30 Oktober

Oliver Kalkofe: Opferwahl

Kategorie: Vernetzt — Jahrgang 2008

Oli­ver Kalk­ofe ist eine der wenige Ever­greens der deut­schen Come­dy­szene. Bekannt durch die gna­den­lose Aus­ar­bei­tung Media­ler TV Lächer­lich­kei­ten, bekennt er sich nun dazu sich seine Opfer selbst zu suchen.  Er schafft es, nach Jah­ren immer noch wit­zig und elo­quent zu sein und lie­fert dazu in der Welt den ers­ten ernst­zu­neh­men­den Kom­men­tar zur Reich-Ranicki Affäre. Davon könnte der Deut­sche Come­dy­preis durch­aus eine Scheibe abschnei­den, aber der hat ja bekannt­lich die Objek­ti­vi­tät auch nicht Löf­feln gefres­sen, wird er doch schließ­lich von RTL selbst produziert.

Ich glaube, das Kalk­ofe jetzt was ganz neues plant und under­co­ver bei der CSU arbei­tet um so ein neues Opfer zu fin­den. Als Bezirks­rä­tin Bar­bara Titzsch infil­triert er die CSU in Mit­tel­fran­ken um so unver­blühmt berich­ten zu kön­nen. Glaubst du nicht? Auf der mei­ner Mei­nung nach extra dafür ein­ge­rich­te­ten Inter­net­seite prä­sen­tiert er sich sehr glaubhaft.

Par­al­lel dazu wirft sich die Frage auf, ob man all dem Glau­ben schen­ken darf was einem Men­schen und Medien so unter­brei­ten. Viel­leicht ani­miert das den ein oder ande­ren zu der For­mung einer eige­nen Mei­nung und Ansicht.

Das ist wie Weih­nach­ten bei den „Sopra­nos”. Jeder weiß, was er kriegt. Ent­we­der man gehört zur Fami­lie und hat dem Paten den Ring geküsst oder man hat sowieso keine Chance. Aber was die aus­wäh­len, dürfte zu zwei Drit­teln gar nicht nomi­niert wer­den. Da ver­zich­test du lie­ber auf eine Nomi­nie­rung. (Kalk­ofe in der taz)

(via Tita­nic)

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