27 Dezember
Spontis Wochenschau #52
Weihnachten ist vorbei, wer jetzt verzweifelt die fünfte Kerze am Adventskranz sucht ist aufgeschmissen. Obwohl ich mir jeder Jahr vornehme, mich nicht stressen zu lassen gelingt es mir jedes Jahr exakt das nicht einzuhalten. Immerhin habe ich den Weihnachtsbaum nicht am Heiligabend besorgt sondern schon ein paar Tage früher und war völlig fasziniert, das es auch Bäume mit dichtem Wuchs gibt.
Unter dem Strich aber ein schönes Fest, für mich jedenfalls. Das Weihnachtsessen war jedenfalls ein voller Erfolg, meine selbstgemachten Kräuterknöpfli haben tatsächlich geschmeckt und auch das Rindefilet habe ich fast perfekt hinbekommt. Lediglich die Birne Helene im Weißweinsud und mit echter Vanille in Zartbitterkouvertüre ist nicht unser Fall gewesen. War zwar eine Erfahrung, aber eine von diesen, die man nur einmal zu machen braucht. Schade nur, das es mit der weißen Weihnacht wieder nichts geworden ist, ob ich das hier in meiner Heimat noch erleben werde? Unsere letzte weiße Weihnacht war nach Recherchen in der eigenen Familienbilddatenbank am heiligen Abend 1992, kann mich aber auch irren. Negativrekord war 2003 mit 19 Grad (!) und Regen. Akribische Wetterchronisten mögen mich korrigieren.
- Remembering the Eighties: Kennen Sie 1980, werter Leser?
Postpunk schreibt über seine Jugend, die 80er. Interessant die Sache mal aus einem alternativen, musikalischen Blickwinkel zu betrachten. "Die 80er waren cool, bis heute stilprägend und Wegbereiter für Unmengen brillianter Bands und Alben von denen ich Ihnen mit jeder Ausgabe ein paar vorstellen möchte.«
- Cathie Jung: The queen of Corsets
Korsetts waren schon in der Renaissance modisches Schönheitsideal um den Körper in Form zu bringen, seitdem hat uns dieses Kleidungsstück nicht mehr verlassen und feiert auch heute noch in verschiedenen Formen eine Wiederentdeckung. Natürlich gibt es immer Menschen die sich in den Vordergrund drängen, wie beispielsweise Cathie Jung. "Cathie, with her marvellous waist of 15 inch is always a joy.« Geschmackssache so eine Taille im CD Format, ich frage mich immer wo der ganze Kram der unter dem Korsett für wichtige Körperfunktionen sorgt solange hin auswandert. Aber vielleicht muss ich ja auch nicht alles wissen. - Schon wieder Ideen zur Porto-Erhöhung durch die deutsche Post
»Die Begründung: die bunten Briefumschläge können von den Automaten der Post oftmals nicht problemlos gelesen werden, so dass es notwendig wird, diese Umschläge von Hand zu sortieren. Mit der gleichen Begründung wird im selben Atemzug auch darüber nachgedacht, eine entsprechende Porto-Erhöhung für bunte Postkarten von 45 Cent auf ebenfalls 90 Cent durchzusetzen.« Kommentar? Die Post macht nach der Privatisierung der deutsche Bahn gleich, sie zersetzt sich durch idiotische Pläne zur Gewinnmaximierung selbst. - Web 2.0 Selbstmord-Maschine: Der letzte Ausweg?
Betrachtet man sein Leben im Internet als zweite Realität, so wundert es nicht das es auch hier Selbstmordprojekte gibt. Völlig virtuell und ganz schmerzfrei, garantiert. Primär geht es um seine Accounts bei einschlägigen Netzwerken. »Man loggt sich ein — wahlweise mit seinen Facebook-, MySpace– oder LinkedIn-Daten, dann wird als erstes das Passwort geändert — logischerweise, ohne uns das neue Passwort mitzuteilen. Dann könnt ihr zuschauen, wie das Skript arbeitet und nach und nach unsere Freunde, Fotos und sonstige Daten entfernt. Der Account wird nicht gelöscht — ihr seid also nicht wirklich tot, sondern lediglich virtuelle Zombies.« Zombies für die Ewigkeit, denn das Netz vergisst nicht. - 10 Minuten Augenbluten
Nerdcore nennt sie immer WTF Momente, ungläubiges Staunen über Kuriositäten der Videogeschichte. Wer glaubt, das die Teletubbies schon das schlimmste sind und schon immer wissen wollte, wie sich Trash definiert. Sollte sich 10 Minuten zurücklehnen und entspannen. Was die alten Aufnahmen aus aller Welt zeigen, lässt tiefer blicken als eine Unterwasserkamera im Marianne-Graben.
(Bildquellen: Bundesarchiv@Wikipedia. Cathiejung.com)
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Vernetzt, Wochenschau
Schlagwort: Cathie Jung, Post, Web 2.0 Suicide


hat bereits 158 Kommentare abgegeben und schrieb am 29. Dezember 2009 um 13:05:
Was sind Kräuterknöpfli?
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 29. Dezember 2009 um 13:09:
Hier mein Rezept, dann wird es klarer:
1kg mehlig kochende Kartoffeln
250g Mehl
2 Eigelb
4 TL gehackte Kräuter (zum Beispiel Petersilie oder Schnittlauch)
Die Kartoffeln kochen, stampfen und mit dem Mehl und den Eigelb zu einem Teig verkneten. Jetzt dir Kräuter untermengen und den Teig vierteln. Die geviertelten Teile zu einer Rolle formen und in 3 cm kleine »Knöpfli« schneiden. Das ganze 2 Minuten im Salzwasser kochen lassen und schon hast du kleine Knödel mit Kräutern drin, genannt: Kräuterknöpfli.
hat bereits 158 Kommentare abgegeben und schrieb am 1. Januar 2010 um 18:23:
Rezept gespeichert, Danke Dir :) Knöpfli kommt aus dem süddeutschen Raum oder? Kein Wunder das ich damit nix anfangen konnte.
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 2. Januar 2010 um 11:19:
Ich habe nicht wirklich ein Ahnung wo das Rezept herkommt. Meine Freundin hat das in einer Zeitschrift gesehen und sich zu Weihnachten gewünscht. Ich habe es mir dann herausgeschrieben und dann nachgekocht. Deswegen ein Tip: Die Mengen die oben stehen reichen für reichlich Knöpfli, du kannst auch die halbe Menge machen (hab ich gemacht) außerdem dem noch eine Spur Muskat hinein, schmeckt nochmal so gut :)