7 November

Schwarze Zeitzeugen - Melissa aus London

Kategorie: Dunkle Vergangenheit, Schwarze Szene — Jahrgang 2009

graveyard 1984, big hair and purple lipstickMelissa ist 39 Jahre alt und lebt in London, aufgewachsen ist sie in einer kleinen Stadt in Wiltshire im Süd-Westen Englands. In Devizes, so wie der kleine Ort heißt, ist es kein Zuckerschlecken anders zu sein als die anderen und schon gar nicht, wenn man auch noch so aussieht. Melissa war ein Gothic, jedenfalls würde man sie heute so bezeichnen. Früher gab es noch keinen Begriff und einordnen lassen wollte man sich sowieso nicht. Schwarze Haare, schwarze Klamotten, Schminke, Haarspray und spitze Schuhe waren die Merkmale, an denen man Melissa und ihre Freunde erkannte. In Magazinen fand sie ihre Vorbilder Danielle Dax und Poison Ivy Sie trieben sich auf Friedhöfe rum und hörten Musik nach Punk.

"Es ging eigent­lich nie darum in einer Szene zu sein” sagt Melissa heute, „son­dern nur darum seine Haare senk­recht zu stel­len.” Sze­ne­zu­ge­hö­rig­keit war kein gewoll­tes Phä­no­men, son­dern eine Zuord­nung. Viel­leicht wird die Szene von damals idea­li­siert, schö­ner und all­um­fas­sen­der dar­ge­stellt, als sie wirk­lich war. 1988 ver­ließ sie den klei­nen Ort und zog nach Lon­don, sie arbei­tet als Illus­tra­tor und Ani­ma­teu­rin und gibt darin auch Unterricht.

Melissa war unbe­wuss­ter Teil einer Jugend­be­we­gung, die man heute als Gothic bezeich­net, dabei ging es ihr nur um Indi­vi­dua­lis­mus und darum, so zu sein wie man wollte. Es ist schwie­rig, eigene Ver­glei­che zu einer Szene zu zie­hen, die es unter die­sem Namen zunächst gar nicht gege­ben hat. Gothic ist ein Begriff, der Mitte, eher Ende der 80er Jahre zu fin­den war und des­halb ist es umso schwie­ri­ger sich darin zu defi­nie­ren. Ich führte ein Inter­view mit Melissa und war zuge­ge­be­ner­ma­ßen über­rascht, wie sie auf meine Frage ant­wor­tete. Schön wenn meine Erwar­tungs­hal­tung über den Hau­fen gewor­fen wird und ich etwas neues dazu­ler­nen kann. Melissa ist der erste Teil mei­ner Inter­view­reihe Schwarze Zeit­zeu­gen.

me lisa simon

Melissa, Lisa und Simon

Spontis: Wann bist Du der Goth Scene verfallen? Melissa: "Ich bin jetzt kein Goth mehr. Ich war nur so angezogen als die Bilder 1983-1985 geschossen wurden, da war ich 13, bzw. 15 Jahre alt. Es wurde da nicht Goth genannt - John Peel spielte Zeug von Bands wie den Sex Gang Child­ren, Gene Loves Jeze­bel und Alien Sex Fiend, aber nie­mand lachte dar­über oder nannte es Goth. In Maga­zi­nen wie dem Zig Zag berich­tete man dar­über und nannte es „Posi­tive Punk” oder ein­fach nur Post-Punk. Es war ein Gemisch aus der Szene der Psycho­bil­lys, den Strai­ght Hard­core Punks und den Skins, jeden­falls dort wo ich auf­ge­wach­sen bin. Eigent­lich ging es nur darum seine eige­nen Kla­mot­ten zu machen und die Haare senk­recht zu tra­gen, eine rich­tige Szene war das nicht.”

Das kul­tige T-Shirt das sie auf dem 84′ er Bild trägt, hat sie lei­der nicht mehr. Manch­mal ste­cken so viele Erin­ne­run­gen in Din­gen, die es bei ers­ter Betrach­tung gar nicht wert sind, auf den zwei­ten Blick aber eine Brü­cke in eine Zeit schla­gen, an die man sich gerne erin­nert. Ist die schwarze Mode eigent­lich nur eine modi­sche Erschei­nung, oder war man in sei­ner Jugend schon so weit, über das Out­fit ein Nach­richt zu trans­por­tie­ren? In einem per­fekt gruf­ti­gen Out­fit steckte 1984 viel Geld, Herz­blut und Selbst­ge­mach­tes, wäh­rend man heute seine Sze­ne­zu­ge­hö­rig­keit in Kata­lo­gen oder Geschäf­ten kau­fen kann. In der heu­ti­gen Zeit scheint die Kla­motte nur ein Abbild eines ver­zerr­ten Zuge­hö­rig­keits­ge­fühls zu sein, das los­ge­löst  von jeder Bedeu­tung oder Aus­sage getra­gen wird.

