche Vorbilder darzustellen, die für den neuen Trend verantwortlich sein könnten und ich will einen Anreiz geben, darüber zu diskutieren. Einige Leser haben mir bereits eine E-Mail geschickt, in der sie ihre Bedenken und Ängste gegenüber dieser Form der Verkleidung äußern. Es geht in diesem Artikel nicht um eine rechte Unterwanderung der Szene! Das ist ein Thema, das losgelöst von der Uniform-Ästhetik präsent ist und sich nicht nur durch eine faschistoide Ästhetik manifestiert. Dazu wird es, ebenfalls durch den Vorschlag eines Lesers, einen weitere Artikel geben, der sich auch mit fragwürdigen Inhalten auseinandersetzt und sich auf diesen Artikel und seine hoffentlich entstehende Diskussion stützt.

Ich fand es bestürzend neben einer Gestalt zu stehen, die rein optisch locker in einem Konzentrationslager die Aufsicht hätte führen können oder im Vorzimmer von Herrn Adolf persönlich sitzen könnte… ich halte mich eigentlich für recht aufgeschlossen, aber da zieht sich bei mir alles zusammen. Anleihen aus der NS-Symbolik und einem kriegerischem Kontext finde ich unmöglich! (Alva Katharina)

Die Uniform als Provokation

Siouxsie Sioux, Steve Severin, Debbie Juvenile
Debbie Juvenile, Siouxsie Sioux und Steve Severin 1977
Bild: (c) punk77.co.uk

Aus dem Punk geboren ist auch „Gothic“ mit der Provokation herangewachsen, die immer ein Teil des ästhetischen und künstlerischen Schaffens vieler Bands und Musiker war. Siouxsie Sioux begann damit, Uniform-Ästhetik und Nazi-Symbole auf der Bühne zu präsentieren. Inspiriert durch skandalträchtige Filme wie Cabaret (1972) und Der Nachtportier (1974), die Nazi-Ästhetik in einen erotisch-dekadenten Zusammenhang brachten, kreierte Siouxsie ihren ganz eigenen „Nazi-Chic“. Wie sie zu Beginn oft genug betonte, ging es ihr dabei nicht um ein politisches Statement oder gezielte Provokation, sondern lediglich um das Spielen mit äußerlichen Merkmalen, die sie zuvor in den Filme als schön oder aufregend empfand.1. Vermutlich als Mittel zur Aufmerksamkeitssteigerung, nicht etwa, um eine Botschaft zu übermitteln.

Ein Journalist des Melody Maker schrieb 1977 nach einem Konzertbesuch: „Es ist vermutlich Siouxsie gewesen, die mit dem Nazi-Chic begann und den Punk beschmutzte. Sie hatte immer schon einer Vorliebe für Hakenkreuze und schwarze T-Shirts. Bei Konzerten war ihre einzige Bewegung auf der Bühne der militärische Stechschritt. Sie wirft mit faschistischen Grüßen herum, trägt eine Nazi-Armbinde und singt sogar die Worte „Deutschland, Deutschland“. (…) Sie ist ein leidenschaftloses „Rheinmädchen“, eine kalte Marionette – sehr deprimierend.2

Der Punk brachte dieses Tabu-Thema provokativ auf und vor die Bühne, nicht zuletzt, um das verhasste Establishment vor den Kopf zu stoßen. Man integrierte Symbole wie das Hakenkreuz in einen zerrissenen Stil und führte es damit ad absurdum. Doch es war ein Spiel mit dem Feuer. Siouxsie & The Banshees sahen sich mit zunehmender Popularität immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, dem Nationalsozialismus nahezustehen. 1978 reagierte die Band auf die immer kritischeren Stimmen aus der Presse und veröffentlichte das Stück „Metal Postcard“3  und 1980 das Stück „Israel“, um den Vorwürfen entgegenzuwirken. Es war also nicht die erwünschte Provokation mit Hintergrund, sondern offensichtlich plumpes ästhetisches „Vor-den-Kopf-stoßen“, um Aufmerksamkeit zu erregen.

„Das ist Military-Fashion, kein politisches Statement – mit der rechten Szene hat so ein Outfit nichts zu tun, das wird leider oft missverstanden.“

Wer heute in einer kompletten Uniform herumläuft, führt damit nichts ad absurdum und drückt nicht damit aus, gegen etwas zu sein. Die Provokation liegt vielmehr darin, etwas darzustellen, was mittlerweile im Mainstream auf breite Ablehnung stößt. Kein Nazi-Aufmarsch ohne Gegendemonstranten, keine Kundgebung einer rechten Partei ohne wehrhafte Bürger. Ein Aufnäher mit „Nazis raus!“ provoziert niemanden mehr, eine Nazi-ähnliche Uniform provoziert viele. Doch Provokation ohne Standpunkte und Inhalte ist gefährlich und lässt viel Spielraum für Interpretationen.

Für die meisten ist es Mode, sie finden es cool so herumzulaufen. Das Spiel mit dem Feuer gibt womöglich den besonderen Kick und übt einen besonderen Reiz aus. In einem Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers zum Amphi-Festival 2012 beschreibt Jan S. die Motivation zu seinem grünen Armee-Outfit mit Luftwaffen-Schiffchen: „Das ist Military-Fashion, kein politisches Statement – mit der rechten Szene hat so ein Outfit nichts zu tun, das wird leider oft missverstanden.4 Für ihn ist es Fashion, kein Statement. Er verbindet nichts mit seiner Verkleidung als Soldat. Gibt es Vorbilder für diesen fragwürdigen Trend?

Das Vorbild auf der Bühne – Uniformen und kriegerische Thematiken

Steve Naghavi – Sänger von „And One“

Vorbilder stehen häufig auf der Bühne. Seit EBM, Electro und Neofolk in der schwarzen Szene aufgingen, gehören militärische Outfits zum Repertoire vieler Bands und Musiker.  Schon in den 80ern wurde EBM zum festen Bestandteil der Gothic-Szene, obwohl es sich immer schon um eigenständige Subkulturen handelte, die nur die kulturellen Wurzeln und die Farbe Schwarz gemeinsam hatten. Mit der EBM wuchs auch die Präsenz martialischer Outfits, die in Form von militärischen Haarschnitten, Tarnhosen, Feldkoppeln, Bomberjacken und Kampfstiefeln immer häufiger auf beiden Seiten der Bühne anzutreffen waren.

Relevante Bands wie Front 242, Nitzer Ebb oder die Krupps etablierten diese militärischen Outfits auf der Bühne.  Front 242 sorgten bereits in ihren Anfängen durch paramilitärisches Auftreten, kugelsichere Westen und eine mit Tarnnetzen behangene Bühne für Diskussionsstoff. Für manche war das eine Reaktion auf die in den 80ern allgegenwärtigen Themen „Kalter Krieg“ und „Atomare Aufrüstung“. Für andere war es eine Einladung, die Bands in die faschistische Schublade zu räumen. Wieder einmal versäumten es viele Bands, ihren Standpunkt und die Beweggründe darzulegen. Die Fans übernahmen den Stil ohne einen entsprechenden Hintergrund.

Wenn ein Großteil des Publikums das faschistoide Gehabe keineswegs als Provokation begreift, sondern als schick, aufregend, männlich und mystisch, dann wäre es für diejenigen, die damit provozieren wollen, längst an der Zeit, über den Begriff der Provokation neu nachzudenken. Grufties gegen Rechts, Bremen 1998

Erst viel später distanzierten sich die meisten Künstler sehr deutlich von politischen Inhalten, so sagte Jürgen Engler von der Band die Krupps 1994:  „Wir haben uns immer ganz bewusst gegen Rechts gestellt, weil der EBM-Generation dieser faschistoide Touch anhaftete und die tonangebenden Bands sich nie klar abgrenzten, sondern unbekümmert mit solcher Symbolik kokettierten, künstlerisch frei auslegbar bleiben wollten. Dabei musst du deinen Standpunkt klarmachen, denn die wenigsten verstehen doch die künstlerische Aussage oder Provokation.5

Mitte der 90er Jahre wurden einige Künstler des Genre „Neofolk“ zum Stein des Anstoßes, da ästhetische und auch inhaltliche Randbereiche betreten wurden, die abermals unkommentiert dargeboten wurden. Einige Bands und Musiker bewegten sich dazu noch in einem deutlich rechten Umfeld oder kokettierten mit Künstlern des Dritten Reichs. Death in June, Forthcoming Fire (die im Zillo 2/1996 eine diskussionsauslösende Anzeige schalteten), von Thronstahl, Weissglut, Allerseelen und Der Blutharsch waren die zentralen Figuren dieser Diskussion, die vor allem von der Initiative „Grufties gegen Rechts“ geführt wurde.  Zu grenzwertig ihre Texte, zu nebulös ihre Haltung und zu deutlich ihre ästhetische Darbietung.

