8 November

Spielräume düster konnotierter Transzendenz

von Kategorie: Bücher und ZeitschriftenDiskussion: 7 Kommentare

Wann immer die Wissenschaft versucht gesellschaftliche Phänomene zu erklären wird es theoretisch wenn es um Subkulturen und Jugendszenen geht, wird es abstrakt. Es gibt unzählige todbringende Krankheiten, versteckte Winkel unserer Erde und die unendlichen Weiten des Weltraumes, so dass ich mich frage, ob es keine spannenderen Dinge gibt. Das menschliche Gehirn beispielsweise ist immer noch nicht richtig erforscht, aber man versucht trotzdem seine Verhaltensweisen zu erklären, die vielleicht so gar nicht erklärt werden können. Aber gut, hätten sich beispielsweise Otto Lilienthal an Konventionen gehalten würden wir heute vielleicht nicht fliegen können.

Axel Schmidt, Klaus Neumann-Braun und Judith Platz starteten 2004 den 336 Seiten starken Versuch, Die Welt der Gothics zu analysieren und zu erforschen. Dank Googles Buchsuche gibt es nun einige Einblicke in das Werk, die ihr unbedingt sichten solltet, denn von lesen kann in meinem Fall nicht die Rede sein, jedenfalls nicht ohne Fremdwörterlexikon, da bin ich ganz ehrlich. Manchmal vermute ich, die schreibenden verstecken sich hinter Worten deren Bedeutung keine klare Stellungnahme zulässt sondern eher den Versuch eine Situation möglichst sachlich zu umschreiben ohne Stellung zu beziehen. Streng wissenschaftlich also, obwohl es sich ja bei der beschriebenen Subkultur um ein Stellungnahme an sich handelt. Den ganzen Artikel lesen… »


5 November

Die Wahrheit über die Schöpfungsgeschichte

von Kategorie: VernetztDiskussion: 2 Kommentare

Vielleicht sollte der Titel Eine Wahrheit über die Schöpfungsgeschichte lauten, denn dabei gewesen ist ja schließlich niemand und den der Anspruch darauf erhebt kann ich nicht interviewen. Aber das eingefahrene Bild über die Schöpfungsgeschichte die in bekannten Büchern steht, ist mir persönlich mehr als suspekt. Da kommt mir die Interpretation anlässlich eines neuen Buches von Kathrin Passig und Sascha Lobo gerade recht, denn die kommt meinem Gefühl von Realismus schon viel näher:
www.youtube.com/watch?v=YAlGk6NKZHI
Das Buch Die Dinge geregelt kriegen, das im Rohwolt Verlag erschienen ist, habe ich freilich noch nicht gelesen, aber diese Werbung macht mich eindeutig zur Zielgruppe.

 

31 Oktober

New Wave & Zwei die es wissen müssen

von Kategorie: MusikDiskussion: 2 Kommentare

Farin UrlaubNew Wave war nicht nur ein Musikgenre sondern vielmehr der Beginn eines Stückes Musikgeschichte und einer Subkultur. Markus Kavka und Farin Urlaub sind zwei Zeitzeugen dieser Ära, denn beiden steckten zu dieser Zeit mitten in Ihrer Pubertät.

Während der eine körperlich und musikalisch wuchs, wuchs der andere nicht und ist jetzt Moderator bei MTV und dafür verantwortlich, dass sich die beiden zusammengesetzt haben und eine ganze Weile sehr interessant über die Wave Musik der 80er sprechen. Gewürzt wird das ganze durch Musikvideos, die eindeutig für Herrn Urlaubs Musikgeschmack sprechen. Unzählige Anekdoten der Beiden lassen das ganze nicht zu einem Expertengeschwafel verkommen, sondern bieten eine sehr unterhaltsame Reise in die 80er und das Leben der Gruftszene. So hatte Farin eine englische deutsch-brasilianische Freundin, die in einem Londoner Squat lebte, was zu dieser Zeit so ziemlich das coolste war, was man haben konnte. Dagegen wirkt der wegen seiner Trichterfrisur und dem auf die Schläfe aufgemalten Einschussloch vor der Tür der Dorfdisko abgewiesene Markus Kavka schon fast bieder. Den ganzen Artikel lesen… »


29 Oktober

Subkultur! – New Romantic

von Kategorie: HintergründeDiskussion: 6 Kommentare

Der auch Rüschengruftie genannte Goth trägt vorzugsweise Hemden mit Rüschen und seine Kleidung ist mit reichlich Spitze und Brokat verziert. Er ähnelt den Darstellern neuzeitlicher Vampirfilme, ohne selbst aber Vampir zu sein, Filme wie „Interview mit einem Vampir“ kennt er auswendig. Der melancholischste aller Gothics liebt die deprimierende und tiefschürfende Musik. Er kauft schwarze Tapete, hat keinen Stromanschluss und ein Abo vom Kerzengroßhandel. Sie lesen bei Rotwein und Kerzenschein düstere Literatur und zelebrieren ihr Dasein.  Mit dem Einbruch der Dämmerung werden sie aktiv, wenn die Sonne aufgeht murmeln sie Flüche. Als Begründer des Stils gilt Steve Strange, Kunststudent und Sänger der Band Visage, der sich in London 1978 einen Namen mit exzentrischen Bowie-Partys machte, in die nur Gäste mit möglichst ausgefallenen und extremen Outfits Einlass hatten. Die New Romantics hörten Human League und Spandau Ballet und hören nun Goethes Erben, Nick Cave und Lacrimosa. Den ganzen Artikel lesen… »


