Eine schöne Zeit für wirklich jeden Karnevalisten, einer Zeit in der man mal ungezwungen fröhlich sein darf. Unter dem Joch des Karneval lebt es sich ganz entspannt. Eine Zeit, in der andere Menschen gar nicht mehr auffallen, weil alle mal so sind wie sie vielleicht sein wollen. Grufties, Vampire, Goths und Cybers gehen im allgemeinen rheinischen Getümmel unter und lassen eine ganz fremde und neue Toleranz aufflammen, die den Nicht-Karnevalisten schon mal aus der Bahn werfen kann. Meine Meinung? Wir sind immer so, ihr braucht närrische Tage um das zu leben was ihr euch wünscht. Aber dieses mal führe ich euch auf’s Glatteis und verkleide mich als Pirat, partizipiere und gehe für 1 Woche mal in der Masse unter, so wie ihr den Rest des Jahres. Ein leeres Gefühl irgendwie. Doch Karneval ist nicht alles was diese Tage so passiert, im Netz kann man keine Pappnase aufsetzen, freut sich aber immer über die gefühlte Vielseitigkeit. Lachen und Traurigkeit, Abstoßendes und Anziehendes, alles liegt im Netzt so dicht zusammen das es manchmal schwer fällt das in seinen eigenen Maßstäbe zu pressen. Ich werde euch helfen! Und wenn nicht, dann habe ich es wenigstens versucht.
- Daten kann man nicht stehlen
Ich glaube ich ziehe nach Bayern. Da gibt es noch Justizministerinnen, die endlich mal Klartext sprechen. Beate Merk kommentiert den Ankauf der Steuersünder-CD mit sehr weisen Worten: »Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen. Und wo es keine gestohlene Ware gibt, da gibt es auch keine Hehlerei.« Schön gesagt und Balsam auf die geschundenen Seelen der Tauschbörsennutzer, die gerne mit Dieben verglichen werden. Sind ja nur Daten und die kann man nicht stehlen. Manchmal, so denke ich mir, aber nur manchmal sollten Politiker sich ihrer Öffentlichkeit bewusst werden und darüber nachdenken, was sie sagen. Aber ich denke, ohne ihre vorbereiteten Reden und Skripte bleibt unter dem Strich nicht viel Kompetenz.
- Killing Joke — Neues Album in Originalbesetzung und Tour im April
Die britische Kultband Killing Joke (Love like Blood) formiert sich wieder in Originalbesetzung um es noch einmal zu versuchen. Killing Joke 13: Feast Of Fools soll das neue Album heißen, eine kurze Tour ist für Mitte April geplant bei dem auch zwei Termine in Hamburg und Köln auf dem Programm stehen. Was davon zu halten ist, bleibt abzuwarten. 2009 war schon abzusehen, das Reunions wieder schwer angesagt sind. »Now, 30 years since first bonding in blood, the original line-up of Jaz Coleman (vocals), Geordie (guitar), Youth (bass) and Paul Ferguson(drums) are set to start work on their 13th studio album – the first fruits of a new worldwide deal with the Spinefarm Records label.«
Niall O’Brien und seine Punk-Pictures
Bei Nerdcore gibt es einige sehr intensive Bilder einer Bande junger Punks und ihrem Leben. »
Niall O’Brien dokumentiert mit seiner Kamera seit ein paar Jahren das Leben einer Bande Punks aus dem Südwesten Londons, jetzt hat er eine Ausstellung namens „Good Rats“ in der Galerie Art Work Space […] Rüde, verroht, abgefuckt, versoffen, ungewaschen. Gleichzeitig zart, feinfühlig, liebevoll. Mit einem Wort: Grandios« Drei Jahre lang hat er die Gruppe begleitet und zeigt ein Bild der Menschen und ihrer Gefühle, nicht aber das Individuum von innen. Kann es auch nicht, soll es auch nicht und war wohl auch nie beabsichtigt.- Boy George’s Leben als Film
Eine der wohl schillerndsten Ikonen der 80er ist wohl Boy George, bei dem sich damals niemand so richtig entscheiden konnte, in welche Richtung der bunte Paradiesvogel und Held der New Romantic Bewegung sich entwickeln würde. Doch sein Leben verlief nie in gerade Bahnen und war immer wieder kurz vor dem Absturz. In einem 90-minütigen Drama möchte der BBC das Leben des Stars verfilmen und diesen Werdegang aufzeigen. Seit Joy Division sind solche Dramen gefragt und dürfen ruhig auch weiterhin auf die Leinwand gebracht werden. - Freaky Trigger: Popular
Ich staunte nicht schlecht als ich diese sehr beeindruckende Sammlung aller UK Number #1 Hits seit 1952 entdeckte. Auf Freaky Trigger gibt es zu jedem Monat den passenden Nummer 1 Hit inklusive einem klassischen Review dessen, was da zum großen Teil als Video über den Bildschirm flackert. Momentan ist man im Februar 1987 angekommen, in dem George Michael mit der großartigen Aretha Franklin die britischen Charts stürmte. Reinschauen lohnt sich, es gibt über 500 Beiträge zu bewundern. »It’s a music writing project reviewing all the UK Number One hit singles, in order, from Al Martino’s “Here In My Heart” (1952) onwards. For each single I write a short review and give it a mark out of 10: a lengthy comment thread then follows as readers give their own takes.« - Bodo Wartkes Liebeslied
Bei Red Flog habe ich die Tage über einen jungen Stern am Himmel der lustigen Menschen entdeckt. Bodo Wartke, der mir bislang völlig unbekannt war zeigt sich in seinen Stücken nicht nur musikalisch, sondern auch wortgewandt und Sprachbegabt. »und wenn es bodo wartke geht landet man früher oder später automatisch bei seinem “liebeslied”, im endeffekt ein sehr einfaches kleines liebeslied, welches nur dadurch interessant wird dass der künstler in den strophen den (nahezu) immer wiederkehrenden text in allen möglichen sprachen singt.« Ganz großartig.



hat bereits 155 Kommentare abgegeben und schrieb am 14. Februar 2010 um 10:16:
Bodo ist Kult :) Wir haben ihn das erste Mal 2009 im TV mit eben diesem Liebeslied gesehen und waren begeistert. »Ja Schatz« ist ebenso genial von ihm. Und auf seiner Website gibt es noch den Liebesliedgenerator *köstlich*
hat bereits 162 Kommentare abgegeben und schrieb am 15. Februar 2010 um 15:34:
»Wir sind immer so, ihr braucht närrische Tage um das zu leben was ihr euch wünscht. Aber dieses mal führe ich euch auf’s Glatteis und verkleide mich als Pirat, partizipiere und gehe für 1 Woche mal in der Masse unter, so wie ihr den Rest des Jahres. Ein leeres Gefühl irgendwie.«
Ich hätte es treffender nicht sagen können und fühle mich versucht ein lautes »Amen, Bruder!« auszustoßen :)
Bodo Wartke finde im Übrigen göttlich — der man stellt Dinge mit unserer schönen Sprache an, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Genau das richtige für Linguistik-Nerds wie mich :)
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 25. Februar 2010 um 00:14:
@stoffel: Welche Sprache findest du am besten? Ich find es auf kölsch am herrlichsten :)
@Karnstein: Worte sind der Gedanken Schmuck, oder so ähnlich. Vielen Dank für das Amen!, deine Gebete werden sicherlich erhört werden. :)
hat bereits 155 Kommentare abgegeben und schrieb am 26. Februar 2010 um 12:49:
Kölsch und Plattdeutsch sind meine Favoriten ;)