23 Juni

Spontis Wochenschau #16/11 (mit WGT Spezial!)

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Spontis WochenschauWährend die letzten wackeren Krieger gegen die Fänge des Alltags kämpfen, haben andere aufgegeben sich zu wehren dass es vorbei ist. Die Rede ist vom WGT 2011, dem wohl bekanntesten Schwarz-Treffen der Welt. Doch auch wenn der Kampf verloren scheint, die Realität wieder auf der Schulter sitzt und verlogen grinst, kann man davon profitieren. Die Fähigkeit Erlebnisse in Worte zu fassen ist ein tollen Eigenschaft, die Erinnerungen zu intensivieren, abzuspeichern und zu filtern, deshalb steht dieses lang erwartete Wochenschau mit einem WGT Spezial, wie habe „die anderen“ das gleiche erlebt? Aber auch für die, die es nicht geschafft haben, nicht schaffen wollten oder es einfach verpasst haben, gibt es in dieser Wochenschau etwas zu entdecken, die beiden üblichen Videos und einige „alternative“ Links zu Artikeln, die sonst noch geschrieben wurden.

  • Wie war es denn eigentlich? | Wochenschau-Spezial!
    Sicher wird euch aufgefallen sein, dass ich keinen Rückblick auf des WGT verfasst habe. Doch manchmal ist schon alles gesagt und meist auch besser, als ich es hätte in Wörter fassen können. Mit großer Faszination habe ich gerade dieses Jahr gelesen, wie sie viele mir bekannte Blogger mit ihrem Besuch auf dem WGT auseinandergesetzt haben, das finde ich ganz großartig, denn so erhält man einen vielschichtigen Eindruck auf ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Daher hier das Wochenschau-Spezial:

