5 Juli

Spontis Wochenschau #20

Kategorie: Vernetzt, Wochenschau — Jahrgang: 201017 Kommentare

Spontis WochenschauImmer noch knab­bere ich an den zahl­rei­chen Arti­kel die sich wäh­rend mei­ner kur­zen Reise ange­sam­melt haben, aber das Licht am Ende des Tun­nels ist bereits in Sicht. Die schönste Arbeit berei­ten mir der­zeit meine zahl­rei­chen Kom­men­ta­to­ren die mit ihren zahl­rei­chen Dis­kus­si­ons­bei­trä­gen für reich­lich Lese­stoff sor­gen. Orphi hat noch­mals ange­regt ein Best-Of eini­ger Kom­men­tare zu star­ten. Ich finde die Idee sehr gut und werde mich in den nächs­ten Tagen daran ver­su­chen das ganze in irgend­ei­ner Form zu rea­li­sie­ren, bei den ers­ten Über­le­gun­gen sind einige Zwei­fel an einer Objek­ti­ven Umset­zung auf­ge­stie­gen, die es noch aus­zu­räu­men gilt. Ich bin gespannt.

In eige­ner Sache: In mei­nem Google Rea­der Pro­fil ver­linke ich auch regel­mä­ßig Word­Press rele­vante Arti­kel, die viel­leicht für andere Blog-Betreiber inter­es­sant sein könn­ten. Auch Arti­kel zu CSS, jQuery, Typo­gra­fie und Web­de­sign die im wei­tes­ten Sinne auf das Blog­gen Ein­fluss neh­men wer­den ver­linkt. Sicher ist etwas dabei, was hier rein the­ma­tisch schlecht auf­ge­ho­ben wäre.

