9 August
Spontis Wochenschau #24
Ich bin Urlaubsreif. Arbeit wird mitunter als Last empfunden, es fällt immer schwerer abzuschalten. Erschwerend kommt hinzu, das ich die Arbeit meines Kollegen mit übernehmen muss, mit dem ich mir die sonst teile — da schleicht sich doch das subtile Gefühl der Rache in meine emotionale Welt. Aber ich sehe schon das Licht am Ende des Tunnels, denn in ein paar Tagen ist es soweit. Phänomenal finde ich den Eindruck, im Urlaub weniger Zeit zu Verfügung zu haben als das in einer normalen Arbeitswoche der Fall ist. Das liegt wohl auch an einer völlig falschen Verschiebetaktik, denn Dinge für die einem unter der Woche die nötige Motivation fehlt, verschiebt man gerne auf seine Freizeit oder noch besser, auf seinen Urlaub. Dementsprechend dicht gepackt scheint dann der Urlaub zu sein. Paradox?
Während man über diese Frage nachdenkt kann man ganz nebenbei folgende Links anklicken um dann doch festzustellen das angenehm erlebte Freizeit immer schneller vorbei geht als unangenehme.
- Ring around the Rosy
Viele Kinderlieder haben düstere Ursprünge, sagt die Gothic Tea Society: »This historical rhyme dates back to approximately the Great Plague/Black Plague of London in 1665 (bubonic plague) The symptoms of the plague included a rosy red rash in the shape of a ring on the skin (Ring around the rosy). Pockets and pouches were filled with sweet smelling herbs ( or posies) which were carried due to the belief that the disease was transmitted by bad smells. The term »Ashes Ashes« refers to the cremation of the dead. The English version of »Ring around the rosy« replaces Ashes with (A-tishoo, A-tishoo) as violent sneezing was another symptom of the disease. « Es liegt noch viel Dunkelheit in der Vergangenheit begraben, wer die Märchen der Gebrüder Grimm kennt weiß vielleicht, das die Originalausgaben für heutige Kinder wohl eher nicht geeignet wären. - Konzertbericht: Skinny Puppy auf dem Amphi 2010
Shan Dark vom schwarzen Planet schreibt über ihre Vorliebe für Skinny Puppy und ihre Leidenschaft für morbide Erotik. »Ich könnte Ogre stundenlang zusehen. Trotz all dem visuell Verzerrten und Verstörenden haben seine Bewegungen eine … nun ja … unbeschreibliche Erotik. Er zuckt, ruckt, schwankt, schaukelt, gleitet, balanciert…und es sieht alles g-u-t und geschmeidig aus.« - Exzessive Internetnutzung kann bei Jugendlichen zu Depressionen führen
Ich habe immer schon gewusst das das Internet nicht nur krank sein kann, sondern auch krank machen kann: »Exzessive Internetnutzung wird von manchen Psychologen als Sucht interpretiert, weil die Verhaltensweisen den Symptomen ähneln, die bei anderen Abhängigkeiten entstehen. Beschrieben wurden auch psychische Probleme wie Aggressionen, Beziehungsschwierigkeiten oder Depressionen, die exzessive Internetnutzung begleiten oder möglicherweise dahinter stehen.« Interessant ist hier die explizite Untersuchung des Internets und nicht des Computers oder eines Spiels im allgemeinen. Wir könnten daraus schließen, das das Internet auf für tendenziell depressive Erwachsene kein förderliches Medium ist. Liegt am Internet selbst, oder nicht eher am falschen Umgang damit? - TAZ: Kristina Schröders Aussteiger-Hotline: “Hilfe, ich bin links”
Sehr gelungener, wenn auch (noch) fiktiver Anruf bei der Aussteiger-Hotline für Linksextreme. Die TAZ schreibt: Den ganzen Radikalenscheiß und das ständige Beleidigtsein endlich hinter sich lassen — ein taz-Autor wendet sich dafür hilfesuchend an die Linksextremisten-Hotline: »Was versprechen Sie sich von einem Ausstieg? Ich frage nach Ihrer Motivation. Erst mal, dass ich nicht immer so beleidigt bin. Das fängt morgens beim Zeitunglesen an: mit diesem ganzen angepassten Seich. Die mangelnde Radikalität ärgert mich manchmal so sehr, das ich mich in Gewaltfantasien reinsteigere. Ich verstehe. Ja, da sollten wir uns wirklich Gedanken darüber machen, wie man das abstellen kann. Sie würden damit wieder Lebensfreude zurückgewinnen.« - The Power Of Propaganda: A Secret Wish 25 Years On…
Die Düsseldorfer 80er New-Waver von Propaganda bringen eine Neu-Auflage ihres Albums »A Secret Wish« heraus und animieren den Quietus zu einem Feature das zwar auf englisch, dafür aber umso großartiger geschrieben ist und ebenfalls eine YouTube Sammlung ihrer größten Hits bereit hält. »Celebrating 25 years since its release, Propaganda’s A Secret Wish has just been reissued with a bonus disc of rarities. Wyndham Wallace confronts their Sturm und Drang«. - Geocaching — »Mensch gegen Nature»
Bei Spreeblick gibt’s ein Video das nicht nur Geocaching erklärt, sondern darüber hinaus auch noch mehr als unterhaltsam ist. »Geocaching, die Schatzsuche für Nerds, erfreut sich immer größerer Beliebtheit, kann man doch trotz Gadget-Fixierung vorgeben, ein Interesse an der Natur zu haben. Wie das alles genau funktioniert, erklärt Max Scholz in einem Kurzfilm, der nach dem Klick zu sehen ist.« Schatzsucher für Nerds oder auch Schnitzeljagd für Erwachsene — herrlich.
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Vernetzt, Wochenschau
Schlagwort: Amphi, Geocaching, Jugend, links, Linksextrem, Propaganda, Wochenschau

