10 Oktober

Spontis Wochenschau #41

Kategorie: Vernetzt, Wochenschau — Jahrgang: 2009Keine Kommentare

Spontis Wochenschau

Die letzte Wochenschau ist ja zu spät erschienen und so habe ich mir einen Plan zurechtgelegt. Jawohl, einen Plan. Begonnen habe ich mit der Wochenschau dann auch schon am Montag und habe die Links kontinuierlich ergänzt, so dass ich heute eigentlich nur noch diese Einleitung schreiben muss. Grandios. Ich bin so ein ganz kleines bisschen stolz auf mich. Die Woche war übrigens auch Offline sehr turbulent, ich habe eine größere Anzahl alter Zeitschriften intensiv gesichtet um weiterhin so qualitativ hochwertige Beiträge wie Carla die Schockfriseuse präsentieren zu können.
Außerdem habe ich mich intensiver um meine Profile in den sozialen Netzwerke gekümmert. Vor allem habe ich einige Profile gelöscht (Lokalisten und WKW) und einige andere intensiver gepflegt (Facebook). Ich denke, lieber ein gepflegtes Profil als viele ungepflegte, diese ganze Social-Netzwerk-Sache ist auf Dauer doch echt zeitraubend.

  • Life - Die Archive eine Zeitschrift 1936-1972
    2 Jahre ist nun her, da stellte eines der ältesten Magazine der USA den Print-Betrieb ein, seit 2007 gibt es das Life Magazin nur noch online. Im Zuge seiner Digitalisierung hat Google jetzt rund 40 Jahre Life-Geschichte zum nachblättern zur Verfügung gestellt, ein unglaubliches Stück amerikanischer Geschichte und eine wahre Fundgrube für Kuriositäten, Bilder und Popkultur aus der Zeit unserer Eltern. Beispielsweise der Buick Opel, der mit 63 PS den Amerikaner das Spritsparen beibringen sollte, was aber bekanntlich bis heute nicht richtig klappen will.

  • Die Netzkinder - Das Leben ist kein Ponyhof
    Ein wirklich interessanter Buchtitel, der mich zu einem entsprechenden Artikel zum Freitag gelockt hat. Lara Fritzsche hat ein Jahr lang eine Abiturienten-Klasse verfolgt uns demonstriert, wie das Internet zum Leben der jungen Leute dazugehört, welche Perspektiven, Sorgen und Wünsche die Jugendlichen haben. Wer heute mit Ü30 das gleich macht, gilt als Nerd oder auch Freak. Die Vorzeichen ändern sich. Ich glaube das setze ich mir auf meinen Wunschzettel.

"Ich bin quasi immer online", sagt Isabell und lacht, als sei das eine Übertreibung. Die Abiturientin erklärt: "Wenn ich nach Hause komme, mache ich als Allererstes den Computer an. Bevor ich die Schuhe ausziehe und die Jacke aufhänge, gebe ich noch schnell das Passwort ein, damit der Rechner schon mal hochfahren kann. Isabell ist länger online, als sie schläft oder in der Schule ist. (Quelle: Leseprobe beim Kiwi-Verlag)

  • Hard­core — Neo­nazi Timo Schu­bert lässt den Begriff mar­ken­recht­lich schüt­zen
    Seit dem 3. April 2009 ist das Wort »Hard­core« für Klei­dung offi­zi­ell auf den Neo­nazi Timo Schu­bert ein­ge­tra­gen. Trotz hun­der­ter Pro­test­mails und wüten­den Anru­fen aus aller Welt hat sich das Deut­sche Mar­ken­amt ein­fach gewei­gert die Mar­ken­an­mel­dung abzu­leh­nen. Wie die TAZ berich­tet, will sich Schu­bert offen­bar an der lin­ken Bedeu­tung des Begrif­fes berei­chern, den Hard­core ist ein Form des Punk, die poli­tisch zunächst ein­mal gar keine Bedeu­tung hat. Die Skin­heads haben unter der Ver­ein­nah­mung durch die Neo­na­zis schon seit den spä­ten 70ern zu lei­den. Heute ist der Begriff Skin­head fälsch­li­cher­weise Syn­onym für Nazi, trau­rig aber wahr. Unter der Feder­füh­rung der Initia­tive Kei­nen Bock auf Nazis hat man einen Anwalt ein­ge­schal­tet um es nöti­gen­falls auf einen Rechts­streit ankom­men zu lassen.
  • Ein­fach mal Danke sagen
    Unzäh­li­gen Ent­wick­ler, Pro­gram­mie­rer und Enthu­si­as­ten sor­gen dafür, das es Word­Press und seine Plugins über­haupt gibt. Die viel­fäl­ti­gen Quel­len machen ein Fach­buch nahezu über­flüs­sig. Open Source basiert allein auf der Idee, etwas für die All­ge­mein­heit zu tun. Vie­les artet schnell in Arbeit aus, wer nur einen Blog betreibt, weiß wovon ich spre­che. Bei der Apfel­nase habe ich vom Akti­on­tag, dem 15. Okto­ber gele­sen der unter dem Motto steht: 1 Euro für dei­nen Ent­wick­ler. Und ja, es gibt doch so einige Pro­gramme, die eine Spende ver­dient haben.  Ich glaube ich werde die Gele­gen­heit nutzen.
  • 4 von 5 Ska­tern emp­feh­len Satan?
    Sowas aber auch, die Ska­ter wol­len uns doch nicht etwa den Rang ablau­fen? Bis jetzt habe ich immer die Gothics für die idea­len Sata­nis­ten gehal­ten, jeden­falls aus den Augen der Masse. Teuf­lisch gute Skills beim Ska­ten? Ein gött­li­cher Back­flip? Es wäre doch mal Zeit für die Kir­che sich den jugend­li­chen Kul­tu­ren wei­ter zu öffnen um sich nicht noch wei­ter von der Rea­li­tät zu ent­fer­nen. Hoppla. Ein Anflug von Mei­nung. Soll nicht wie­der vor­kom­men. Sehr inter­es­sant ist übri­gens auch das Video zu dem Bei­trag bei Nerd­core. Jesus 2000 ist eine wirk­lich gelun­gene Ani­ma­tion. Aus­sage? Mes­sage? Sucht doch sel­ber.
    httpv://vimeo.com/6547492
(Bild­quelle: Bundesarchiv@Wikipedia)

Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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