12 März

Spontis Wochenschau #09

Kategorie: Vernetzt, Wochenschau — Jahrgang: 20103 Kommentare

Schluss aus! Ich ver­su­che erst gar nicht mehr mich zu recht­fer­ti­gen, die meis­ten wis­sen warum. Immer­hin, die Woche war Ereig­nis­reich. Im Hause Spon­tis hat man sich um die Urlaubs­pla­nung geküm­mert und inten­siv das Inter­net dazu benutzt Rei­sen zu buchen. Unter ande­rem wer­den wir Pfings­ten zu Gast in Leip­zig sein (dazu spä­ter mehr) und Ende Juni auch wie­der mal nach Lon­don düsen (auch dazu spä­ter mehr). Es lohnt sich übri­gens hier Ange­bote zu ver­glei­chen und die Reise in die eigene Hand zu neh­men, auch wenn das natür­lich eine Menge Arbeit ist.
Der Feed-Reader war wäh­rend des­sen wie­der beson­ders aktiv, oder bes­ser gesagt die Blogs die sel­bi­ger regel­mä­ßig besucht, ich habe es kaum geschafft mich adäquat durch allen Arti­kel zu wüh­len. Ist es wirk­lich so wich­tig wie der Graf von Unhei­lig rich­tig heißt? Brau­chen wir eine grüne Initia­tive aus der Goth-Szene? Und über­haupt mit wel­cher Berech­ti­gung wird der Käß­mann Respekt aus­ge­spro­chen? Gar­niert mit den 15 bes­ten Song-Filmszenen-Symbiosen und einem Film­noir Mas­hup zu Mas­siv Attacks »Angel« ergibt sich die­ses mal ein beson­ders dunk­ler Wochen­rück­blick, was ich per­sön­lich als sehr ange­nehm empfinde.

  • Wer ver­steckt sich hin­ter dem Chart­stür­mer?
    Die Bild betreibt wie­der eis­kal­ten Ent­hül­lungs­jour­na­lis­mus und deckt den angeb­lich rich­tig Namen des Gra­fen von Unhei­lig auf: »Er heißt eigent­lich Bernd Hein­rich, ist geschätzte 35 und kommt aus Aachen. Er lernte den Beruf des Hörgeräte-Akustikers, ver­schrieb sich aber schnell der Musik. Seit zehn Jah­ren fei­ert er in der Untergrund-Musikszene Erfolge, genießt Kult­sta­tus.« Die Pres­se­agen­tur dpa schreibt in ihrer Mel­dung: »Ham­burg (dpa) — Er nennt sich selbst «der Graf» und seine Band Unhei­lig — das weckt Asso­zia­tio­nen an Vam­pire, schwarze Mes­sen und sata­ni­sche Musik. […] «Der Graf» ist gar kei­ner und will auch kei­ner sein, er heißt ein­fach nur so: Bernd Hein­rich Graf, so jeden­falls wird es kol­por­tiert, denn er selbst hört und sieht das gar nicht gern; am liebs­ten würde er seine Iden­ti­tät kom­plett geheim hal­ten.« Ich wusste bis dato gar nicht, das es sata­ni­sche Musik über­haupt gibt, die ein­zige Asso­zia­tion die diese Arti­kel in mir wecken ist Sen­sa­ti­ons­geil­heit, wen inter­es­siert es wie der Graf rich­tig heißt? Bild dir deine Meinung!
  • Goth for Earth — Grüne Party für die schwarze Szene
    »Die Umwelt­in­itia­tive GOTH FOR EARTH  fei­ert am 3. April 2010 die Grün­dung des gleich­na­mi­gen Ver­eins mit einer rau­schen­den Party im Pathos Thea­ter Mün­chen. Neben Pro­gramm mit 3 DJs wer­den Bio­ge­tränke, Licht­in­stal­la­tion und natür­lich Infos zum grü­nen Thema und zur Initia­tive gebo­ten. Im Zen­trum steht jedoch eine Party für Leute, die gemein­sam etwas ver­än­dern wol­len — in Ihrem Club — in Ihrer Szene.« Ver­stehe gar nicht, warum jetzt schon wie­der »Goth« drauf geklebt wird. Ist das jetzt ein Sti­cker für beson­dere Auf­merk­sam­keit? Nichts gegen Umwelt­pro­jekte, aber dafür brau­che ich kein schwar­zes Label.
  • Mar­got Käß­mann: Kein Respekt für Alkohol-Lenker
    Aus der Seele gespro­chen hat mir astro­dic­ti­cum sim­plex, mit sei­nem State­ment zur Käß­mann Affäre: »Würde man auch »Respekt« vor Bischö­fin Käß­mann haben, wenn sie bei ihrer Fahrt unter Alko­hol­ein­fluß einen Men­schen ver­letzt oder getö­tet hätte? Würde man sie für ihren Rück­tritt loben und ihre Ent­schei­dung als »ver­ant­wor­tungs­be­wusst« und sie selbst als »Vor­bild« hin­stel­len?« Alko­hol am Steuer ist keine Baga­telle, ich wün­sche mir schon seit lan­gem 0,0 Pro­mille. Ein Glas geht? Unsinn. Kein fal­scher Respekt für eine Frau die wusste, das sie Alko­hol getrun­ken hat und sich trotz­dem ans Steuer gesetzt hat.
  • Die 15 bes­ten Song-Filmszenen-Symbiosen
    Bei free­Q­net gibt es einen ganz beson­de­ren Lecker­bis­sen. Der Ein­satz von Musik in Fil­men im Top 15 Durch­lauf. »Geht es euch auch so? Es gibt so Songs, die mich sofort an einen Film oder eine spe­zi­elle Film­szene erin­nern, sobald ihre ers­ten Takte erklin­gen, weil eben diese Songs den Film oder die Szene erst zu dem gemacht haben, was sie sind. Wie hätte z.B. das Ende von Fight Club gewirkt, wäre dort nicht “Where Is My Mind” von den Pixies ein­ge­spielt wor­den? Hätte die große Überdosis-Szene in Train­spot­ting das selbe aus­ge­drückt, wenn man sie nicht mit Lou Reed’s “Per­fect Day” unter­legt hätte?« Groß­ar­tig. Unbe­dingt reinklicken.

Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Vernetzt, Wochenschau
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3 Kommentare

  1. Vie­len Dank für’s Verlinken! :)

  2. dpa, na herr­lich… Ich denke gerade an Ten­acious D, bei denen der Leib­haf­tige in die Sai­ten greift — DAS ist mal sata­ni­sche Musik :)
    Muss man es nicht lie­ben, wenn Leute effekt­hei­schend über ver­meint­li­che Teu­fels­an­be­ter schrei­ben wol­len und dabei nicht ein­mal den Unter­schied zwi­schen »sata­nisch« und »sata­nis­tisch« auf die Reihe kriegen?

  3. @beetFreeQ: gerne :)

    @von Karn­stein: Es berei­tet mir immer wie­der Freude die Unzu­läng­lich­kei­ten der Bou­le­vard Presse zu ver­fol­gen. »Wenn man keine Ahnung hat, ein­fach mal die Fresse hal­ten…« (Die­ter Nuhr)

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