1 Mai

Spontis Wochenschau #14

Kategorie: Wochenschau — Jahrgang: 20106 Kommentare

Spontis WochenschauAlles gute bringt der Mai, jeden­falls für mich. Die Tagen wer­den wär­mer und hel­ler, was ich grund­sätz­lich begrüße obwohl ich die Win­ter­stim­mung ein­fach liebe. Dafür neh­men die Außen­ak­ti­vi­tä­ten schlag­ar­tig zu, was ich eben­falls begrüße. Mor­gen geht es zum Hexen­markt auf Burg Satz­vey, was den Mai ein­läu­tet und Pfings­ten zieht es uns nach Leip­zig, kurz bevor der Mai den Juni begrüßt. Es ist wie­der die Zeit, bei der man den gemei­nen Gruf­tie wie­der im Tages­licht ent­de­cken kann, die Zeit in der sich hei­mi­sche Särge öffnen und die Reinkar­na­tio­nen schwar­zer Lebens­wei­sen offen­ba­ren. Früh­ling, Som­mer, Sonne — hier kann hohe Stie­fel und schwere Leder­män­tel zur Tor­tur wer­den kön­nen.  Immer­hin kann ich wie­der den Rock aus­pa­cken und end­lich Luft an die kalk­wei­ßen Schen­kel strö­men las­sen. Wenn helle, blei­che Haut im Mit­tel­al­ter ein Zei­chen von adli­ger Abstim­mung waren, dann sind meine Beine König und Königin.

  • Sind Leer-Cassetten der Tod der Schall­platte?
    Mut­maßte die Bravo im August 1977 und inter­viewte dazu die Radio­mo­de­ra­to­ren Tho­mas Gott­schalk und Frank Els­t­ner. »Frü­her habe ich auch immer die Hits auf Ton­band auf­ge­nom­men. Bei den Single-Preisen von sechs Mark ist das auch mehr als ver­ständ­lich.« meint Gott­schalk und schließt sich Els­t­ners Aus­sage: »Ich weiß, daß meine Hit­pa­rade am Sonn­tag zu den am meis­ten mit­ge­schnit­te­nen Sen­dun­gen gehört. Viel­leicht des­we­gen, weil ich in die ein­zel­nen Lie­der nicht hin­ein­rede.« an. Die Plat­ten­in­dus­trie jam­mert mit den glei­chen Argu­men­ten, mit denen sie auch heute jam­mert. Die Schall­platte starb, ver­erbte die Pro­bleme an die CD  und aus den Plat­ten­fir­men sind rie­sige Kon­zerne gewor­den. Komi­sche Welt.
  • Kos­ten­lo­ses Kino: H.P. Lovecraft’s The Call of Cthulhu
    Ricarda, die sich in Sachen Film­for­schung schon einen Namen gemacht hat, ent­deckte nach ihrem Bei­trag zum kos­ten­lo­sen Vam­pir­kino auch eine fil­mi­sche, kos­ten­lose Ver­sion des Films The Call of Cthulhu, den die meis­ten sicher­lich von sei­ner schrift­li­chen Vor­lage von Love­craft ken­nen. Obwohl der Film von 2005 ist, glänzt er mit Stummfilm-Retrooptik und ver­leiht der The­ma­tik einen ange­nehm unan­ge­neh­men Horror-B-Movie Cha­rak­ter.  Das was damals Stand der Dinge war, erscheint heute unwirk­lich und schwierig.
  • Warum eigent­lich schwarz?
    Rosa bricht die Wur­zeln der Szene auf die Farbe zurück und erklärt deut­lich, was es mit der Farbe über­haupt auf sich hat. »Wer sich in dunkle Gewän­der hüllt und sich in irgend einer Form zur schwar­zen Szene zählt, sollte eigent­lich wis­sen warum gerade schwarz und nicht gelb. Und nein, auch pink ist ver­dammt noch­mal nicht das neue schwarz …« Nach­dem sie von der Far­ben­lehre zu toter Bio­masse schwenkt bleibt auch die Astro­no­mie Astro­lo­gie nicht unbe­rührt. Eine inten­sive Aus­ein­an­der­set­zung mit der Farbe und der Bedeu­tung für die Szene ist inter­es­sant und bleibt Auf­schluss­reich zurück. »…auch wenn oft kri­ti­siert wird was Indi­vi­du­ell daran sein soll wenn doch alle ein­heit­lich in schwarz rum­ren­nen. Doch wer sich selbst zur Szene zählt weiß, wie unter­schied­lich und facet­ten­reich schwarz sein kann.«
  • Doku: Das Dro­gen ABC
    »Super­in­ter­es­sante Doku der BBC über die Wir­kung und Fol­gen der Dro­gen in einem nach wis­sen­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten (Gesund­heits­schä­den, Sucht­ge­fahr und gesell­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen) zusam­men­ge­stell­ten Schädlichkeits-Ranking. Dass Alko­hol zusam­men mit Koks und Heroin (im Gegen­satz zu Shit und LSD) das obere Vier­tel die­ser Charts anführt sollte nie­man­den über­ra­schen, der sich mit dem Thema län­ger als zwei Minu­ten beschäf­tigt hat.« Ich rea­giere mit zustim­men­dem Nicken und finde gut, das end­lich auch popu­läre Dro­gen wie Ziga­ret­ten und Alko­hol ihre Packung bekom­men. Dro­gen sind nicht schäd­lich, nur die Missbrauch.
  • Johnny Depp: Baby­bird — Unlo­ve­able
    Ich habe es immer schon ver­mu­tet. Der Depp ist ein Gruf­tie und zwar ein wasch­ech­ter. Jeden­falls wenn es darum geht den Mensch nach sei­nen Wer­ken zu beur­tei­len. Erste gran­diose Auf­tritte als Pirat Jack Spar­row oder als Edward mit den Sche­ren­hän­den, nein dann kam auch noch Sweeny Todd. Neu­er­dings betä­tigt sich der Held vie­ler Schlaf­lo­ser Nächte auch noch als Regis­seur eines mor­bi­den Musik­vi­deos und offen­bart für mich: Johnny Depp muss ein Gruf­tie sein.