Auf den Wave-Gotik-Treffen zwischen 1997-2002 fanden viele der fragwürdigen Bands eine Plattform, die an zahlreichen Veranstaltungsorten für eine bizarre und verstörende Atmosphäre sorgte. Immer extremer wurden die Outfits auf und vor der Bühne. Historische und detailgetreue Uniformen aus den unterschiedlichsten Epochen und militärische Rangabzeichen und Embleme wurden zum Stil dieser Szene. Altertümliche Symbole nordischer und germanischer Myhtologie, mit denen man sich auch zur Nazi-Zeit beschäftigte, wurden zum Erkennungsmerkmal.

maedchen in uniform - nachtmahr und der nachtportier
Das Cover von „Mädchen in Uniform“ und das Filmplakat des Films „Der Nachtportier“

Die Diskussionen um die rechte Unterwanderung und um strittige Bands sind weitgehend verstummt. Dafür sind Uniformen mehr denn je präsent – auf der Bühne und im Publikum. Vielleicht auch deshalb, weil die Schwarze Szene für Leute aus dem Fetisch-Bereich immer interessanter wird und sich die Untergruppen mischen. So passen sich Musik und Künstler-Outfits –  meist fern jeder weltanschaulichen oder politischen Gesinnung – der neuen Zielgruppe an und bedienen den Fetisch-Markt.

Nachtmahr brachte beispielsweise 2010 ein Album mit dem Titel „Mädchen in Uniform“ heraus. Das Cover zeigt eine leicht bekleidete Dame im Soldaten-Outfit, die Charlotte Rampling aus dem Film „Der Nachtportier (1974)“ – den bereits, wie eingangs erwähnt, Siouxsie Sioux zur ihren stilbildenden Einflüssen zählte – zum Verwechseln ähnlich sieht.  So macht Thomas Rainer von Nachtmahr  in einem Interview auch keinen Hehl aus seiner Intention:

Der Titel ist selbstredend denke ich. Der Titeltrack ist einfach mal eine Auseinandersetzung mit einem kleinen Tabu der Gesellschaft, nämlich, dass Uniformen für uns nicht nur Autorität ausstrahlen, sondern auch eine starke sexuelle Anziehungskraft haben.6

Uniformen als Fetisch – Symbol für Macht und Gewalt

In den frühen 90ern strömte eine ganz andere Szene zur schwarzen Gemeinde und griff die Thematik der erotischen Kompenente einer Uniform noch einmal auf, ganz ähnlich wie es schon Siouxsie Sioux gemacht hat. Immer mehr Menschen aus der S/M-Szene strömten in die schwarze Welt, weil sie als Refugium für ihre Neigungen ideal erschien. Offenheit nach allen Seiten, die Beschäftigung mit den dunklen Seiten menschlichen Daseins und eine weit verbreitete Toleranz gegenüber neuen Strömungen sorgten schnell für neue Ableger und einen bald undurchschaubaren Stilmix aus Gothic und Fetisch. Die Uniform ist dabei eine erotische Komponente, die Macht und Gewalt ausstrahlt, wie uns eine Uniformfetischistin erklärt:

Die sinnlich-stimulierenden Reize einer Uniform liegen meiner Ansicht nach in dem Umstand, daß eine Uniform erlaubt, bis zu einem gewissen Grad in eine Rolle zu schlüpfen und im Rahmen des Rollenspiels eine andere Identität anzunehmen. Gerade militärische Uniformen, aber auch z. B. Polizeiuniformen oder sonstige Kampfanzüge, die mit dem Normalberuf und Outfit des „Trägers“ nichts zu tun haben, bereichern diesen Impuls. Ein starker sexueller Reiz geht mit Sicherheit auch schlicht davon aus, daß wenn auch unterschwellig, eine Uniform immer auch etwas darstellt, das im eigenen Kontext Macht und Gewalt beinhaltet. Zum anderen ist es sehr reizvoll, sich selbst mitunter sehr vorteilhaft in einer Uniform zu präsentieren, somit wird die eigene erotische Ausstrahlung zum inspirativen Reiz.7

Uniformen, Symbole und Stiefel

Uniformen, so behauptete Thomas Rainer, hätten ein „starke sexuelle Anziehungskraft„, die Nähe zum Film „Der Nachtportier“ spricht dagegen für sadomasochistische Phantasien mit Nazi-Ästhetik. Fakt ist, dass der tatsächliche Fetisch für Macht und Gewalt nur auf einen sehr kleinen Teil der Menschen zutrifft, die sich in der Szene bewegen. Für mich ist das ein vorgeschobenes Tabu, um mit provokanter Ästhetik erhoffte Aufmerksamkeit zu erregen.

Lack und Latex, Corsagen, Halsbänder und Peitsche mischen sich mit historischen Uniformen und militärischen Accessoires zu einem undurchsichtigen Verkleidungs-Dschungel innerhalb der Gothic-Szene. Niemand ist mehr in der Lage, den Mix auseinanderzuhalten oder die Beweggründe nachzuvollziehen. Die meisten, die sich mit Fetisch-Elementen schmücken, haben mit der BDSM-Szene keine Gemeinsamkeiten und viele, die in einer Uniform herumlaufen, sind keine Neonazis. Das alles erweckt den Anschein, dass die Gesellschaft sich an die kleinen Provokationen der Vergangenheit gewöhnt hat und die Messlatte für wirksame Mittel deshalb immer höher gelegt wird. Der Reiz des Verbotenen und das Spiel mit dem ästhetischen und symbolischen Feuer scheint die einzige Motivation zu sein. Alles andere wäre doch irgendwie eine Form von Dummheit, oder?

Selbstdarstellung auf Kosten der Integrität – Pure Dummheit?

Gothic hat nichts mit Uniformen zu tun und Soldaten-Outfits mit Nazi-Ästhetik gehören nicht in die Szene. Gothics drücken mit ihrem Äußeren immer ein wenig von ihrem Innersten aus, ganz frei nach dem Motto „Lasst mich in Ruhe mit eurer lauten und bunten Welt!„. Was also drücken Menschen in Soldaten- und Naziuniformen aus? „Ich finde es toll, auf Befehl andere Menschen zu töten!“  oder „Ich bin ein Faschist und finde toll, was damals alles erreicht wurde!“ Sicherlich nicht. Es ist unreflektiertes Gehabe. Man möchte auffallen, angeschaut werden, sich verkleiden. Provokation würde nur gelten, wenn man sein Äußeres mit Inhalten füllt, mit einem Sinn, einer Botschaft. Ich würde gerne die Botschaft eines in Soldatenuniform gekleideten Festivalbesuchers hören. Es ist Dummheit, Uniformen und Naziästhetik (insofern man da überhaupt von Ästhetik sprechen kann), unreflektiert zu seinem Äußeren zu machen.

Originalgetreue Nazi-Mütze

Aktualisierung (15.08.2012)

Von Dr. Marcus Stiglegger erhielt ich eine E-Mail, in der er mich darauf hinweist, dass er bereits ein Buch über das Thema veröffentlicht hat und sich auch in vielen anderen Medien zum Thema geäußert hat. Offensichtlich habe ich nicht ausreichend recherchiert ;) Als Herausgeber und Betreiber des Ikonenmagazin – aus dem auch der Auszug mit dem Interview eine Uniform-Fetischistin stammt – beschäftigt er sich schon eine ganze Weile mit „alternative Lebensmodellen“ um „komplexe künstlerische und kulturelle Zusammenhänge einem aufgeschlossenen Publikum verständlich zu vermitteln.“ Sein Buch „Nazi-Chic und Nazi-Trash„, dass im Oktober 2011 erschienen ist, beschäftigt sich eingehend mit der Thematik:

Nazis! … Man muss nicht Indiana Jones sein, um überall auf sie zu stoßen. Oder zumindest auf ihr mediales Bild. Ein Blick in die populäre Kultur der letzten Jahre genügt: Die Palette reicht vom »Nazi-Chic« der Modewelt über sexualisierte und trashige Bilder des Nationalsozialismus im Kino bis zur faschistischen Ästhetik in der Selbstinszenierung international bekannter Musiker. Der vorliegende Band diskutiert kritisch die mal subtilen, mal plakativen Zitate faschistischer Symbolik und fragt nach Funktion und Resonanz dieses popkulturellen Phänomens. Die behandelten Beispiele führen von Kriegsfilmen wie INGLOURIOUS BASTERDS über Comic-Verfilmungen (THE SPIRIT) hin zu pornografischen Inszenierungen, vom Manga-»Cosplay« in den Fetischclubs über die Rock-’n’-Roll-Posen eines Marilyn Manson bis zur kritischen Überaffirmation der slowenischen Band Laibach.

Weitere Informationsquellen und weiterführende Links:

Außerdem freue ich mich, ein Interview mit Marcus Stiglegger ankündigen zu dürfen, in dem ich ihn über genau dieses Thema befragen werden und das in Kürze auf Spontis.de erscheinen wird. Im Rahmen der Themen-Wochen „Nazi-Ästhetik und rechte Unterwanderung“ sicherlich eine Bereichnung.

