25 August

Spontis Wochenschau #09/2013

Verfasst von Diskussion: 29 Kommentare

Spontis WochenschauNeulich gab ich mich einem Anflug von Organisationszwang hin und wühlte mich, bewaffnet mit schwarzen Bügeln, Hosenbügeln, Rockbügeln, Kleiderschutzhüllen, einer Kleidungsbürste und kleinen Sortierkästen eines großen schwedischen Möbelhauses, durch meine schwarzen Klamotten. Wer nur schwarzen Klamotten besitzt wird wissen, wie schwierig es sein kann, einzelne Teile auseinanderzuhalten und wird erstaunt feststellen, dass es viele Nuancen der Farbe schwarz gibt. Und wäre das nicht Zwangverhalten genug, habe ich Hosen, Röcke, Pullover, Oberteile, T-Shirts, Hemden, Jacken und Mäntel durch rote Bügel voneinander getrennt. Doch was war das? Verdeckt von der abgrundtiefen Schwärze meines Kleidungsständers fand ich 3 „bunte“ T-Shirts! Ich erinnerte mich: Das grüne T-Shirt von den Dropkick Murphys nach einem Konzert gekauft, das blaue T-Shirt von Kraftwerks Album „Autobahn“ und ein weißes T-Shirt mit dem übergroßen Aufdruck „Choose Life“, weil ich das Video zu Wham’s „Wake me up before you go go“ an meine fröhliche Jugend erinnert. Mir war gerade mal nach grün und so zog ich das Dropkick-Murphys Fanshirt an. „Wie siehst du denn aus?“ Ich guckte mich im Spiegel an. Merkwürdig. Erinnerung gemischt mit einem latenten Unwohlsein in der Magengrube. So kannte ich mich gar nicht mehr. Völlig bescheuert, dass mir davon sogar schlecht wurde, dachte ich und beschloss, gegen meine eigene Konditionierung vorzugehen. Nachher bekomme ich noch Hautausschlag wenn ich das „Autobahn“ T-Shirt überwerfe! Verrückt! Reiß Dich zusammen. Mach lieber was sinnvolles. Okay, überredet:

  • Die dunkle Gruft – Geschichten zur Haußmannstraße | Stuttgarter Nachrichten
    Schwarze Rückzugsorte in Stuttgart. Eine Renaissance der Szenekneipen? „Die Gruft ist im Keller. Links an der Wand hängt ein Sarg. Oben aus den Regalen starren Totenköpfe herab. Die Wände sind schwarz, von den Kerzen tropft Wachs. Auf der kleinen Bühne spielen „Mike & the Bones“ Blues. Gaby’s Gruft am unteren Ende der Haußmannstraße ist einst unter dem Namen Feuilleton stadtbekannt gewesen. Damals hatten sich hier Musiker und Gäste des ehemaligen Süddeutschen Rundfunks die Klinke und die Mikrofone in die Hand gegeben, die Musikerkneipe war oft viel zu klein. Gaby’s Gruft ist immer noch eine Kulturkneipe, „für Gothic, Blackmetal, Deathmetal, Darkwave“ und Rockbands aller Art. Gaby Vernaleken hat die Kellerkneipe vor drei Jahren gepachtet und umgestaltet.“ – Gaby Vernaleken – Gaby’s Gruft
  • Sitzmuster des Todes
    Die frühen 80er. Überall explodieren die Farben. Neon an jeder Straßenecken, nur die grellsten werden noch beachtet. Die 80er wirken wie eine blinkende Leuchtreklame, die ihre Tristess in Farben ertränkte. Vielleicht auch ein Grund, warum die Wahl der neuen deprimierenden Musikrichtung „schwarz“ gewesen ist.  Heute, 30 Jahre später, holen uns grelle Farben wieder ein. Obwohl weg waren sie nie, als Sitzmuster in Bussen und Bahnen begleiteten sie uns schon eine gefühlte Ewigkeit. Und auch heute wird  mir noch schlecht, wenn ich mich in manchen Bus setzen muss. „Das ist zwar keine Frage, aber wir verstehen Sie. Für uns war es auch nicht immer ganz einfach. Aber man gewöhnt sich an die schlimmen Bilder. Man stumpft ab. Verkrüppelt sein ästhetisches Bewusstsein. Aber das macht nichts. Wir tun das nicht für uns, sondern für die Mission. Die Wahrheit muss überleben. Nein, wir wollen keine Orden.
  • Elende Blutsauger! – 10 erinnerungswürdige Videospiel-Vampire | PC Games
    Für alle Nerds und Gamer eine Reise in die Vergangenheit. Mein Favorit ist übrigens Rayne, die eigentlich ein Dhampir ist, mit der ich viel Zeit verbracht habe. „Bevor sie in der Sonne glitzerten, dem Tierblut-Diätwahn verfielen und schwülstige Liebesarien säuselten, waren Vampire in der Vergangenheit zu einem Zeitpunkt mal richtig cool gewesen. Bram Stoker’s Dracula, Blade, Underworld und unzählige andere Titel etablierten die nachtaktiven Blutsauger als Wesen, die es zu fürchten und respektieren galt. Die Gaming-Branche ist bislang (glücklicherweise!) von einem Twilight-Videospiel verschont geblieben. Allein die Vorstellung eines solchen, dürfte für kollektiven Angstschweiß beim Großteil der Zockergemeinde sorgen. Bevor wir aber in solchen potentiellen Katastrophenszenarios schwelgen, beschäftigen wir uns doch lieber mit den „richtigen“ Vampiren der Videospielwelt.
  • Klaus Nomi – Der singende Weltraumroboter | einestages
    Es war eine Freakshow der Superlative: Sänger in Nazi-Uniform marschierten über die Bühne, junge Frauen räkelten sich als karibische Tänzerinnen, Männer mit langen Bärten spielten auf Schaumstoff-Gitarren. Selbst ein singender Hund trat auf. Mit diesen spektakulären Nummern begann im Dezember 1978 das „New Wave Vaudeville“, eine Varieté-Show im New Yorker Club Irving Plaza. Gegen Mitternacht dann, das Programm war fast zu Ende, wurde noch ein letztes Mal das Licht gedimmt. Die ersten Gäste wollten den Club schon verlassen. Doch als die Scheinwerfer wieder aufflammten, blickten alle gebannt auf das seltsame Wesen, das die Bühne betrat.“ Vorreiter der eigenwilligen Selbstinszenierung und Stilgeber einer Epoche. Vor 30 Jahren starb der Avantgardist als erster Prominenter an den Folgen einer AIDS-Erkrankung.
  • Gothic-Cruise 2013