  • Rei­se­be­richt: Die Horror-Bar mit nur einem »R»
    Shan Dark ist auf ihrer Suche nach skur­ri­lem in Tsche­chien fün­dig gewor­den: »Die „Horor Bar“ ist ein rela­tiv klei­nes, ver­win­kel­tes Kel­ler­ge­wölbe mit nied­ri­ger Decke, klei­nen Räum­chen, schma­len Gän­gen. Zu die­ser an sich schon düs­te­ren „natür­li­chen Ver­an­la­gung“ gesellt sich eine skur­rile Innen­aus­stat­tung, die ihres­glei­chen sucht. Da gibts keine Billigheimer-Deko mit Gothic-Figuren aus Kunst­stein oder bemal­tem Gips, son­dern mit Liebe zusam­men­ge­tra­gene „echte“ Skur­ri­li­tä­ten – bis auf die Lei­chen an der Decke natür­lich.«
  • Video: Dub­lin Zom­bie Walk 2010
    Die Iren wan­dern authen­tisch durch die schö­nen Stra­ßen Dub­lins auf der Suche nach fri­schem Blut, beglei­tet zu Johnny Cashs »When a Man comes Around« — Ich möchte behaup­ten, so wird Zom­bie gewalkt: »Appa­r­ently the folks in Dub­lin love their zom­bies. Here’s some foo­tage of a zom­bie walk they had this past June to bene­fit The Irish Can­cer Society and the RNLI. They get really into it. A Gaga zom­bie, plas­tic baby on a string and people run­ning on all fours are nota­ble high­lights. Not to men­tion that it’s all done to Johnny Cash.«
  • Mei­nung: Deus vult! (Gott will)
    Cynx macht sei­ner Mei­nung gekonnt Luft: »Genau diese Worte wird Wulff in sei­nem neuen Amit sicher­lich nicht sagen, aber der Geist der net­ten Aben­teu­er­rei­sen nach Jeru­sa­lem schwebt bestimmt bald wie­der in der Luft. So rich­tig bekannt ist es noch nicht, aber Wulff ist im Kura­to­rium von Pro Christ, einer evan­ge­li­ka­len Mis­sio­nie­rungs­be­we­gung. Alleine Mis­sio­nie­rung im 21. Jahr­hun­dert betrei­ben zu wol­len, ist schon ein Schlag ins Gesicht der Auf­klä­rung, aber die­ser Ver­ein hat noch ein paar beson­dere Schmanckerl im Pil­ger­beu­tel. Da wären zum Bei­spiel Schwu­len­hass und Bedro­hung von Jour­na­lis­ten.«
  • Dun­kel­ro­ma­tik in Rein­kul­tur: Die Blaue Stunde
    Bei Grob­stoa gibt es eine schöne Bild­stre­cke zur Blauen Stunde, die auf der ent­spre­chen­den Inter­net­seite so vor­ge­stellt wird: »Erst ein­mal ist dies eine Bezeich­nung aus der Kunst­welt. Stell Dir vor, ein Maler macht es sich zur Auf­gabe, die Zeit zwi­schen Tag und Nacht auf seine Lein­wand zu ban­nen. Es wird eine Her­aus­for­de­rung für ihn sein, die­sen spe­zi­el­len Schwe­be­zu­stand zwi­schen Licht und Dun­kel abzu­bil­den. Das Tages­licht ist noch nicht ver­gan­gen und die Nacht­bläue noch nicht zu vol­ler Tiefe gelangt. Alles, was sich gerade inner­halb die­ses Licht­dun­kel­ver­hält­nis­ses befin­det, kann als schat­ti­ger Sche­men her­vor­tre­ten; eine Kir­ch­ruine, eine Lich­tung mit Bäu­men, zwei Män­ner auf der Ring­mauer einer alten Burg. Ich denke dabei vor allem an die Gemälde von Cas­par David Fried­rich.«
  • Musik: Pre­view von O.Children Debut Album
    Bald erscheint das Debüt­al­bum der O.Children, nach das Erschei­nungs­da­tum bereits einige Male nach hin­ter ver­scho­ben wurde. Die düs­te­ren Bri­ten, die sich mit Dead Disco Dan­cer und Ruins in meine Gedächt­nis ein­ge­brannt haben, sind einen zwei­ten Blick wert. Ein aus­führ­li­che Alben­re­zen­sion folgt an gewohn­ter Stelle. Auf Dead­ly­people kann man schon ein paar wei­tere Kost­pro­ben der Bri­ten bestaunen.
  • Video: Steam­punk Ghost­bus­ters Com­mer­cial
    Nerd­core schreibt: »Sehr schö­nes Fake-Commercial für die Steampunk-Ghostbusters Lea­gue of STEAM: „Superna­tu­ral and Trou­ble­some Ecto­plas­mic Appa­ri­tion Manage­ment […] is an orga­niza­tion com­pri­sed of Inven­tors, Sci­en­tists, Adven­tu­rers, Crafts­men, Mons­ter and Crea­ture Hun­ters, and Paranor­mal Rese­ar­chers!“ Ich liebe den Remix des Ghostbusters-Themes als Oldschool-Piano-Dings.«
  • Video: Armut kennt viele Geschich­ten
    »Als der kleine Max sei­nen Klas­sen­ka­me­ra­den von sei­nem schöns­ten Tag der letz­ten Wochen erzählt stau­nen die Mit­schü­ler. Eine Fahrt im Mer­ce­des, ein Onkel in einer gro­ßen Burg und eine Reise ans Meer, doch die Bil­der dahin­ter spre­chen eine andere Spra­che.« Das ist nicht weit ent­fernt, son­dern pas­siert viel­leicht nebenan, jeden Tag.
    httpv://vimeo.com/4245550

Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Vernetzt, Wochenschau
Schlagwort: , , ,

Verwandte Artikel

17 Kommentare

  1. Ooh ja, ich wünsch mir die Horor Bar direkt hier um die Ecke — das wäre schön zum abend­li­chen Abmat­ten in gru­se­li­ger Atmo.

    Das Video vom »schöns­ten Tag des Lebens« (Armut) ist wirk­lich sehr bewe­gend und sehens­wert — danke dafür.

    Und bei den pics von der Blauen Stunde ärgere ich mich, dass ich es nicht dahin geschafft habe am Mon­tag. Wirk­lich stim­mungs­voll und es war sicher ganz toll. Hab auch die Rosa ent­deckt ;o)

  2. @shan_dark: Wer wünscht sich keine Horor Bar um die Ecke, ein Gothic-Abend in einer unse­ren loka­len Knei­pen­tem­pel muss mit schwar­zen Stoff­bah­nen, Grab­lich­tern und gelang­weil­ten Gips­fi­gu­ren auskommen :)

    @Orphi: Klar bin ich ein­ver­stan­den, ich hoffe bald regel­mä­ßig von Dir lesen zu dür­fen und habe dei­nen Blog schon mal im Feed-Reader ver­ewigt. Ich glaube ich muss meine Blo­grolle drin­gend überarbeiten…

  3. Ja, Armut hat in der Tat viele Gesich­ter. Zum Bei­spiel die­ses, das ich heute nach Lek­türe eines ent­spre­chen­den Arti­kels im Stern in mei­nem (noch abso­lut nicht fer­ti­gen) Blog erwähnt habe. Robert, ich hoffe, du bist mit dem Link einverstanden.