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Einzelnachweise

  1. Vergleiche dazu: „Goth – Vamp and Dandies“ von Gavon Baddeley, 2010 erschienen im Plexusverlag London, Seite 68f.[]
  2. Quelle: Ein Konzertbericht im englischen Melody Maker 1977, frei übersetzt aus dem englischen Original: „It may well have been Siouxsie who started the Nazi chic that polluted Punk, she was always partial to swastikas and black shirts. In concert, just about her only stage move is a goosestep. She throws fascist salutes around, wears a Nazi spreadeagle badge, and even sings the words „Deutschland, Deutschland“ (…) She’s a passionless Rheinmädchen, a cold clockwork doll – very depressing.„[]
  3. Ein Titel als antifaschistische Hommage an den Künstler John Heartfield. Vgl. dazu: Dave Thompson: Schattenwelt: Helden und Legenden des Gothic Rock. Hannibal Verlag 2004, S. 58.[]
  4. Quelle: „Schwarze Szene zu Gast am Rhein“ ein Artikel von Elisabeth Schanz im Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.07.2012 – http://www.ksta.de/koeln/amphi-festival-schwarze-szene-zu-gast-am-rhein,15187530,16675918.html[]
  5. Quelle: Interview mit Jürgen Engler in Ausgabe 10/1994 des Szene-Magazins Zillo, Seite 12 – Zillo Archiv DVD 1989-2004[]
  6. Quelle: Interview mit Thomas Rainer von Nachtmahr auf der Internetseite Radio Mean Variation – http://web.archive.org/web/20160920220454/http://www.radio-meanvariation.de/news/nachtmahr-interview-zu-maedchen-in-uniform[]
  7. Aus einem Interview mit der Hamburger Uniformfetischistin „Susanne“ im Ikonenmagazin, einem Online-Magazin für Kunst, Kultur und Lebensart – http://www.ikonenmagazin.de/interview/Uniform.htm[]
Robert, Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Robert wurde 1974 in Mönchengladbach geboren und beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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Piet Noir
Piet Noir
Lieber Robert, ich bin ja fast immer mit deinen Beiträgen einverstanden, aber diesmal wird hier sehr viel durcheinander geworfen. 1. Gothic hat nichts mit Uniform zu tun. Vollkommen richtig. Allerdings besteht die „schwarze Szene“ eben nicht nur aus Gothics/Goths oder wie man das auch immer nennen will. Im Industrial waren Uniformen von Anfang an vertreten. Das ist auch nicht verwunderlich mit dessen klarer Antihaltung. Ausserdem strahlt eine Uniform wohl die extremste ambivalente Wirkung aus, die man sich bei Kleidung vorstellen kann. Macht, Gewalt auf der einen Seite, Fetisch, Sex auf der anderen. Das zusammen mit dem Provokationsfaktor und der Trotzhaltung… Mehr lesen »
Marion Levi
Danke für diesen Artikel und auch die Darstellung der Hintergründe und Anfänge. Ich glaube die meisten, die in Uniformen bzw. in Uniform/Fetisch Mixoutfits herumlaufen sind weder Neonazis noch Leute die bewusst Tabus thematisieren wollen, sondern bloß entweder Menschen, die einfach nachmachen was sie bei anderen sehen (etwa auf der Bühne oder auch im Publikum bei diversen Festivals, wo ja nicht nur einzelne Uniformträger auftreten sondern fast ganze Heere) und es „schick“ finden oder welche die glauben damit würden sie ach so böse wirken. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sich der Großteil mehr Gedanken um das Outfit macht und… Mehr lesen »
mattensan
Sehr schöne Gedanken zur Uniformitis der letzten Zeit. Besonders das letzte Foto drückt deutlich die unreflektierte Beschränktheit mancher Uniformträger aus. Bei Militärmützen mit Totenschädel wird mir ganz anders. Vielleicht ist es vor allem dieses zur Schau tragen ohne auf die damit verbundene Symbolkraft zu achten, was mich besonders stört. Es ist denke ich auch kein Zufell, dass bei Uniformen fast ausschließlich an Militär gedacht wird. Zumindest habe ich auf meinen letzten Festivals nur die Wacken-Firefighters als musizierende Institution in einer Feuerwehruniform gesehen. Von Spielmannszuguniformen oder Cheerleadern ganz zu schweigen. Diese Uniformen scheinen also nicht zum angeblichen sexuellen Fetisch zu passen.… Mehr lesen »
Orphi Eulenforst
@ Piet Ich frage mich gerade, warum Du aufzählst, welche Bands fehlen (Laibach, Joy Division). Das ist doch kein Lexikon, sondern ein Artikel mit Beispielen. Es mag mir auch nicht deutlich werden, was „durcheinander geraten“ ist. Ich will es mal durchgehen: 1. Wo im Text steht das Gegenteil? Es wurde vielmehr kritisiert, dass die Bands, die Uniformen als Provokation nutzen, sich nicht erklären. 2.Auch Joy Division wären ein Beispiel – allein schon ihres Namens wegen. Richtig. Es gibt noch mehr Beispiele. Aber wie gesagt: kein Lexikon 3. Das wäre dann eine Aussage, ja. Ich habe solcherlei „Aussagen“ auf den Festivals… Mehr lesen »
Piet Noir
Piet Noir
Laibach und Joy Division habe ich nur genannt, weil diese für mich essentiell sind in Bezug auf dieses Thema. Gerade Laibach haben ja die SS-Unformen mehr als ad absurdum geführt. Zu 1. Erste Zeile letzter Abschnitt;) Das bezog sich rein auf die „Gothic“ Schiene. Und ja Industrial gehört für mich eindeutig dazu. Mag sein, dass dies nicht von Anfang an der Fall war, doch spätestens als die Schwarze Szene mit World Serpent in den Neunzigern verschmolz und viele Grufties auf die Ähnlichkeit des Industrials aufmerksam wurden gehört es dazu. Doch gibt es schon viel frühere Verbindungen. Ian Curtis war auch… Mehr lesen »
Jörg Lübbehusen ( Der Kelte )
Jörg Lübbehusen ( Der Kelte )
guter ansatz, interessanter artikel^^ ich möchte hier en detail gar nicht auf einzelne mehr oder weniger ausgeprägte facetten dieser symbolik eingehen, jedoch möchte ich anmerken, das das einzelne individuum, aus dem sich diese „szene“ entwickelt hat, natürlich auch einen persönlichen/individuellen geschmack im bezug auf ästhetik, musik und kleidungswahl hat. als ich als kleiner grüner junge anfing, mich damit zu befassen, war es schwierig, überhaupt seinen geschmack zu bedienen. heute bekomme ich alles an jeder ecke. die frage, die sich also stellt, ist nicht die facette des ausdrucks, sondern eher, ob noch individualismus vorherrscht. diese darstellung der persönlichkeit ist schon lange… Mehr lesen »
Orphi Eulenforst
Mensch Piet, bisschen viel mit den 10 Punkten auf einmal :-) Ich pick mir mal was raus. Die Respektlosigkeit ist wieder ein philosophisches Thema. Ich denke nicht, dass das respektloser ist, als mit weißem Gesicht, umgedrehten Kreuzen und schwarzen Klamotten durch die Gegend zu spazieren. Schwarze Kleidung richtet sich gegen Trends und den Mainstream (ganz blöd verallgemeinert). Damit verletzt man niemanden, weil niemand reale Erlebnisse damit verbindet. Man wirkt allenfalls abschreckend. Ein weißes Gesicht kann vieles symbolisieren, ist aber nicht mit „echten“ Symbolen verbunden, die ganz real für Gewalt, Krieg und Mord stehen. Ein umgedrehtes Kreuz ist – sofern nicht… Mehr lesen »
Death Disco
Death Disco
Ich sehe einen klaren Unterschied zwischen dem, was ein Musiker auf der Bühne treibt und dem was ein Gast im Publikum offenkundig blind aufgreift. Denn während die meisten Musiker doch offensichtlich eine Aussage treffen wollen, übernimmt der Besucher primär aus Fan-Gründen unbekümmert das Styling. Dieser Totalitarismus-Scheiß hat in einer Jugendszene nichts verloren. Punkt. Ob die dabei herumrennen wie Ernst Thälmann oder Heinrich Himmler, ist dabei vollkommen Wurscht. Derartige Persönlichkeiten stehen für politische Radikalität und eine antidemokratische, „faschistische“ Haltung, für Krieg und Unterdrückung, so wie die meisten marxistisch geprägten Extremismen, die totale Gleichschaltung und Vernichtung von Minderheiten fordern (letzteres ganz im… Mehr lesen »
Piet Noir
Piet Noir
Die Frage, was man als Uniform bezeichnet ist in der Tat eine sehr schwierige, wie Rosa schon ausgeführt hat. Die Frage ist doch auch immer, was ist NS-Symbolik? Ein Hakenkreuz? Ein Keltenkreuz? Runen? Nichts davon ist in meinen Augen ein Symbol, welches eindeutig auf eine politische Gesinnung zurückzuführen ist. Und nochmal, warum sollte eine SS-Uniform (ohne Abzeichen!!!) böse und unverantwortlich sein? Ist das nicht eine Verharmlosung des Demozids der Nazis? Kann ein Kleidungsstück Menschen töten? Zu dem Schnitt, den die Nazis extra betonten hat Tobi ja schon einiges geschrieben und das ist genau der Grund warum gerade diese Uniformen für… Mehr lesen »
Tobikult
Mattensan hat die entscheidene Kategorie angesprochen, die bei dieser Diskussion meines Erachtens weiterhilft: Es geht NICHT um irgendwelche Uniformen sondern um Militäruniformen! Denn bei Militäruniformen steht die Ideologie und/oder die nationalstaatliche Idee, die mit Waffengewalt verteidigt oder proaktiv verbreitet wird, auf dem Kragenspiegel oder am Ärmel. Ob Hakenkreuz, Husaren-Totenkopf, roter Stern oder Hammer und Sichel, diese und andere Symbole sind bzw. waren Werkzeug einer staatlichen Ordnung und damit nicht deutungsfrei zu tragen. Egal ob auf einer Uniform oder auf einer veganen Hanfjacke. Anders verhält es sich mit Fantasie-Uniformen und Fantasie-Symbolen. Ob bei Nachtmahr oder Laibach auf der Bühne, auf dem… Mehr lesen »
Aristides Steele