    Im September ist es wieder soweit, das Kreuzfahrtschiff „Explorer of the Seas“ legt wieder zu einer 8-tägigen Gothic-Kreuzfahrt ab. Und dem Motto „Carnevil“ geht es von Florida nach Haiti, Jamaika und nach Mexiko. Dieses mal soll das Drumherum fantastisch werden, so bietet sich für 2400 US-Dollar die Gelegenheit, ein Hochzeitspaket zu buchen. Über den Preis der Kreuzfahrt schweigt sich der Veranstalter aus, eine vergleichbare „bunte“ Kreuzfahrt kostet etwa 700 Euro pro Person. Die Bandauswahl ist, nunja, amerikanisch. „Obviously, not all bands are EBM.  We are open to industrial, goth, gothic, steampunk and beyond.  Bands are selected based on previous Gothic Cruise Passenger votes.  Polls are run and the winning band is hired if they are available for the gothic cruise sailing date.“ Immerhin gibt es dieses Jahr Gelegenheit eine Reihe von Zusatzprogrammen zu buchen. Tauchen in der Karibik, reiten am Strand, Wildwasserfahrten oder mit Delphinen schwimmen!
  • Kuschel-Goth | Otranto-Archive
    KuschelgothWas waren das noch für Zeiten. Schon bei der Überschrift kam ich nicht daran vorbei den Player zu öffnen und mir alte „Kuschelrock“ Sampler zu Gemüte zu führen, die mich an Herzklopfen, Berührungen und Knutschereien in der Länge einer ganzen CD erinnern. Ja, meinen ersten Kuss gab ich, als die CD bereits ihren Siegeszug angetreten hatte. Und zwar zu diesem Song (anklicken auf eigenen Gefahr!), das Timing sah eigentlich vor, dass es zu einem Song von Depeche Mode geschehen sollte. Klappte natürlich nicht. Wir konnten es nicht abwarten. Was hätte ich nicht für eine Kuschel-Goth Sampler gegeben. Wie gut, dass Karnstein und Libbit ganz schrecklich ineinander verknallt sind und sich entsprechend auch musikalisch auf eine Wellenlänge befinden, was wiederum die Erstellung eines ganz eigenen kuscheligen Samplers begünstigt. „Sampler, die ich kaufen würde„, nennt er seine kleine Serie und lädt dazu ein, sich endlich wieder mal einen Sampler zusammenzubrennen (für den Hausgebrauch übrigens völlig legal). Kerzen und Stimmung verstehen sich von selbst. Vielleicht, ja vielleicht können wir dann auch so hübsche Cover produzieren, wie die beiden schwarzen Herzen.
  • The Woman who drilled a Hole in her Head to open up her Mind | Vice Magazin
    Ein Klassiker. Schon in den 70er bohrten sich Menschen ein Loch in den Kopf, um mit der Senkung des Schädelinnendrucks eine psychedelische Wirkung zu erreichen. Vice sprach mit Amanda Feilding, wie das damals war, in den 70ern. „How did you feel after the procedure? I described it at the time as feeling like the tide coming in: there was a feeling of rising, slowly and gently, to levels that felt good, very subtle. One very clear thing I noticed was the change in the dream pattern: my dreams became much less anxious—that was quite noticeable. Could all of that be described as a placebo? There is, of course, that possibility, and I am very conscious of that. I have to say I noticed enough of a change to keep me interested, and noticed it in the people who I knew well who also got trepanned. I noticed a fundamental change in all of them.“ Manche sagen, es wäre Kunst.
  • Engel mit nur einem Flügel | Hirnfrost
    Was macht man mit einer Animationssoftware, die man sich gekauft hat, ohne zu wissen was man damit macht? Eine Gothic-Trash-Animations-Seifenoper, was sonst. So, oder so ähnlich, beschreibt Addi Keil in einem Interview die Entstehungsgeschichte der „Engel mit nur einem Flügel“ Serie aus dem Bremer Verlag „Hirnfrost“. Mittlerweile hat das ganze Projekt auch eine DVD in Spielfilmlänge zusammengestellt um alle Klischees über unsere Szene unter einen Hut zu bringen. Trotz (oder wohlmöglich genau wegen) des trashigen Charakters schart das Projekt eine ansehnliche Fangemeinde um sich und hat es schon zu Berichten im Zillo und bei Nachtaktiv gebracht. Ihr könnt euch entscheiden, entweder ihr liebt diese Serie, oder sie ist euch egal – ich überlege es mir gerade noch:
  • Eine böse Mercedes-„Werbung“ | Schleckysilberstein
    Wurde auch Zeit, dass ich endlich mal Werbung mache. Mercedes ist vom folgenden Spot jedenfalls weniger begeistert und verlangte von dem Studenten Tobias Haase, der für diese Abschlussarbeit verantwortlich ist, dass er deutlich macht, dass der Spot nichts mit ihnen zu tun hat. Ich meine ist ja auch logisch, denen muss es ja egal sein, wer ihre Autos fährt. „Der Führer war ein armes Schwein, der hatte keinen Führerschein…oder doch?

