10 Januar
Spontis Wochenschau #01
Schon wieder vorbei. Höllisch schnell so eine erste Januarwoche, vor allem dann wenn Deutschland in der beschriebenen Schnee-Hölle erstickt und die gesamt Infrastruktur zum erliegen kommt. Glücklicherweise sind wir verschont geblieben, die T-Shirt’s Daisy 2010 — Ich hab” überlebt! sind bereits im Druck und werden wahrscheinlich demnächst als Volks-T-Shirt von einer großen deutschen Zeitung vermarktet. Was ist davon übrig geblieben? Ein bisschen Schneefall ein wenig Wind und einsetzendes Tauwetter sorgt für eine Schneematschlandschaft.
Doch immerhin bleibt sonst alles beim alten, wenn man den Meldungen des Feedreaders uneingeschränkt glauben schenken darf. Machen wir natürlich nicht und deshalb picke ich die besten Meldungen der Woche heraus um sie in konzentrierter Form hier darzubieten. Kennt ihr schon, gab es auch schon 2009. Guten Dingen sollen man treu bleiben.
- Die 100 peinlichsten Berliner
In Berlin lebt der künstlerisch kreative Querschnitt der deutschen Bevölkerung. Wer Erfolg haben will, geht nach Berlin. Sagt man jedenfalls. Der Berliner TIP widmet sich in einem herrlich zynischen Artikeln einigen Protagonisten der Berliner Schnittmenge. »Bushido & Fler — Dick & Doof — Schon der Albumtitel »Carlo, Cokxxx, Nutten« und die Pseudonyme Sonny Black & Frank White klingen wie aus einem Drehbuchentwurf zweier zukunftsbefreiter Dorfjugendlicher, die sich so das Gangsterleben in der Großstadt vorstellen; uns erinnert diese schlechte Musik eher an Klanguntermalung zu angestaubter Reeperbahn-Action á la Karl-Heinz Schwennsen.«
- Medienrecht — Ausblick für 2010
Adrian Schneider vom Telemedicus hat in einem sehr guten Artikel alle wichtigen Änderungen im Medienrecht zusammengefasst. »Das Superwahljahr 2009 liegt hinter uns. Zeit, sich auf die nächsten zwölf Monate zu konzentrieren. Welche Gerichtsentscheidungen und Gesetzgebungsvorhaben stehen an? Welche medienrechtlichen Probleme werden uns in diesem Jahr begleiten? Wie jedes Jahr geben wir auch diesmal wieder einen Ausblick, welche Themen 2010 wichtig werden könnten.« Jeder, der eine Internetseite betreibt und sich aktiv im Netz bewegt sollte zumindestens wissen, was er da tut. - Erwachsenenunterhaltung: Nichts Neues im Nacktprogramm?
Der elektrische Reporter widmet sich der Schmuddelszene und der Krise in diese steckt. »Pornografie galt lange Zeit als Wegbereiter für neue Technologien. Im Zeitalter des Mitmach-Webs sieht kommerzielle Online-Erotik jedoch überraschend alt aus.« Und in der Tat, Krieg und Pornografie haben immer schon Entwicklungen nach vorne gebracht, gäbe es ohne die Porno-Branche überhaupt eine so große Latex-Industrie? Würde die Fetisch Kleidung, die mittlerweile auch in der Gothic-Szene Einzug erhalten hat, genau so bekannt und beliebt sein wenn es die Porno-Macher nicht so etabliert hätten? - Malen nach Zahlen
Wie die Bildzeitung berichtet, ist die Zahl rechtsextremer Gewalttaten 2009 gesunken, doch woher kommen diese Zahlen. Stefan Niggemeier schreibt dazu in seinem Blog: »Die „Bild”-Zeitung möchte also gerne wissen, wie sich die Zahl der rechten Gewalttaten im vergangenen Jahr verändert hat. Sie möchte aber nicht abwarten, bis im Frühjahr die offiziellen Zahlen bekannt gegeben werden. Sie möchte nicht einmal abwarten, bis in einem Monat die vorläufigen Zahlen für das ganze Jahr vorliegen. Mit anderen Worten: Sie möchte gar nicht wissen, wie sich die Zahl der rechten Gewalttaten im vergangenen Jahr verändert hat. Sie möchte nur irgendwas als erster melden, was vielleicht stimmt und vielleicht nicht. Ich fürchte, damit ist sie nicht allein.« Das diese Zeitung nur Schund verbreitet dürfte jedem wohl klar sein, viel schlimmer ist aber die Tatsache, das die von den Nachrichtenagenturen verbreiteten Meldung von vielen anderen ungeprüft übernommen werden um eine Lücke im eigenen Blatt zu füllen - Raketenweihnachtsbaum
Es gibt viele kreative Wege seinen Weihnachtsbaum zu entsorgen. In Schweden nennt man das tjugondag Knut, einen Tag, an dem die Weihnachtsbäume abgeschmückt und aus der Wohnung befördert werden. IKEA verkürzt auf Knut und macht daraus eine Werbeaktion. Dabei gibt es viel kreativere Wege sich seines Weihnachtsbaumes zu entledigen. Wie zum Beispiel dieser findige Tüftler, der den ersten Raketenweihnachtsbaum entwickelt hat.
(Bildquelle: Bundesarchiv@Wikipedia)
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Vernetzt, Wochenschau
Schlagwort: Medienrecht, Nacktprogramm, Rechtsextrem, Weihnachtsbaum, Wochenschau