    • WGT-Resümee, oder so ähnlich | Haascore
      Außerdem habe ich wichtige kulinarische Fast-Food-Must-Haves hinter mich gebracht und einen After-Eight-Milchshake in der Moritzbastei, ein Kirschbier im heidnischen Dorf, ein Dresdner Handbrot und irgendwo irgendeinen Absinth getrunken … ich bin so durchschaubar … Außerdem habe ich mal wieder mehr Geld ausgegeben als ich vorhatte.
    • Der Weg des WGTs 2011 | Opus Mentis
      Der Tag neigte sich zum Nachmittag und ich flanierte durch das Heidnische Dorf, dessen Menschenansammlung sich noch im Rahmen hielt. Doch dessen Geräuschpegel die Kommunikation über das Mobiltelefon vehement boykottierte. Etwas, das zu der spontanen Frage führte, wie man derartige Planung wohl damals bewerkstellt hatte. So ganz ohne Funkanruf und SMS innerhalb dieser elektronischen Hundeleine. Womöglich mit mehr Planungsvermögen, Zeitempfinden und vor allem Gelassenheit.
    • WGT 2011 – Zum erste mal in Leipzig | Sabrina Kirnapci
      Mal abgesehen davon, dass bei mir noch ein gewisses Fremdschämen hinzukommt, weil ich die Szene ja eigentlich liebe und mir wünschen würde, dass sie nicht von halbnackten Weibern mit abgeklebten Nippeln repräsentiert wird, die vergessen haben, sich eine Hose anzuziehen. Auch die SM-angelehnten Auswüchse mit Halsband, Leine, Fesseln und Latexmaske sind mir peinlich. Nicht im Allgemeinen sondern im Bezug auf „meine“ Szene. Man will den staunenden Leipzigern zurufen: ‚Es ist nicht so, wie es aussieht!‘
    • Rosas WGT Band-Neuentdeckungen | Rosa Chalybeia
      Hinter dem erstmal wenig sagenden Bandnamen verbirgt sich ein Projekt das einfach geil ist – herrlich minimalelektronisch, rotzig und animiert zum unkontrollierten Rumspringen. Die Jungs(?) in ihren grauen Space-Overalls und den Olle-Knacker Latexmasken gehen jedenfalls tierisch ab – Devo lässt grüßen, nicht nur wegen der herrlich-durchgeknallten Performance.
    • Wave Gotik Treffen 2011 | Werturteilsfrei
      Provokation war schon immer ein Teil von Jugendkulturen und Szenen. Aber nirgendwo kann man sie so verdichtet beobachten wie auf dem Wave Gotik Treffen.“ Tobi hält sich wortkarg und lässt Bilder sprechen. Angesichts so manch faszinierender Aufnahme eine Bereicherung.
    • Wave Gotik Treffen 2011 – Ein Steampunkevent | Clockworker
      Das WGT 2011 hat deutlich gezeigt: Steampunk ist in Deutschland angekommen und wir starten durch. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr mit hoffentlich noch mehr großartigen Kostümen, Erfindungen und guten Gesprächen!
    • 20. Wave Gotik Treffen Band-Fotoalbum | gothic.at
      Black Tape For A Blue Girl, Chris & Cosey, Dance or Die, Egida Aurea, In The Nursery, Inade, Killing Joke, Love Like Blood, Lustmord, Moon Far Away, Nosferatu, Prager Handgriff, Recoil, Rome, Sieben, Spiritual Front, Eternal Afflict, Fields o.t. Nephilim
    • Mein WGT 2011 | Gedankensplitter hinter Glas
      Als sich der kleine Zeiger meiner Armbanduhr bedrohlich* der Zahl Fünf nähert, Siouxsie in ihrer unverkennbaren Art und Weise über den Untergang einer Stadt singt, sich ein Teil der letzten etwa 50 Hartgesottenen im Takt des Rhythmus und zur Melodie der Gitarre über die große Tanzfläche bewegt, stelle ich fest, dass die auf ein Geländer abgestützte Haltung aufgrund des akut vorhandenen Schlafmangels wohl nicht so lässig wie gewünscht wirkt.“
    • Wave Gotik Treffen 2011 | EBM-Mieze
      Sehen und gesehen werden; Schaulaufen bis die Sohlen qualmen, Posen bis zum Hexenschuss. Nääää, nicht mit mir! Ich bin nach wie vor Verfechter des Standpunktes: auf die Musik kommt es an. Und auf Verkleiden hab ich da keinen Bock. Ich zieh mich so an, wie sonst auch.
  • Fotografien eine Geisterschiffflotte | Kraftfuttermischwerk
    Fragt mich warum, aber Geisterschiffe üben auf mich einen ganz besonderen Reiz aus: „Der Fotograf Scott Haefner hatte die Gelegenheit, mit einem Team die Geisterschiffe des Mothball Fleets vom Suisun Bay nördlich von San Francisco zu besichtigen und hat dabei eine ganze Reihe interessanter Fotos von stillgelegten, aussortierten, vor sich hin rottenden Schiffen machen können. Geisterschiffe.
  • Hippie Festival Glastonbury – Open Air und oben Ohne | eines Tages
    Ich war schön damals – und ich war stoned. So erinnerte sich Arabella Churchill an jenes Wochenende im Juni 1971, das ihr Leben verändern sollte. Die Enkelin des britischen Premierministers Winston Churchill hatte zusammen mit einem Freund und anderen Hippies ein Musikfestival auf die Beine gestellt, unweit des Städtchens Glastonbury, in der Grafschaft Sommerset, im Südwesten Englands.Heute ist Glastonbury das größte Open-Air-Festival Europas – bei seiner Premiere im Juni 1971 war es nur ein irres Durcheinander halbnackter Hippies und bekiffter Freaks. Kaum zu glauben, dass die Musiksause für Drogenfans und Aussteiger von der Enkelin des berühmtesten englischen Politikers mitbegründet wurde.
  • Wild Germany : Satanismus | Everyday is Halloween
    Pixella findet nicht nur einsame Bücher, sondern auch einsame und unentdeckte Videos: „Der ZDFneo-Reporter Manuel begibt sich in dieser Folge der Reihe “Wild Germany” auf die Spur von Satanismus in Deutschland. Zu Wort kommen eine Therapeutin, die seit 20 Jahren Opfer ritueller Gewalt behandelt und 2 Aussteiger, die von Missbrauch, schwarzen Messen und Gewalt berichten. Auf einem Spielplatz werden die Persönlichkeitsstörungen der zwei Opfer vorgeführt, die sogenannten “Kinder in ihrem System”. Eine weitere Facette des Satanismus, der sogenannte Jugendsatanismus wird dargestellt von Marco, der mit 17 anfing, sich für Satan zu interessieren.“
  • Gothic und das WGT (Radio Reportage) | Otranto Archive
    Eigentlich passt es besser nach oben, doch Karnstein war nur als Alter Ego auf dem WGT vertreten. Zur Strafe lässt er uns in der Reportage mit seinem bildungsgeschwängerten Wortfeuerwerk alt aussehen, der olle Angeber. „Anlässlich des dieses Wochenende nunmehr zum 20. mal stattfindenden Wave-Gotik-Treffens in Leipzig hat Bloggerkollegin Sabrina Kirnapci – ihres Zeichens nicht nur Journalistin sondern auch selbst Grufti – eine Reportage zum Thema Gothic und WGT zusammengestellt. Diese ging gestern am 09. Juni 2011 in der Kultur-Sendung “Corso” im Deutschlandfunk über den Äther. Sie lässt dabei neben Marcus Rietzsch von der WGT-Zeitschrift Pfingstgeflüster auch meine weiteren Bloggerkollegen Robert von Spontis.de und Tobikult von Werturteilsfrei sowie auch mich selbst zu Wort kommen.
  • Porkka Playboys „Bohemian Rhapsody“ Coverversion im rostigen Polo | misterhonk
    Hier bekommt der Begriff „Kleinkunst“ eine ganze neue Dimension.
    www.youtube.com/watch?v=irLsjBDPe5c

3 Kommentare

  1. Die Nummer im Polo ist der Hit! Es wird mal wieder Zeit für eine Reise in den hohen Norden!

  2. Oller Angeber? Du hättest mal hören sollen, was für Gefasel Sabrina alles rausgeschnitten hat ;)
    Aber schön dennoch erwähnt zu werden, wo ich doch nichts anderes gemacht habe als Sabrinas Werk online zu stellen.

  3. @Karnstein: Stell dein Licht mal nicht unter den Scheffel. Du hast es liebvoll gestaltet und mit hübschen (bis auf meins) Bilder der Protagonisten versehen. Das fand und finde ich toll :)

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