Todessehnsucht wird überbewertet. Das innige Verlagen nach dem was man liebt oder begehrt ist zuweilen verbunden mit dem schmerzhaften Gefühl, das Verlangen nicht befriedigen zu können. Der Tod ist jedoch das Ende der Sehnsucht ohne die Aussicht das Verlangen jemals stillen zu können. Sollte man sich nach etwas sehnen, was der Tod der Sehnsucht selbst ist? (via This isn’t happiness)
11 Juli
Ohne Worte: Todessehnsucht wird überbewertet
Veröffentlicht von Robert Forst
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Schlagwort: Bilder, Tod, Todessehnsucht
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hat bereits 378 Kommentare abgegeben und schrieb am 12. Juli 2010 um 13:04:
Hinter der Todessehnsucht stecken Überforderung, schwere Konflikte und emotionale Probleme. Ich bin mir nicht sicher, ob man hier wirklich noch helfen kann. Man sollte es zumindest versuchen, wenn der Betroffene einverstanden ist. Sehnsucht hingegen ist ein Motor fürs Leben!
hat bereits 257 Kommentare abgegeben und schrieb am 12. Juli 2010 um 19:29:
Sehnsucht ist kein Motor fürs Leben, sondern der Auslöser für Todessehnsucht. Spätestens dann, wenn klar wird, daß Sehnsucht nur ein difuser und nicht realisierbarer Gedankenstrom ist. Wobei ich Todessehnsucht nicht als den Wunsch nach sofortigem Tod, sondern als »mir egal, ob und wann ich sterbe« definiere.
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 14. Juli 2010 um 07:53:
@Orphi: Stimmt, das könnten alle Gründe für eine Todessehnsucht sein. Ob man helfen kann oder nicht möchte ich nicht beurteilen, ich bin mir jedoch sicher es versuchen zu müssen um wenigstens eine arme Seele wieder auf den »Pfad« zurückzubringen. Todessehnsucht ist die falsche Sehnsucht und führt für mich zu einer Umkehr der Eigentlichen Bedeutung.
@Vizioon: Deiner Behauptung, das Sehnsucht der Auslöser für die Todessehnsucht ist, kann ich überhaupt nicht zustimmen. Wenn dem so wäre, hätte wir sicherlich viel mehr Tote zu verzeichnen als heute. Die Todessehnsucht ist der falsche Kanal in dem die unbefriedigten Bedürfnissen kanalisiert werden. Wenn dann einmal die Sehnsucht nach dem Tod da ist, versucht man nicht dann alles dieses Bedürfnis zu erfüllen? »egal, ob und wann ich sterbe« wird der Sache nicht gerecht.
hat bereits 257 Kommentare abgegeben und schrieb am 17. Juli 2010 um 21:45:
@Robert: Nein, denn da gilt wieder »egal und wann«. Man lebt eben solange es dauert. Und was wäre denn der richtige Kanal? Und nein, man kann einfach warten.
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 19. Juli 2010 um 09:56:
Der richtige Kanal? Das kannst du Dir aussuchen, Kunst in jeder Form der möglichen Verarbeitung, Kreative Tätigkeiten in Musik, Texten, Gedichten oder Bildern und Kommunikation mit anderen. Selbstverständlich kann man auch auf das Ziel hinarbeiten seine Bedürfnisse letztendlich zu befriedigen. Worauf willst du denn warten?
Ich verstehen deine Fragen nicht und bin bei der Art deine Fragestellung eigentlich davon überzeugt das du gar nicht wissen willst was andere darüber denken. Ich vermute du möchtest die Diskussion polemisieren? Deine kurzen und knappen Sätze lassen das leider sehr viel Interpretationsspielraum.
Sehnsucht in diesem Falle mag für dich ein »diffuser und nicht zu realisierender Gedankenstrom« sein, für andere (mich eingeschlossen) ist das jedoch nicht. Jeder hat wohl eine eigene Definition davon, was Sehnsucht für ihn bedeutet.
hat bereits 10 Kommentare abgegeben und schrieb am 11. August 2010 um 19:46:
»Nein, denn da gilt wieder „egal und wann”. Man lebt eben solange es dauert. Und was wäre denn der richtige Kanal? Und nein, man kann einfach warten.«
Öh…Todessehnsucht ist doch was anderes als »Todesresignation« o.o (?)
Dass es einem egal ist, wann man stirbt, ist für mich keine Sehnsucht.
Sehnsucht — sehnen und Sucht — man sehnt sich süchtig nach etwas.
Da ist nichtmal viel Interpretation drin, wenn ich das zusammengesetzte Wort wieder auseinander nehme, selbst wenn jeder freigestellt ist Worte zu deuten wie er will.
Das irritiert mich gerade
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 12. August 2010 um 01:24:
Ich denke nicht das man das so einfach auseinandernehmen kann um den Interpretationsspielraum zu verkleinern. Man kann nicht allgemeingültig die Bedeutung der Worte oder des Wortes erklären — jeder empfindet das ein wenig anders. So wie du. Ich empfinde Sehnsucht so wie im Artikel beschrieben. Du empfindest sie anders. Doch richtig oder falsch gibt es hier nicht, dazwischen liegt noch so viel mehr. Was ist denn für dich Sehnsucht?
hat bereits 257 Kommentare abgegeben und schrieb am 12. August 2010 um 20:17:
Ich muß für mich feststellen, obwohl ich zu der Diskussion beigetragen habe, daß es kein schönes Thema ist. Ich habe keine Lust, irgendjemandem Vorlagen zur Todessehnsucht zu geben. Und obwohl mich das Thema interessiert, halte ich mich ab jetzt raus.