Tobi war jetzt schneller damit etwas anzusprechen, was mir auch eben durch den Kopf ging, aber jetzt hab ichs schon getippt, also poste ichs auch :) Auch meiner Beobachtung nach tragen nicht grad wenige Leute uniform-ähnliches oder tatsächliche Uniformen rein aus Modegründen. Das ist ein Ansatz den ich auch für ziemlich oberflächlich und unreflektiert halte, da – gerade bei real existierenden Uniformen – ja eine gewisse Aussage mitschwingt. Das ist aber ein recht weites Feld – ich finde es ebenfalls sehr grenzwertig mit authentischen Uniformen in der Gegend herumzulaufen, der Gipfel der Dummheit ist ohne Frage das Kokettieren mit NS-Symbolik… Mehr lesen »
Guldhan
Eine Uniform hat nicht automatisch etwas mit Befehl und jagdwütigen Soldaten zu tun. Dieses sollte erst einmal bedacht werden. Eine Uniform ist in erster und neutraler Linie eine einheitliche Bekleidung, die bestimmte Personengruppen abgrenze bzw. nach außen hin als dem Zugehörig zu erkennen gibt. Somit ist auch der Anzug eines jeden Yuppies Uniform. Das Klicheegewand eines jeden punkhaften oder ökologisch abbaubaren Bundeswehrgegners war im Grunde auch eine Uniform. In der Uniform sehe ich nicht das große Schreckgespenst, dessen Träger mir Angst machen will, sondern nur die letzte Konsequenz jener Uniformität innerhalb der Szene. Und Uniformität herrscht wohl für jeden gut… Mehr lesen »
Death Disco
Death Disco
Eine Uniform, angelehnt an jene, wie man sie zur Zeit des Dritten Reiches trug, ist bedeutungsschwanger. Da gibt es nichts zu rütteln und zu diskutieren. Ich frage mich ernsthaft, wie man geschichtlich und politisch nahezu einwandfrei zuzuordnende Uniformen mit der Uniformität von Jugendkulturen vergleichen kann. So heiß war es doch heute noch gar nicht! Wer sagt, dass eine Uniform automatisch zur Assoziation des Faschismus nötigt? Doch im Grunde nur der Scheuklappenblick des Gutmenschentums. Gab es den Faschismus doch nur einige Jahrzehnte. Die Uniform im militärischen oder kämpferischen Kontext jedoch ein paar Jahrhunderte. Die Rede war nicht von irgendwelchen Uniformen. Das… Mehr lesen »
Jenny
Jenny
Hmm… Was ist mit den Sexpistols?^^ Gothic ist aus Punk entstanden, und Punk war von Anbeginn an war es eine reine Protestbewegung, die sich aus der Ablehnung an die britische Gesellschaft postitulierte. Da in den 70ern das Thema des kalten Krieges und das Naziregime noch sehr aktuell waren, (England=einer der 4 Siegermächte!) griffen die Sexpistols die NS-Symbolik (u.a.) als erstes auf, welches sind schlussendlich auf die ganze Punkbewegung auswirkte. Was im Umkehrschluss nicht hieß, dass das dritte Reich in irgendeiner Weise glorifiziert werden sollte, es war einfach die reine Provokation, die „Anti-Haltung“ Wo fangen wir jetzt an? Benötigen wir eine… Mehr lesen »
Irmin
Irmin
Das leidige Thema Uniformen… den Aufruf zur Diskussion nehme ich doch gerne an ;) Vorweg: Ich persönlich halte nicht besonders viel von Uniformen. Da kann ich mich nur Sabrinas erstem Kommentar anschließen, Uniformen stehen so ziemlich für das Gegenteil meiner Anschauungen und Werte. Darum muss ich auch ganz ehrlich zugeben, dass Leute, die in Uniform umherlaufen, nicht gerade den besten ersten Eindruck auf mich machen. Das richtet sich nicht gegen ein etwas martialisches Auftreten wie auf Bild Nummer 5 in dem Artikel, sondern schon gegen „eindeutigere“, echte oder nachempfundene Uniformen. Man könnte sich natürlich die Frage stellen, wieso Leute Uniformen… Mehr lesen »
Zeroed
Zeroed
Als sonst eher stiller Beobachter würde ich mich hierzu auch gerne zu Wort melden.. nicht zuletzt, weil mir das Thema Uniformen bereits (negativ, der Leser möge sich entsprechend positionieren) aufgefallen war.. Viele Punkte wurden bereits unter meinen Vorrednern diskutiert, und ich möchte nicht unnötig aufgreifen, ergo werfe ich direkt einen mehr oder minder neuwertigen Gedanken in den Raum… Es geht um die Assoziation von (militärischen) Uniformen mit Krieg, Gewalt und Mord – und auch die von Guldhan aufgebrachten (das klingt schon wieder negativ..^^) positiven Aspekte, die wie bereits erwähnt pathetisch, meiner Meinung nach aber auch durchaus altruistisch daherkommen (können).. dann… Mehr lesen »
NorthernNephilim
NorthernNephilim
Die „Docs“ wurde von nem Deutschen (hieß oh Wunder – Dr. Martens) erfunden und waren die ersten Schuhe mit Luftpolstersohle. Der Originaltyp der Docs hat auch keine Stahlkappe. Ansonsten dass der Erfinder ein Deutscher war hats mit extremer Denkweise nicht zu tun. Später wurden die Schuh und auch Ranger anderer Hersteller (die berühmten 11 Loch halt) von den ersten rebellierenden Jugendgruppierungen in GB aufgegriffen da sie wegen ihrer Form durchaus respekteinflößend waren (Abwehrhaltung gegen die damalige politische Linie GB, „Boxhandschuhe für die Füße“). Odeer wird jedem VW / Porsche Fahrer unterstellt er glorifiziere das Nazitum,, der Volkswagen (und später auf… Mehr lesen »
Orphi Eulenforst
Dann will ich mich auch mal durch die Aussagen wühlen, zu denen ich was sagen möchte: Für mich spiegelt Gothic die Flucht in eine idealisierte Welt, die das Jetzt mit all seinen Auswüchsen ablehnt und ignoriert… Unser Outfit ist ein Teil des Ausdrucks dieser Überzeugung. Krieg, Gewalt und Macht haben darin nichts verloren, da wir den Tod in jeder Form hinterfragen. Sorry mein Süßer, aber das halte ich für ausgemachten Blödsinn und der kausale Zusammenhang erschließt sich mir auch nicht. Wer das Jetzt ablehnt und lieber in eine idealisierte Welt flüchtet, der hat meiner Meinung nach nicht mehr alle Latten… Mehr lesen »
Guldhan
Eine Uniform, angelehnt an jene, wie man sie zur Zeit des Dritten Reiches trug, ist bedeutungsschwanger. Da gibt es nichts zu rütteln und zu diskutieren. Ich frage mich ernsthaft, wie man geschichtlich und politisch nahezu einwandfrei zuzuordnende Uniformen mit der Uniformität von Jugendkulturen vergleichen kann. So heiß war es doch heute noch gar nicht! Es kommt auf die Räume an, hier ist es schon recht stickig. Bedeutungsschwanger womöglich. Aber eben erstmal nur schwanger. Dahingehend ging es mir auch nicht um geschichtlich oder politisch einwandfrei einzuordnende Uniformen. Diese Argumente legte ich erst später hinzu. Der Vergleich zur Uniformität bezog sich auf… Mehr lesen »
Orphi Eulenforst
Der Vergleich zur Uniformität bezog sich auf das Wort Uniform in seiner neutralen Bedeutung. Als einen identisch anzusehenden Kleidungsstil zum Zwecke der Wiederernennung und Abgrenzung. Und »Uniform« wurde oder wird dahingehend definitiv getragen. Das ist aber doch nicht der Punkt. Es geht um Uniformen im militärischen Sinn und deren tatsächliche Bedeutung und Ausstrahlung. Es geht nicht darum, ob Batcaver alle Leggings und Plateauschuhe tragen. Die römische Legionärsrüstung oder das Cowboykostüm. Ich gestehe, dass dieses Argument jetzt wissentlich überspitzt und demnach nicht zu wörtlich zu nehmen ist. Doch im Kern sind diese Kluften auch recht gewaltgeladen, werden aber als Faschingskostüm für… Mehr lesen »
Irmin
Irmin
@Robert: “Das leidige Thema” spiegelt für mich die aktuelle Haltung vieler Szenegänger, Forenbesucher und Gesprächspartner. Man scheint genervt davon, immer wieder durchzukauen, was man sieht, sich damit zu beschäftigen und zu hinterfragen. Momentan scheint es mir so, als ob man lieber sein eigenes Süppchen kocht und stillschweigend ignoriert, was geschieht. Das finde ich nicht richtig, denn Provokation funktioniert nur mit Auseinandersetzung. Oh, sorry, da habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt, denn so meinte ich das nicht – dann hätte ich mich ja auch nicht zu diesem Thema geäußert ;) Das „leidige Thema“ bezog sich mehr darauf, dass ich die… Mehr lesen »
Zeroed
Zeroed
@Robert Dankesehr – und dabei hatte ich mir stets eingebildet, selbst permanentes Opfer der zwanghaften Verbaldiplomatie zu sein.. ^^ Nichtsdestotrotz (oder um so mehr) muss ich dir im Hinblick auf die gelieferte Definition widersprechen.. das mag darin begründet sein, dass ich dann doch aus einer anderen Generation stamme (erster wirklicher Szenekontakt erst etwa im Jahre 2000), in der die musikalische Bandbreite sogar in Süddeutschland bereits groß und sogar einigermaßen etabliert war.. aber während viele Charaktere, die ich im Zuge meines szenetechnischen Trabantenkurses kennenlernen durfte, zwar einen gewissen Hang zur Realitätsflucht in einigen ihrer Aktivitäten besaßen, so waren doch der Großteil… Mehr lesen »
Guldhan
Das ist aber doch nicht der Punkt. Es geht um Uniformen im militärischen Sinn und deren tatsächliche Bedeutung und Ausstrahlung. Es geht nicht darum, ob Batcaver alle Leggings und Plateauschuhe tragen. Ruhig Blut. ;) Der Argumentationsbogen auch ein Versuch die Sichtweise zu erweitern. Denn vielleicht können, wenn man sich dem Begriff an sich bewusst wird, andere Schlüsse gezogen werden, als wenn man sich sofort auf die Schirmmütze mit SS-Grinseschädel wirft. Gegen das Wort “Kostüm” lehnen sich ja dort immer alle auf, auch wenn eine Uniform meiner Meinung nach ein Kostüm a la Karneval ist, wenn man sie nur trägt, weil… Mehr lesen »
NorthernNephilim
NorthernNephilim