29 Kommentare

  1. Da haben die von der PC Games doch tatsächlich die wunderbare Succubus aus dem Spiel Noctropolis vergessen: http://www.youtube.com/watch?v=W_p8zQYd74E :D

    Eine Mischung aus Vampir und Dämon, die von der Priestertochter Besitz ergriffen hat. Überhaupt ein grandioses Spiel, welches vorallem durch seine düster-gothische Atmosphäre überzeugt. Die FMV-Sequenzen sidn eher … naja, aber das war halt die damalige Zeit. :D

    Un wenn ich an Halbvampire denke, dann auch an Vampire Hunter D, einem alten, grandiosen Anime aus dem Jahr 1985. Zu dem es ebenfalls eine sehr schöne Spieleumsetzung auf der PSX gab (sogar hier in Deutschland veröffentlicht)!

    Und natürlich sollte noch Vincent Valentine aus Final Fantasy VII genannt werden. :D

  2. Neulich gab ich mich einem Anflug von Organisationszwang hin und wühlte mich, bewaffnet mit schwarzen Bügeln, Hosenbügeln, Rockbügeln, Kleiderschutzhüllen, einer Kleidungsbürste und kleinen Sortierkästen eines großen schwedischen Möbelhauses, durch meine schwarzen Klamotten. Wer nur schwarzen Klamotten besitzt wird wissen, wie schwierig es sein kann, einzelne Teile auseinanderzuhalten und wird erstaunt feststellen, dass es viele Nuancen der Farbe schwarz gibt. Und wäre das nicht Zwangverhalten genug, habe ich Hosen, Röcke, Pullover, Oberteile, T-Shirts, Hemden, Jacken und Mäntel durch rote Bügel voneinander getrennt. Doch was war das? Verdeckt von der abgrundtiefen Schwärze meines Kleidungsständers fand ich 3 “bunte” T-Shirts! Ich erinnerte mich: Das grüne T-Shirt von den Dropkick Murphys nach einem Konzert gekauft, das blaue T-Shirt von Kraftwerks Album “Autobahn” und ein weißes T-Shirt mit dem übergroßen Aufdruck “Choose Life”, weil ich das Video zu Wham’s “Wake me up before you go go” an meine fröhliche Jugend erinnert. Mir war gerade mal nach grün und so zog ich das Dropkick-Murphys Fanshirt an. “Wie siehst du denn aus?” Ich guckte mich im Spiegel an. Merkwürdig. Erinnerung gemischt mit einem latenten Unwohlsein in der Magengrube. So kannte ich mich gar nicht mehr. Völlig bescheuert, dass mir davon sogar schlecht wurde, dachte ich und beschloss, gegen meine eigene Konditionierung vorzugehen. Nachher bekomme ich noch Hautausschlag wenn ich das “Autobahn” T-Shirt überwerfe! Verrückt! Reiß Dich zusammen. Mach lieber was sinnvolles.

    Hahaha :) Robert, du sprichst mir förmlich aus dem Herzen :) Das mit den Schwarz-Nuancen ist echt ’ne Katastrophe… ich kann jedem nur abraten Tshirts der Marke „Fruit Of Loom“ zu kaufen, die sind schneller anthrazit, als einem lieb ist…

  3. Achja, um Einleitungstext:

    Wie funktoniert das, wenn man nur schwarze Klamotten hat? Ich meine, spätestens im Hochsommer ist man doch gearscht, oder nicht? Ich kann mir das garnicht vorstellen bei Temperaturen jenseits der 25°C auch nur irgendwas schwarzes zu tragen. Besonders wenn es dann noch so schön schwül ist, habe ich schon mit einfacher, leichter und bunter Kleidung zu kämpfen überhaupt am Leben zu bleiben. Mag übertrieben klingen, aber ich bekomme da häufiger Probleme mit meinem Kreislau verbunden mit Zusammenbrüchen wenn ich mich überanstrenge. Das kenne ich garnicht anders.

    Daher wirklich die ernstgemeinte Frage: wie macht ihr das mit schwarzen Klamotten im Sommer?

    Un: auch wenn man zwei Katzen hat, merkt man die Vorüge von bunter Kleiung, man sieht nämlich deren Haare nicht so arg. :D

  4. @ Axel
    In unseren Breitengraden ist es jetzt nicht so extrem wie auf anderen Kontinenten ;) Ich bemerke keinen nennenswerten Unterschied, ob ich im Sommer ein dünnes Spagettiträgertop in Schwarz trage und eine leichte Baumwollpluderhose, alles in allem so wenig Stoff, wie von mir persönlich zu vertreten ist, oder das selbe Ensemble in Weiß. So heiß wie dort, wo man gezwungen ist, sich in weiße Gewänder zu hüllen, wird es hier doch gar nicht. Ich bin bisher auch gut in Schwarz durch den Sommer gekommen, ohne Farbenwechsel.Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, wie man mit Hitze klar kommt, ich bin hier weniger anfällig.

