20 August

Projekt Hörsturz - Runde 2

Kategorie: Stöckchen und Paraden,Vernetzt — Jahrgang 2009

projekthoersturzDas Pro­jekt Hör­sturz von free­Q­net geht in seine zweite Runde. (All­ge­meine Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt)  Mein Vor­schlag der letz­ten Runde ist auf einem respek­ta­blem (so sagt man dazu wenn man schwer ent­täuscht und am Boden zer­stört ist) 4 Platz, was aber selbst­ver­ständ­lich nicht am Song gele­gen haben kann, son­dern am Geschmack der Hörer. Woran auch sonst? Any­way. Zeit für eine neue Runde mit 5 Vor­schlä­gen, von denen ich noch kei­nen gehört habe, ledig­lich die Letzte Instanz von Konna sind mir rein nament­lich ein Begriff, von den ande­ren habe ich noch nichts gehört, gele­sen oder gese­hen. Ob ich etwas ver­passt habe oder ob es viel­leicht gar nicht so schlecht ist, das ich etwas ver­passt habe wird sich bei mei­ner Rezen­sion her­aus­stel­len. Einen wei­te­ren Vor­schlag, den ich die­ses mal aus dem Bauch her­aus gewählt habe, fin­det man wie üblich unter den Bewertungen.

  • Aban­don — Pro­vi­dence (von sym­Ba­disch)
    Gleich zu Beginn der neuen Runde ein poppig-rockiger Vor­schlag der sich gleich so mir nichts dir nicht in meine Ohr schleicht. Das Gefühl, die­sen Song in ähnli­cher Form schon ein­mal gehört zu haben beschleicht mich auch. Würde sich sicher­lich sehr har­mo­nisch in die aktu­el­len Charts ein­fü­gen oder als Song in der Wer­bung ver­wen­det wer­den. Das Stück ist rockig und sehr solide instru­men­tiert, hebt sich aber nicht vom gefühl­ten Ein­heits­brei ab. Ich bin mir jeden­falls sicher, das der Song bei eini­gen Hör­sturz Teil­neh­mern Anklang fin­den wird, lei­der passt der Song so gar nicht zu mei­nem Musik­ge­schmack. Objek­tiv? Solide und Chart­staug­lich aber für mich per­sön­lich lang­wei­lig und Ide­en­los.
    Wer­tung: 2 von 5 Punkten

  • DJ Food — The Ageing Young Rebel (feat. Ken Nor­dine) (von beet­FreeQ)
    Beety schmeißt mal wie­der recht unge­wöhn­lich Musik in den Ring. Einige der ver­wen­de­ten Sam­ples kom­men mir äußerst bekannt vor und lie­ßen sich sicher­lich in einige der 60er/70er Jahre Fern­seh­se­rien zurück­ver­fol­gen. So rich­tig gesun­gen wird ja eigent­lich nicht, eher ein Erzäh­lung die mit Musik unter­legt ist. Obwohl Musik rela­tiv ist, ich warte die ganze Zeit schon dar­auf das der pas­sende Film zur Musik kommt, pas­siert aber nichts. Und so ganz allein auf wei­ter Flur bleibt von dem Lied nicht viel zurück. Ich weiß nicht wo die­ser DJ Food auf­legt, aber die Tanz­flä­che zu die­sem Song kann nicht allzu voll sein. Unge­schickt anein­an­der­ge­schnip­pelte Loops alter Sam­ples, keine wirk­li­che Melo­die und kein Rhyth­mus, schade eigent­lich aus einige der Sam­ples ließe sich sicher­lich ein Dance­floor­knal­ler zusam­men­mi­xen, doch das liegt wohl nicht im Inter­esse des DJ Food, dem Tänz­flä­chen­ent­lee­rer.
    Wer­tung: 0 von 5 Punkten

