14 September

Projekt Hörsturz – Runde 4

Kategorie: Stöckchen und Paraden, Vernetzt — Jahrgang: 2009

projekthoersturzGerade als ich mich fragte, welches Lied ich nun hören könnte schwappte die vierte Runde des Projekts Hörsturz von beetFreeQ durch den Google-Reader. (Informationen) Das Line-Up lässt erkennen, es wird wieder spannend werden, neben einigen bekannten Namen finden sich auch wieder völlige Kuriositäten, die ich vom Hörsturz bereits gewohnt bin.

Wieder einmal wird klar, hier sind musikalische Individualisten und Enthusiasten am Werk die keine Mühen gescheut haben uns in die Abgründe oder auch Regale ihrer Musiksammlungen zu entführen. Mein Vorschlag aus Runde 3 ist übrigens zum Verlierer gekürt worden, wahrscheinlich war meine Auswahl doch zu oberflächlich, ich verspreche Besserung ihr verwöhnten Schnösel! ;) Nichts desto trotz und noch bevor ich die ersten Anzeichen von musikalischem Entzug erleide hier meine Meinungen zu den vorgeschlagenen Songs, die sich dieses mal als äußerst Punktefreudig herausstellten, wenn man den kleinen Ausreißer gleich zu Beginn mal rausrechnet.

  • NoFX – I Wanna Be an Alcoholic (von Tobi)
    Freude schöner Götterfunken! Ein Song von NoFX der mir bisher entgangen zu sein scheint. Gerade als ich dann auch anfangen wollte stilecht meine Extremitäten durch dich Luft zu schmeißen war es dann auch schon wieder aus. Blöd. Grund genug aber wieder einmal einen besseren Song von NoFX aufzurufen, der dann zwar Tobi’s Vorschlag nicht mehr rausreisst, dafür aber meine Laune. Nein, der ist nun wirklich zu kurz um beim Projekt Hörsturz einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, sorry Tobi.
    Wertung: 0,5/5 Punkten für das ins Gedächtnis rufen.
  • Polkadot Cadaver – Pure Bedlam For Halfbreeds (von beetFreeQ)
    Den Titel musste ich per Copy & Paste einfügen, zu kompliziert um ihn abzuschreiben. “Was hat denn beetFreeQ wieder da ausgegraben?“, waren dann auch meine ersten Gedanken noch bevor YouTube den Titel geladen hatte. Aber was erreicht meine Ohren denn da? Zunächst dachte ich an Synthieteppiche wie ich sie liebe um gleich auch wieder überrascht zu werden. Sehr kreativ und punkig das ganze mit schönen Psychedelic-Elementen, klingt ein bisschen wie System of a Down oder Slipknot um gleich nach dieser Einschätzung auch wieder aus dem gesetzten Rahmen auszubrechen. Klingt frisch und nach Alternative Metal mit einer Spur keine Ahnung, gefällt mir richtig gut. Der gute Eindruck setzt sich dann auch durch den ganzen Song durch und hinterlässt ein gutes Gefühl und das Verlangen nach mehr.
    Wertung: 5/5 bangenden Punkten.

  • Lacuna Coil – The Pain (von Doro)
    Endlich mal wieder jemand den man kennt, Band und Song gleichermaßen, was nicht zuletzt an Cristina Scabbia liegt, für die habe ich einfach was übrig. Ich finde den Song sehr gelungen, wenn auch nicht herausragend. Er beginnt für mich sehr erfrischend und klingt nach einer gelungenen Mischung aus Synthesizern und Gitarren die dem mit dem Gothic-Metal Stempel abgefertigten Italienern wirklich gut tut und macht zunächst Lust auf mehr. Leider hält der restliche Song meine Erwartungen nicht aufrecht und verfällt zur Hälfte des Spielzeit in Langeweile da er die Akzente die er zu Beginn setzte nicht mehr verstärken kann. Schade eigentlich.
    Wertung: 3/5 schwarzen Punkten
  • Camille – La jeune fille aux cheveux blancs (von Yoko)
    Sehr spannend. Wirklich schöne Acapella Stück, das der französischen Sprache schmeichelt obwohl ich nicht wirklich ein Wort verstehe. Also der Titel macht es mir wirklich nicht leicht zu einem Ergebnis zu kommen. Es hat Spaß gemacht ihn zu hören, ein zweites mal würde ich ihn nicht mehr hören. Die Melodie war gelungen, die gesungene Instrumentierung etwas langweilig. Die Stimme klingt bezaubernd, aber leider auf französisch. Eigentlich bin ich französischen Sängerinnen nicht abgeneigt, für den ein oder anderen Moment in meinem Leben passen sie wie die Faust auf das Auge. Wie beispielsweise dieses Stück von Carla Bruni, da kann Camille leider abstinken. Excusez-moi.
    Wertung: 2/5 (Deux Points) Punkten.
  • The Creepshow – Zombies Ate Her Brain (von Kasumi)
    Musik und Text passt, genau meine Wellenlänge. Psychobilly gefällt mir ausgesprochen gut, gerade mit weiblichen Sängern hat das ganze einen sehr aufregenden Touch. The Creepshow waren mir aber bisher nur als Text ein Begriff, reingehört habe ich noch nicht, umso besser das Kasumi das ganze für mich so hübsch verpackt. Das Stück erweist sich als gelungen und lässt vermuten, das hier noch wesentlich mehr möglich ist. So kommt der Gesang etwas schwach rüber und könnte deutlich dreckiger ausfallen, auf die Akkorde auf der Gitarre dürften ruhig noch ein wenig melodisch komplexer rüberkommen, so wird aus dem guten Auftakt ein gelungener Auftritt, der jetzt keinen von den Hockern reißt aber durchaus interessierten einen Einstieg vermittelt.
    Wertung: 3,5/5 blutigen Punkten.

Mein Vorschlag für die nächste Runde: Flyleaf – I’m so Sick

Robert hat diesen Eintrag am 14. September 2009 um 16:56 verfasst und unter der Kategorie Stöckchen und Paraden, Vernetzt veröffentlicht. (Popularity: 1%)
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3 Kommentare zu “Projekt Hörsturz – Runde 4”

  1. Ja, die Runde zeichnet sich wirklich als eine mit größtenteils zufriedenen Hörern und hohen Wertungen ab. Das hätte ich bei den doch sehr unterschiedlichen Songs gar nicht erwartet!

  2. OHHHH! wenn dein vorschlag in der nächsten runde dran kommt dann weiß ich jetzt schon wie viele punkte er bekommt =D
    Sorg aber dafür das es die vocal up version ist, in der andern geht es zu leise zu =D

  3. @beetFreeQ: Eigentlich finde ich sie gar nicht so unterschiedlich, bis auf Camille passt eigentlich Rock bei jedem als Oberbegriff. Unterschiedlich wäre jetzt Thomas D oder Sven Väth.

    @kasumi: Da fällt mir gerade auf, das ich es noch gar nicht verlinkt habe, muss ich gleich nachholen :) Die Vocal Version ist aber “zu laut”, schließlich soll es ja noch eine “breitere” Menge von Bloggern ansprechen.

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