Der Heuni, von dessen Blog ich bei Konna erfahren habe, hatte die Idee zu einer Blogparade die sich mit der eigenen Kindheit beschäftigt. Heuni gibt jeweils ein Thema vor, mit dem wir uns im Sinne unserer Kindheit beschäftigen. Und da das schwelgen in kindlichen Erinnerung eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist um dem fortschreitenden Alter wenigstens im Kopf Einhalt zu gebieten. Meine Kindheit ist mit Musik verknüpft, das bedeutet, das ich Erinnerungen an bestimmte Gegebenheiten mit Musik verknüpfe und sie mir dadurch leichter merken kann. Daher möchte ich diese Blogparade mit den Titeln von Musikstücken schmücken, die mir beim schreiben in den Sinn gekommen sind. Im ersten Abschnitt geht es um Spielsachen.
Kindheit und Spielsachen sind so eng miteinander verknüpft wie Regen und Wolken, das gehört zu Kindheit irgendwie dazu. Umfang und Art des Spielzeugs hängt neben dem Geldbeutel der Eltern auch von persönlichen Vorlieben und Prägungen ab, die wir durch die Gesellschaft und unser Umfeld erhalten. Wer selber einmal in die Haut seiner Kindheit schlüpfen möchte, dem sei die Blogparade von Heuni ans Herz gelegt. Genug davon, kommen wir zur Sache:
Lego
(Musik: Roxy Music — Avalon) Wenn ein Spielzeug meine Kindheit maßgeblich geprägt hat, dann die bunten Bauklötze aus Dänemark. Meine 8 Jahre ältere Schwester hatte bereits in ihrer Kindheit eine anschauliche Sammlung aufgebaut, die zum größten Teil aber aus einfach Grundelementen bestand, durch mich vergrößerte sich die Sammlung um Technik-Elemente. So braucht man für eine anständige Lego-Stadt, wie ich sie mit meiner Schwester immer gemeinsam aufgebaut habe, zunächst einmal Straßen. Daher boten sich diese grauen, viereckigen Elemente an auf der ein Straße nebst Grundflächen für eine anständige Bebauung zur Verfügung standen. Die Rollenteilung zwischen meiner Schwester und mir war deutlich geschlechterorientiert. Während sie sich vorwiegend um die Gestaltung von Häusern, Parks und Bepflanzung kümmerte, sorgte ich für Fahrzeuge, Fabriken und Maschinen. Als meine Schwester in die Pubertät verschwand, erweiterte ich meine Sammlung mit vielen Lego-Technik Elementen (unter anderem der pneumatische Bagger und der vollgefederte Rennwagen) und konzentrierte mich auf den Bau von komplexen Maschinen. Ein Glaubenskrieg zwischen Lego und Playmobil ist übrigens nie entbrannt, denn für Playmobil habe ich mich nie interessiert. Einige meiner Freunde setzten auf Playmobil, doch ich fand das immer doof und langweilig.
C128
(Musik: Kraftwerk — Musique non Stop) 1985 war es dann soweit, der erste Computer erhielt Einzug in mein Kinderzimmer und degradierte Lego zu einer Erinnerung. Schon 1 Jahr zuvor entdeckte ich das faszinierende daran und war nach der Schule immer bei einem Ortsansässigen Elektro-Markt und habe dort an den ausgestellten Computern gespielt, das hat man früher so gemacht. Bis zum Geschäftsschluss war ich für meine Eltern eigentlich unsichtbar und habe einen Teil meiner Freizeit dort verbracht. Weihnachten 1985 waren es meine Eltern dann leid und schenkten mir (schon 1 Tag vorher) einen C128 mit Monitor und eine Floppy 1571 nebst einem Joystick (Competition Pro). Schweineteuer war das und meine Eltern kündigten an: »Jetzt kriegst du aber 2 Geburtstage und 2 Weihnachten nichts mehr!«, das fatale daran war: Sie hielten sich dran. Aber mir war das egal, ich hatte was ich wollte.
BMX
(Musik: Guns N’Roses — Welcome to the Jungle) Es dauerte nicht lange, da meinten meine Eltern, der Junge könnte sich wieder mehr bewegen und ich hatte beiläufig einmal ein BMX-Rad erwähnt, da das in der Schule gerade schwer angesagt war. So bekam ich dann 1987 eines von diesen kleinen und völlig unpraktischen Fahrrädern. Es sei erwähnt das wir eine Fahrradfamilie sind und meine Eltern nie ein Auto geschweige denn einen Führerschein besessen haben. Wir habe eigentlich alles mit dem Fahrrad gemacht, deshalb bekam ich regelmäßig Fahrräder geschenkt und fahren konnte ich eigentlich ganz gut. Ich wollte aber Tricks lernen und über Sprungschanzen springen und so cool sein wie die Jungs im Fernsehen. Daher habe ich mir dann mit ein paar Kumpels auch eine Sprungschanze aus Europaletten und Brettern zusammengenagelt und dem Plan auch gleich ein Gesicht zu verleihen. Ein beherzter Anlauf, ein kühner Sprung und eine unsanfte Landung später war das Rad in zwei Teile gebrochen und ich lag mit Prellungen und Blessuren ein paar Tage zu Hause. Das ist auch der Grund, warum ich einer Karriere als professioneller BMXler abgeschworen habe. Die Räder seiner Zeit waren meinen Anforderungen eben nicht gewachsen.