    Schaff dir schwarze Katzen an ^^

  5. Ich habe ne schwarze Katze. ^^

    Also ich zerfliese ja schon normal in der Sonne, dann noch die Vorstellung in schwarz…

  6. Die „Sitzmuster des Todes“ sind mal wieder eine Bestätigung der These, dass es im Internet nichts gibt, das es nicht gibt. Großartig! Also nicht die Sitzmuster, sondern die Seite. Viel zu viele dieser Muster kommen mir bekannt vor.

    „Engel mit nur einem Flügel“ ist mir entweder zu trashig oder nicht trashig genug um wirklich sehenswert zu sein. Ich weiß noch nicht genau, was. Ein bisschen zu langatmig vielleicht…

    Dafür ist die Mercedes-Werbung ganz große Klasse. Sowohl inhaltlich als auch in der Ausführung. Die Jungs von Mercedes sollten das Ganze lieber mit Humor nehmen ;-)

    Zur Klamottenfrage: Ich habe zwar auch nicht nur Schwarzes (und mir heute wieder ein blaues Bandshirt übergeworfen), aber das geht schon ganz gut so im Sommer, selbst in der Sonne. Gut, vielleicht bin ich auch einfach nicht so „sonnenempfindlich“ – zumindest schließe ich das daraus, dass mich meine Kollegen von Mal zu Mal fragen, ob mir in schwarz nicht viel zu warm in der Sonne wäre. Ich setze (oder lege) mich sogar gerne in die Sonne, sofern es nicht gerade brüllend heiß ist. Dankenswerterweise bekomme ich in unseren Gefilden auch praktisch keinen Sonnenbrand. Nicht besonders klischeekonform, ich weiß ;-) Hitze (so alles mit ner 3 vorn), der man nicht entfliehen kann, finde ich dagegen äußerst anstrengend.

  7. Ich trage schwarz, egal ob es eiskalt oder scheißheiß ist. Wieso sollte ich etwas tragen, worin ich mich nicht wohl fühle? Der Eisbär kann sich auch nicht eine andere Fellfarbe aussuchen, da bin ich schon konsequent :) Wenn ich schon nicht in Netz, Rüschen oder Lack und Leder unterwegs bin, denn keines davon ist mein persönlicher Fall, sind schlichte schwarze Shirts und Shorts auch im Sommer schon angemessen. Sonst könnte ich auch im Holzfällerhemd (was ich nicht mag) unterwegs sein und dann ist optisch gar kein Zusammenhang zur schwarzen Szene mehr da… irgendwo will man ja auch irgendwie dazugehören :)

    Zum Thema Katzenhaare bei schwarzen Klamotten: Wer schön sein will, muss leiden :)

  8. Hihihi, das Problem mit dem schwarze-Sachen-in-schwarzem-Schrank-suchen kenne ich!!! Und in der Socken-Schublade siehts nicht anders aus. Gut, dass wenigstens der Sohnemann noch bunte Sachen anhat :-) :-) :-)

  9. Ich trage auch bei 25°+ schwarz, klar geht das dann mit ärmellosem Top oder kürzerer fluffigerer Hose, so wie Heimfinderin schrieb. Wobei ich Hitze auch nicht abkann (und defi zu wenig trinke, aber das tue ich an 365 Tagen im Jahr (schande über mich)

    Ich besitze aber durchaus bunte Sachen… außer graumelange und bordeuxrot/lila.
    Ein quietschpinkes Shirt der Initiative (ich hoffe ich darf verlinken?) und ein hellblaues als wir wegen Bildung demonstriert haben…

  10. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet, aber ich freue mich natürlich sehr über das Feedback zu meinem Gedankenwirrwarr.

    Zum Kleiderschrank: Natürlich trage ich konsequent schwarz, schließlich möchte ich damit auch ein Stück meiner Lebenseinstellung nach Außen tragen und die haben ich 365 Tage im Jahr. Sagen wir, ich bin überzeugter Schwarz-Träger und fühle mich in „bunten“ Klamotten sehr sehr unwohl. Darüber hinaus lässt es sich auch bei 30 Grad in einer leichten Harmeshose, bequemen Pikes und einem Netz-Shirt ganz prima aushalten. Es kommt nicht auf die Farbe an, sondern auf den Schnitt und den Stoff. Wie wäre es sonst anders zu erklären, dass die Nomaden in der Wüste Afrikas schwarze Kleidung tragen?