@ Sabrina: Wie mehrmals erwähnt wurde, geht es nicht um Fantasie-Uniformen, sondern um militärische Outfits.

Steht da in der Überschrift „Militäruniformen in der Szene – Zwischen Provokation, Fetisch und Dummheit“?

(und warum McCoy „so“ rumrennt und nicht anders weiß ich auch)

Orphi Eulenforst

@ Northern Nephilim

Stichworte aus dem einleitenden, ersten Absatz des Artikels: militärischen Rangabzeichen, Militärmützen, militärischen Parade, Military-Shops, militärisches Auftreten, Soldaten-Kleidung

Aber richtig: In der Überschrift steht es nicht. Ich war davon ausgegangen, dass der Fließtext mit zum Artikel gehört. Mein Fehler!

Marion Levi
Zuerst: Ich finde es toll, dass hier so lebendig und wortgewandt diskutiert wird. Dies ist, neben den eigentlichen Artikeln natürlich mit ein Grund warum ich diesen Blog so mag, weil er immer neue Denkanstöße gibt. Das Problem hier ist, dass das Thema „Uniform“ recht weitläufig ist und obwohl es ursprünglich um militärische Uniformen bei schwarzen Events ging kommt man schnell vom hundersten ins tausendste (Stichwort Diskussion ob Streben nach Macht und Überleben der Gesellschaft unbedingt Hand in Hand gehen muss). Und an dieser Stelle erinnere ich mich an den im letzten Jahr vermehrt aufgetretenen Ruf nach einer Rückkehr zur Intoleranz..… Mehr lesen »
Orphi Eulenforst

Was ich mich bei dem Argument der „Provokation“ immer frage: Wer soll provoziert werden? Ich gehe jetzt einmal stark davon aus, dass die Uniformen außerhalb von Festivals oder schwarzen Partys kaum den Schrank verlassen. Mir ist jedenfalls im Alltag noch niemand begegnet, der so rumläuft. Also werden sie bei „Szene-Veranstaltungen“ getragen. Soll dadurch die Szene provoziert werden?

NorthernNephilim
NorthernNephilim

Kannst ja den danach fragen der damit anfing. Schließlich sinnierte Ian Curtis bei einem Konzert auch über Rudolf Hess.

Irmin
Irmin
Was ich mich bei dem Argument der “Provokation” immer frage: Wer soll provoziert werden? Ich gehe jetzt einmal stark davon aus, dass die Uniformen außerhalb von Festivals oder schwarzen Partys kaum den Schrank verlassen. Mir ist jedenfalls im Alltag noch niemand begegnet, der so rumläuft. Also werden sie bei “Szene-Veranstaltungen” getragen. Soll dadurch die Szene provoziert werden? Was den Alltag angeht: Nun ja, um fair zu sein, welcher Anteil der Leute auf dem WGT sieht denn dort genauso aus wie im Alltag, und zwar wirklich genauso? Selbst, wenn wir die Karnevalisten mal rausnehmen ;) Eine Uniform kann man entweder tragen… Mehr lesen »
Guldhan
Die Ausgehuniform ist dahingehend wirklich das treffende Argument. Wer mit einem SS-Schädel am Wams protzt, dem unterstelle ich den Willen zur Provokation oder augenscheinliche Geistlosigkeit. Doch mit einer einfachen Uniform provozieren zu wollen bzw. zu können…? Ich sehe es eher als schlichte Abgrenzung. Als Wille zu einer Ebene der Selbstdarstellung, die den Träger nicht als Gleicher unter seinesgleichen wirken lässt. Es verschieben sich innerhalb einer Szene, bzw. innerhalb deren Freiheit des Auftretens, ohnehin die Grenzen der Wahrnehmung. Wer nur von optischen Radikalitäten umgeben ist, der nimmt sich auch dann noch als gediegen und unscheinbar wahr, wenn Außenstehende schon die Hände… Mehr lesen »
phil
phil

Blödsinniger Bericht xD Ist aber mal wieder typisch, es gibt leider auch in unserer Szene Leute die sich einfach über alles aufregen müssen, nicht mal selber ihren Kopf einschalten und immer schön brav der allgemeinen Politischen Massen verdummung hinterher laufen ;)

MfG

Guldhan

Blödsinniger Kommentar. Ist aber mal wieder typisch, es gibt leider auch in dieser Szene Leute, die sich einfach nur mit ihrer Schmalspurpolemik beachtet wissen lassen wollen. Nicht aber selber einmal den Anstand, Horizont oder Tiefgang besitzen, ihre Phrase argumentativ zu untermauern. Bravo. Hauptsache nicht mal selber den Kopf einschalten und immer schön brav der allgemeinen BILD-Niveau-Wortmeldung nacheifern.

Tobikult

@Phil
Jetzt hast Du mich neugierig gemacht. Was hat es mt den Uniformen in der Szene Deiner Meinung nach auf sich? Provokation vs. blödsinnige Aufregung? Politisches Statement vs. Dummheit?

Ian Luther
Ian Luther
Na zum Glück bin ich Grufti und schon daher nicht dem psychischen Modediktat unterworfen eine militärische Uniform tragen zu müssen. Das reden sich alle nur ein. Es gibt kein Gesetz, das dir vorschreibt, was du in der schwarzen Szene anziehen musst. Bin da mehr musikorientiert als mich der Inhaltslosigkeit dieser ganzen Neo-New-Romantics und Kostümierten zu unterwerfen. Ne SS-Uniform hat für mich heutzutage nicht mehr den Ausdruck von Provokation sondern von abstruser sexueller Selbstdarstellung. Und genausowenig wie Uniformen brauche ich nackte Ärsche und abgeklebte Nippel. Aber als Grufti war man ja schon immer in der Minderheit in der „Gothic“-Szene. Vielleicht einer… Mehr lesen »
Alva Katharina
Alva Katharina
Mich hat es echt umgehauen, wie vielschichtig die Diskussion geworden ist und es sind einige Punkte angesprochen worden, die für mich wichtig waren, um meine Einstellung/Ansicht dazu reflektieren zu könnenn(bes. das der Mensch nicht gleichzusetzen ist mit seiner gewaltausstrahlenden Montur- klingt banal und vielleicht irgendwie naiv oder dumm, aber da musste ich echt lange drüber nachdenken, um das zu verinnerlichen). Ob ich das Bild, welches ich jetzt von den Uniformis habe, aber „besser“ ist als vorher, muss ich anzweifeln… der Konsens scheint ja zu sein, dass die Meisten schlichtweg unbedacht mit ihrem Auftreten umgehen und diese Art Dummheit/Naivität finde ich… Mehr lesen »
Ian Luther
Ian Luther
Also zu dem Thema kann ich noch was einwerfen: Ich kenne einige, die in ihrem Alltag ganz „gewöhnliche“ Gruftis sind und auf Festivals für jeden Tag verschiedene „Outfits“ dabei haben. Ein Kumpel von mir fuhr am letzten Abend mit einer NVA-Mütze und Ledermantel heim. Die Kombination war sehr gewöhnungsbedürftig und obwohl ich ihn kenne und eigentlich schätze (so ein friedfertiger Kerl ist mir selten begegnet) musste ich mich fremdschämen, mit ihm im ICE nach Hause zu fahren. Ich als optischer Waver mit einem optisch kriegerischen Wesen unterwegs muss verstörend wirken und wirft sicherlich kein gutes Licht auf die „Szene“. Ich… Mehr lesen »
Debitus
Debitus
Was ist mit denen, die in einer bewusst nicht-faschistischen Uniform einfach nur ihren Stil ausleben wollen? Beispielsweise um eine gewisse Ordnung widerzugeben? Ehrlich gesagt finde ich Nazi-Uniformen genausowenig „angemessen“, wie halbnackte Cyberjungen oder -mädchen. Zumindest nach meiner Erfahrung geht es vielen Menschen in der Szene um Selbstdarstellung – mag es vielleicht für den Einen oder Anderen auch selbstdarstellend sein, in einem uniformartigen Aufzug über ein Festival zu gehen? Diese Diskussion, die ihr oben anstrebt, ist diskriminierend denen gegenüber, die sich der Gründe für ihre Entscheidung, eine Uniform anzuziehen, sehrwohl bewusst sind. Das Problem liegt obendrein primär an anderer Stelle: Immer… Mehr lesen »
Ian Luther
Ian Luther

