20 November

Todesanzeigen und Kuriosa

Kategorie: Schwarzes Netz, Vernetzt — Jahrgang: 20084 Kommentare

Wenn das Leben ein­mal endet ist es schön, wenn man sich erin­nert. Damit andere aber auch wis­sen, das jemand gestor­ben ist, wur­den Todes­an­zei­gen zum fes­ten Bestand­teil jeder Tages­zei­tung mit Lokal­teil, gleich neben den Geburts­an­zei­gen. Lei­der fehlt bei vie­len Todes­an­zei­gen die Krea­ti­vi­tät und da wir, die Anhän­ger der dunk­len Gemeinde sowieso nur auf Fried­höfe gehen um Grä­ber zu schän­den, kommt uns die Inter­net­seite von Chris­tian Sprang gerade recht um den Vor­ur­tei­len auch mal wie­der fri­sches Fut­ter zu geben. Die Todes­an­zei­gen­samm­lung war­tet mit kurio­si­tä­ten und krea­ti­vem aus der Welt der Todes­an­zei­gen auf und weiß stets eine Geschichte zu erzäh­len, denn nicht immer sind die Hin­ter­blie­be­nen auf den Ver­stor­be­nen gut zu sprechen.

Der Autor der Inter­net­seite ist übri­gens wei­ter­hin flei­ßig beim sam­meln und möchte als­bald ein Buch ver­öf­fent­li­chen um anschlie­ßend wei­tere Fund­stü­cke zu prä­sen­tie­ren. Ich finde eine sehr char­mante Art sich mit dem Tod aus­ein­an­der­zu­set­zen und viel­leicht auch Anstoß die Norm zu ver­las­sen und wirk­lich etwas über den Men­schen zu berich­ten. Für alle die, die mehr wis­sen möch­ten hat Sprang auch noch ein paar sehr gute Links hinterlegt.

(Bild­quelle: Todes­an­zei­gen­samm­lung)

Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Schwarzes Netz, Vernetzt
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4 Kommentare

  1. Also die hier abge­bil­dete Todes­an­zeige hat doch mal ihren ganz beson­de­ren Charme. Da bekommt man ja gleich mal Lust aufs Nach­for­schen. Was hat die Per­son denn Schlim­mes getan, dass in einer Todes­an­zeige sowas geschrie­ben wird? Doch man wird nur spe­ku­lie­ren kön­nen. Und das kann natür­lich auch sei­nen beson­de­ren Reiz haben. Also mich würde das doch inter­es­sie­ren. Aber las­sen wir das.

    Das geplante Buch wird sicher ein Verkaufs-Schlager. Und nun muss ich mir die Inter­net­seite doch glatt mal genauer anschauen.

  2. Das wäre dann auch von mei­ner Seite aus Wün­sches­wert als bald als mög­lich etwas neues zu lesen, denn mor­bide Stim­mung hat ihren ganz eige­nen Charme und ist nicht immer trau­rig und melancholisch.

  3. Ich musste die Tage auch einige unschöne Todes­an­zei­gen lesen. Klasse war dabei der Ort der Bestat­tung. Tirol war aus­ge­sucht wor­den, weil der Mensch dort immer seine Aus­zeit nahm. Etwas was der Fami­lie gar nicht gepasst hatte.

    Danke für die Samm­lung. :) Ich bin gespannt auf das Buch.

  4. @Marie: Ich bin ja Freund von »ande­ren« Todes­an­zei­gen, denn jeder Mensch war indi­vi­du­ell und genauso soll­ten auch die Mit­tei­lun­gen sei­nes Able­bens sein.

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