28 Oktober

Synthetics – Get the Bombs of Life

von Kategorie: Bücher und ZeitschriftenDiskussion: Keine Kommentare

Genau so breit gefächert wie die dunkle Musik ist die Auswahl an dunklen Magazinen. Und da ich neugierig bin und alles ausprobieren muss hab ich mir gleich mal das neulich entdeckte Synthetics kommen lassen. Der Fokus liegt, wie der Name schon sagt, auf dem Synthie Bereich der schwarzen Musik. Synthie Pop, EBM, Wave, Independent, Gothic und Elektro sind in dem seit Dezember 1998 erscheinenden Magazin zu finden. Für den Preis von 2,90€ erhält man außerdem ein CD mit ausgewählten Musikstücken und ein paar Programmen für den Computer. In manchen Clubs soll es sogar kostenlos zur Verfügung stehen, gesehen hab ich es dort aber noch nicht.

Beim betrachten des Heftes fällt gleich das hochwertige Erscheinungsbild ins Auge und die sehr professionelle Aufmachung. Die Seiten zeigen sich sehr abwechslungsreich und wirklich gut gestaltet. Werbung hält sich sehr angenehm im Hintergrund und wirkt ohne zu stören. Die Zeitschrift teilt sich in 2 Bereiche, den Musikalischen Bereich und den Entertainment Bereich. Was für ein Bereich? Und in der Tat wird beim umdrehen des Heftes die zweite Hälfte sichtbar, die über Computersoftware, Filme und Bücher berichtet. Das umdrehen des Heftes und die strikte Aufteilung empfinde ich persönlich als sehr lästig. Nicht alles was neu und innovativ erscheint muss auch gut sein. Außerdem kann ich nicht nachvollziehen was Softwaretests und Filmtest in einem Musikmagazin zu suchen haben. Ist aber Geschmackssache. Den ganzen Artikel lesen… »


22 Oktober

Nietengürtel oder eine Niete als Gürtel (3)

von Kategorie: Schwarze SzeneDiskussion: 7 Kommentare

Echter Ledergürtel mit NietenJetzt ist es genau eine Woche her, da habe ich eine E-Mail an einige der größten Shopbetreiber geschickt um herauszufinden, ob das Problem mit minderwertigen Nietengürteln bekannt ist und ob es in diesem unseren Land noch entsprechendes gibt. Insgesamt schrieb ich an 9 Shops und habe 4 Antworten erhalten, das sind immerhin 44%.  The Clash waren die schnellsten uns schickten bereits 1 Stunde nach dem Versand der E-Mail eine Antwort, Dark Fashion Shop schrieb mir weitere 3 Stunden später eine Antwort. Das hätte ich bis dahin nicht erwartet! Dark Ages schickte am nächsten Tag (Donnerstag) eine Nachricht und Unlicht einen weiteren Tag später (Freitag).

Die anderen Adressaten X-Tra-x, Nix-Gut, Voodoomaniacs, Dunkelwelt-Laden und der t4cstore antworteten bis jetzt nicht. Positiv ist, das alles Shops von denen ich eine Antwort insgeheim erwartet habe auch antworteten, die Geschwindigkeit war jedoch auch für mich sehr überraschend. Zum eigentlich Problem äußerten sich die angeschriebenen wie folgt: Den ganzen Artikel lesen… »


21 Oktober

Blutige Schuhe – Blood Red Shoes

von Kategorie: Dunkle LichtblickeDiskussion: 9 Kommentare

Ich habe ich eine für mich neue Band aus England gehört, deren Song „I wish I was Someone Better“ es glatt auf meinen MP3 Player geschafft hat, Grund genug einen genaueren Blick zu riskieren. Die Blood Red Shoes aus Brighton, England klingen very british und beschreiben sich selbst als verkappte Popband und finden Indie-Rock zum kotzen. Laura-Mary Carter aus London und Steven Ansell aus Sussex gründeten im November 2004 die Blood Red Shoes,  deren Namen aus einer Ginger Rogers Legende hervorging. Die hat angeblich für einen Stepptanz Film eine Szene so oft wiederholen müssen, das sich ihre weißen Tanzschuhe blutrot färbten.  Obwohl sie keine gebürtigen Engländer und das auch noch zugeben, klingen sie zwischenzeitlich sehr britisch und stoßen damit in das Horn der neusten Punk-Rock Welle die aus England zu uns rüberschwappt.