Ja… Gewisse Corsagen können auch uniformell wirken :-)

Axel
Axel
Politische Ansichten und Aussagen haben in der Szene nichts zu suchen. Das Gegenteil ist der Fall! Mir persönlich sind viele Leute in der Szene viel zu desinteressiert an der Politik! Jeder in einer Demokratie hat meiner Ansicht nach die Pflicht sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen, immerhin hat man ja auch das Recht zu wählen oder selber politisch aktiv zu werden. Was passiert, wenn Menschen sich nicht im geringsten dafür interessieren, merkt man doch die letzten Jahre: Die Regierenden können ein undemokratisches Gesetz nach dem anderen durchwinken und die Bevölkerung interessiert es nicht. Das finde ich erschreckend und beängstigend zugleich! Übrigens:… Mehr lesen »
Guldhan
Mir persönlich sind viele Leute in der Szene viel zu desinteressiert an der Politik! Was wohl daran liegt, dass sich die Szene noch immer für verhältnismäßig uninteressiert am politischen Zirkus hält. Und viele das auch offen zeigen, da das ein Aspekt ist, der ihnen die Szene so sympathisch macht. In einer Demokratie von einer Pflicht zum politischen Interesse zu maßregeln, erachte ich als recht pathetisch. Eine Demokratie beruht auf die Herrschaft des Volkes. Das Volk besitzt die Wahl. Somit darf es auch entscheiden, dass es sich nicht dafür interessiert. Ein Maß an Nichtinteresse ist somit demokratisches Recht, jeder der dieses… Mehr lesen »
Sheik Yerbouti
Sheik Yerbouti

Wenn die Demokratie die Herrschaft des Volkes ist, dann leben wir definitiv in keiner. Wir leben im Kapitalismus, der Herrschaft des Geldes, des Besitzes, des Konsumes.

Mal ehrlich, das ist doch der Sinn des Lebens. Arbeiten bis zum in die Grube fahren, um schön brav konsumieren zu können (die erste Staatsbürgerpflicht), und somit einigen Auserwählten ein Leben in Saus und Braus ermöglichen.

Und da spielt es keine Rolle, ob’s nun um den tiefergelegten 3er BMW geht, den Malle-Urlaub, oder um Aderlass Klamotten oder die allerneueste Super-Limited-Edition irgendeines Grufti-Albums.

Tut mir Leid wegen dem eventuellen Off-Topic. Mea culpa.

Death Disco
Death Disco
Parteien sind doch nur Austauschkonstrukte zur Beschäftigung und Irreleitung der Wähler, des einfachen Volkes, dem Mitspracherecht vorgegaukelt wird. Heute mal CDU, morgen mal wieder SPD… Who cares? Wer glaubt denn allen Ernstes, er könne die Welt verändern, indem er Partei XY wählt? Die Macht besitzen doch ganz andere… Politik ist wie der Verkauf von Waschmittel… Eines ist mutmaßlich besser als das andere, aber hinter allen steht dieselbe Herstellerfirma. Kommunismus wurde im Übrigen mehrfach in die Tat umgesetzt. Marxistischer Kommunismus ist genau das, was Lenin, Stalin, Pol Pot, und wie sie noch alle heißen mögen, verwirklicht hatten. Revolution, versuchte Gleichschaltung, Vernichtung… Mehr lesen »
Flauers
Flauers
Dass Uniformen durch ihren Schnitt oftmals den Körper betonen und „angenehm“ formen/darstellen, ist wohl wirklich kaum zu leugnen. Doch im Bereich Fetisch wollen mir da einige Dinge nicht wirklich klar werden. Uniformen (ich gehe von militärisch geprägten Uniformen aus, habe bisher noch keinen „Fetischisten“ in Pfadfinderuniform gesehen)tragen normalerweise Menschen, die Macht über andere Menschen ausüben wollen/sollen. Sprich Soldaten (jeglichen Ranges). Wie wird diese Macht der Soldaten hergestellt? Üblicherweise durch (Waffen-) Gewalt, Androhung dieser und anderer Grausamkeiten, Einschüchterung. Wie kann es also sein, dass Menschen auf genau diese Art von Macht abfahren und davon sexuell erregt werden? Ich möchte einen dieser… Mehr lesen »
Debitus
Debitus

Sogar die Heilsarmee und die Feuerwehr trägt Uniform. Haben diese jemals zu den Waffen gegriffen?

Was ich damit sagen möchte, ist folgendes: Eine Uniform kann auch den Ordnungsgedanken verfolgen. Wenn man sich beispielsweise die Bekleidungsvorschrift der Bundeswehr durchliest, so ist das korrekte Tragen des Dienstanzuges präziser formuliert als die Straßenverkehrsordnung.

Ich persönlich kann durchaus die Uniformträger verstehen. Vermutlich stehen die nicht beim Packen für ein Festival 5 Stunden vor dem Kleiderschrank und suchen sich ihre Kleider zusammen – Oberhemd, Schlips, Schiffchen und Cargohose, fertig ist es.

Death Disco
Death Disco

Aha. Weil man keinen Bock hat, sich für ein Festival aufwändig zu kleiden, greift man auf Uniform zurück? Ich suche gerade den logischen Faden… Doc Martens, Jeans und T-Shirt hätten’s dann wohl auch getan. Dann muss man nicht einmal ein Schiffchen mitschleppen.

Flauers
Flauers
Danke, Robert, Du hast meinen Kommentar sehr gut zusammengefasst! :D Die Frage bleibt jetzt aber noch, was von solcher Zur-Schau-Stellung von (personalisierter) Macht zu halten ist, und lässt sich da ein gemeinsamer Tenor aus den Grundgedanken der Gothic-Szene finden, um die Frage zu klären, ob solche Uniformen auf schwarzen Veranstaltungen etwas zu suchen haben (diejenigen, die mit eindeutiger Symbolik geschmückt sind, mal außenvorgelassen). Mir geht es hier ein wenig zu sehr nur auf Nazi-Uniformen hinaus, die ich persönlich relativ selten sehe (um ehrlich zu sein, so gut wie nie). Was ist zum Beispiel mit Tarnfleck-Kleidung? Modischer Gack oder doch subtile… Mehr lesen »
HansWurst
HansWurst
Ich finde es immer wieder erstaunlich wie sich die Leute über Kleidung echauffieren. Das die schwarze Szene sowiso schon immer Aufmerksamkeit auf sich zieht, sei es durch nicht mainstream konforme Kleidung, Make Up, Frisuren oder Schmuck ist wohl klar ! Warum also noch mit findenr auf Leute zeigen die Uniformen tragen ? Was ist hier der Unterschied zwischen einer an den 2.WK angelehnten Uniform oder einer Postapokalyptischen Cyber Uniform ? Was mir hier immer negativ Aufstößt ist die Tatsache, dass immer nur Personen scheinbar angegriffen werden die deutsche Uniformen tragen. Was ist an einer deutschen Uniform anders als an einer… Mehr lesen »
Ian Luther
Zumindest hat für mich Schwarzsein nix mit irgendwelchen Uniformen zu tun. Das ist für mich ne „Geisteshaltung“, ein wohliges Gefühl der Vertrautheit, wenn ich andere Schwarzkittel in ihren „Gewändern“ sehe – und Uniformen lösen dagegen bei mir eher Übelkeit aus. Ich denke da auch nicht zwangsläufig an irgendwelche rechts- oder linksradikale Kacke, sondern an sexuelle Zurschaustellung mancher Leute. Und die gehört für mich in den Privatbereich oder in den Swingerclub, aber nicht auf ein Festival oder in einen Club, wo noch Minderjährige sein könnten. Ich bin zwar auch nicht gerade aus dem Kloster, aber manche Dinge finde ich nich ganz… Mehr lesen »
HansWurst
HansWurst
Wenn man so manche Leute sieht was sie tragen, vorallem auf Festivals könnte man sich wirklich wünschen: lieber in Uniform ! Das sieht wenigstens Stimmig aus, und solange keine politischen Symbole dran sind ist es doch kein Problem. Das Problem wie ich finde ist wo fängt man an und wo hört man auf abneigung gegen etwas zu empfinden. Jede Epoche hat siene Schattenseiten. Im Mittelalter wurden menschen gefoltert hingerichtet gesteinigt und verbrannt, vorzugsweise von der Kirche. Mahnt man deshalb die Medieval-Grufties an ? Oder welche die in Barockkleidern rumlaufen, die Menschen dieser Zeit waren ja auch nicht gerade zimperlich mit… Mehr lesen »
Death Disco
Death Disco

Das sieht wenigstens Stimmig aus, und solange keine politischen Symbole dran sind ist es doch kein Problem.