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Wochenschau
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6 Kommentare

  1. Danke für die Erwäh­nung. Habe der­zeit wie­der einige Schätz­chen in petto. Ich schaue der­zeit noch, wel­che es Wert sind auch den Weg in mein Blog zu finden.

  2. Ich bleibe gespannt. Viel­leicht wäre eine kleine The­men­reise inter­es­sant, du scheinst ein beson­de­res Spürnäschen für sol­che Dinge zu haben :)

  3. Ich wusste schon lange daß Johnny Depp ein tota­ler Grufti ist *g* ent­spre­chend inten­siv finde ich das Video, musi­ka­lisch kann ich weni­ger mit anfan­gen, aber die Bild­spra­che samt dra­ma­ti­scher Fein­hei­ten sind wirk­lich sehr gelungen.

    Und ein wei­te­res mal mei­nen bes­ten Dank für die Auf­nahme in der Wochenschau :)

    Astro­no­mie ist zwar eins mei­ner — wenn auch der­zeit schla­fen­den — Hob­bies, doch berufe ich mich eher auf die Astro­lo­gie, auch wenn das trotz­dem nicht ganz zutrifft, genauer gesagt wäre es die Pla­ne­ten­ma­gie — klingt voll­be­scheu­ert, ist aber ein inter­es­san­tes Feld, wenn man sich ein wneig reinliest.

  4. Astro­no­mie und Astro­lo­gie habe ich begriff­lich schon immer durch­ein­an­der­ge­wor­fen, wie unan­ge­nehm. Ich hoffe du wirst mir ver­zei­hen, ich wer­den den Ein­trag ent­spre­chend kor­ri­gie­ren. Nicht gleich nach die­sem Kom­men­tar, aber im Laufe des Abends, den zur Zeit schwinge ich noch den Koch­löf­fel und muss auf­pas­sen das nicht anbrennt.

  5. Kein Stress — kommt vor.
    Frag nicht was ich mir in mei­ner akti­ve­ren Hobbyastronomen-Zeit den Mund fuss­lig gere­det hab, daß das null mit Horo­sko­pen zu tun hat, wenn ich klap­pernd draus­sen mit dem Tele­skop im Win­ter (weil beste Atmo­sphä­ren­ver­hält­nisse bei kon­stan­ten Minus­gra­den) den A**** abge­fro­ren hab *g*

    Die eso­te­ri­schen Zuord­nun­gen stam­men auch eher aus der Pla­ne­ten­ma­gie — aber Über­schnei­dun­gen zur Astro­lo­gie sind da auf jeden Fall auch vorhanden.

  6. Ich finde auch die wis­sen­schaft­li­chen Aspekte des Uni­ver­sums groß­ar­tig, das ist für mich Magie pur. »Blo­wing your Mind« Etwas nicht begrei­fen zu kön­nen, eine Tat­sa­che nicht ratio­nell erklä­ren zu kön­nen, diese Urangst des Men­schen übt auf mich eine ganz beson­dere Fas­zi­na­tion aus.

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Trackbacks

  1. bauernhof schreibt:

    Spon­tis Wochen­schau #14 – Spon­tis Web­log: Ein Track­back zu fol­gen­dem Bei­trag ist ange­kom­men: bau­ern­hof: Aus den Bü… http://bit.ly/bPbzNZ

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