Die beiden fleißigen Engländer spielten sich durch unzählige Live-Auftritte in die Gehörgänge der Fans und schlossen sich im April 2007 dem Indie Label V2 an und veröffentlichten ihre EP „I´ll be Your Eyes„. Auftritte auf vielen Festivals formten aus den beiden eine gehörig guten Live-Act.  2008 wagten die beiden den Schritt zu Universal und veröffentlichten ihre Debüt LPBox of Secrets„. Den ganzen Artikel lesen… »


19 Oktober

Das Periodensystem der Elemente

von Kategorie: VernetztDiskussion: 2 Kommentare

Es gibt wohl keine Tabelle auf diesem Planeten mit sovielen Eigenschaften. Langweilig, meistgehasst und elementar sind nur 3 Eigenschaften mit denen sich zwangsläufig viele Schüler und Studenten herumschlagen müssen. Nur wenige Menschen beschäftigen sich freiwillig mit den Elementen aus denen unser Universum besteht. Das Team um Professor Martyn Poliakoff von der Universität Nottingham und der Videojournalist Brady Haran sind solche Menschen, Engländer natürlich denn nur die verfügen über den passenden Humor. Auf jeden Fall haben diese Menschen die Internetseite The Periodic Table of Videos kreiert, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Periodensystem der Elemente in Bild und Ton umzusetzen. Es raucht und kracht, knallt und blitzt wenn zum Beispiel Wasserstoff entzündet wird oder Natrium mit Wasser reagiert. Den ganzen Artikel lesen… »


16 Oktober

Transmission – Awake in the Greylight

von Kategorie: Bücher und ZeitschriftenDiskussion: Keine Kommentare

Nachdem ich schon vor längerer Zeit über einen Verweis zum Transmission Magazin gestolpert bin , habe ich erst vor ein paar Tagen Zeit und Muße gefunden im kürzlich bestellten Heft zu stöbern. Das in schwarz gehaltene Heft erinnerte mich bei den ersten Berührungen an das Vereinsheftchen meines damaligen Schwimmvereins, kommt es doch im handlichen halben Din A4 Format daher (Tabloid), liegt gut in der Hand und ist seit 2 Wochen treuer Begleiter meiner morgendlichen Sitzung.

Das Innere präsentiert sich äußert ansprechend, professionell und doch liebevoll gestaltet und unterscheidet sich damit grundlegend von der damaligen Vereinszeitung.  Es ist übersichtlich und systematisch aufgebaut, das klassische Schwarz-Weiss-Graue Layout passt zur Thematik und ist sehr gut lesbar. Gleich zu Beginn konnte ich mir einen Überblick im Inhaltsverzeichnis verschaffen und freute mich auf eine Mischung aus Interviews mit Bands und Künstlern sowie Berichte über Festivals, Konzerte, Touren, Reisen und Plattenlabels. Außerdem bietet Transmission noch reichlich Tonträger Rezensionen. Das Magazin kann mit CD geordert werden, die einen echten Mehrwert bietet und unbedingt parallel zum lesen des Magazines gehört werden sollte, denn damit schließt sich dann der Kreis der im Magazin vorgestellten Bands. Bei vielen Interviews und Berichte wird deutlich, dass die meisten der Autoren auch selbst musikalisch aktiv sind, so wirken manche Dialoge wie ein Gespräch unter Musikern, was der Qualität aber nicht schadet. Den ganzen Artikel lesen… »


15 Oktober

Nietengürtel oder eine Niete als Gürtel (2)

von Kategorie: Schwarze SzeneDiskussion: 3 Kommentare

Wie versprochen habe ich mich heute hingesetzt und einen offenen Brief (auf das Bild klicken) an die 12 größten und im Internet vertretenen Shopbetreiber gesendet, damit ich endlich wieder mal einen qualitativ hochwertgien Pyramidennietengürtel mein eigen nennen kann. Ich bin genauso gespannt wie Tears, ob und wann ich Antworten bekomme.  Ich hoffe natürlich, dass er sich irrt und es engagierte Mitarbeiter gibt, die sich Zeit für eine Antwort nehmen.

Durchschnittlich liegt die Beantwortungszeit in Deutschland laut einer Studie bei 3-4 Werktage, viele Internationale Unternehmen schneiden da besser ab und erreichen im Mittel 24 Stunden (!) Einzelfälle schlagen bei uns in Deutschland eher in negative, so brauchte meine Anfrage an die T-Com satte 2 Monate um kompetent beantwortet zu werden. Automatische Antworten, die Schnelligkeit suggerieren  sollen wirken bei mir kontraproduktiv und vergraulen mich eher, ebenso die aus Textbausteinen zusammengeschusterten Standardantworten auf meine liebevoll ausgearbeiteten Nachrichten. Einzelfälle? Den ganzen Artikel lesen… »