Die Uniform selbst ist das Symbol. Eine SS-Uniform ist auch ohne Kragenspiegel und Ärmelstreifen eine SS-Uniform.

Kurios: ich habe noch keinen Neonazi in Uniform gesehen !

Dann scheinst Du ja nicht dem Planet Erde anzugehören. Oder hast die Zeit von FAP und Wiking-Jugend verschlafen.

Ian Luther
HansWurst: Nur eine ganz doofe Frage: Was haben Grufties mit den Schattenseiten des Lebens zu tun? Es ist mir klar, dass viele zur Szene aus der Tatsache flüchten, dass ihnen die spießig, kommerzielle Gesellschaft auf den Sack geht. Aber weshalb muss man dann gleich in einer SS-Uniform durch die Gegend spazieren? Das ist mir unbegreiflich. Gab es in den 80ern jemals (mit Ausnahme von vielleicht Siouxsie und ihren Hakenkreuzen) irgendwelche Punks oder Waver, die in Uniform herum gestiefelt sind um zu provozieren? Mir sind da keine bekannt. Da war allein die schwarze Kleidung schon Zeichen genug für Abgrenzung. Und selbst… Mehr lesen »
HansWurst
HansWurst
Achso wenn eine Uniform ohne Symbole DAS Symbol selbst ist dann darf man auch keine Springerstiefel oder schöne warme Fliegerjacken im Winter anziehen oder sonstige symbolträchtigen Kleidungsstücke, darf man also auch keine Fantasyuniformen anziehen ? Gadaffi trug ja auch oft Fantasieuniformen… Wo fängt man an und wo hört man auf sich über Dinge zu beschweren ? In Deutschlandt klagt man ja sowieso immer auf hohem Niveau und stellt sich selbst gerne in die Ecke des Tätervolks, dass bis in alle Ewigkeit den Bückling als Wiedergutmachung machen muss. Wenn man Toleranz fordert dann muss man selbst auch tolerant sein, dass zeichnet… Mehr lesen »
Miss Geométrico
Miss Geométrico
Ich war erst vorgestern auf einer schwarzen Party im bayerischen Raum und hab dort mindestens drei Kerle in originalgetreuer SS-Uniform (Reichsadler mit immerhin überdecktem Hakenkreuz und rote Armbinde) gesehen. Ich frag mich echt: Was soll das? Finds verdammt respektlos (bzw. wenn es wirklich nur der reinen Provokation dienen sollte: extrem dumm und unkreativ). Schade, dass die Gruftis ja wirklich alles an Abschaum in der Szene mit offenen Armen empfangen (meiner Erfahrung nach, ob Neonazi, Kinderschänder oder Tierf*cker – egal, komm rein, wir – die übertolerante Schwarze Szene nehmen alles und jeden auf, solang er nur Geld bringt und gut Party… Mehr lesen »
Guldhan

Wird wohl ein regionales Phänomen sein, denn ich wüsste nicht, dass sich in einem Club jemals mit minderjährigen Schafen oder Schäferhunden vergnügt wurde oder ganze Sippengemeinschaften aufmarschierten. Allerdings kann ich dahingehend auch nur bis zum fränkischen Raum sprechen.

Miss Geométrico
Miss Geométrico

Vielleicht nicht grade vorort, aber das großmäulige Rumzeigen von selbst geschossenen Hundefickbildchen etc. würde für mich als Clubbesitzer schon bedeuten: Perversos rausschmeissen.
Ist aber halt leider nie der Fall.

Achja und die Sippengemeinschaften, schon oft gehabt. Nannten sich die Schwarze Front^^

Guldhan

„Schwarze Front“… bei der Namensgebung waren aber auch Kreative am Werk. Nun gut. Uniformen ja, sind diese entsymbolisiert und definiert sich deren Träger nicht mit Namen alter NS-Kampfgemeinschaften, so habe ich nichts dagegen und irgendwelche -meist postpubertäre- Vollprolls sind mir ja auch nicht fremd. Wenn auch weniger in Clubs, eher auf Festivals. Doch solches Getue würde auch mich stark, bis stärker, am geistigen Gehalt der Beteiligten zweifeln lassen.

Ian von Nierenstein

Was meint man zu Sprüchen wie diesen hier? (Zufällig drauf gestoßen) https://nachtwerk.jimdo.com/hintergr%C3%BCndiges/

Guldhan

Wäre zu hinterfragen, wie sie „pervers und satanisch“ definieren. Auch ist es für die „seit den Zeiten Goethes und Byrons in ununterbrochener Linie“ stattfindende Mentalität ein wenig zu kindisch trotzig formuliert, doch ansonsten in der Grundhaltung recht sympathisch.
Wobei man wohl gut davon ausgehen kann, dass hinter den Sprüchen dennoch kaum bis keine Substanz zu finden sein wird.

Ian von Nierenstein

Vor allem sollen die einem mal Grufties zeigen, die es vor 1980 gegeben haben soll. Das würde mich jetzt mal wirklich interessieren :)

Death Disco
Death Disco
Schade, dass die Gruftis ja wirklich alles an Abschaum in der Szene mit offenen Armen empfangen (meiner Erfahrung nach, ob Neonazi, Kinderschänder oder Tierf*cker — egal, komm rein, wir — die übertolerante Schwarze Szene nehmen alles und jeden auf, solang er nur Geld bringt und gut Party macht). Für jemanden, der offensichtlich im Industrial-Umfeld unterwegs ist (Esplendor Geométrico?), scheint Dich das ja wirklich sehr zu überraschen. Schon mal tieferen Einblick in die Szene gehabt? Bands, die Du dringend meiden solltest: Rozz Williams/Premature Ejaculation, Whitehouse, Die Form (Zoophilic Lolita etc.), Throbbing Gristle, Nicole 12… Aber während Nationalsozialismus immer noch eine selbst… Mehr lesen »
Miss Geométrico
Miss Geométrico

Nein, im Industrial Umfeld bewege ich mich nicht (mehr). Mittlerweile auf „normale“ Gruft Discos umgestiegen…

kleine Eule
kleine Eule
Generell finde ich den Hang zu Uniformen nicht gut, weil es immer etwas mit Krieg und Gewalt zu tun hat bzw. die Assoziation Krieg/Leid hervorruft und damit dass Menschen verletzt und/oder getötet werden, Familien auseinander gerissen werden und das Bild von brennenden Städten taucht vor meinem Auge auf. Wie man das als Fetisch nutzen kann oder im Rahmen vom dieser Richtung Neofolk absolut unverständlich und höchst bedenklich. Provokation ist was für Kinder und passt nicht mehr in die heutige Zeit. Die Menschen sind viel sensibler geworden und man sollte darauf achten dass man nicht „in die falsche Schublade“ gesteckt wird… Mehr lesen »
Yorick
Yorick
Generell finde ich den Hang zu Uniformen nicht gut, weil es immer etwas mit mit Krieg und Gewalt zu tun hat bzw. die Assoziation Krieg/Leid hervorruft Als ob es Uniformen ausschließlich im militärischen Kontext gäbe. Mir fällt schon seit längerem auf, dass auf diesem Blog bei vielen die Gleichung Uniform=Militär zu gelten scheint. Diese Gleichung ist aber falsch. Oder hast du genannte ‚Assoziation‘ etwa auch bei Bahn- oder Postangestellten? Provokation ist was für Kinder und passt nicht mehr in die heutige Zeit. Die Menschen sind viel sensibler geworden und man sollte darauf achten dass man nicht „in die falsche Schublade“… Mehr lesen »
kleine Eule
kleine Eule

Nun, es ging ja hier um militärische Uninformen und nicht um die Post oder die Sanitäter. Warum fühlst Du Dich direkt persönlich angegriffen? *rhetorische Frage*

Uniformität ist noch einmal ein anderes Thema. Es ging mir um militärische Uniformen.
Soldaten, Generäle ect.

