Witchhouse - To be a Goth 2017

Mit Witchhouse auf toten Pfaden ins Gothic-Sein

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Witchhouse - To be a Goth 2017Machen wir uns nichts vor. Die Zeiten, in denen wir uns auf nostalgischen Definitionen unserer geliebten Szenemusik ausruhen konnten und neue musikalische Genre und Einflüsse vehement ignorierten, sind vorbei. Sollten sie zu mindestens, wenn wir nicht unsere eigene Daseinsberechtigung der Andersartigkeit zu Grabe tragen wollen. Stilikonen von einst wirken mittlerweile wie die bemüht engagierte Genre-Opas aus Zeiten, in denen man noch nicht seine Szenekluft aus dem Internet zusammenklicken konnte. Wer nimmt Andrew Eldritch, den Sänger der nicht nicht tot zu kriegenden Sisters of Mercy, denn heute noch ernst, wenn er mit beinahe 60 Jahren im neongrünen Shirt „Lucretia my Reflection“ ins Mikrophon haucht? Ist der Typ da auf der Bühne ästhetisches Vorbild für den Nachwuchsgrufti? Blicken wir den Tatsachen ins Auge: das was einst verrucht, böse, okkult und undergroundig war, ist heute längst akzeptiert, toleriert und konsumiert. Vampire glänzen im Sonnenlicht, Babys tragen Strampler mit Totenköpfen und die Augen von Siouxsie Sioux zieren heute die Shirts der H&M Girlie-Kollektion. Songs von Bauhaus, The Cure, Depeche Mode, The Mission oder Joy Division untermalen mittlerweile besonders düstere Szenen im Tatort, der an den Sonntag Abenden den Veitstanz der Spießigkeit untermalt.

Vielleicht brauchen wir neue Leitbilder, um uns selbst zu rechtfertigen, der aufkeimenden Lächerlichkeit zu entrinnen und dem Nachwuchs nicht ständig von den „alten Zeiten“ in den Ohren zu liegen. Witchhouse ist musikalisch nichts neues, aber möglicherweise etabliert und stimmig genug, um Gothic – oder die schwarze Szene im weitesten Sinne – zu helfen, in ein neues Zeitalter zu zu schreiten. Reikon DeVore, der einen Artikel über das Thema anregte, ist der Überzeugung, dass Neugier auf das verwirrend Unbekannte der Musikrichtung die Szenegänger wieder vor die Bühnen und auf die Tanzflächen locken könnte.

Witchhouse – Keine brandneue Musikrichtung

Sidewalks and Skeletons - Born to die
Bild vom Albumcover „Born to Die“ von Sidewalks and Skeletons

Natürlich. Dem ein oder andere erzähle ich nichts neues, denn schließlich geistert dieses musikalische Genre bereits seit etwa 2010 durch das Internet und wurde bereits besprochen, analysiert, in den Himmel gelobt, für jugendliche Exzesse verantwortlich gemacht und eigentlich auch schon wieder für tot erklärt. Doch es geht auch nicht unbedingt um die Etablierung eines neuen Genres in der sowieso schon überlaufenden Gothic-Badewanne, sondern auch um das, was 2017 die Identifikation mit der Szene ausmachen könnte. Witchhouse möchte beides sein: Ernst zunehmende Spielart düsterer Musik und ästhetisches Leitbild für das, was uns heutzutage zu ein wenig mehr Abstand zum verpönten Mainstream verhilft.

Die frühen 80er, in denen unsere Subkultur geboren wurde, reichten schwarze Klamotten, Kruzifixe und Pentagramme, ausrasierte Frisuren und blass geschminkte Gesichter, um von seinem Umfeld gemieden zu werden. Es waren die düsteren und melancholischen Spielarten der damaligen musikalischen Trends, die uns auf die Tanzfläche lockten und Texte, die uns erlaubten, traurig, bedrückt oder melancholisch zu sein. Doch was bei uns noch funktionierte, ist 2017 längst überholt. Nachwuchs kommt nur über Musik, die sie anspricht, nicht über Musik von denen man ihnen erzählt. Dass das nicht immer vom gruftigen Aufsichtsrat genehmigte, „wie damals“ klingende Musikrichtungen sind, sollten wir uns klar machen. Mit Gleichgültigkeit jedem neuen Trend gegenüber sollte das jedoch nicht verwechselt werden, denn trotz musikalischer Vielfalt sollte ein dunkler Touch dann doch Cyber-Elektro-Gestampfe von düster-technoiden Sound unterschieden werden. 

