10 Juli

Spontis Wochenschau #18/11

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Spontis WochenschauDurch eine schicksalhafte Fügung komme ich den Genuss, das Amphi 2011 besuchen zu können. Das ist im Gegensatz zum Wave-Gotik-Treffen vielleicht eine gute Möglichkeit, musikalisch auf meine Kosten zu kommen, denn beim WGT stand ja der Charakter des Treffens im Vordergrund. Tanzwut, Deine Lakaien, Zeraphine, De/Vision, Saltatio Mortis, Subway to Sally, Clan of Xymox oder der Fluch, eine geballte Ladung Musik steht mir bevor. Wenn Ba’al uns gnädig gesonnen ist, haben wir auch schönes Wetter. Wer einen netten Plausch außerhalb der Festivalstimmung an einem der gemütlich Plätze sucht, ist herzlich eingeladen, mir eine Nachricht zu schreiben.

Mit einem Ziel vor Augen lässt sich die Zeit leichter ertragen und um das Warten noch weiter zu verkürzen, habe ich noch einige interessante Links zusammengetragen. Wer wieder einmal SEINEN Link vermisst, den er schon im Geiste die ganze Woche mit sich herum trägt, dem sei das Kontaktformular ans Herz gelegt, das Dir die Möglichkeit bietet, etwas interessantes zu zeigen um es vielleicht hier an dieser Stelle (oder in einem eigenen Artikel) wiederzufinden.