NeverendingwarGothic
NeverendingwarGothic
Schade, dass die Gruftis ja wirklich alles an Abschaum in der Szene mit offenen Armen empfangen (meiner Erfahrung nach, ob Neonazi, Kinderschänder oder Tierf*cker — egal, komm rein, wir — die übertolerante Schwarze Szene nehmen alles und jeden auf, solang er nur Geld bringt und gut Party macht). Die Gothic-Szene kennt keine Tabu-Themen. Sie beschäftigt sich mit den tiefsten Abgründen der menschlichen Seele, setzt sich damit auseinander und verleiht dem Ausdruck IN DER PHANTASIE – DAS IST EINE ART ROLLENSPIEL! (das bezieht sich auch auf umstrittene Liedtexte) Ich finde es sehr gut, dass Menschen ihre dunklen Phantasien/ Neigungen, die in… Mehr lesen »
fxsend
fxsend
@Robert: Wenn Ästhetik und Musik große Teile des Mainstreams abschrecken und diese Leute draußen halten, dann bleibt auch das entsprechende Verhalten draußen. Dadurch entstehen Freiräume, ohne dass sich da jemand einen politischen Kopf darüber gemacht hätte. Bevor irgendwann die ideologischen Diskussionen zum Thema Toleranz losgingen, hat sich da auch niemand einen Kopf drüber gemacht. Die praktische Erfahrung der Leute war eben, dass man in der Mainstreamgesellschaft tagtäglich überall aneckt, wenn man anders aussieht und denkt, und auf dem Hintergrund dieser Erfahrungen ist die Bereitschaft dann auch größer andere Leute in Ruhe zu lassen. Kein Wunder, dass diese Freiräume auch andere… Mehr lesen »
NeverendingwarGothic
NeverendingwarGothic

Aktive Rollenspiele hatte meiner Ansicht nach nie damit zu tun. Inhaltlich und in Liedern keine Frage, ich denke es geht mehr um die Beschäftigung mit Tabus, als sie aktiv zu brechen.

Ja klar geht es nicht darum, die Tabus ohne Rücksicht der Grenzen anderer zu brechen. Falls etwas ausgelebt wird in einem Rollenspiel, dann natürlich nur mit gegenseitigem Einvernehmen!

Markus
Markus
Einer der Gründe für den Ausstieg von Patrick O’Kill, heute u.a. Six(th) Comm, bei Death in June war nach eigener Aussage unter anderem, daß DIJ in den 1980er Jahren bei einem Konzert in Italien öffentlich in SS-Uniformen auftraten und Patrick O’Kill von einer italienischen Mutter, die ihren Sohn in WW II verloren hatte, bespuckt und heftigst beschimpft wurde. Wer das Temperament italienischer Mütter kennt, kann sich ausmalen, wie das ausgesehen haben muß. :o) Bestimmt unangenehm, in diesem speziellen Fall aber offenbar eine heilsame Erfahrung. Die Idealisierung und Romantisierung von Militär und im besonderen des zweiten Weltkriegs finde ich einfach nur… Mehr lesen »
Jewel
Jewel
Der Artikel und die Kommentare hier sind ja schon einige Jahre alt, hier mal meine Gedanken im Jahr 2017. Natürlich ist Europa und gerade die Deutschen von der Nazizeit immer noch traumatisiert. Eine ganze Generation durch das erleben des WWII und wir Nachkommen durch die Berichte. Uns ist anerzogen worden, alles was an die NS Symbolik erinnert, als anstößig und beleidigend zu bezeichnen, weil Menschen unter diesen Symbolen gestorben sind und gequält wurden und umso schlimmer ist es, wenn rechte Bewegungen diesen Geist forttragen wollen. Ein Uniformträger auf einem Gothic Festival provoziert aber mMn genau diese Gedankengänge. Wie gehen wir… Mehr lesen »
Sandra Walder

Nazis sind scheiße, verpisst Euch aus Deutschland!
Wir wollen Euch nicht in der schwarzen Szene, Ihr seid das letzte!!!!

Historische Uniformen sind das Eine, Gewaltverherrlichung einer Gruppe von Massenmördern das Andere!!! Schaut Euch an was Ihr damals und in den 90gern angerichtet habt!!! Wer die Szene als Entschuldigung nimmt, so eine Uniform zu tragen um in dieser seine Einstellung mal zeigen zu können ohne sie zuzugeben darf auch nicht mehr zum Döner oder zum Chinesen!!!

Fickt Euch Ihr Scheiß-Nazis!!!

Tanzfledermaus

@Sandra: unabhängig von Deiner Aussage finde ich Deine Wortwahl ziemlich daneben.

Sandra Walder

@Tanzfledermaus: Dann sind wir wohl unterschiedlicher Meinung. :) Wut ist Wut, aber der Kernpunkt der Aussage bleibt. Verbrennst Du gelegentlich Kinder? :)

Sandra Walder

Liebe Szene rechts der CDU.

Da dies offenbar Eure Seite ist, entschuldige ich mich für meine lästerliche Anwesenheit und werde Spontis.de zukünftig möglichst meiden. :)

Alles Liebe für die Seitenbetreiber und viel Glück mit Eurem Blogg. :)

Tanzfledermaus

Auf derart polemische Leute kann ich gut verzichten.

Sandra Walder

Danke, ich mag Dich auch nicht. Eine eigene Meinung liegt halt nicht jedem.

Wünsche Euch noch viel Spaß auf dem Blog, Dir natürlich auch, Tanzfledermaus. Für weitere Diskussionen stehe ich NICHT MEHR zur Verfügung. :) Danke für Euer Verständnis. :)

T.S.
T.S.
Was geht denn hier ab? Sehr geehrte Frau Walder, jetzt wischen Sie sich erst einmal den Schaum vor dem Munde ab, und bemühen sich bitte, den Beitrag und die dazu im Anschluß erfolgte Diskussion sachlich zu erfassen. Wer lesen kann (und will), ist klar im Vorteil… Nun, Ihr Auftreten ist – gelinde ausgedrückt – das eines typischen fb (und Konsorten)-Herummeiners, d.h.: polemisch holzhacken, beleidigen, undifferenziert herumpöbeln (vielleicht auch, ohne überhaupt nur einen blassen Dunst von der – zugegeben – „schwierigen“ und in der Tat diskussionswürdigen Materie zu haben). Hintergrundwissen und das Beschäftigen mit dem Thema wären vielleicht hilfreich… Bodenlos natürlich… Mehr lesen »
Tanzfledermaus

Agressives polemisches Herumstänkern und eine sachlich/vernünftig vorgetragene Meinungsäußerung sind zwei Paar Schuhe!
Ersteres ist übrigens auch ein gern gewähltes Stilmittel im von Dir verhassten politischen Lager.
Schon allein deshalb sollte man seine Worte überdenken, weil es sonst schnell ein Eigentor wird, man sich als Parolen nachbetendes, einfaches Gemüt darstellt – egal welcher politischer Couleur.
Dein Rückzug in den Schmollwinkel tut dazu ein übriges.

Im Übrigen wurde Dir Deine Meinung weder vorgehalten noch abgesprochen, sondern lediglich der Tonfall kritisiert. Auch wieder zwei Paar Schuhe.

(Danke. T.S., für Deine Zeilen, jetzt haben sich unsere Beiträge durch mein Editieren überschnitten )

Guldhan
Ernsthaft… Da taucht hier seit Zeitaltern endlich mal wieder meinungsbildender Aggressionszündstoff auf und dann verebbt dieser in einer Handvoll Einzeiler mit kitschig diplomatischem Unterton … das ist so verdammt öde. Ich habe hier bestimmt schon meine Meinung niedergeschrieben; bin nur zu faul nachzusehen. Somit gebe ich kurz zu Protokoll, dass es mir so etwas von egal ist, ob ich im nächsten Goten-Schaulauf wieder Uniformen erblicke oder nicht. Bei Kerlen eh. Und Mädels können mit solch brachialer Strenge recht reizvoll wirken. Zumindest wenn es stilsicher sitzt. Und das ist für mich das einzige was zählt. Denn irgendwelche Aussagen, Differenzierungen und Reflektionen… Mehr lesen »
T.S.
T.S.
O.k., bevor es Dir zu „öde“ wird, kannst Du dies hier haben ( was an jemandem, der den – auch irgendwie (bl)öden – Begriff „Gutmensch“ pflegt zu benutzen; bzw. Zeitgenossen, die Kritik an Militarismus laut werden lassen, abwertend als „ökologisch abbaubar“ abwatscht, höchstwahrscheinlich abbröckelt, aber so what… ), here we go: Nein, ich war nicht so faul, und habe „nachgesehen“: Beitrag #13 ist’s (u.a.), aber der genügte mir schon vollkommen… Und wie im nachfolgenden Diskussionsbeitrag (#14) schon ganz richtig gekontert wurde, sind (doch schon) eindeutige optische Annäherungen an den Stil von gewissen Uniformen aus dem „Dritten Reich“ nicht in Vergleich… Mehr lesen »
Guldhan
Hatte ich das einst geschrieben? Ist ja witzig… Okay, es wird sich am Begriff des »Gutmenschen« gestört. Ich gebe zu, dass seit der Zusammenrottung des patriotisch abendländisch (geistigen) Prekariats -oder des Herumulkens einer AfD- dieses Wort ein wenig an Charme eingebüßt hat. Zudem sprach ich hierbei vom »Scheuklappenblick des Gutmenschentums«. Ergo von Radikalisierung welche das Ganze wieder in Negativität kehrt. Und das darf man kritisieren. Denn wenn im blinden Eifer, immer die unbestreitbar moralische Instanz sein zu müssen, der Weitblick verloren geht… sorry, aber das ist etwas, das mir auf den Keks geht. Mich nervt solcher Scheuklappenblick am Sexismus, am… Mehr lesen »