Ein schönes Wochenende. Wirklich jetzt. Samstag war ich zusammen mit meiner besseren Hälfte auf der Creativa, einer Bastelmesse in Dortmund um die neuesten Trends in Sachen Basteln auf den Zahn zu fühlen. Übrigens eine reine Frauenveranstaltung und das erste mal das Gefühl als Mann diskriminiert zu werden. Wie nicht anders zu erwarten, musste ich für kleine Jungs, denn immer wenn ich eine Reise mache, muss ich für kleine Jungs. Im Eingangsbereich gab es aber nur Toiletten mit Röckchen, also für Frauen. Auch die Herrentoiletten waren zum Zwecke der Messe umfunktioniert und nur für Frauen verfügbar. So bin ich zu Information und fragte nach der Herrentoilette: “Wo finde ich die Herrentoilette?” Die Dame hinter dem Schalter seufzt, “Gute Frage, da gucke ich mal in den Katalog“. Sie blättert, während ich das Gefühl einer Wasserbombe teile. “Gehen sie durch Halle 7, direkt geradeaus durch Halle 6 und biegen sie links ab zum Durchgang zu Halle 3 und 4, dort ist eine Herrentoilette.” Es dauert gefühlte 15 Minuten bis ich die rettende Keramik erreichen, nachdem der Schmerz gewichen ist weiß ich, wie eine Frau sich öfter durchmacht und wie sich Diskriminierung anfühlt. Aber was erzähle ich, hier kommen die Links.
- Vice Clarke and the Temple of Synths
“Vince Clark (Depeche Mode, Erasure, Yazoo) lebte nach seiner Hochzeit ein paar Jahre in New York, hat es dann in der Stadt irgendwann nicht mehr ausgehalten und hat sich in Maine im Wald eine Hütte gebaut, die er „The Cabin“ nennt. Und in der stehen dutzende seiner analogen Synthies rum. Motherboard hat ihn dort besucht und den feuchten Traum aller Synthie-Fans in Form eines Videos mitgebracht.“ Hat man noch nicht gesehen, ein ganzes Haus voller Technik mag ebenso skurril wirken wie die Karriere von Vince Clarke. Ein kleiner Anriss seines Lebenslaufs würzt die beeindruckende Technik und scheint immer noch ein offenes Buch. - Kostenloses Vampirkino
Ein Reihe von kostenlosen Vampirfilmen hat Ricarda ausgegraben, darunter auch den Klassiker Nosferatu. Wer also immer mal wieder einen anständigen Film sehen wollte schaut am besten gleich vorbei. “Stellt euch vor, ihr sitzt abends auf dem Sofa, zappt durchs Fernsehen und es kommt mal wieder NICHTS Vernünftiges. Seit einiger Zeit findet man im Internet einige kostenlose Kinofilme, die man sich völlig legal anschauen kann. Diese Filme werden werbefinanziert und können deswegen für die User kostenlos zum Anschauen bereitgestellt werden.“ - Gala Nocturna 2010
Dunkelromantikerin Rosa Chalybeia hat sich im Februar aufgemacht, ihresgleichen in Belgien zu besuchen. Selbstinszenierung auf höchstem Niveau – und das meine ich absolut positiv, denn daran ist nicht schlechtes. “Die erste Gala Nocturna fand 2006 statt, nach einer Pause im Jahr 2007 treffen sich dort alljährlich Dunkelromantiker (und auch Leute die mal nen Abend im großen Fummel verbringen wollen) aus verschiedensten Ländern dort, ein Großteil davon aus Deutschland. Veranstaltet wird das Ganze von Viona Ielegems die wegen ihrer photographischen Arbeit gerade in der Schwarzen Szene recht berühmt ist.“ - Twilight und die gruseligen Folgen
Das verzerrte Vampirromantik zu schweren Nebenwirkungen führt, habe ich mir schon immer gedacht. Videoschnüffelnase Pixella Panik hat wieder eine junge Dame aufgetan, die in mehrfacher Hinsicht nicht mehr alle Latten am Zaun hat, meine ich jedenfalls. Jeder der sich problemlos mit ihr vergleichen könnte möge mir meine Vorverurteilung entschuldigen und ist eingeladen seine Beweggründe darzulegen. Pixella meint: “Also wenns dann heute Nacht an euer Fenster klopft, das bin nur ich. Lasst mich dann bitte schnell rein, ist doch kalt draußen und außerdem tu ich euch doch nichts.Ganz ehrlich…“



hat bereits 35 Kommentare abgegeben und schrieb am 22. März 2010 um 18:01:
Danke für die Empfehlung.
Ich werde mal schauen, ob ich in Zukunft noch mehr solche Perlen auftun kann, damit auch die jüngeren begreifen, dass Vampire nicht glitzern sondern beißen ;)
hat bereits 232 Kommentare abgegeben und schrieb am 22. März 2010 um 20:58:
@Ricarda
Wer einmal bei fast 30°C den ganzen Tag im Schwarzen Mantel verbracht hat, weis das es nix besonderes is im Sonnenlicht zu Glitzern ;)
hat bereits 1711 Kommentare abgegeben und schrieb am 25. März 2010 um 01:00:
@Ricarda: Bitte. Ich würde mich freuen weitere Perlen bei Dir zu finden -- bin gespannt wohin die ganze Vampirentwicklung uns noch führen wird.