  • Schwarz-weich | inFranken
    Wo Schatten ist, da muss auch Licht sein. Sagt der Volksmund, auch wenn er es oftmals anders herum meint. Einfache ausgedrückt: Die guten Berichte und Artikel über die Szene gehen in denen, die auflagenstark Unsinnigkeiten verbreiten, einfach unter. Daher ist es wichtig, dass Menschen wir Rosa Chalybeia immer wieder Perlen der Berichterstattung ausgraben, in der sie selbst auch einen nicht zu unterschätzenden Anteil einnimmt.   “Vielleicht ist es gerade die schwarze Toleranz oder die gesellschaftskritische Grundhaltung, die die Szene so offen macht für viele Strömungen. Für viele Strömungen, die eben der kritisierten Gesellschaft den Zerrspiegel vorhalten. Als Kampfansage. Als Ablehnung der politisch korrekten Haltung. Als Ausrufezeichen, das “ich bin nicht brav” heißt. Oder einfach als Überbleibsel. Eines radikalen Wunsches nach Individualismus, der von den Punks übriggeblieben ist.” – Doch der Volksmund irrt auch nicht, denn auch das schönste Licht wirft kleine Schatten: “Aber auch die Sado-Maso-Szene zählt dazu. Und Leute in Uniformen.” Nein, zählen sie nicht.
  • Pulitzer Prize for Spot News Photography 1968-1999 | Retronaut
    Der seit 1918 eingeführte und als “Oscar für Reporter” etablierte, US-amerikanische Preis für journalistische Leistungen kürt seit 1968 neben den geschriebenen Artikel auch Bilder, vor allem solche, die um die Welt gingen. Man mag von davon halten, was man möchte, dennoch spiegelt die vom Retronaut zusammengetragene Sammlung rund 30 Jahre traurige Zeitgeschichte. Die Bilder sind voller Gewalt, Tod und menschlichem Leid und werfen ein schummriges Licht auf eine Gesellschaft, die sich seit dieser Zeit am in Bild festgehaltenen Schrecken ergötzt. Da erhält man Preise dafür, besonders schreckliche, spektakuläre oder tragische Momente (zugegebenermaßen gibt es auch einige glückliche Momente zu sehen, doch die sind leider nicht besonders breit gestreut) auf ein Foto zu bannen. Macht euch selbst ein Bild.
  • Die Vampirprinzessin (Terra X) | Otranto-Archive
    Wissensdurst ist wohl eine der wichtigsten Eigenschaften einiger Menschen, die auf der Suche nach dem Ursprung des Blutdurstes einiger weniger Vampire sind. Dokusüchtling Karnstein, der sich schon mit den Scheußlichkeiten eines gewissen Dracula auseinandersetzte, nimmt sich nun die Vampire zur Brust, oder besser, zur Ader. Stillt euren Wissensdurst, ihr Durstigen: “Darin wird versucht, den Vampirglauben in Mittel- bzw. Ost-Europa im 18. und 19. Jahrhundert zu beleuchten. Zentral sind dabei die Funde dreier Gräber mit rituell enthaupteten und anderweitig entstellten Leichen in Böhmisch Krumau im heutigen Tschechien, bei denen die Macher davon ausgehen, dass man die Toten für Vampire hielt und deshalb gewisse Vorsichtsmaßnahmen traf.
  • Wasteland Weekend 2011 | Nerdcore
    Wasteland Weekend 2011Der Versuch, diese Menschen einzuordnen, scheitert an der filmischen Steilvorlage, die George Miller 1979 mit der Mad Max Reihe legte. Früher war ich der Überzeugung, das wäre eine reine Angelegenheit für Jungs, Mädchen mit dem gleichen Geschmack waren mir suspekt. Schön, dass ich mich wenigstens in manchen Punkte geirrt habe. Das Wasteland Weekend ist eine Ansammlung derer, die der filmischen und schauspielerischen Vorlage huldigen. Verkleiden? Ja. Aber bitte mit Leidenschaft. “Dieses Jahr findet im Herbst das dritte Wasteland Weekend statt, an dem sich ein Haufen Irre wie Figuren aus dem Mad Max-Universum verkleiden und Unsinn mit Flammenwerfern und umgebauten Autos anstellen.” – Die LAweekly schreibt treffend dazu: “Road Warrior Weekend wasn’t your typical fandom convention. There were no stuffy hotels, no lines to pile into meeting rooms, no overpriced convention center lunches. Instead, this one-time-only event brought fans of the Mad Max series out to Southern California’s High Desert for a three-day, post-apocalyptic campground party.
  • Heilige Doku | Spreeblick
    Was in der Regel langweilige Zusammenschnitte sind um die übrig gebliebenen Bytes einer DVD oder noch höherwertigen Scheibe zu füllen, ist in diesem Fall eine sinnvolle Ergänzung zu Monty Pythons Kokosnussthriller, der nicht losgelöst von dieser Vorlage behandelt werden sollte. Sag ich jetzt mal. “Hinter dem sehr charmanten Vorschaubild da unten versteckt sich eine kleine BBC-Doku über die Dreharbeiten zu Monty Pythons „Die Ritter der Kokosnuss“. Siebzehn Minuten, die nicht nur im gewohnten Python-Humor daherkommen, sondern darüber hinaus auch noch ein bisschen interessant sind. Unter anderem weil es sich beim Holy Grail um Terry Jones’ und Terry Gilliams’ allererste Spielfilmregie handelt und letzterer dazu breit strahlend ein paar Kleinigkeiten erzählt.
  • Zirkusadel I, II, III| traumverliebt
    Hier sitze ich nun…auf meiner Kiste, direkt in der Manege. Ruhig ist es, seit langem schon. Der Zirkus ist alt und verfallen. Die Schilder und Aufsteller entweder zugewuchert oder oder kaputt. Ich habe diesen Zirkus übernommen. Seit Jahren schon stand er leer und keiner kümmerte sich auch nur ansatzweise darum. So kam ich in die Manege und rückte mir diese Kiste in  den Mittelpunkt. Hier…ja hier werd ich nun Herr und Meister. Ich bestimme, Wer auftritt und Wer nicht. Aber erstmal…muss ich Leute finden. Ach…was sage ich…Du bist ja hier…ja Du…der Du mir doch zuhörst… Möchtest Du hier bleiben? Weiter wissen, wie es voran geht? Wie heißt Du? Ach…ist auch nicht so wichtig…ich gebe Dir einen Namen…jeder Künstler braucht einen Künstlernamen…ich nenne Dich… Sylum…ja der Name gefällt mir!
  • Ledertypen und Pissbudenschwule: Nicht der Homosexuelle ist pervers | einestages
    ‘Wir Spießer’ fühlen uns auf den Schwanz getreten”, wetterte im Januar 1973 ein 32-jähriger Kranführer in einem Leserbrief an die “Hamburger Morgenpost”, “ich fühle mich diskriminiert, nur weil ich stinknormal bin, eine Frau liebe und drei Kinder habe. Wenn die Homos mal alt sind, müssen unsere Kinder sie womöglich noch pflegen, beziehungsweise Rente für sie bezahlen.” Und nicht nur er war erbost. In einer anderen Zuschrift orakelte eine Leserin bibelfest: “Gott wird sie vernichten! Im 3. Buch Mose, 18. Kapitel, Vers 22, heißt es: ‘Du sollst nicht beim Knaben liegen, wie beim Weibe, denn es ist ein Gräuel.’” Gegenstand der Aufreger? Rosa von Praunheims Film “Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt.” Auf Youtube gibt es übrigens einige Ausschnitte.
  • Lichtscheu – Träum süss (Offizielles Video) | Micha Schmidt
    Schon im Mai (Goth verzeihe mir meine Nachlässigkeit) hat Mit-Blogger, Musiker und Gothic-Friday Teilnehmer Micha Schmidt über das Video seiner Band “Lichtscheu” berichtet, dass das Lied “Träum süss” in starken Bildern umsetzt und damit dem Titellied des bald erscheinenden Debüt-Albums den Weg ebnen soll.
    vimeo.com/24054749
  • The Ghost Town of Bodie | KFMW
    Tolles Video von Joaquin Montalvan, der es hierfür schafft, Filmaufnahmen wie bewegte Fotos aussehen zu lassen. Aufgenommen hat er diese in Bodie, California. Bodie ist eine Geisterstadt, die in ihrer Blütezeit während das Goldrausches 1880 bis zu 8000 Einwohner zählte und nach San Francisco die zweitgrößte Stadt Californiens war.
    vimeo.com/25408610
  • Switzerland Grufties 1994 | Everyday is Halloween
    Wie Pixella schon richtig anmerkt, man versteht kaum ein Wort, aber manchmal sprechen Bilder und Musik für sich.
    www.youtube.com/watch?v=z3Cprh6Rmbs

1 Kommentar

  1. Hallo Robert,

    vielen Dank für die Erwähnung unseres Videos. :-)

    Das Album ist übrigens schon auf dem “Markt”: http://lichtscheu.bandcamp.com (wenn mir soviel Werbung gestattet ist. ^^)

    Lieben Gruß
    Micha

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