    Wie dem auch sei. Neben der Lebenseinstellung könnte ich mir aus ästhetischen Gründen keine bunten Sachen mehr vorstellen, denn was zum Teufel soll ich damit kombinieren???

  11. Robert: Absolute Zustimmung :)

  12. Man sollte nur NIEMALS kurz vor knapp auf die Idee kommen in einem schwarzen Schrank nach einem ganz bestimmten Paar schwarzer Socken zu suchen. Das führt ausschließlich zu Panikattacken und Tränen ;)

    Neee, im Ernst. Ich habe außer einem verirrten weißen Top nur schwarz im Schrank. Ich betreibe auch Sport bei 37°C nur in schwarzen Klamotten – und das auch in der Sonne. Ums Schwitzen kommt man da sowieso nicht mehr herum und seitdem ich olympisches Boxen mit Männern trainiere, bin ich sowas von Schweiß-Resistent geworden :D

    Wer schön sein will, muss leiden – und schwitzen.

  13. Meine Socken sind alle schwarz und die Größen variieren. Ich zieh die Dinger einfach an, auch wenn die eine 10 cm kürzer ist als die andere. Am Ende stecken sie ja eh in Schuhen, wo sie kein Mensch sieht :D Apropos, ich kann sie nur anhand der Löcher auseinanderhalten, die mein großer Zeh regelmäßig fabriziert :D

  14. Socken? SOCKEN??? Ich hasse Socken. Ehrlich. Ich bin bei uns für das Waschen zuständig und schwarze Socken nachher wieder mit gleichen zusammen wegzulegen ist eine STRÄFLINGSARBEIT! Immer wenn ich Socken suche denke ich für 9,7 ms – ich hör auf mit dem Gothic-Sein! Aber dann entdeckte ich Socken, wo die Größe drauf gedruckt ist, so kann ich zumindestens die Socken von Orphi und mir auseinanderhalten. Socken! Ich hasse Socken!

  15. Ich zieh die Dinger einfach an, auch wenn die eine 10 cm kürzer ist als die andere.

    Mich würde das total wahnsinnig machen. Bei mir muss die eine Socke zur anderen passen. Aber ich habe das optimiert: ich habe gefühlt 50mal das gleiche Paar Sneaker-Socken. So ist im Alltag das Wühlen schon mal vereinfacht. Kritisch wird es bei Stiefelsocken. Die muss ich zum einen nach dem Waschen auch erstmal sortieren (wegen verschiedener Höhen) und zum anderen sollte ich mir doch ein großzügigeres Zeitfenster lassen, wenn ich sie im Schrank suche.
    Sportsocken sind da sehr dankbar, da steht sogar links und rechts drauf und da achte ich auch drauf, niemals zweimal das gleiche Paar zu haben :D

    Ich merk schon, man könnte über Socken Wissenschaft betreiben…

  16. Hach ja, Socken – gleiches Problem hier. Manchmal gebe ich auch genervt auf und lass Socke Socke sein, und dann wird einfach verpaart was übrig bleibt – mit dem Ergebnis daß Männchen gelegentlich mal dumm aus der (schwarzen, natürlich)Wäsche schaut wenn einer seiner Socken dann zusammen mit einem von mir gebündelt wurde. Das ist dann aber versehentlich passiert, zumindest zwischen unseren Socken versuch ich zu sortieren.

    Ich bin auch konsequent schwarz im Alltag unterwegs, bei der Ausgegarderobe dürfen ausgewählte Farben mal „mitspielen“ – ich gestehe aber, mir letztens erst ein lila Hemd genäht zu haben und eine ebenfalls lila Weste darf auch alltags mal ans Licht – aber wie sagte eine gute Freundin mal: „Lila ist gruftologisch gesehen keine Farbe!“ – das ist mir Ausrede genug :D – ausserdem hat lila für mich auch eine spezielle Bedeutung, abgesehen vom schnöden „mir gefällts halt“

