3 Februar

Schlichte Eindringlichkeit: Embrace Life

Kategorie: Vernetzt — Jahrgang: 20107 Kommentare

Ein wenig ver­wun­dert war ich ja schon, als ich ein Video über die Zweck­mä­ßig­keit des Anschnal­lens gefun­den habe. Schließ­lich gehört das doch zur täg­li­chen Rou­tine, oder etwa nicht? Die Gefähr­lich­keit liegt in der Rou­tine, denn wie oft schnallt man sich an, ohne das etwas pas­siert? Ist es nicht läs­tig für den kur­zen Heim­weg den Gurt anzu­le­gen? Außer­dem schnei­det der Gurt doch unan­ge­nehm ein und behin­dert furcht­bar beim fah­ren, oder? Auf dem kur­zen Stück wird schon nichts passieren.

Doch wer jetzt ein stei­fes, lang­wei­li­ges Video im Stil des 7.Sinn erwar­tet wird über­rascht oder ent­täuscht, je nach Sicht­weise. Die sim­ple Schön­heit des Videos geht näher als man zunächst erwar­ten mag, die ein­zel­nen Ele­mente der Insze­nie­rung pas­sen so har­mo­nisch zusam­men das keins von ihnen feh­len dürfte. Und genau das scheint ein gelun­ge­nes Rezept zu sein um eng­li­schen Gurt­muf­feln den Lebens­ret­ter näher zu brin­gen. Sus­sex Safer Roads, der Initia­tor des Videos scheint selbst über­rascht vom Erfolg : »Embrace Life – the Sus­sex Safer Roads Partnership’s seat belt advert – has gone glo­bal and smas­hed through 250,000 views.and has been invi­ted to appear on French natio­nal TV and at the Ted.Com Con­fe­rence in Cali­for­nia next week.« Mitt­ler­weile eilt es mit gro­ßen Schrit­ten auf eine halbe Mil­lio­nen Zugriffe und zeigt das es ent­we­der aktu­el­ler ist als man dachte oder schö­ner als man sich vor­stel­len könnte. Trefft eure Ent­schei­dung selbst:

Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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7 Kommentare

  1. Ich habe das Video Leu­ten gezeigt und ich war erschüt­tert. Es gibt Leute, die die­ses Video nicht ver­ste­hen.
    Ich finde das Anschnal­len auch läs­tig, aber das ist was Antrai­nier­tes bei mir und das ist auch gut so. Nur wenn ich zer­streut bin ver­gesse ich es mal. Werde dann aber daran erinnert.

  2. Auch wenn die meis­ten Sym­bole in dem Video so kit­schig sind, dass es mir schlag­ar­tig nur den Blut­zu­cker­spie­gel und nicht die Ein­sicht in die Höhe treibt, so ist die Umset­zung für sich genom­men wirk­lich gut gelun­gen. Keine Frage.
    Aber ich per­sön­lich bin kein Freund von bild­haf­ten Euphe­mis­men, denn diese bestär­ken den Effekt des Nicht-ganz-wahrhaben-wollens. So fand ich bei­spiels­weise jenen Bei­trag, der eine Zeit­lang als Skan­dal­vi­deo in den Medien kur­sierte, wirkungsvoller.

  3. Star­kes Video. In der heu­ti­gen Zeit müßte es doch der Tech­nik mög­lich sein, dass ein auto­ma­ti­sches Anschnal­len zum Stan­dard gehört. Ebenso plä­diere ich eben­falls für ein auto­ma­ti­sche Licht­ein­schal­tung. Eine deut­lich erhöhte Sicher­heit auf den Stra­ßen wäre dann gewährleistet.

  4. Wow, das ist irgend­wie ein­fach nur … schön…
    Blut­zu­cker­spie­gel hin oder her ^^

  5. @Moonica: Sol­che Leute soll es geben. Aber natür­lich hast du recht, mitt­ler­weile gibt es ja tech­ni­sche Ein­rich­tung (akus­ti­sche Signal) die auf den Gurt hin­wei­sen. Aber es gibt auch das andere extrem. »Es kom­men immer wie­der Kun­den, die möch­ten das ich den Warn­ton deak­ti­viere«, so mein Nach­bar der sei­nes Zei­chens an Autos schraubt.

    @Guldhan: Ich denke das kommt auf das Ziel­pu­bli­kum an, wel­che Vari­ante wir­kungs­vol­ler ist. Des­halb ist es auch wich­tig, das beide Vari­an­ten vor­han­den sind. Ich denke bei Jugend­li­chen zieht die Scho­ck­va­ri­ante bes­ser als bei mir bei­spiels­weise, ich finde das »ruhi­gere« Wirkungsvoller.

    @Mysti: Pro­ble­ma­tisch. Der deut­sche Auto­fah­rer möchte sich nicht von der »Tech­nik« bevor­mun­den las­sen, des­halb glaube ich das sol­che Sys­tem sich auf Dauer nicht durch­set­zen würden.

    @Karnstein: Dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen, aber da alle eine Ant­wort ver­dient haben, schreib ich was.

  6. Robert, wenn es die Tech­nik nicht schafft, dann muß es eben das Gesetzt regeln. Bei­spiel Däne­mark, da wirst du gleich ange­schos­sen, wenn du dort ohne Licht auf den Stra­ßen dein Fahr­zeug bewegst. Und beim bes­ten Wil­len, was ist an die­ser Rege­lung denn falsch? Mei­ner Mei­nung nach muß es Pflicht sein.

  7. @Mysti: Natür­lich ist nichts an die­ser Rege­lung falsch, wenn es der Sicher­heit dient. Aber bei uns steht der Gesetz­ge­ber unter einer mäch­ti­gen KFZ-Lobby, daher wird sich ein sol­che Rege­lung auf Dauer nicht durch­set­zen. Ich denke das Tag­fahr­licht in LED Tech­nik hat die bes­ten Aus­sich­ten sich über­haupt durch­zu­set­zen, da es kaum zusätz­li­chen Sprit kos­tet und nahezu kei­nen Ver­schleiß ver­ur­sacht. Aber hier ist auch der Gesetz­ge­ber gefragt. Ein Teu­fels­kreis. Letzt­end­lich wird sich das mit dem Licht aber auch hier durch­set­zen, da bin ich mir sicher.

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Trackbacks

  1. Joaquins Musikblog schreibt:

    Umarme das Leben, benutze den Sicherheitsgurt…

    Für viele Auto­fah­rer ist das Anschnal­len und das Benut­zen des Sicher­heits­gur­tes, bzw. des Drei­punkt­gur­tes, ein läs­ti­ges Übel, obwohl es einer der gro­ßen Lebens­ret­ter im Falle eines Unfalls sein kann. Die einen fin­den es uncool, die…