  • Letzte Instanz — Monu­ment der Stille (von Konna)
    Vor­schuss­lor­bee­ren sind nor­ma­ler­weise nicht mein Ding, aber bei der letz­ten Instanz kann man schon mal groß­zü­gig sein. Die Bal­lade, die ich bis jetzt noch nicht kannte, erin­nert mich zunächst rein gesang­lich an Gen­re­ähn­li­che Künst­ler und klingt ein biss­chen nach Unhei­lig. Der Anfang ist gelun­gen und melo­disch und gefällt mir aus­ge­spro­chen gut, lei­der drif­tet der Song immer wei­ter in Rich­tung Pop ab und ver­liert den Cha­rak­ter. Sol­che Lie­der machen Sub­way to Sally wesent­lich bes­ser, die letzte Instanz sollte bei ihrem bewähr­ten Schema blei­ben und nicht ver­su­chen mit pop­pig geheu­chel­ten Bal­la­den ein brei­te­res Publi­kum anzu­spre­chen, denn genauso kommt es mir vor. Ein Lied macht noch kei­nen Som­mer und sollte sich der Erst­hö­rer viel­leicht auch ein­mal die ande­ren Werke der Band betrach­ten um ein gan­zes Bild zu for­men und nicht nur die­sen Aus­schnitt in die Bewer­tung ein­be­zie­hen, denn sonst wird man ent­we­der ent­täuscht oder über­rascht.
    Wer­tung: 2 von 5 Punkten

  • Gotye — Hearts A Mess (von beam)
    Noch nie gehört von Gotye. Des­halb bin ich posi­tiv über­rascht, bin ich doch bis jetzt sehr streng ins Gericht gegan­gen. Die­ser Song ist sehr groo­vig und chil­lig, er klingt für mich also sehr har­mo­nisch und rhyth­misch und würde ideal in meine Ent­span­nungs­play­list pas­sen. Obwohl der Gesang Geschmacks­sa­che ist und zuwei­len etwas krei­schig klingt, fügt er sich jedoch sehr har­mo­nisch in den Song ein und run­det das Pos­tive Gesamt­er­geb­nis ab. Die 70er Retro­or­gel, die offen­bar ganz schwer in Mode gekom­men ist sorgt zusam­men mit dem ein­gän­gi­gen Beat für eine inter­es­sante und aus­ge­fal­le­nen Instru­men­tie­rung. Ich bin ange­tan, wenn auch nicht begeis­tert und ver­gebe Extra­punkte für die Wahl der Klang­er­zeu­gung und ziehe auch gleich wel­che für den etwas zu krei­schi­gen Gesang wie­der ab.
    Wer­tung: 3,5 von 5 Punkten

  • We Are Wol­ves — Psychic Kids (von Kamil)
    Da muss ich erst­mal nach­le­sen wo sich die Wölfe mit die­sem Stück ein­ord­nen möchte.  Elek­tro­rock? Also ich weiß es nicht, klingt erst­mal inter­es­sant, lei­der muss ich geste­hen, das es dar­über nicht hin­aus geht. Ich glaube sehr viele Ein­flüsse zu hören, die alle­samt aber nicht zusam­men pas­sen und für mich nur den Rück­schluss zulas­sen, das die Band offen­bar ihren eige­nen Stil noch nicht gefun­den hat. Die­ser Cross­over Mix vom Cross­over Mix will sich nicht so rich­tig in eine Schub­lade ein­ord­nen las­sen, was einer­seits gut und indi­vi­du­ell ist, auf der ande­ren Seite aber etwas lieb­los zusam­men­ge­wür­felt rüber­kommt. Im Ver­laufe des Lie­des wird es dann doch noch­mal etwas bes­ser, was sich auch posi­tiv auf meine Wer­tung nie­der­schlägt und die Sache end­lich etwas run­der erschei­nen lässt. Ein Band mit Poten­tial, die mal etwas eige­nes machen sollte.
    Wer­tung: 3 von 5 Punk­ten

Mein Vor­schlag für die nächste Runde: No Com­ment — Café Sureal

3 Kommentare

  1. Zu DJ Food hab ich da noch ne Anmer­kung: Das ist gar kein ein­zel­ner DJ son­dern ein Pro­jekt meh­re­rer Musi­ker, die sich nur zusam­men so nen­nen. War also auch nicht unbe­dingt gewollt, damit eine Tanz­flä­che zu füllen ;)

    Aber ansons­ten schön rezen­siert — und dein neuer Vor­schlag hat schon­mal Poten­tial, finde ich!

  2. Das Hin­ter­grund­wis­sen habe ich zu DJ Food natür­lich nicht, die Bezeich­nung ließ aber zunächst keine ande­ren Rück­schlüsse zu. Schließ­lich beschallt ein DJ die Tanz­flä­che und ist meis­tens eine Ein­zel­per­son :) Viel­leicht hätte man hier einen ande­ren Namen für das „Pro­jekt” fin­den können.

  3. Klar, das wis­sen auch wenige. Hab’s des­halb auch mal nach­träg­lich mit in mei­nen Bei­trag geschrie­ben. Ändert aber natür­lihc nichts an der Musik und den Wertungen ;)

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