hat bereits 155 Kommentare abgegeben und schrieb am 3. Februar 2010 um 10:25:
Oh Legos … da haben wir etwas gemeinsam :D Eine Kindheit ohne Legos? Undenkbar ;)
Schade das es die Steine nicht mehr so gibt wie damals … soweit ich informiert bin gibt es z.B. die Dachziegelsteine in der Form wie ich sie früher kannte nicht mehr.
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 5. Februar 2010 um 23:06:
Stimmt, an Dachziegelsteine kann ich mich nur dunkel erinnern, schließlich war meine Schwester eher für die Gestaltung der Häuser verantwortlich. Gab es nicht auch einen Kamin? Wenn ich genug Zeit erübrigen könnte, hätte ich nicht übel Lust noch einmal alle Legos auszuschütten und wieder was zu bauen. *hach*
hat bereits 155 Kommentare abgegeben und schrieb am 6. Februar 2010 um 12:04:
Einfach machen und in Erinnerungen schwelgen … wer weiss welche Fähigkeiten ans Tageslicht kommen … dann mach aber bitte auch ein Bild von Deinen Bauwerken :D
hat bereits 162 Kommentare abgegeben und schrieb am 8. Februar 2010 um 14:05:
Hui, bei meinen Eltern müsste es noch immer zwei mittelgroße Metaltonnen mit meinen alten Legos geben — eine mit einfachen Grundelementen, Stadt-, Technik-, und Weltall-Kram; eine zweite mit nichts als Mittelalter und Robin Hood :)
Mensch, gab’s nicht irgendwo so einen digitalen Online-Lego-Simulator? :)
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 8. Februar 2010 um 16:34:
@stoffel: Ich bin da skeptisch, aber wenn es je dazu kommt bist du die erste die davon erfährt.
@Karnstein: Mein Tipp: Nie wegschmeißen! Werden in ein paar Jahren mal unbezahlbar. Den Online-Lego-Simulator gibt es immer noch und zwar bei Lego selbst, leider nur nach vorheriger Anmeldung. Gibt es auch eigentlich ein Gruftie-Edition, so mit nur schwarzen Steinen, Grabsteinen, Fledermäusen und schaurigem Gemäuer?
hat bereits 127 Kommentare abgegeben und schrieb am 2. Februar 2011 um 10:08:
Eine Gruftie-Edition gibt´s zwar nicht, aber dafür Harry Potter´s komplette Winkelgasse mit Lord Voldemort (den kann man auch als Darth Vader einsetzen). http://brick.jamescook.nu/?p=1229
Da könnte man doch glatt wieder zum Kind werden. Haben will ;-)
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 5. Februar 2011 um 13:42:
Du kannst es Dir ja zum Geburtstag wünschen :) Weißt du noch ob es in »unserer« Kindheit auch schon so Themenbezogenen Set’s von Lego gegeben hat? Ich habe Lego Weltraum und Lego Technik mit Leidenschaft gespielt. Ich kann mich nicht erinnern das es damals schon zu einem aktuellen Kinofilm ein entsprechendes Set gegeben hat.
hat bereits 127 Kommentare abgegeben und schrieb am 6. Februar 2011 um 12:43:
@Robert
Mmh, da müsste ich echt mal wieder die ersten Filme, die ich auf Leinwand gesehen habe, geistig Revue passieren lassen. Das waren vorwiegend Disney-Zeichentrickfilme wie Bambi, Cinderella, Cap & Capper und sowas. Nee, da gab´s definitiv nichts von Lego. Die Weltraum– und Technikwelten hatten mich nur wenig begeistert, allerdings kann ich mich noch vage an ein schwarzes Motorrad erinnern, das ich damals ganz toll fand.
Tja, der Geburtstag ist schon vorbei, es gab etwas Schönes von »Boots & Braces« — beim nächsten Mal werde ich mir was von »Burgin & Borges« wünschen.
Wie wäre es, wenn wir über Spontis eine kleine Lego-Sammelaktion starten und einen anschließenden Spieleabend für die »großen« Kinder einrichten? Das wäre doch mal ´ne Maßnahme ;-) Sorry, aber Voldemort ist schon besetzt.
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 8. Februar 2011 um 15:04:
@Madame Mel: Herzlichen Glückwunsch! (Nachträglich) Ich hoffe du hast Deinen 29. Geburtstag ausgiebig gefeiert.
hat bereits 127 Kommentare abgegeben und schrieb am 8. Februar 2011 um 15:49:
@Robert
Du bist mir ja ein Scherzkeks, du ;-)
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 11. Februar 2011 um 07:24:
Na hör mal, sind wir nicht alle 29? Das einzige was wir ergänzen sind Buchstaben, ich bin 29g und Du?