The Boys on the Bus: DM 101 Revisited

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Die Jugendlichen vom dem Rosebowl StadiumOkay. Start the Tape!” – “I think you said say: Start the Intro-Tape.” “Okay. Intro-Tape starting.” Die Tonaufnahme zu Beginn von D.A. Pennebakers Dokumentation “101” ist jedem Depeche Mode Fan mehr als geläufig, denn was folgt ist die unweigerliche Gänsehaut auf den Armen, wenn der Vorspann des Filmes beginnt. Ich weiß gar nicht genau, wie oft ich den Film schon gesehen habe – es gelingt mir einfach nicht in auszuschalten, sobald ich die Play-Taste gedrückt habe. Auch das Schreiben dieses Artikels fällt mir schwer, wenn auf dem linken Monitor Martin Gore in seinem Fummel über die Bühne stolziert. Meist endet der Film mit einem Gefühl von Wehmut und ein wenig Neid. Schuld am Neid sind die 8 Jugendlichen, die seinerzeit das Glück hatten, ein Teil der 101-Tour im Rahmen von Pennebakers Dokumentation zu begleiten. Jungs wie Christopher Hardwick, Oliver Chesler oder Jay Serken – das wäre es gewesen: Mit dem Bus gemeinsam durch die USA reisen, stundenlang Depeche Mode hören und sehen, die Band treffen und ganz vorne stehen, wenn die Band bei ihrem großen Finale im Rosenbowl Stadium in Pasadena vor mehr als 80.000 Fans Stücke aus ihrem damals aktuellen Album “Music for the Masses” kredenzt. Never let me down again!

Vor etwa 3 Monaten hatte Andi Harriman (die zusammen mit Marloes das Postpunk-Project Some wear leather, some wear lace initiierte) die Gelegenheit, auf dem New Yorker Internet-Radiosender WFKU eine Sendung mit dem Titel “The Boys on the Bus” zu machen. Und tatsächlich plauderte sie zusammen mit Oliver Chesler, Jay Serken und Christopher Hardwick über damals, damals oder auch damals und sogar ein bisschen von heute gemischt mit den Lieblingssongs der Anwesenden.Ich gebe zu, das ist nur für “echte” Fans eine hörenswerte Aufzeichnung, solche, die ganz ähnliche Gefühle beim Start von “101” haben wie ich. Vermutliche romantisiere ich auch die Vorstellung an diesen 10-tägigen Roadtrip der 8 handverlesenen Fans und noch vermutlicher schwelge ich dadurch nur in den lieb gewonnenen Erinnerungen meiner Jugend. Das ist auch der Grund, warum dieser Artikel seit geschlagenen 2 Monaten in meinen Entwürfe herumdümpelt – will doch sowieso keiner lesen (und das schreibt ein Blogger nur, wenn er insgeheim davon ausgeht, dass doch einer kommentiert, dass es ihm ganz genauso geht). Nichts desto trotz möchte ich euch die 2-stündige Sendung nicht länger vorenthalten.

THE BOYS ON THE BUS: DM 101 REVISITED by Wfku on Mixcloud

Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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