Mit neuer Musik, neuen Bands und neuen Genre kommt auch ein Form von neuer Ästhetik, der wir Aufmerksamkeit schenken sollten. Neue Stilikonen stehen auf den Bühnen uns präsentieren andere Vorbilder, als der neonfarbene Eldritch, der dickliche Smith oder die faltig-bunte Siouxsie Sioux. Denn im Gegensatz zu früher braucht es heute andere Abgrenzungsmerkmale und aussehen wie die Helden seiner Eltern will wirklich kein Sprößling mehr.

Die Musik – Elektronisch, spährisch, düster und Inhaltslos?

Spätestens mit den Veröffentlichungen von Bands wie Salem oder Fever Ray hat der digitale Spuk 2010 seine dürren Finger in die Spielarten düsterer Musik gelegt. Unter dem Radar großer Labels und nahezu frei von Abstechern in die nationalen Charts treibt sie ihr Unwesen im Internet. Foren und Blogs sind erste Anlaufpunkte für den Einstieg in die unheimliche Welt, die bei eingehender Beschäftigung immer neue und noch unheimlichere Stilrichtungen offenbart. Nightmare Pop, Haunted House, Drag Rave, Ghost Drone, Seapunk oder Vaporwave heißen die Poltergeister, die man lieben oder hassen kann, aber definitiv nicht mehr los wird. Über allem schwebt der Bergriff Witchhouse wie ein Hexenmeister, von dem man schon öfter behauptet hat, er sei verstorben, um dann in anderer Gestalt wieder für schaurige Faszination zu sorgen.

Die Faszination liegt im Sound des Meisters, der sich zwar House nennt, aber nicht wirklich House ist. Geräuschcollagen, die mit Hip-Hop Beats auf halber Geschwindigkeit zeitlupenartig durch den Nebel angedeuteter Synthie-Wolken wabern. Kantige und kratzige Samples, die wie eiskalte Klauen über Dub-Beats schaben, während ihre Krallen aufkommende Melodien in Fetzen reißen. Geisterhaft verzerrte Stimmen im Hintergrund beten und murmeln ihre kaum verständlichen Formeln mit viel Hall in das Ohr des Zuhörers. Je nach Stilrichtung und Ausprägung hinkt der Rhythmus wie ein lahmer Zombie bei der Witterung frischen Fleisches, während er bei anderen Stücken dann wieder schemenhaft durch die Klangräume huscht.

Stellenweise gelingt es mit der Musik von Formationen wie White Ring, Balam Acab oder oOoOO tatsächlich kalte Schauer über den Rücken zu jagen, während es ihr an anderer Stelle wieder gelingt, seine Augen in einem wohlig-warmen Gefühl der Melancholie zu schließen. Wahlweise könnte man damit auch Horrorfilme, Opferrituale, Séancen oder auch einen zünftigen Exorzismus beschallen. Die mitgelieferten Videos wirken dann auch wie Fetzen aus „The Ring“, „The Blair Witch Project“ oder auch „Twin Peaks“ und unterstreichen den Horror-Charakter, ohne sich jedoch mit blutigen Schockeffekten ins Lächerliche zu ziehen.

Der Reiz der Untanzbarkeit verleitet mich zum schwärmen. Sidewalks and Skeletons, deren Alben mir eine ganze Nacht des Kennenlernens versüßten, verstehen es, dieses Gefühl zu bedienen. Zu langsam, um hektisch zu zucken, zu unterbrochen um Harmonie zu erzeugen und dennoch eindringlich und sphärisch. Denn erst dann, wenn man einfach nur dasteht, die Musik in sich hineinkriechen lässt und im Nebelmeer der Tanzfläche ertrinkt während einsame Lichter die Dunkelheit verzweifelt unterbrechen findet man möglicherweise Gefallen daran, sich nicht zur Musik zu bewegen, sondern zu seinen Emotionen. Das Stück „Unearth“, das ich beschrieben habe, steht im perfekten Kontrast zum tanzbarerer „Goth„, das dann auch gleich den Facettenreichtum der Musik präsentiert.