    Schöne Geschichte am Rande: als wir hier in diese Wohnung gezogen sind, wurden wir von den Nachbarn erstmal etwas beäugt. Das ist hier so eine Gegend mit jungen Paaren am Anfang der Familiengründung, kinderfreundlich, modern, aber ausgesprochen normal. Wir zwei grad am Wäsche aufhängen im Keller, natürlich alles Textile in freundlichem Schwarz. Die Nachbarin war auch grad am Aufhängen und war irgendwie etwas verunsichert wegen uns, hat man gut bemerkt.
    Wir haben dann die Situation entschärft indem wir uns gegenseitig auf die Schippe genommen haben („Rosaaa, wo issn des Di-Shörtl bliebna?“ Rosa steckt Kopf in die Waschmaschine und rudert theatralisch „Waas ich doch ned, ich sich nix, alles so schwarz da drin! Also eichendlich is des ja voll unprakdisch mit dem schwarz, da find doch ka sau was!“) – am Ende musste die Dame ziemlich lachen und fand uns doch ganz OK :D

    Aber man muss zugeben, wenns im Schrank so schön monochrom ist, hat mans manchmal ganz schön schwer das zu finden was man gerade sucht – vielleicht sollte man, extra für das Gruftvolk, den innen beleuchteten Schrank erfinden, also so ähnlich wie bei Kühlschränken – würde manchmal Chaos und herzhaftes Fluchen verhindern *g*

    Zum schwarz im Sommer: kein Problem, wie Robert sagte – eine schön weite Pluderhose ist perfekt, keine Klamotten aus elendiglich umgekommenen Poly-Tierchen tragen ;) – nichts was zu eng anliegt. Mit Reifrock halte ichs auch bei Saunatemperaturen im Club aus, sogar mit Kalk und dazugehöriger Vollverpackung. Ich mag auch alltags keine Klamotten die zu viel Epidermis freilegen – bringt auch bei Sommerwetter nur bedingt was, den Anteil an Textilien zu reduzieren, da halte ich mich dann an leichte Stoffe und weite Schnitte. Bestes Material ist übrigens Leinen, das fühlt sich kühl an und nimmt den Schweiß auf, trocknet sehr schnell – Tunika und weite Hosen aus Leinen sind ideal, oder ein Rock aus sowas, der darf dann auch mal voluminöser sein, weil eben durch die Bewegung des Stoffes Luft zirkuliert und die Haut kühlt.
    Werd auch regelmässig komisch angeschaut wenn ich bei schönster Sommerhitze doch relativ eingepackt rumrenne, aber wie gesagt, das geht schon wenn man weiß wie.

  17. Ich gestehe, ich verzichte im Sommer eigentlich fast immer auf Socken.
    Und wenn doch, dann gibt es schwarze mit Muster, oder meinetwegen auch gestreift.
    Makeup lasse ich sommertags aber schon weg, das läuft ist mir zu unangenehm. Aber ich bin auch sonst nicht der Typ der sich täglich schminkt…

  18. Bei mir verschwinden alle Socken auf rätselhafte Weise… Ich habe immer nur einen von jeder Sorte. Ein ungeklärtes Phänomen. Im Kleiderschrank läßt sich alles nur per Tastsinn finden, meistens fühle ich am Stoff, um welches Kleidungsstück es sich handelt *g*

  19. Der Gatte hat ein kleines Problem damit, wenn die Socken ungleich sind, kürzer oder länger etc. Insgesamt haben wir ca. 2 Wäschekörbe voll davon. Das Sortier-Problem hab ich ganz einfach gelöst: Ich lasse sortieren! ;-) Meine Mum nimmt die mit nach Hause, und wenn sie vor der Glotze ihre Lieblingssendung guckt….. ;-)
    Alles eine Sache der Organisation. :-)

  20. Ich mache offenbar irgendetwas falsch. Entweder ihr seid Sockenrebellen und gebt nichts darum, zwei identische Socken anzuziehen, oder ihr delegiert die Arbeit. Irgendetwas mache ich falsch. Oder sagen wir, ich bin Ordnungsliebend, dass bedeutet ich habe zwei Behälter, einen für Arbeitssocken (alle gleich, 20 Paar) und einen für die anderen Socken. Die Arbeitssocken sind prima, da sie alle völlig gleich sind und ich mich nicht drum kümmern muss. Von Zeit zu Zeit kaufe ich ein paar neue dazu. Doch die Arbeitssocken (etwas dicker und robuster) eigenen sich nicht für die übrige Zeit. Bei den anderen unterscheide ich nach Beschaffenheit, Saum, Material und Struktur, lege sie alle auf dem Sofa und spiele Memory (auch gerne mit Serie sowie „Monitor“ oder „Zapp“, da komme ich ganz nach Frau Bs Mutter), also Sockenmemory. Einzelne Socken haben ein Extra-Fach und werden gesammelt, bis das fehlende Gegenstück wieder auftaucht.