1984 in the bedroom, i was so proud

Die Wände beklebt mit ihren Helden - Sie war so stolz...

Spon­tis: Was ist deine Defi­ni­tion von Goth, ist es Musik, eine modi­sche Stil­rich­tung oder eine Lebens­art? Melissa: „Also ich glaube, es ist eine Lebens­ein­stel­lung für einige Men­schen und sicher­lich auch für mich, als ich mich so anzog. In mei­nen Zei­ten als Jugend­li­cher fühlte ich mich dadurch defi­niert und es war mehr für mich als nur so ange­zo­gen zu sein. Ich glaube ich habe alle mög­li­chen Kul­tu­ren erforscht die sich mit dunk­le­ren The­men, wie der Sterb­lich­keit, beschäf­tig­ten. Vom lesen exis­ten­zia­lis­ti­scher Auto­ren bis hin zu Zom­bie Fil­men und B-Movie Hor­ror. (Viel­leicht habe ich nicht alles ver­stan­den, aber ich fühlte mich als ein Teil der Szene nur mit einer Aus­gabe des Buches „The Outs­ider” in mei­ner Tasche). Ich glaube, ich fühlte die ganze Lebens­ein­stel­lung los­ge­löst von der Musik und den Kla­mot­ten.

Durch den ande­ren Bezug zum Out­fit und den Inter­es­sen ent­wi­ckelt man viel­leicht ein andere Form der Zuge­hö­rig­keit, als es heute der Fall ist. Das Bild, auf dem sie auf ihrem Bett sitzt unter­schreibt sie mit „Ich war so stolz.” Viel­leicht eine bezeich­nende Eigen­schaft dafür, etwas zu leben und nicht etwas zu tun, weil es die ande­ren machen. An der Wand Pos­ter von Pete Mur­phy und Gene Loves Jezebel.

me lisa stem_02

Melissa, Lisa und "Stem" - Den man so nannte, weil er so groß und dünn war.

Spontis: Was ist, oder war dein spezieller Stil? Bis du mehr ein Schwarzromantiker, ein Waver, ein Tradgoth oder ein Batcaver? Melissa: "Ich glaube ich war ein­zig­ar­tig. Ich wurde aber von Zeug wie in den frü­hen iD-Magazinen, dem Zig zag und den Bands im NME und der Sound beein­flusst. Ich wollte ein biss­chen nach Batcave aus­se­hen, so wie Dani­elle Dax oder Poi­son Ivy. Ich machte meine eigene Klei­dung und wollte wie nie­mand ande­res aus­se­hen. Ich belä­chelte die Leute, die nach Lon­don fuh­ren und zeris­sene, mit Nie­ten besetzte oder Spinn­we­ben­ar­tige Kla­mot­ten bei­spiels­weise auf der Kings Road kauften.

Ist das bis heute nicht so geblie­ben? Der Wett­kampf nach soge­nann­ter Echt­heit in der Szene hält immer noch an, wäh­rend man die­sen Kampf schein­bar nur noch über den Geld­beu­tel gewin­nen kann, zählte damals Geschick, Talent und Lei­den­schaft. Wäh­rend man damals die Leute belä­chelte, die sich ihr Szene-Outfit zusam­men­kauf­ten, so belä­chelt man heute die, die sich mit selbst­ge­mach­tem Schmü­cken oder bewun­dert still und heim­lich die, die sich nur über selbst­ge­mach­tes inte­grie­ren. Dabei spielt auch Schminke eine große Rolle, wäh­rend man in den 80er mit auf­kom­men der New-Romantics schrieb „Jetzt schmin­ken sich auch Jungs”, gehört das mitt­ler­weile zum guten Ton, sich „Tot” zu schminken.

me and coyner - 1984

Melissa und Coyner in seiner Wohnung. Sie war furchtbar in ihn verknallt und droht mit ihrer Hand die Tasse zu sprengen.

Doch was ist dran am Tod? Man sagt den Gothics ja nach, sie würden sich mehr damit beschäftigen, während der normalsterbliche das eher ausblendet oder ignoriert. Die Faszination des Todes ist eine mehrdeutige und gerne Zitierte Überschrift, doch das muss man differenzierter sehen.

Spontis: Ist der Tod faszinierend oder nur ein Teil des Lebens? Melissa: "Bei­des. Ich glaube ich bin sen­si­bler für unsere Sterb­lich­keit gewor­den, aber ich denke es lässt mich das Leben auf mehr genie­ßen — zu wis­sen, das es irgend­wann endet.

