17 Oktober

Spontis Wochenschau #42

Kategorie: Vernetzt, Wochenschau — Jahrgang: 2009Keine Kommentare

Spontis Wochenschau

Eine sehr erquickende Woche, aber auch eine sehr kalte Woche. Ich bin immer noch auf Sommerreifen unterwegs, wird höchste Zeit, das ich mich um entsprechende Bereifung kümmere. Ich muss ja nur in den Keller dafür, die Heizung habe ich auch wieder in Betrieb genommen. Es wurde einfach zu kalt in den vier Wänden.  Außerdem habe ich wieder viel Lust auf Kino und werde mir wohl endlich den Film Verblendung gönnen, auf den ich schon einige Wochen scharf bin. Den neuen Horrorstreifen mit Dennis Quaid habe ich auch noch auf meiner Liste, ebenso wie das Actionspektakel 2012. Eine bunte Mischung. Zombieland, der neue Film mit Woody Harrelson ist ebenfalls dabei.  Das wird natürlich nicht billig, denn so ein Kinobesuch schlägt schon sehr ordentlich zu Buche, wenn man das Popcorn und die Getränke mit einrechnet.

  • Premiere von Zombieland
    Ja, ein neuer Zombiefilm für jung und alt, der auf den unscheinbaren Namen Zombieland hört. Wurde ja auch mal wieder Zeit, dass sich jemand mit der Thematik auseinandersetzt, nachdem ein anständiger Zombiewalk Aushängeschild für jede halbwegs angesagte Stadt ist (jüngst in Detroit und Düsseldorf). Woody Harrelson spielt den furchtlosen, der die fürchtenden führt und sich durch Unmenge an Zombies schnibbelt. Tolles Drehbuch, nicht wahr? Man könnte es als Sonnenklar ansehen, das ich mir dieses Actionspektakel nicht entgehen lasse.

  • 20.000 Mittelfinger, da gehst du durch die Hölle
    Sex, Drugs und Castingshows heißt das Buch, das Martin Kesici und Markus Grimm geschrieben haben. Kesici, der mal bei der Sendung "Star Search" und Grimm, der bei "Popstars" in die Band Nu Pagadi gewählt wurde äußern sich darin über ihre zweifelhaften Karrieren. Was die meisten vermutet haben, wird hier in deutlicher Sprache zu Papier gegeben. Castingshowgewinner werden wie polnische Mastgänse Zwangsernährt um sie nach der regulären Halbwertzeit eines Produktes wieder fallen zu lassen. Was übrig bleibt sind Spott und Verachtung, die Kesici bei einem Auftritt auf dem WOA entgegengebracht werden. "20.000 Mit­tel­fin­ger, da gehst du durch die Hölle». Neben einer gro­ßen Por­tion Selbst­mit­leid steckt in dem Buch aber auch eine Menge Inhalt, den man nai­ven Eltern und Teil­neh­mern ein­trich­tern sollte, bevor sie ihr Schütz­linge oder sich selbst in die Pfanne hauen.
  • Das Geheim­nis um das http:// wurde gelüf­tet
    Was waren das noch für Zei­ten, als die höl­zer­nen Brow­ser noch nicht mit auto­ma­ti­scher Adress­er­gän­zung glän­zen konn­ten. Da musste man noch von Hand tip­pen. Was http bedeu­tet kann man bei Wiki­pe­dia nach­le­sen, der Dop­pel­punkt hat auch seine Berech­ti­gung, aber warum zum Teu­fel gibt es da zwei // ? Schon beim kor­rek­ten Buch­sta­bie­ren kommt man ins Schleu­dern, heißt es nun Back­slash, Slash oder Dou­ble Back­slash?  Tim Berners-Lee, den man als einer der Begrün­der des Web betrach­tet ver­rät nun das Geheim­nis: Er habe sich nichts dabei gedacht, ver­rät er bei einem Vor­trag, die bei­den Zei­chen haben kei­nen wei­te­ren Sinn und rück­bli­ckend betrach­tet würde er sei­nen Feh­ler gerne wie­der kor­ri­gie­ren. Geht nun natür­lich nicht mehr, das würde den Inter­net Explo­rer wohl­mög­lich zum kol­la­bie­ren brin­gen. Blödmann.
  • Big Bro­ther Awards
    Jähr­lich wird er ver­lie­hen, meist ohne die Anwe­sen­heit der Preis­trä­ger. Ob Wolf­gang Schäu­ble für sein Lebens­werk, Ursula von der Leyen für ihre poli­ti­sche Arbeit oder auch die Leichtathletik-WM in Ber­lin. Hier bekommt jeder, was er ver­dient, ob er will oder nicht. Auch Arbeit­ge­ber aus Wirt­schaft oder Hand­werk bekom­men hier ihr Fett weg und wer­den mit der bit­te­ren Wahr­heit kon­fron­tiert. Bei der Köl­ner HDI Bei­spiels­weise durch­sucht man die E-Mail der Mit­ar­bei­ter, bei der Kreis­ver­wal­tung Schles­wig möchte man von den Bewer­bern, das sie ihre Ärzte von der Schwei­ge­pflicht ent­bin­den, pau­schal natür­lich. Auch von Spon­tis einen herz­li­chen Glück­wunsch an die Preisträger.
  • Abmah­nung als Geschäfts­mo­dell
    Es ist kein Geheim­nis mehr, das man­chen Rech­te­in­ha­ber mit Abmah­nun­gen mehr Geld ver­die­nen als sie das mit dem Ver­kauf machen wür­den. Aus der schon seit Jah­ren klaf­fen­den Wunde läuft wei­ter Blut und solange man sich lie­ber um sinn­lose Zensur-Gesetze küm­mert, wird sich daran wohl auch nichts ändern. Jüngst wurde eine Prä­sen­ta­tion bei Wiki­leaks vor­ge­stellt. Wie man sich bei Digi­Rights Solu­ti­ons Gewinn­ori­en­tier­tes abmah­nen vor­stellt. Soll­ten die Gebüh­ren einer Abmah­nung nicht nur die ent­stan­de­nen Kos­ten decken?
(Bild­quelle: Bundesarchiv@Wikipedia)

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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