8 November
Spontis Wochenschau #45
Schon wieder zu spät. Ich sollte einfach nicht versuchen regelmäßig zu werden, dafür handele ich viel zu Lustorientiert. Diesmal habe ich mich dafür wieder auf die Ursprünge konzentriert und ein paar »schwärzere« Verweise genommen, was mir persönlich besser gefällt. Eine Frage die mir immer in den Sinn kommt ist: Ist ein Link zu wenig für eine gute Geschichte? Wird ein einfacher Verweis so mancher Geschichte gerecht? Oder lohnt sich gar ein eigener Artikel? Ich finde diese Frage persönlich immer schwer, ich blogge gerne ausführlich und brauche ein langes Vorspiel um zum Punkt zu kommen. Soll man ja eigentlich nicht machen sowas, sonder vielmehr kurz und knackig, mit aussagekräftiger Schlagzeile, Einleitung und Hauptstory.
Aber wisst Ihr was? Das Scheiß ich doch glatt drauf, bloggen soll doch in erster Linie mir Spaß machen, jetzt mal ganz salopp gesprochen. Wenn wir alle so bloggen würden wie es der Leser sich wünschte, hätte wir wahrscheinlich in ein paar Monaten nur noch belanglose und oberflächliche Blogs zwischen Business-Blogs die zum Xten male die Vorzüge irgendeines Mobiltelefons loben. Ich komme mal wieder vom Thema ab, furchtbar. Hier also mein geschwärzter Wochenrückblick für die Kalenderwochen 44, Rückblickend, rückdatiert und Rücksichtslos.
- Der Star-Trek-Friedhof
Nachts wirft sich Colin, 21, den schwarzen Mantel über, geht zum Friedhof, setzt sich auf eine Bank und schaut in die Sterne. Er träumt von einer Zukunft, in der die Gesellschaft wie bei Star Trek funktioniert. Der Fotograf Uwe Nölke ist durch Deutschland gereist. Er hat 68 Jugendliche getroffen, sie für sein Projekt »Jugendliche Lebenswelten« an ihren Lieblingsorten fotografiert und interviewt. Sein Bildband zeigt die Kids vorm Computer, am Klavier, im Wald und am Friedhof. Auf seiner Internetseite kann man verschiedene Jugendliche an ihren Rückzugsplätzen sehen. - Waves of Ska — Entstehung und Entwicklung
Da ich mich für Subkulturen jeder Farbe interessieren und alles darüber verschlingen wie einen Cheesburger von McDoof, war ich auch sehr erfreut, das sich Blogs, die sich schon länger in meiner Blogrolle rumtreiben auch mit dem Thema beschäftigen. Bei Redflog gibt es eine sehr informative Artikelreihe zum Thema Ska, das mit vielen Videos sehr anschaulich präsentiert, wo Ska herkommt und wie er sich entwickelt hat. Ska — Die erste Welle beschäftigt sich mit den Ursprüngen von Laurel Aitken und Millie Small, Ska — Die zweite Welle überschneidet sich mit dem Punk und bringt Bands wie Madness ins Gespräch, bei Ska — Die dritte Welle geht es um die Internationalisierung der Bewegung, bei denen auch die Busters, die bekannteste deutsche Ska-Band zu Wort kommen. Letztendlich und heute mischen sich wieder aktuelle Musikrichtungen mit dem Ska, was der letzte Beitrag der Serie Ska — Im Mix mit anderen schön zusammenfasst. - Black and WTF
Schwarz-Weiß Bilder haben einen ganz besonderen Charme, vor allem dann, wenn sie aus längst vergangenen Jahrzehnten stammen. Wie passend, dass das viktorianische Zeitalter der Jahrhundertwende auch zeitgleich mit den ersten Fotografie-Pionieren stattfand. Auf Black and WTF (What the Fuck? — Bedeutet soviel wie: Was zum Teufel?) sammelt man besonders kuriose Bilder. Und wenn ich meine kurios, dann meine ich kurios. Elefanten die mit Menschen im Maul auf den Hinterbeinen stehen. Bärtige Frauen, Männer mit Brüsten, Hausfrauen mit Gasmasken und Hunde mit Kostümen. Größtenteils stammen die Bilder aus Flickr-Fotoalben die unter CC-Lizenz verfügbar sind. Doch anstatt sich durch Millionen ähnlicher Bilder zu wühlen, nutzt man einfach das Angebot von dem eifrigen Vintage-Sammlern. (via Kraftfuttermischwerk) - Depeche Mode in Ost-Berlin 1988: Das Konzert hätten wir besser nicht geben sollen
Sie waren jung und wollten die ganze Welt bereisen, sie wollte ihre Musik auf dem ganzen Planeten verbreiten. Es gab nur zwei Städte in denen sie Mitte der 80er Jahre nicht spielen durften, Ost-Berlin und Moskau. Irgendwann klappte es dann, ein ungarischer Konzertveranstalter fädelte mit der FDJ ein Konzert im März 1988 ein. Die Führung der DDR war sich darüber bewusst, etwas für die Jugend tun zu müssen und spannte Depeche Mode vor der Parteikarren, »Von heute aus betrachtet, hätten wir das Konzert besser nicht gegeben. Wir haben uns da wohl für die Partei einspannen lassen.« meint Andy Fletcher in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau. Im Schlepptau noch ein Video von einem Interview des DDR-Fernsehens mit Dave und Alan.
(Bildquelle: Bundesarchiv@Wikipedia)
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Vernetzt, Wochenschau
Schlagwort: links, Verweise, Wochenschau


hat bereits 52 Kommentare abgegeben und schrieb am 11. November 2009 um 00:46:
danke für die nennung, die kleine ska-serie zu schreiben hat richtig gaudi gemacht!
hat bereits 1743 Kommentare abgegeben und schrieb am 11. November 2009 um 12:35:
Ich werde das noch in meine Subkultur! — Kategorie aufnehmen. Ich hoffe, das du noch mehr Gaudi am schreiben solcher Beiträge findest :)