8 November

Spontis Wochenschau #45

Kategorie: Vernetzt, Wochenschau — Jahrgang: 20092 Kommentare

Spontis WochenschauSchon wie­der zu spät. Ich sollte ein­fach nicht ver­su­chen regel­mä­ßig zu wer­den, dafür han­dele ich viel zu Lus­to­ri­en­tiert. Dies­mal habe ich mich dafür wie­der auf die Ursprünge kon­zen­triert und ein paar »schwär­zere« Ver­weise genom­men, was mir per­sön­lich bes­ser gefällt. Eine Frage die mir immer in den Sinn kommt ist: Ist ein Link zu wenig für eine gute Geschichte? Wird ein ein­fa­cher Ver­weis so man­cher Geschichte gerecht? Oder lohnt sich gar ein eige­ner Arti­kel? Ich finde diese Frage per­sön­lich immer schwer, ich blogge gerne aus­führ­lich und brau­che ein lan­ges Vor­spiel um zum Punkt zu kom­men. Soll man ja eigent­lich nicht machen sowas, son­der viel­mehr kurz und kna­ckig, mit aus­sa­ge­kräf­ti­ger Schlag­zeile, Ein­lei­tung und Hauptstory.

Aber wisst Ihr was? Das Scheiß ich doch glatt drauf, blog­gen soll doch in ers­ter Linie mir Spaß machen, jetzt mal ganz salopp gespro­chen. Wenn wir alle so blog­gen wür­den wie es der Leser sich wünschte, hätte wir wahr­schein­lich in ein paar Mona­ten nur noch belang­lose und ober­fläch­li­che Blogs zwi­schen Business-Blogs die zum Xten male die Vor­züge irgend­ei­nes Mobil­te­le­fons loben. Ich komme mal wie­der vom Thema ab, furcht­bar. Hier also mein geschwärz­ter Wochen­rück­blick für die Kalen­der­wo­chen 44, Rück­bli­ckend, rück­da­tiert und Rücksichtslos.

  • Der Star-Trek-Friedhof
    Nachts wirft sich Colin, 21, den schwar­zen Man­tel über, geht zum Fried­hof, setzt sich auf eine Bank und schaut in die Sterne. Er träumt von einer Zukunft, in der die Gesell­schaft wie bei Star Trek funk­tio­niert. Der Foto­graf Uwe Nölke ist durch Deutsch­land gereist. Er hat 68 Jugend­li­che getrof­fen, sie für sein Pro­jekt »Jugend­li­che Lebens­wel­ten« an ihren Lieb­lings­or­ten foto­gra­fiert und inter­viewt. Sein Bild­band zeigt die Kids vorm Com­pu­ter, am Kla­vier, im Wald und am Fried­hof. Auf sei­ner Inter­net­seite kann man ver­schie­dene Jugend­li­che an ihren Rück­zugs­plät­zen sehen.
  • Waves of Ska — Ent­ste­hung und Ent­wick­lung
    Da ich mich für Sub­kul­tu­ren jeder Farbe inter­es­sie­ren und alles dar­über ver­schlin­gen wie einen Chees­bur­ger von McDoof, war ich auch sehr erfreut, das sich Blogs, die sich schon län­ger in mei­ner Blo­grolle rum­trei­ben auch mit dem Thema beschäf­ti­gen. Bei Red­flog gibt es eine sehr infor­ma­tive Arti­kel­reihe zum Thema Ska, das mit vie­len Videos sehr anschau­lich prä­sen­tiert, wo Ska her­kommt und wie er sich ent­wi­ckelt hat. Ska — Die erste Welle beschäf­tigt sich mit den Ursprün­gen von Lau­rel Ait­ken und Mil­lie Small, Ska — Die zweite Welle über­schnei­det sich mit dem Punk und bringt Bands wie Mad­ness ins Gespräch, bei Ska — Die dritte Welle geht es um die Inter­na­tio­na­li­sie­rung der Bewe­gung, bei denen auch die Bus­ters, die bekann­teste deut­sche Ska-Band zu Wort kom­men. Letzt­end­lich und heute mischen sich wie­der aktu­elle Musik­rich­tun­gen mit dem Ska, was der letzte Bei­trag der Serie Ska — Im Mix mit ande­ren schön zusammenfasst.
  • Black and WTF
    3 boys smokingSchwarz-Weiß Bil­der haben einen ganz beson­de­ren Charme, vor allem dann, wenn sie aus längst ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten stam­men. Wie pas­send, dass das vik­to­ria­ni­sche Zeit­al­ter der Jahr­hun­dert­wende auch zeit­gleich mit den ers­ten Fotografie-Pionieren statt­fand. Auf Black and WTF (What the Fuck? — Bedeu­tet soviel wie: Was zum Teu­fel?) sam­melt man beson­ders kuriose Bil­der. Und wenn ich meine kurios, dann meine ich kurios. Ele­fan­ten die mit Men­schen im Maul auf den Hin­ter­bei­nen ste­hen. Bär­tige Frauen, Män­ner mit Brüs­ten, Haus­frauen mit Gas­mas­ken und Hunde mit Kos­tü­men. Größ­ten­teils stam­men die Bil­der aus Flickr-Fotoalben die unter CC-Lizenz ver­füg­bar sind. Doch anstatt sich durch Mil­lio­nen ähnli­cher Bil­der zu wüh­len, nutzt man ein­fach das Ange­bot von dem eif­ri­gen Vintage-Sammlern. (via Kraft­fut­ter­mi­sch­werk)
  • Depe­che Mode in Ost-Berlin 1988: Das Kon­zert hät­ten wir bes­ser nicht geben sol­len
    Sie waren jung und woll­ten die ganze Welt berei­sen, sie wollte ihre Musik auf dem gan­zen Pla­ne­ten ver­brei­ten. Es gab nur zwei Städte in denen sie Mitte der 80er Jahre nicht spie­len durf­ten, Ost-Berlin und Mos­kau. Irgend­wann klappte es dann, ein unga­ri­scher Kon­zert­ver­an­stal­ter fädelte mit der FDJ ein Kon­zert im März 1988 ein. Die Füh­rung der DDR war sich dar­über bewusst, etwas für die Jugend tun zu müs­sen und spannte Depe­che Mode vor der Par­tei­kar­ren, »Von heute aus betrach­tet, hät­ten wir das Kon­zert bes­ser nicht gege­ben. Wir haben uns da wohl für die Par­tei ein­span­nen las­sen.« meint Andy Flet­cher in einem Inter­view mit der Frank­fur­ter Rund­schau. Im Schlepp­tau noch ein Video von einem Inter­view des DDR-Fernsehens mit Dave und Alan.
(Bild­quelle: Bundesarchiv@Wikipedia)

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Vernetzt, Wochenschau
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2 Kommentare

  1. danke für die nen­nung, die kleine ska-serie zu schrei­ben hat rich­tig gaudi gemacht!

  2. Ich werde das noch in meine Sub­kul­tur! — Kate­go­rie auf­neh­men. Ich hoffe, das du noch mehr Gaudi am schrei­ben sol­cher Bei­träge findest :)

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