17 Oktober
Spontis Wochenschau #42
Eine sehr erquickende Woche, aber auch eine sehr kalte Woche. Ich bin immer noch auf Sommerreifen unterwegs, wird höchste Zeit, das ich mich um entsprechende Bereifung kümmere. Ich muss ja nur in den Keller dafür, die Heizung habe ich auch wieder in Betrieb genommen. Es wurde einfach zu kalt in den vier Wänden. Außerdem habe ich wieder viel Lust auf Kino und werde mir wohl endlich den Film Verblendung gönnen, auf den ich schon einige Wochen scharf bin. Den neuen Horrorstreifen mit Dennis Quaid habe ich auch noch auf meiner Liste, ebenso wie das Actionspektakel 2012. Eine bunte Mischung. Zombieland, der neue Film mit Woody Harrelson ist ebenfalls dabei. Das wird natürlich nicht billig, denn so ein Kinobesuch schlägt schon sehr ordentlich zu Buche, wenn man das Popcorn und die Getränke mit einrechnet.
- Premiere von Zombieland
Ja, ein neuer Zombiefilm für jung und alt, der auf den unscheinbaren Namen Zombieland hört. Wurde ja auch mal wieder Zeit, dass sich jemand mit der Thematik auseinandersetzt, nachdem ein anständiger Zombiewalk Aushängeschild für jede halbwegs angesagte Stadt ist (jüngst in Detroit und Düsseldorf). Woody Harrelson spielt den furchtlosen, der die fürchtenden führt und sich durch Unmenge an Zombies schnibbelt. Tolles Drehbuch, nicht wahr? Man könnte es als Sonnenklar ansehen, das ich mir dieses Actionspektakel nicht entgehen lasse.
- 20.000 Mittelfinger, da gehst du durch die Hölle
Sex, Drugs und Castingshows heißt das Buch, das Martin Kesici und Markus Grimm geschrieben haben. Kesici, der mal bei der Sendung "Star Search" und Grimm, der bei "Popstars" in die Band Nu Pagadi gewählt wurde äußern sich darin über ihre zweifelhaften Karrieren. Was die meisten vermutet haben, wird hier in deutlicher Sprache zu Papier gegeben. Castingshowgewinner werden wie polnische Mastgänse Zwangsernährt um sie nach der regulären Halbwertzeit eines Produktes wieder fallen zu lassen. Was übrig bleibt sind Spott und Verachtung, die Kesici bei einem Auftritt auf dem WOA entgegengebracht werden. "20.000 Mittelfinger, da gehst du durch die Hölle». Neben einer großen Portion Selbstmitleid steckt in dem Buch aber auch eine Menge Inhalt, den man naiven Eltern und Teilnehmern eintrichtern sollte, bevor sie ihr Schützlinge oder sich selbst in die Pfanne hauen.
- Das Geheimnis um das http:// wurde gelüftet
Was waren das noch für Zeiten, als die hölzernen Browser noch nicht mit automatischer Adressergänzung glänzen konnten. Da musste man noch von Hand tippen. Was http bedeutet kann man bei Wikipedia nachlesen, der Doppelpunkt hat auch seine Berechtigung, aber warum zum Teufel gibt es da zwei // ? Schon beim korrekten Buchstabieren kommt man ins Schleudern, heißt es nun Backslash, Slash oder Double Backslash? Tim Berners-Lee, den man als einer der Begründer des Web betrachtet verrät nun das Geheimnis: Er habe sich nichts dabei gedacht, verrät er bei einem Vortrag, die beiden Zeichen haben keinen weiteren Sinn und rückblickend betrachtet würde er seinen Fehler gerne wieder korrigieren. Geht nun natürlich nicht mehr, das würde den Internet Explorer wohlmöglich zum kollabieren bringen. Blödmann.
- Big Brother Awards
Jährlich wird er verliehen, meist ohne die Anwesenheit der Preisträger. Ob Wolfgang Schäuble für sein Lebenswerk, Ursula von der Leyen für ihre politische Arbeit oder auch die Leichtathletik-WM in Berlin. Hier bekommt jeder, was er verdient, ob er will oder nicht. Auch Arbeitgeber aus Wirtschaft oder Handwerk bekommen hier ihr Fett weg und werden mit der bitteren Wahrheit konfrontiert. Bei der Kölner HDI Beispielsweise durchsucht man die E-Mail der Mitarbeiter, bei der Kreisverwaltung Schleswig möchte man von den Bewerbern, das sie ihre Ärzte von der Schweigepflicht entbinden, pauschal natürlich. Auch von Spontis einen herzlichen Glückwunsch an die Preisträger.
- Abmahnung als Geschäftsmodell
Es ist kein Geheimnis mehr, das manchen Rechteinhaber mit Abmahnungen mehr Geld verdienen als sie das mit dem Verkauf machen würden. Aus der schon seit Jahren klaffenden Wunde läuft weiter Blut und solange man sich lieber um sinnlose Zensur-Gesetze kümmert, wird sich daran wohl auch nichts ändern. Jüngst wurde eine Präsentation bei Wikileaks vorgestellt. Wie man sich bei DigiRights Solutions Gewinnorientiertes abmahnen vorstellt. Sollten die Gebühren einer Abmahnung nicht nur die entstandenen Kosten decken?
(Bildquelle: Bundesarchiv@Wikipedia)
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.
Kategorie: Vernetzt, Wochenschau
Schlagwort: Wochenschau


