30 Oktober
Oliver Kalkofe: Opferwahl
Oliver Kalkofe ist eine der wenige Evergreens der deutschen Comedyszene. Bekannt durch die gnadenlose Ausarbeitung Medialer TV Lächerlichkeiten, bekennt er sich nun dazu sich seine Opfer selbst zu suchen. Er schafft es, nach Jahren immer noch witzig und eloquent zu sein und liefert dazu in der Welt den ersten ernstzunehmenden Kommentar zur Reich-Ranicki Affäre. Davon könnte der Deutsche Comedypreis durchaus eine Scheibe abschneiden, aber der hat ja bekanntlich die Objektivität auch nicht Löffeln gefressen, wird er doch schließlich von RTL selbst produziert.
Ich glaube, das Kalkofe jetzt was ganz neues plant und undercover bei der CSU arbeitet um so ein neues Opfer zu finden. Als Bezirksrätin Barbara Titzsch infiltriert er die CSU in Mittelfranken um so unverblühmt berichten zu können. Glaubst du nicht? Auf der meiner Meinung nach extra dafür eingerichteten Internetseite präsentiert er sich sehr glaubhaft.
Parallel dazu wirft sich die Frage auf, ob man all dem Glauben schenken darf was einem Menschen und Medien so unterbreiten. Vielleicht animiert das den ein oder anderen zu der Formung einer eigenen Meinung und Ansicht.
Das ist wie Weihnachten bei den „Sopranos”. Jeder weiß, was er kriegt. Entweder man gehört zur Familie und hat dem Paten den Ring geküsst oder man hat sowieso keine Chance. Aber was die auswählen, dürfte zu zwei Dritteln gar nicht nominiert werden. Da verzichtest du lieber auf eine Nominierung. (Kalkofe in der taz)