    Und wer mich jetzt einen Neurotiker nennt, ist doof ;)

  21. Robert, das nennt man heutzutage „Nerd“ :D

  22. Zeige mir Deinen Schrank und ich weiß, wer Du bist… ich plädiere für Fotos! Gern auch pedantische Kisten. ;-)

    Hier Modell „Verstaubtes Chaos“:

  23. Beruhigend, dass ich nicht die einzige bin, die Sockenmemory spielt (auch wenn ich vermutlich weit weniger Socken habe als Robert, mit denen ich das spielen kann).

    viel schlimmer finde ich übrigens T-Shirts. Da trage ich ja auch nur schwarz, mit drei Ausnahmen ohne Druck. Jene aus letzter Saison werden beim Sport aufgetragen, die aktuellen natürlich im Alltag. Und die unterscheiden sich außer im Tragekomfort wirklich nur am Schildchen. Es ist unsagbar frustrierend, wenn man aus dem Schrank immer das falsche Shirt zieht *grummel*

    @Marlene: meinen Schrank zeige ich lieber nicht, da würde alle nur mitfühlend weinen….ich habe einen erheblichen Drang, aufzuräumen und auszumisten. Meinen Schrank erwischt es etwa alle drei Monate, so dass ich idR nur minimal bestückt mit jenen Sachen bin, die ich auch wirklich trage. Macht das ganze aber auch nur halbwegs überschaubarer.

  24. SOCKEN?

    Da gibt es für mich nur ein Motto! :D

    Wirklich, ich ziehe eigentlich nur grundverschiedene Socken an. Auf er einen Seite schwarz, der anderen blau-rot-gestreift. Im Endeffekt siehts ja eh niemand und ich mag es. Sortieren tu ich die auch nicht, die kommen durcheinander in eine Schublade im Kleiderschrank…

    Und bei schwarzen Socken ist es eh egal. Gut, außer man läuft jetzt mit Röckchen oder sowas rum – da sollten die Socken schon passen. Auf der anderen Seite habe ich da auch schon welche gesehen die da verschiedene Socken tragen und es sah cool aus.

  25. Okay, Socken habe ich noch nicht sortiert, deshalb entfällt hier eine Aufnahme. Vorerst. Frau Eulenforst hat aber Kleiderständer und Schuhschrank abgelichtet, die zwar auch nicht zu meiner 100% Zufriedenheit sind, aber mein Goth… Wir müssen mal 5 gerade sein lassen… oder… hmmm… *arghhhhh* (<- Zwanghaftes Suchtverhalten)

  26. Schicke Schuhschrank-Lösung. Werde ich mal meinem Mitbewohner vorschlagen. Der stand neulich bei uns im Flur und beschwerte sich, dass unser Schuhregal viel zu klein wäre. Er müsse seine Schuhe schon in vier Lagen stapeln. Er hat allerdings auch doppelt soviele Schuhe wie ich o.O
    Naja, bei mir wird bald ein Expedit frei und dann schau ich mal, ob es nicht auch in den Flur passt…

  27. Müßt ihr alle so ordentlich sein?
    Ich fühl mich jetzt voll doof^^

  28. @ Asti
    Sieht es bei dir im Kleiderschrank aus wie bei Hempels?
    Ich räume ein paar Mal im Jahr den Kleiderschrank komplett neu aus und ein, um Ordnung zu schaffen, mit der es dann sehr schnell wieder vorbei ist, wenn ich in der Schwärze nach Lieblingsstücken wühle (lost in Narnia) und dann womöglich von ganz unten raus ziehe. Zum Glück komme ich nicht in die Verlegenheit der Beweispflicht, es ist alles in Umzugskartons gepackt. Und den Stapel Kartons darf man auch niemandem zeigen… Da frage ich mich, wie es möglich ist, dass ich trotzdem meist nichts angemessenes zum Anziehen habe… Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein ^^

  29. Noch mal was zu den Socken:

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