Ein rea­lis­ti­scher Umgang mit dem Tod ist auch für Melissa Antrieb, das Leben bewuss­ter zu erle­ben.  Doch das ent­wi­ckelt sich und ist nicht jedem in die schwarze Wiege gelegt. Melissa ist sich bewusst, das Leben hat ein Anfang und ein Ende und die Zeit dazwi­schen ist ein­zig­ar­tig und kost­bar. Die Zuge­hö­rig­keit zu Szene 1984 hat ihren Teil dazu beige­tra­gen. Doch was hält sie von der heu­tige Gothic-Szene?

Spon­tis: Was denkst du über die heu­tige Gothic Scene? Ist sie eine bil­lige Kopie der Ver­gan­gen­heit, eine neue Retro­welle oder ein nor­male Ent­wick­lung? Melissa: Ich habe keine Ahnung. Ich kenne keine Goths oder sehe wel­che. Man sieht selbst in Lon­don kaum noch wel­che. Ich habe eine große Szene gese­hen als ich in Leeds gewe­sen bin, es war schön zu sehen das sie so viele Anhän­ger hat­ten und Orte an denen sie sich tref­fen konn­ten. Vor 25 Jah­ren war es sehr ein­sam ein Goth in einer eng­li­schen Klein­stadt zu sein.

me and lisa_salisbury

Melissa und Lisa in Salisbury

Ein hartes Los anders zu sein, als andere Jugendliche. Einfach die "Erwachsenen" mit Outfit oder Ansichten zu provozieren. Heute sind viele Menschen einfach offener für die Spielarten ihrer Heranwachsenden oder haben teilweise selbst schon einer ähnlichen Jugendbewegung angehört. Die Punks von einst sind nun Eltern, Gruftige Mädchen liebevolle Mütter und geschminkte Jungs liebevolle Väter. Melissa hat sich von der Gothic-Szene gelöst, sich entwickelt und verändert. Doch sie ist stolz darauf, etwas besonderes gewesen zu sein, sich vor 25 Jahren deutlich von dem zu unterscheiden was man eine normale Entwicklung nennt. Doch wie jeder Lebensabschnitt hinterlässt auch eine noch so kurze Zeit Spuren und Erinnerungen denen man folgen und die man pflegen sollte. Viele Goth's von früher haben sich einige ihrer Leidenschaften bewahrt. Sehr oft nennt man die Musik als gemeinsamen Nenner.

Hier Melissas Top 5 der Songs, die für sie "Gothic" repräsentieren und zu der Zeit in alternativen Discos gespielt wurden, die sie seinerzeit besuchte:

me at he graveyard - 1985

1985 — Melissa auf dem Friedhof

Third Uncle — Bau­haus
Spell­bound — Sioux­sie and the Bans­hees
Some new kind of kick — The Cramps
Psy­che — Kil­ling Joke
Walk into the Sun — March Violets

Defi­ni­tiv eine gruf­tige Aus­wahl und ein schö­ner Quer­schnitt. Die Wur­zeln zum Punk sind hier deut­li­cher als bei den Wavi­gen Stü­cken die einige Jahre spä­ter die schwar­zen Märkte erober­ten. Post-Punk nann­ten es die Maga­zine zu die­ser Zeit, oder auch die Über­füh­rung des Punk in eine neue, dunkle und nach­denk­li­che Spielart.

Spon­tis: Bist du immer noch ein Teil der Szene? Melissa: Nein, ich bin da raus­ge­wach­sen. Ich inter­es­siere mich sehr für andere Musik und Kul­tu­ren, aber lege mich nicht auf einen ein­zel­nen Stil fest. Ich bin immer noch stolz einer gewe­sen zu sein als ich jung war und ich liebe diese alten Bilder.

Als ich Melis­sas Bil­der zum ers­ten mal in ihrem Flickr-Album ent­deckte war ich fas­zi­niert und nei­disch zugleich. Frü­her war es mir ein­fach zu läs­tig und zu teuer, viele Bil­der von mir zu machen und außer­dem habe ich mich nie für foto­gen genug gehal­ten. Frü­her, da gab es noch keine Han­dys mit ein­ge­bau­ten Kame­ras. Das waren klo­bige Geräte, in die man noch einen Film legen musste, den man dann weg­brin­gen musste um dann erneut für seine Bil­der zu bezah­len. Ob die Bil­der dann letzt­end­lich was gewor­den sind, war immer eine Über­ra­schung und oft genug ver­deckte ein Dau­men die schönste Land­schaft. Daher ist es mehr als ver­ständ­lich seine alten Bil­der zu lie­ben und nei­disch, weil ich davon so wenig habe. Schön das es Men­schen wie Melissa gibt, die ihre alten Schätze zei­gen und bereit­wil­lig einen klei­nen Ein­blick in ihre Ver­gan­gen­heit geben.

