11 Oktober
Spontis Wochenschau #41
Die letzte Wochenschau ist ja zu spät erschienen und so habe ich mir einen Plan zurechtgelegt. Jawohl, einen Plan. Begonnen habe ich mit der Wochenschau dann auch schon am Montag und habe die Links kontinuierlich ergänzt, so dass ich heute eigentlich nur noch diese Einleitung schreiben muss. Grandios. Ich bin so ein ganz kleines bisschen stolz auf mich. Die Woche war übrigens auch Offline sehr turbulent, ich habe eine größere Anzahl alter Zeitschriften intensiv gesichtet um weiterhin so qualitativ hochwertige Beiträge wie Carla die Schockfriseuse präsentieren zu können.
Außerdem habe ich mich intensiver um meine Profile in den sozialen Netzwerke gekümmert. Vor allem habe ich einige Profile gelöscht (Lokalisten und WKW) und einige andere intensiver gepflegt (Facebook). Ich denke, lieber ein gepflegtes Profil als viele ungepflegte, diese ganze Social-Netzwerk-Sache ist auf Dauer doch echt zeitraubend.
- Life - Die Archive eine Zeitschrift 1936-1972
2 Jahre ist nun her, da stellte eines der ältesten Magazine der USA den Print-Betrieb ein, seit 2007 gibt es das Life Magazin nur noch online. Im Zuge seiner Digitalisierung hat Google jetzt rund 40 Jahre Life-Geschichte zum nachblättern zur Verfügung gestellt, ein unglaubliches Stück amerikanischer Geschichte und eine wahre Fundgrube für Kuriositäten, Bilder und Popkultur aus der Zeit unserer Eltern. Beispielsweise der Buick Opel, der mit 63 PS den Amerikaner das Spritsparen beibringen sollte, was aber bekanntlich bis heute nicht richtig klappen will.
- Die Netzkinder - Das Leben ist kein Ponyhof
Ein wirklich interessanter Buchtitel, der mich zu einem entsprechenden Artikel zum Freitag gelockt hat. Lara Fritzsche hat ein Jahr lang eine Abiturienten-Klasse verfolgt uns demonstriert, wie das Internet zum Leben der jungen Leute dazugehört, welche Perspektiven, Sorgen und Wünsche die Jugendlichen haben. Wer heute mit Ü30 das gleich macht, gilt als Nerd oder auch Freak. Die Vorzeichen ändern sich. Ich glaube das setze ich mir auf meinen Wunschzettel.
"Ich bin quasi immer online", sagt Isabell und lacht, als sei das eine Übertreibung. Die Abiturientin erklärt: "Wenn ich nach Hause komme, mache ich als Allererstes den Computer an. Bevor ich die Schuhe ausziehe und die Jacke aufhänge, gebe ich noch schnell das Passwort ein, damit der Rechner schon mal hochfahren kann. Isabell ist länger online, als sie schläft oder in der Schule ist. (Quelle: Leseprobe beim Kiwi-Verlag)
- Hardcore — Neonazi Timo Schubert lässt den Begriff markenrechtlich schützen
Seit dem 3. April 2009 ist das Wort „Hardcore” für Kleidung offiziell auf den Neonazi Timo Schubert eingetragen. Trotz hunderter Protestmails und wütenden Anrufen aus aller Welt hat sich das Deutsche Markenamt einfach geweigert die Markenanmeldung abzulehnen. Wie die TAZ berichtet, will sich Schubert offenbar an der linken Bedeutung des Begriffes bereichern, den Hardcore ist ein Form des Punk, die politisch zunächst einmal gar keine Bedeutung hat. Die Skinheads haben unter der Vereinnahmung durch die Neonazis schon seit den späten 70ern zu leiden. Heute ist der Begriff Skinhead fälschlicherweise Synonym für Nazi, traurig aber wahr. Unter der Federführung der Initiative Keinen Bock auf Nazis hat man einen Anwalt eingeschaltet um es nötigenfalls auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen.
- Einfach mal Danke sagen
Unzähligen Entwickler, Programmierer und Enthusiasten sorgen dafür, das es Wordpress und seine Plugins überhaupt gibt. Die vielfältigen Quellen machen ein Fachbuch nahezu überflüssig. Open Source basiert allein auf der Idee, etwas für die Allgemeinheit zu tun. Vieles artet schnell in Arbeit aus, wer nur einen Blog betreibt, weiß wovon ich spreche. Bei der Apfelnase habe ich vom Aktiontag, dem 15. Oktober gelesen der unter dem Motto steht: 1 Euro für deinen Entwickler. Und ja, es gibt doch so einige Programme, die eine Spende verdient haben. Ich glaube ich werde die Gelegenheit nutzen.
- 4 von 5 Skatern empfehlen Satan?
Sowas aber auch, die Skater wollen uns doch nicht etwa den Rang ablaufen? Bis jetzt habe ich immer die Gothics für die idealen Satanisten gehalten, jedenfalls aus den Augen der Masse. Teuflisch gute Skills beim Skaten? Ein göttlicher Backflip? Es wäre doch mal Zeit für die Kirche sich den jugendlichen Kulturen weiter zu öffnen um sich nicht noch weiter von der Realität zu entfernen. Hoppla. Ein Anflug von Meinung. Soll nicht wieder vorkommen. Sehr interessant ist übrigens auch das Video zu dem Beitrag bei Nerdcore. Jesus 2000 ist eine wirklich gelungene Animation. Aussage? Message? Sucht doch selber.
http://www.vimeo.com/6547492

[…] Alte Zeitschriften-Cover: Yps-Hefte & Bravo [via KFMW] und LIFE-Magazin von ‘36–72 zum durchblättern [via Spontis] […]