  4. @Orphi: Irgend­wie würde mich ja inter­es­sie­ren, wie Du mit, von mir aus 2000 Hot-Dogs 2 Mil­lio­nen Men­schen ernäh­ren willst.

  5. @Vizioon
    Wie kommst du dar­auf, dass ich mit 2000 Hot Dogs 2 Mil­lio­nen Men­schen ernäh­ren möchte?

  6. @Orphi: Mit Blick auf Dei­nen Blog ver­mute ich es. Ok, las­sen wir es 10.000 Hot Dogs sein. Die Per­ver­sion besteht also, tja, in was?

  7. Die Per­ver­sion besteht darin, dass die rei­chen Län­der die Dritte Welt sys­te­ma­tisch aus­blu­ten las­sen und dann Wett­be­werbe ver­an­stal­ten, in denen es darum geht, wer am meis­ten fres­sen kann. Aller­dings gebe ich zu, dass ich die Hin­ter­gründe mei­ner Aus­sage hätte erläu­tern müs­sen. Auch diese Aus­sage hier ist wenig aus­führ­lich, so nicht nach­voll­zie­bar und des­we­gen wenig aus­sa­ge­kräf­tig, aber eine Abhand­lung über die Zusam­men­hänge würde den Rah­men hier spren­gen, zumal das Roberts Blog ist ;-)

  8. Die rei­chen Län­der? Mehr­zahl? Du redest nur von einem Land.
    Der Hot-Dog Wett­be­werb ist nicht poli­tisch moti­viert, und hat nichts mit dem cryp­ti­schen Aus­blu­ten Drit­ter Welt-Länder zu tun, son­dern ist inzwi­schen Tra­di­tion. Und noch­mal, wie las­sen die paar Hot-Dogs Dritte-Welt-Länder ausbluten?

  9. Nicht hier Vizioon. Das ist hier nicht mein Blog und ich schrieb ja, dass ich die Hin­ter­gründe mei­ner Aus­sage nicht in zwei Sät­zen erläu­tern kann. Alles, was ich in Kürze dazu schrei­ben würde, wäre unvoll­stän­dig. Sobald ich aber Zeit habe, werde ich die Erläu­te­rung zu dem »Schnell­schuss ohne Erklä­rung« in MEINEM Blog nach­ho­len. Dann gibt es auch schlüs­si­gere Zusammenhänge.

  10. @Vizioon: Eine merk­wür­dige Tra­di­tion. Ich sträube mich immer davor »Absur­di­tä­ten« durch Erklä­rung zur Tra­di­tion zu recht­fer­ti­gen. Was immer schon so gemacht wurde, muss nicht immer gut gewe­sen sein. Ich denke das Orphi hier auf die Dop­pel­mo­ral anspielt, nicht dar­auf das man mit 2.000 oder 10.000 Hot-Dogs die dritte Welt füt­tern sollte.

    @Orphi: Das ist nicht nur »mein« Blog, son­dern in gewis­ser Weise auch eurer, denn schließ­lich sind doch die Kom­men­tare das, was einen Blog aus­macht und ihn von sta­ti­schen Sei­ten oder Foren unter­schei­det. Des­halb: Fühlt euch wie zu Hause ;)