Es muss aber nicht immer okkult, schaurig oder kratzig elektronisch klingen, auch wenn Witchhouse ein gemeinsamer Nenner ist. Die Crystal Castles schafften sogar 2010 den Sprung in die britischen Charts, als sie zusammen mit Robert Smith den Song „Not in Love“ herausbrachten. Trotz des deutlichen und hingebungsvollen Gesangs und der leichten Melodie, bleiben die musikalischen Einflüsse deutlich. Gerade diese Mischung aus poppig leichtem Sound und einer strengen, fast zerreißenden Klangsynthese erzeugte bei der Fachpresse für Verzückung. Die folgenden Alben machten die Einflüsse noch deutlicher, das Stück „Plague“ vom dritten Album der kanadischen Band darf hier als Beispiel herhalten. Erst dieses Stück offenbart die gesamte musikalische Vielfalt, denn hier was das Spiel aus Melodie, eingängigen Passagen und beinahe zerstörendem Krach brillant gemeistert.

Der wohl prominenteste Vertreter der unter dem Witchhouse-Begriff zusammengefassten Bands sind Esben and the Witch. Eine Band, die zunächst alles richtig machte, als sie sich 2008 in Brighton zusammenfand und nach einem blutigen dänischen Märchen benannte, ihre Internetseite wie ein groteskes Ensemble aus Kunst und Fotografie gestaltete und auch in ihren Videos gerne mit Bildern von Wäldern, schummrigen Gewässern und angsterfüllten Gesichter schaurig wirken lässt. Doch die Musik (wie das halbwegs interessante Stück „Marching Song„) ist bleibt allenfalls gefälliger Goth-Pop für Dunkel-Hipster. Atmosphärisch verdichtet bewegt sich die Musik am Rande zum Indierock und ähnelt dann doch eher den Schwarz-Poppern von The XX. So verwelken Esben and the Witch ohne die ernst gemeinte Grundlage des Unangepassten und dürften dann höchstens als Einstiegsband herhalten. Es ist eben nicht alles Hexerei, was auf dem Scheiterhaufen verbrennt. Und Witchhouse ist eben mehr als ein Stempel.

Der Witchhouse-Style ist gekonntes Verwirrspiel

Die Künstler verbergen ihre Band- und Künstlernahmen hinter kryptischen Symbolen, wie GL▲SS †33†H, ///▲▲▲\\\ oder †‡†, bringen ihre Platten in Eigenregie oder in winzigen Labels wie Disaro (Houston, US) oder Tri-Angle Records (New York, US) heraus und verbergen sich selbst gerne hinter verschleierten Bildern in einem sonst gut verzweigten und sehr aktiven Netzwerk. Überhaupt scheint das Internet nicht nur die Wiege, sondern auch der Lebensraum dieser Musikrichtung zu sein. Künstler sind aktiv bei Instagramm, Tumblr, Facebook, Soundcloud oder Bandcamp und sprechen so auch eine pauschal jüngere Klientel an, die diese Verwirrenden Effekte dann auch eher als Herausforderung, denn als Abschreckung sieht. Doch dieses mystisch-romantische Runenspiel und die produzierten Videos sind längst nicht die gesamte Bandbreite okkulter Ausdrucksform. Auch gedanklich möchte man sich auf einer anderen Ebene verstanden wissen:

Viele Künstler wissen vielleicht nicht, weshalb sie sich zu dieser Bildsprache hingezogen fühlen, aber die Symbole sind tief in uns verwurzelt, sie sprechen zu uns. Die Ästhetik ist eigentlich sekundär, es geht in erster Linie um das Ritual dahinter. Kunst und Musik können ganz bewusst genutzt werden, um die Pforten zum Göttlichen in uns zu öffnen. Wir sind ein okkultes Netzwerk von Künstlern und Musikern, die hinter den Schleier blicken wollen. (Jim Weigel aka Owleyes vom Label Disaro via DE:BUG)

Bands wie Mater Suspiria Vision arbeiten darüber hinaus auch mit magischen Formeln, würzen ihre Stücke mit okkulter Esoterik der Horror-Filmemacher Kenneth Anger und Dario Argento zu einer fein abgestimmten Melange, die hier und da auch noch mit trockenem Humor glänzt. Das schützt das Genre, seine Inhalte und Ästhetik ins Beliebige abzudriften und sorgt darüber hinaus für eine Heterogenität, die man schon als übersinnlich bezeichnen könnte.