@Schatten: Wer schön sein will muss leiden. Obwohl ich denke, das es eher der Mantel ist der dich zum schwitzen gebracht hat, denn wie ich bereits in diesem Artikel erzählt habe, ist schwarz nicht unbedingt dafür verantwortlich. Aber die Geschichte mit dem Schweiß wäre natürlich eine Erklärung für das Glitzen. Ist eigentlich überliefert das Vampire schwitzen?
hat bereits 35 Kommentare abgegeben und schrieb am 25. März 2010 um 07:16:
Da sie nicht leben, können sie wohl auch nicht schwitzen dementsprechend glitzern. Wäre vielleicht mal ne wissenschaftliche Abhandlung wert “Die Anatomie und der Stoffwechsel eines Vampirs”.
Ich bin mit der Entwicklung auch gespannt. Allerdings finde ich es schwierig momentan gute Bücher und Filme zu finden, weil viele auf den Zug aufspringen. Mir scheint, als bestehen die Buchhandlungen derzeit aus 50% Vampirbüchern, und täglich kommen noch mehr dazu.
hat bereits 156 Kommentare abgegeben und schrieb am 25. März 2010 um 15:26:
Och, der Vampir in der Literatur des 19. Jahrhunderts war teils garnicht so viel anders als Normalsterbliche -- für Mircalla Gräfin Karnstein ist z.B. sowohl Puls als auch Körperwärme zu verbuchen.
Würde mich also nicht wundern, wenn ein solcher Vampir auch schwitzen könnte ;)
hat bereits 1711 Kommentare abgegeben und schrieb am 25. März 2010 um 16:31:
@Ricarda: So ist es. Ich fand es nahezu erschreckend als ich in der Mayrischen ein eigenes Regal dafür fand, in dem sich neben wirklich guten Büchern auch der vampirelle Unsinn in Form von Filmbüchern und Groschenromangeschichtn herumtrieb, so gibt man dem Mythos wohl den endgültigen Todesstoß.
@Karnstein: Sag das nicht zu laut, nachher gibt es noch in irgendeinem Film Vampire zu sehen, die sich höchsten durch ihre Zähne noch unterscheiden lassen. DAS ist dann mal richtig gruselig.
hat bereits 156 Kommentare abgegeben und schrieb am 25. März 2010 um 17:48:
Na, das wollen wir mal nicht hoffen -- mir fällt zumindest kein klassischer Vampir ein, der nicht mit spitzen Zähnen beschrieben wurde (lustigerweise aber eigentlich nie explizit die Eckzähne, glaube ich…).
Aber ich gerate ins Faseln…
Jedenfalls geht mir als eingefleischtem Vampir-Fan der momentane Hype so RICHTIG auf den Zeiger… “Twilight” ist vielleicht ganz niedlich zum Schmachten (ich mag’s irgendwie), aber hochwertige Vampirliteratur (oder überhaupt hochwertige Literatur) ist das mit Sicherheit nicht, und was soll dieser ganze Kram mit “Vampire Diaries” und anderem Schund? Und ich dachte, mit “Blade” und “Buffy” wäre das Maß voll gewesen…
Da sehne ich mir doch die 90er mit “Bram Stoker’s Dracula” und “Interview with the Vampire” zurück -- von Schrecks und Kinskis “Nosferatu”, Lugosis legendärem Blutsauger oder den grottig-tollen “Hammer”-Produktionen mit Christopher Lee und Vincent Price mal ganz zu schweigen…
hat bereits 232 Kommentare abgegeben und schrieb am 25. März 2010 um 21:17:
@Robert
Ja hab fast alle hier schonmal gelesen ^^
Den auch sehr gut übrigens.
Man merkt es wird sommer in der früh friet man schon mit Mantel und Mittags schwitzt man auch ohne >-<
Was die Vampire betrifft so finde ich doch die Art wie sie in
“Die Geständnisse des Grafen Dracula” beschrieben werden am besten.
hat bereits 1711 Kommentare abgegeben und schrieb am 26. März 2010 um 17:15:
@Karnstein: Ganz nebenbei erwähnt, Kinski war großartig und definiert immer noch, das Wahnsinn und Genie haarscharf nebeneinander liegen. Aber ja, in der Fülle der Vampiralen Verfilmungen zählen Bram Stokers Dracula und Interview mit einem Vampir zu meinen neuzeitlichen Favoriten, aber auch Frankenstein und Konsorten, obwohl die ja nicht direkt etwas damit zu tun haben.
@Schatten: Meine Mutter nannte sie immer Übergangsjacken und genau solche trage ich jetzt bei dem Wetter. Ich nenne sie aber “die kleinen schwarzen”. Ich denke, ich werde meine dickeren Mäntel bald einmotten, nicht so aber meinen Crombie, der ist Zeitlos, Jahreszeitlos und überhaupt der schönste. Nicht so doll gefüttert, deswegen ideal für Frühling und Herbst.