  11. Es geht darum, dass die Wett­fress­in­dus­trie (jähr­lich 10 Mil­lio­nen Dol­lar Umsatz mit mehr als 75 Fress-Events im Jahr in 8 Ländern)

    http://www.forbes.com/2009/07/01/joey-chestnut-nathans-business-sports-eating.html )

    unter ande­rem mit zahl­rei­chen Fir­men zusam­men­hängt, die direkt oder indi­rekt dafür ver­ant­wort­lich sind, dass es der Drit­ten Welt lange nicht so gut geht wie uns. Wer sich dafür inter­es­siert kann bei­spiels­weise Filme wie »Fleisch frisst Men­sche­nen« aus den 80ern oder aktu­elle Doku­men­ta­tio­nen wie »We feed the World« anschauen oder aber Bücher ernst­zu­neh­men­der Auto­ren lesen. Bei­spiels­weise die des UN-Sonderberichterstatters für das Recht auf Nah­rung Jean Zieg­ler. Allein die Tat­sa­che, dass es eine Inter­na­tio­nal Fede­ra­tion of Com­pe­ti­tive Eea­ting (Ifoce) gibt, ist in mei­nen Augen unglaub­lich und ein Zeug­nis dafür, dass es Men­schen gibt, die mit mora­li­schen Ansich­ten nicht mehr viel am Hut haben. Wir neh­men das Essen den Armen ab und spie­len dann ein biß­chen damit, weil es so lus­tig ist.

    Ich bin nie­mand, der mit dem mora­li­schen Zei­ge­fin­ger auf alle Spaß-Veranstaltungen zeigt und jeden Cent für gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tio­nen spen­det. So kon­se­quent bin ich (lei­der) nicht. Ich kleide mich auch nicht in Sack und Asche und laufe mit schlech­tem Gewis­sen durch die Gegend, nur weil ich in einem rei­chen Land wohne. Ich kleide mich viel­mehr in Schwarz und ver­su­che im Rah­men mei­ner Mög­lich­kei­ten dar­auf hin­zu­wei­sen, dass man hier und da sein Bewusst­sein für deut­li­che Miss­stände und ver­steckte Zusam­men­hänge schär­fen sollte statt Leu­ten zuzu­ju­beln, die sich ton­nen­weise Fleisch rein­schau­feln und das für einen tol­len Sport hal­ten. Irgendwo hört der Spaß eben auf. Daher der Aus­druck »per­vers«, den ich benutzt habe.

    Natür­lich kann man mit die­sen Hot Dogs nicht die Dritte Welt ernäh­ren. Aber allein die 20 000 Dol­lar Preis­geld wür­den schon viel bewir­ken. Von den zahl­rei­chen Orga­ni­sa­tio­nen, die sich gegen den Hun­ger ein­set­zen zusammengetragen:

    12 € Was­ser­fil­ter, mit dem sich viele töd­li­che Krank­hei­ten ver­hin­dern las­sen.
    98 € Setz­linge für einen Wald­gar­ten in Haiti: Fami­lien fors­ten ihr Land wie­der auf und müs­sen nicht mehr hun­gern.
    5 Euro im Monat rei­chen aus, damit zwei äthio­pi­sche Fami­lien genug Trink­was­ser bekom­men.
    10 Euro im Monat genü­gen, damit fünf Fami­lien in Laos Gemüse– und Obst­gär­ten anle­gen kön­nen.
    11 Euro monat­lich genü­gen für 40 Kilo Boh­nen– und 400 Kilo Kar­tof­fel­saat­gut. Damit kann eine Fami­lie in Burundi ein Jahr lang ihre Fel­der bestel­len und zwei­mal ern­ten.
    60 Euro rei­chen in Kenia bereits, damit eine Fami­lie Saat­gut für Gemüse, Mais, Boh­nen und Süß­kar­tof­feln für ein Jahr erhält.
    25 Euro rei­chen, damit in Laos vier Fami­lien genug Reis für ein gan­zes Jahr anbauen können.

    Fress­wett­be­werbe sind dar­über hin­aus in kei­ner­lei Hin­sicht das rich­tige Signal für Kin­der und Jugend­li­che. Der Zeit­geist ist zwar eh schon eine Kata­stro­phe, aber man muss das ja nicht noch fördern.

  12. Wirt­schaft­lich gese­hen: Umsatz bedeu­tet nicht Gewinn. Und 10 Mil­lio­nen, soll das ein Witz sein? Deine Bespiele mögen ja recht pole­misch sein, nur dum­mer­weise machen die von Dir ange­spro­che­nen Grup­pen nicht das, was Du von Ihnen erwar­test. Weder der Was­ser­fil­ter noch die Setz­linge wer­den für den »heile-Welt-Kram« ein­ge­setzt, son­dern ver­kauft. Und zwar für mehr Geld, als sie ursprüng­lich gekauft wurden.