Aaimon - Flatliner
Die kalifornische Band Aaimon und ihr Album „Flatliner“. Ein Sammelsorium an Symboliken und Bildsprache. Ein umgedrehtes Kreuz, das Doppelkreuz auf dem Zeichen für Unendlichkeit, wie es auch von der Church of Satan benutzt wird auf dem Rücken eines Käfers.

Im Grunde genommen macht Witchhouse genau das, womit die Musiker und die Szene der frühen 80er bereits den „Goth-Style“ kreierten. Die Inszenierung des Horrors und die daraus resultierende äußere Versinnbildlichung von Tod und Vergänglichkeit. Romantische Vampirfilme, B-Movie Gruselschocker und Horroklassiker boten Vorlagen und wurden durch Punk-Elemente verfeinert. Die mit Witchhouse einhergehende Ästhetik entspricht dem heutigen Bild von dem, was wir als gruselig, abseitig oder okkult empfinden. Spätestens mit dem Film „The Crow“, der 1994 den Sprung vom Comic auf die Leinwand schaffte, dürfte jedem klar sein, dass es einen Zusammenhang zwischen Gruselkultur und dem Style der Szene gibt. Natürlich kann man darüber spekulieren, wer wen beeinflusst hat, ob die Gruftis einst Vorlage für James O’Barr Erfolgscomic gewesen sind? 

Die Urängste vor dem Finsteren, Dunklen und Schrecklichen sind gleich geblieben, nur ihre Erscheinungsformen habe sich verändert. Das hat sich auch mit Witchhouse nicht verändert. Dass die Erscheinungsformen deutlich extremer geworden sind, liegt an der Gewöhnung vor dem Außergewöhnlichen. Mit schwarzen Klamotten, ein paar Tätowierungen und ausrasierten Frisuren schaffst du es nicht mehr, dich abzugrenzen. Dann schon eher mit Bodymodifikation, Gender-Bending oder Fetisch-Clothing – damit stößt man nicht selten genug selbst etablierten Alt-Goths vor den Kopf.

Witchhouse als Wegbereiter zum Gothic-Dasein?

So abwegig ist das gar nicht. Die Weichen sind gestellt: Ein obskure Musikrichtung voller Anspielungen auf okkulte und beinah magische Inhalte, ein optischer Kodex und das Verwirrspiel mit Runen aus dem Computer-Zeitalter gepaart mit Bilderfetzen von Einsamkeit, Angst und Melancholie. Hinzu kommt die Unverstandenheit über die Beweggründe dieser Musikrichtung, das Undergroundige durch die beinahe lückenlose Entkommerzialisierung und letztendlich das Rätselhafte in seinen inhaltlichen Anspielungen und historischen Bezügen.

Mittlerweile gibt es bereits einige Veranstaltungen (vor allem in Russland), die sich dieser Musikrichtung gewidmet haben und das, obwohl man Witchhouse eigentlich schon wieder für tot erklärte. Hipster-Goth unkte man aus den Kreisen der Goth-Rocker und spätestens mit den frischen Hypes Seapunk oder Vaporwave hatte auch die Medien Witchhouse eigentlich schon wieder vergessen. Geschadet hat es dem Genre keinesfalls, im Gegenteil. Es hat sich dahin zurückgezogen, wo es entstanden ist und es sich am wohlsten fühlt: Ins Internet. 

Man könnte sagen: Dem Goth von Heute dürstet es nach neuen Mythen, nach okkultem, nach rätselhaftem. Er möchte wieder von der Gesellschaft kritisch beäugt werden und suhlt sich darin, seine Beweggründe nicht in Worte gefasst zu lesen. Diese neue (alte) Musikrichtung ist der richtige Hafen. Etabliert genug, um im Netz gefunden und gehört zu werden und verschroben genug, für den Einstieg in die schwarze Szene herzuhalten.

