27 Dezember

Spontis Wochenschau #52

Kategorie: Vernetzt, Wochenschau — Jahrgang 2009

Spontis WochenschauWeihnachten ist vorbei, wer jetzt verzweifelt die fünfte Kerze am Adventskranz sucht ist aufgeschmissen. Obwohl ich mir jeder Jahr vornehme, mich nicht stressen zu lassen gelingt es mir jedes Jahr exakt das nicht einzuhalten. Immerhin habe ich den Weihnachtsbaum nicht am Heiligabend besorgt sondern schon ein paar Tage früher und war völlig fasziniert, das es auch Bäume mit dichtem Wuchs gibt.
Unter dem Strich aber ein schönes Fest, für mich jedenfalls. Das Weihnachtsessen war jedenfalls ein voller Erfolg, meine selbstgemachten Kräuterknöpfli haben tatsächlich geschmeckt und auch das Rindefilet habe ich fast perfekt hinbekommt. Lediglich die Birne Helene im Weißweinsud und mit echter Vanille in Zartbitterkouvertüre ist nicht unser Fall gewesen. War zwar eine Erfahrung, aber eine von diesen, die man nur einmal zu machen braucht. Schade nur, das es mit der weißen Weihnacht wieder nichts geworden ist, ob ich das hier in meiner Heimat noch erleben werde? Unsere letzte weiße Weihnacht war nach Recherchen in der eigenen Familienbilddatenbank am heiligen Abend 1992, kann mich aber auch irren. Negativrekord war 2003 mit 19 Grad (!) und Regen. Akribische Wetterchronisten mögen mich korrigieren.

  • Remembering the Eighties: Kennen Sie 1980, werter Leser?
    Postpunk schreibt über seine Jugend, die 80er. Interessant die Sache mal aus einem alternativen, musikalischen Blickwinkel zu betrachten. "Die 80er waren cool, bis heute stil­prä­gend und Weg­be­rei­ter für Unmen­gen bril­li­an­ter Bands und Alben von denen ich Ihnen mit jeder Aus­gabe ein paar vor­stel­len möchte.

  • Cathie Jung: The queen of Cor­sets
    Cathie Jung Queen of CorsetsKorsetts waren schon in der Renaissance modisches Schönheitsideal um den Körper in Form zu bringen, seitdem hat uns dieses Kleidungsstück nicht mehr verlassen und feiert auch heute noch in verschiedenen Formen eine Wiederentdeckung.  Natürlich gibt es immer Menschen die sich in den Vordergrund drängen, wie beispielsweise Cathie Jung. "Cathie, with her mar­vell­ous waist of 15 inch is always a joy.”  Geschmacks­sa­che so eine Taille im CD For­mat, ich frage mich immer wo der ganze Kram der unter dem Kor­sett für wich­tige Kör­per­funk­tio­nen sorgt solange hin aus­wan­dert. Aber viel­leicht muss ich ja auch nicht alles wissen.
  • Schon wie­der Ideen zur Porto-Erhöhung durch die deut­sche Post
    Die Begrün­dung: die bun­ten Brief­um­schläge kön­nen von den Auto­ma­ten der Post oft­mals nicht pro­blem­los gele­sen wer­den, so dass es not­wen­dig wird, diese Umschläge von Hand zu sor­tie­ren. Mit der glei­chen Begrün­dung wird im sel­ben Atem­zug auch dar­über nach­ge­dacht, eine ent­spre­chende Porto-Erhöhung für bunte Post­kar­ten von 45 Cent auf eben­falls 90 Cent durch­zu­set­zen.” Kom­men­tar? Die Post macht nach der Pri­va­ti­sie­rung der deut­sche Bahn gleich, sie zer­setzt sich durch idio­ti­sche Pläne zur Gewinn­ma­xi­mie­rung selbst.
  • Web 2.0 Selbstmord-Maschine: Der letzte Aus­weg?
    Betrach­tet man sein Leben im Inter­net als zweite Rea­li­tät, so wun­dert es nicht das es auch hier Selbst­mord­pro­jekte gibt. Völ­lig vir­tu­ell und ganz schmerz­frei, garan­tiert. Pri­mär geht es um seine Accounts bei ein­schlä­gi­gen Netz­wer­ken. „Man loggt sich ein — wahl­weise mit sei­nen Facebook-, MyS­pace– oder LinkedIn-Daten, dann wird als ers­tes das Pass­wort geän­dert — logi­scher­weise, ohne uns das neue Pass­wort mit­zu­tei­len. Dann könnt ihr zuschauen, wie das Skript arbei­tet und nach und nach unsere Freunde, Fotos und sons­tige Daten ent­fernt. Der Account wird nicht gelöscht — ihr seid also nicht wirk­lich tot, son­dern ledig­lich vir­tu­elle Zom­bies.” Zom­bies für die Ewig­keit, denn das Netz ver­gisst nicht.
  • 10 Minu­ten Augen­blu­ten
    Nerd­core nennt sie immer WTF Momente, ungläu­bi­ges Stau­nen über Kurio­si­tä­ten der Video­ge­schichte. Wer glaubt, das die Teletub­bies schon das schlimmste sind und schon immer wis­sen wollte, wie sich Trash defi­niert. Sollte sich 10 Minu­ten zurück­leh­nen und ent­span­nen. Was die alten Auf­nah­men aus aller Welt zei­gen, lässt tie­fer bli­cken als eine Unter­was­ser­ka­mera im Marianne-Graben.
    YouTube Preview Image
(Bild­quel­len: Bundesarchiv@Wikipedia. Cathiejung.com)

4 Kommentare

  1. Was sind Kräuterknöpfli?

  2. Hier mein Rezept, dann wird es klarer:

    1kg meh­lig kochende Kar­tof­feln
    250g Mehl
    2 Eigelb
    4 TL gehackte Kräu­ter (zum Bei­spiel Peter­si­lie oder Schnittlauch)

    Die Kar­tof­feln kochen, stamp­fen und mit dem Mehl und den Eigelb zu einem Teig ver­kne­ten. Jetzt dir Kräu­ter unter­men­gen und den Teig vier­teln. Die gevier­tel­ten Teile zu einer Rolle for­men und in 3 cm kleine „Knöpfli” schnei­den. Das ganze 2 Minu­ten im Salz­was­ser kochen las­sen und schon hast du kleine Knö­del mit Kräu­tern drin, genannt: Kräuterknöpfli.

  3. Rezept gespei­chert, Danke Dir :) Knöpfli kommt aus dem süd­deut­schen Raum oder? Kein Wun­der das ich damit nix anfan­gen konnte.

  4. Ich habe nicht wirk­lich ein Ahnung wo das Rezept her­kommt. Meine Freun­din hat das in einer Zeit­schrift gese­hen und sich zu Weih­nach­ten gewünscht. Ich habe es mir dann her­aus­ge­schrie­ben und dann nach­ge­kocht. Des­we­gen ein Tip: Die Men­gen die oben ste­hen rei­chen für reich­lich Knöpfli, du kannst auch die halbe Menge machen (hab ich gemacht) außer­dem dem noch eine Spur Mus­kat hin­ein, schmeckt noch­mal so gut :)

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