  13. @Robert: Wie Dop­pel­mo­ral? Ich ver­su­che es mal ein­fach: Hast Du noch nie Lebens­mit­tel weggeworfen?

  14. Ich hab den Link zu dem ent­spre­chen­den Arti­kel im For­bes Maga­zin doch hin­zu­ge­fügt. Ent­we­der du hast ihn nicht gele­sen oder du kannst kein Eng­lisch. Sonst ver­stehe ich das mit dem »Witz« nicht. Ich habe auch nicht geschrie­ben, dass 10 Mil­lio­nen Umsatz = 10 Mil­lio­nen Gewinn sind. Es han­delt sich auch nicht um »Heile-Welt-Kram«, son­dern um Hilfsorganisationen.

  15. der Witz sind die 10 Mil­lio­nen, irgend­wie scheint Dir das viel. Btw. BP, ja die mit der Ölquelle, haben im ers­ten Quar­tal (das sind 3 Monate), 6,4 Mil­li­ar­den Dol­lar Gewinn (!) gemacht. Und Du kannst Links hin­zu­fü­gen, solange es Dir gefällt. Ändert nichts.

  16. Ach das meinst du mit »Witz«. Ich dachte, du meinst, ich hätte mir die Zahl aus­ge­dacht. Ich sehe kei­nen Zusam­men­hang zwi­schen BP und dem, was ich geschrie­ben habe.

  17. @Vizioon: Dop­pel­mo­ral? Auf der einen Seite brüs­ten sich Staa­ten und Fir­men mit ihrem Enga­ge­ment für die hun­gern­den Län­der der Welt, auf der ande­ren Seite tra­gen sie aber aktiv dazu bei, das die Län­der sich selbst zer­stö­ren. Neh­men wir als Bei­spiel einige Ölfir­men, die mit »20.000€ für hun­gernde Kin­der« Wer­bung betrei­ben, wäh­rend ihren schlecht gewar­te­ten Ölquel­len in Afrika hun­derte Hektar frucht­ba­res Acker­land ver­seu­chen. »Stört ja nie­man­den…« — Dop­pel­mo­ral wie ich finde.

    Sicher schmeiße ich Lebens­mit­tel weg, ich brüste mich aber nicht damit spen­den­freu­dig zu sein, son­dern tue es ein­fach. Außer­dem halte ich »Hast du noch nie Lebens­mit­tel weg­ge­wor­fen?« für eine rhe­to­ri­sche Frage, denn wer hat das noch nicht gemacht? Ich muss jedoch anmer­ken, das das nicht auf Orphis Absicht beruht und daher hier etwas zusam­men­hang­los wirkt. Orphi selbst spricht ein ganz ande­res Pro­blem an.

    Sich Würst­chen in den Hals zu schie­ben und das noch abzu­fei­ern und im Fern­se­hen zu über­tra­gen ist sowas von ekel­haft das mir das Blut in den Adern kocht. »Unter­hal­tung« eine geld­gie­ri­gen Indus­trie für einen Teil der Bevöl­ke­rung die es Anfeue­rungs­wür­dig hält, wenn man sich mög­lichst viele Würst­chen mög­lichst schnell in den Hals schiebt.

    Es erschreckt mich anzu­se­hen wie viele Men­schen dar­auf abfah­ren und Bestä­ti­gung dafür, schwarz zu tra­gen und anders zu sein, denn ich möchte nicht mit einem Strom schwim­men, in dem man in den Lei­chen sei­ner Per­ver­si­tät ertrinkt.

    Zum »heile-Welt-Kram«, die Setz­linge und die Was­ser­fil­ter sind auch nur zwei Bei­spiele aus Oprhis Aus­füh­run­gen und kön­nen nicht stell­ver­tre­tend für die Grup­pen ste­hen, die du viel­leicht meinst. »Und zwar für mehr Geld, als sie ursprüng­lich gekauft wur­den.« Weißt du das, ver­mu­test du das oder behaup­test du das? Und wenn dem so wäre — manch­mal muss man eben mit dem Sys­tem par­ti­zi­pie­ren um hel­fen zu können.

Schreibe einen Kommentar

Hilfe bei der Kommentareingabe?