2008 - Melissa und ein Bier

2008 — Melissa und ein Bier

5 Kommentare

  1. Wun­der­ba­rer Bericht, danke! Jedes Mal wenn ich lese,dass seine Klei­der sel­ber macht(e) wünsch ich mir ne Näh­ma­schine^^
    Und dass ich auch sol­che Fotos hätte, ich meine, mit 13 oder so sah ich gräss­lich aus *g*

    Schöne neue Serie hast du da gestartet!

    Liebe Grüsse

  2. Fan­tas­ti­sche Serien-Idee und ein sehr schö­ner Ein­stieg ^^
    Aber wenn doch ein oder zwei Bil­der vom jun­gen Waver-Robert zu exis­tie­ren schei­nen, warum ken­nen wir sie dann noch nicht? ;)

  3. @Atanua: Bitte, gern gesche­hen :) Jedes mal wenn ich lese, dass die Klei­der selbst­ge­macht sind wünschte ich mir neben einer Näh­ma­schine auch noch eine Por­tion Talent. Aber meine Fähig­kei­ten lie­gen eher im grob­mo­to­ri­schen Bereich.

    @Karnstein: Danke für die Blu­men! Ehr­lich­ge­sagt exis­tie­ren sol­che Bil­der nicht. Ich fand es damals ver­werf­li­cher­weise uncool foto­gra­fiert zu wer­den. Das ist bestimmt post­rau­ma­tisch, mein Vater war Hob­bie­fo­to­graf und „pro­du­zierte” wäh­rend der Fami­li­en­ur­laube Unmen­gen an Bil­dern. Dafür habe ich noch ein paar Pikes, die ich mir mit 17 gekauft habe :) (ca. 1989)

    Und sowieso: Diese Serie liegt mir sehr am Her­zen, sind doch seit der Idee und der Rea­li­sa­tion schon fast 4 Monate ver­gan­gen, ich freue mich aber, das es sich offen­sicht­lich gelohnt hat und ver­spre­che wei­tere Inter­es­sante Geschichten :)

  4. Ich finde das auch eine ganz tolle Idee, ein schö­nes Inter­view, bin eben­falls gespannt auf noch mehr.

  5. Dem kann ich mich nur anschlie­ßen. Finde das Inter­view klasse.
    V.a. die­ses nicht kon­kret Goth sein weil es das damals noch nicht gab finde ich inter­es­sant.
    Gibt mir ein wenig zum Nach­den­ken, weil ich ja auch immer sag ich gehör nicht zur Szene

Schreibe einen Kommentar

(erforderlich)

(erforderlich)

Hilfe zur Kommentareingabe?

Du kannst folgende xHTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Kommentaren ? Wenn der Haken in der Checkbox gesetzt ist, dann wirst du über neue Kommentare via E-Mail informiert. Der Versand erfolgt nur, wenn du die URL in der Bestätigungs-E-Mail genutzt hast oder schon Abonnent bei Spontis bist.

Ein Bild von Dir? (Avatare): Auf Gravatar.com kann man sich mit seiner E-Mail-Adresse registrieren und ein Bild hochladen, dann erscheint dieses Gravatar hier und in vielen weiteren Blogs.

Spamschutz: Wenn dein Kommentar nicht gleich erscheint, kann es sein das er im Spam-Ordner gelandet ist. Das passiert auch wenn du zuviele Links auf einmal benutzt.

Trackbacks/Pingbacks/Tweetbacks

  1. […] mei­nem Abste­cher nach Groß­bri­tan­nien, auf dem ich mit Melissa aus Lon­don sprach, habe ich mich nun auf eine vir­tu­elle Reise nach New Eng­land gemacht um mit der Portugiesin […]

  2. […] Schwarze Zeit­zeu­gen Ein Arti­kel, oder bes­ser gesagt eine Arti­kel­reihe, die mir beson­ders am Her­zen liegt ist die der schwar­zen Zeit­zeu­gen. Als ich einige alten Bil­der aus den 80ern fand auf denen sich Waver, Goths und ähnli­che Zeit­ge­nos­sen prä­sen­tier­ten war die Idee gebo­ren. Ich schrieb unzäh­lige Leute an und führte einige inter­es­sante Inter­views. Dazu musste ich fest­stel­len das mein Eng­lisch ver­bes­se­rungs­wür­dig war, mit der Über­set­zung habe ich mich sehr schwer getan. Von einer “stu­dier­ten” habe ich mich fach­män­ni­schen Rat dazu geholt und fast 5 Monate von der Idee bis zu Ver­wirk­li­chung gebraucht, was aber pri­mär an mei­ner Faul­heit lag und nur sekun­där an der Schwie­rig­keit des The­mas. Außer­dem habe ich so ein paar wirk­lich inter­es­sante Men­schen kennengelernt. […]