28 Februar
Spontis Wochenschau #08
Und die Jahre ziehen ins Land und wir surfen immer noch ohne Verstand. So, oder so ähnlich sang es eine Düsseldorfer Punk-Band einmal und da ich keinen Alkohol zu mir nehme, bleibt mir nur das surfen übrig. Und manchmal lasse ich mich einfach treiben von Video-Plattformen, Blogs, Nachrichtenportalen und Linklisten, schwimme in der Welt der Reize, lasse mich berieseln und genieße es mal nicht an den Alltag denken zu müssen, oder an den Keller — den ich immer noch aufräumen muss. Ich schaue den Menschen zu die etwas besonders gut können oder auch etwas gar nicht können, bin sensationsgeil, neugierig und schadenfroh. Ich mache mich schamlos über andere lustig und klicke alles an, was nicht bei 3 auf einem Baum zu finden ist. Alles Eigenschaften, die zu Tage treten, wenn man den Verstand einmal weglässt und seinen niederen Instinkten freien Lauf lässt. Manche brauchen zum deaktivieren des Verstands den Alkohol, ich brauche dazu das Internet und darf danach sogar noch mit dem Auto fahren.
- WhoseTube? — Künstler in den Fängen des eigenen Labels
Stell Dir vor, du bist in einer Band und drehst ein Video. Das Video stellst du bei YouTube Online und erreichst damit ungeahnt viele Menschen die letztendlich auch zu deinen Konzerten kommen und Dir zu nie erhofften Ruhm verhelfen. Das nächste Video, das du online stellst, ist jedoch nicht mehr zu sehen denn die EMI, bei der du einen Plattenvertrag hast, unterbindet das einbinden in andere Seiten und sperrt den Content der Videos auch außerhalb der USA. Die Folge? Das neue Lied kennt kaum noch einer, es verkauft sich eher schleppend und der Bekanntheitsgrad kann nicht weiter gedeihen. So erzählt es wenigsten Damian Kulash Jr., der Lead-Sänger der Band OK Go in einem Interview mit der New York Times. Für alle, die jetzt wissen wollen um welches Video es geht, klicken diesen Link. - Mixtape Revisited
Vor einer weile gab es bei freeqnet eine schöne Blog-Parade mit dem Titel das perfekte Mixtape, bei dem ich mich auch mit meinem Beitrag zum Sommer 1987 verewigt habe. Da sich die Aktion größter Beliebtheit erfreute sind wieder alle aufgerufen erneut zur Kassette zu greifen und ein Themenbasiertes neues Mixtape zu erstellen. Zu Kopfkino, Kopfnicker oder Kopflos fallen euch spontan einige Lieder ein? Im Kopf ist mein Mixtape schon fertig, ich muss es nur noch umsetzen. Für alle die neugierig geworden sind, bleibt noch bis Ende März Zeit, denn solange läuft diese Blog-Parade noch. - WordPress: Gravatare cachen
Das sind diese kleinen Bildchen die beim kommentieren neben dem Kommentierenden angezeigt werden, sofern sich selbiger bei beliebten Dienst gravatar.com angemeldet hat. Bis jetzt war es immer so, das sich WordPress diese Bilder vom gravatar-Server holte, was mitunter schon mal für einige Sekunden Verzögerungen sorgte. Plerzelwupp zeigt nun eine elegante Möglichkeit, die Gravatare der Besucher auf dem eigenen Webspace zwischenzuspeichern um die Ladezeiten zu verkürzen. Gerade bei viel kommentierten Artikel ist das eine wirklich lohnenswerte Investition, die aber etwas Übung mit WordPress voraussetzt. Ganz nebenbei sei auch erwähnt, das der Besuch seines Blog oder das abonnieren seines Feeds fast als Pflicht für jeden WordPress-Betreiber ist. - Wie man richtig tanzt
1980 war das mit den Tanzstilen ja so eine Sache. Eigentlich war überall noch Disco angesagt, was nicht unbedingt die Bezeichnung für eine musikalische Lokalität gewesen ist, sondern auch der Name für einen Tanzstil. Geprägt wurde der durch eine Reihe von standardisierten Tanzfolgen, die man der Leichtigkeit halber mit Namen wie Helicopter oder Sprinkler versah um die Anwendung zu vereinfachen. John Travalto zeigte in Saturday Night-Fever wo im Discotanz der Hammer hängte und löste damit eine Welle der Nachahmer aus, die auch Australien erreichte. 1980 veranstalte man den Xanadu National Dance Contest, bei dem der folgende Protagonist den Zuschauer zeigte, wie man sowas macht.
- Spot für eine Eishockey-Mannschaft der Alaska Fairbanks University
Gestern endeten die olympischen Winterspiele in Vancouver mit dem Eishockey-Finale USA-Kanada, das Kanada mit dem Gewinn der Goldmedaille beendete. Die deutsche Beteiligung an diesem Sport war eher zweitrangig, schließlich ist der körperliche Sport in Kanada Volkssport Nummer 1 und auch in den USA schwer angesagt. Traditionsgemäß wird die eigene Mannschaft beim einem Heimspiel mit großem TamTam eingeläutet, das meist mit einem eingespielten kleinen Film beginnt und dann auf dem Eis fortgeführt wird. Wie großartig so etwas sein kann, zeigt der Opener dieser Eishockey-Mannschaft. Wenn jemand nach einer visuelle Definition von »Dick auftragen« sucht, hier wird er fündig.
(Bilderquelle: Bundesarchiv@Wikipedia)
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Vernetzt, Wochenschau
Schlagwort: Wochenschau, WordPress


hat bereits 1 Kommentar abgegeben und schrieb am 2. März 2010 um 07:33:
Hallo Robert,
vielen Dank für die Benennung des Artikels »Gravatare cachen«, der allerdings ohne fremde Hilfe nicht zustande gekommen wäre.
An den Tanzstil, wie Du ihn anhand des »Xanadu National Dance Contest« darstellst kann ich mich noch sehr gut erinnern. War das nicht gestern? oder? .… Mein Gott … ich werde alt.
hat bereits 158 Kommentare abgegeben und schrieb am 3. März 2010 um 19:35:
*LOL* Nicht kleckern sondern klotzen ;) Das Eishockey Video ist echt »Fett« ;) Beim Tanzvideo ist es an der Grenze zwischen herzhaft lachen müssen und wegschauen weil »Aua« ;)
Bin gespannt auf Dein Mixtape und Danke für den Link zu Plerzelwupp und hier direkt Danke auch an Plerzelwupp … eine klasse Seite mit vielen hilfreichen Tips :)
hat bereits 1 Kommentar abgegeben und schrieb am 14. September 2010 um 11:52:
Hahahaha, selten so herzhaft gelacht! Echt geil! Wobei man bei dem Tanzen wirklich fast Mitleid bekommt.
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 14. September 2010 um 18:35:
@plerzelwupp: Habe ich doch deinen Kommentar überlesen, unverzeihlich. Der schöne Aspekt daran ist doch, das man noch einander hilft um letztendlich andere davon profitieren zu lassen. Das ist bei vielen Bloggern immer noch eine schöne Eigenschaft :) Ganz abgesehen davon hat der Einbau deines Hinweises bei mir nicht ganz geklappt, die Fehlerquelle hat sich mir nie erschlossen, ich nehme an, der Fehler liegt bei mir.
@stoffel: Klotzen ist gut :)
@Elektromotor: Mitleid mit wem, den Zuschauern oder den Tänzern?