 

 

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Robert, Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Robert wurde 1974 in Mönchengladbach geboren und beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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Tanzfledermaus
Hmmmm…. klingt zwar nicht schlecht, aber auch nicht wirklich neu in meinen Ohren. Manches klingt wie Dark Ambient, manches wie Heavenly Voices, manches wie dunkler EBM oder Cold Wave. Ich höre da z.B. deutliche Anleihen an This Mortal Coil, Love is Colder than Death, Cocteau Twins, The Cranes, Kirlian Camera, Grauzone, Sleeping Dogs Wake, Twice a Man, Wumpscut (die düsteren, ruhigeren Songs), Velvet Acid Christ, Leather Strip, Will, yelworC und In Slaughter Natives heraus – diese fallen mir als erstes dazu ein, es gibt aber bestimmt noch weitere Parallelen. Und als wirklich untanzbar würde ich das auch nicht einschätzen –… Mehr lesen »
Pitje
Pitje
Ehrlich gesagt, dachte ich auch, dass das Thema Witchhouse längst durch sei. Nach dem Lesen des Artikels werde ich mich im Netz aber mal wieder nach neuen Projekten umhören. Mir ist das Genre nämlich ganz sympathisch, weil es vor ein paar Jahren tatsächlich ein ganz neuer, radikaler musikalischer Ansatz war, den Du in deinem Bericht sehr schön beschreibst. Mir ist Witchhouse allemal sympathischer als andere Subgenres, die die Gothszene in den vergangenen Jahren meiner Meinung nach der Peinlichkeit preisgegeben haben. Sei es der prollige Mittelalterrock oder der stumpfe Cybertechno. Das trifft auch auf den Kleidungsstil zu. Der Hexen-Hipster-Look von Labels… Mehr lesen »
Mourant
Mourant
Meine bisherige Erfahrung mit dem Thema stellt sich wie folgt dar: Die Ästhetik und der Spagat zwischen Okkultismus und Internetzeitalter hat schon seinen Reiz, allerdings kann ich auch nicht sonderlich viel Neues oder Innovatives erkennen. Hatte mir vor einiger Zeit mal von ´nem Bekannten ´ne Menge Projekte aus dem Bereich rübergezogen und wenn ich stichprobenartig ein Lied nach dem anderen höre, klingt das für mich alles gleich. Das einzige Projekt aus dem Bereich, das ich verstärkt höre und das für mich raussticht, ist In Death It Ends, das teilweise sehr grandiose Sachen rausgebracht hat. Und selbst hier muss man sich… Mehr lesen »
Bibi Blue
Bibi Blue
Vielen Dank für den Text und die Anregungen. Ich war immer wieder kurz davor, beim Beitrag zum Clubsterben zu kommentieren oder auf die Gothic-Friday-Fragen zu „Abgrenzung und Gesellschaftskritik“ und dem darauf folgenden „Mecker-Cracker“ zu antworten. Irgendwie hatte sich meine Selbstzensur durchgesetzt, denn ich wollte mir nicht anmaßen, einfach aus meiner Sicht zu meckern. Nachdem ich mich jedoch dieses Wochenende zu einer Party begeben habe, bei der „Gothic-Classics, Darkwave, EBM, Electro, Industrial und NDH“ angekündigt wurde (wobei ich zuerst dachte, „Was für ein Brei!“), ist wieder mal meine „Neugier auf das verwirrend Unbekannte“ auf wiedergekäutes Bekanntes aufgedotzt. Wie kann man nur… Mehr lesen »
Wiener Blut
Wiener Blut
Sehr interessant…. auch das man mal wieder… nicht alleine ist. Ich hab selber im letzten Jahr vermehrt zu Ambient, Goa, Witchhouse etc etc… mit den Ohren gegriffen. Ich bleibe halt im Herzen träumender „Elektroniker“ und „Fernekulturenforscher“ , und irgendwann wurde der Blick halt weiter, auch weils mir vorher kulturell zu eng, dunkel und trist geworden war. (Viel vom Bereich Rock fällt bei mir weg, dafür bin ich einfach nicht gemacht und werde damit nicht warm) Zwar hab ich optisch eher zu Ethno gefriffen, einfach weils mir auch hier näher liegt als das „rein dunkel okkult phantastische“, aber die Grenzen sind… Mehr lesen »