11 Juli

Ohne Worte: Todessehnsucht wird überbewertet

Kategorie: Dunkelkunst — Jahrgang: 20108 Kommentare

Todes­sehn­sucht wird über­be­wer­tet. Das innige Ver­la­gen nach dem was man liebt oder begehrt ist zuwei­len ver­bun­den mit dem schmerz­haf­ten Gefühl, das Ver­lan­gen nicht befrie­di­gen zu kön­nen. Der Tod ist jedoch das Ende der Sehn­sucht ohne die Aus­sicht das Ver­lan­gen jemals stil­len zu kön­nen. Sollte man sich nach etwas seh­nen, was der Tod der Sehn­sucht selbst ist? (via This isn’t hap­pi­ness)

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Dunkelkunst
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8 Kommentare

  1. Hin­ter der Todes­sehn­sucht ste­cken Über­for­de­rung, schwere Kon­flikte und emo­tio­nale Pro­bleme. Ich bin mir nicht sicher, ob man hier wirk­lich noch hel­fen kann. Man sollte es zumin­dest ver­su­chen, wenn der Betrof­fene ein­ver­stan­den ist. Sehn­sucht hin­ge­gen ist ein Motor fürs Leben!

  2. Sehn­sucht ist kein Motor fürs Leben, son­dern der Aus­lö­ser für Todes­sehn­sucht. Spä­tes­tens dann, wenn klar wird, daß Sehn­sucht nur ein difu­ser und nicht rea­li­sier­ba­rer Gedan­ken­strom ist. Wobei ich Todes­sehn­sucht nicht als den Wunsch nach sofor­ti­gem Tod, son­dern als »mir egal, ob und wann ich sterbe« definiere.

  3. @Orphi: Stimmt, das könn­ten alle Gründe für eine Todes­sehn­sucht sein. Ob man hel­fen kann oder nicht möchte ich nicht beur­tei­len, ich bin mir jedoch sicher es ver­su­chen zu müs­sen um wenigs­tens eine arme Seele wie­der auf den »Pfad« zurück­zu­brin­gen. Todes­sehn­sucht ist die fal­sche Sehn­sucht und führt für mich zu einer Umkehr der Eigent­li­chen Bedeutung.

    @Vizioon: Dei­ner Behaup­tung, das Sehn­sucht der Aus­lö­ser für die Todes­sehn­sucht ist, kann ich über­haupt nicht zustim­men. Wenn dem so wäre, hätte wir sicher­lich viel mehr Tote zu ver­zeich­nen als heute. Die Todes­sehn­sucht ist der fal­sche Kanal in dem die unbe­frie­dig­ten Bedürf­nis­sen kana­li­siert wer­den. Wenn dann ein­mal die Sehn­sucht nach dem Tod da ist, ver­sucht man nicht dann alles die­ses Bedürf­nis zu erfül­len? »egal, ob und wann ich sterbe« wird der Sache nicht gerecht.

  4. @Robert: Nein, denn da gilt wie­der »egal und wann«. Man lebt eben solange es dau­ert. Und was wäre denn der rich­tige Kanal? Und nein, man kann ein­fach warten.

  5. Der rich­tige Kanal? Das kannst du Dir aus­su­chen, Kunst in jeder Form der mög­li­chen Ver­ar­bei­tung, Krea­tive Tätig­kei­ten in Musik, Tex­ten, Gedich­ten oder Bil­dern und Kom­mu­ni­ka­tion mit ande­ren. Selbst­ver­ständ­lich kann man auch auf das Ziel hin­ar­bei­ten seine Bedürf­nisse letzt­end­lich zu befrie­di­gen. Wor­auf willst du denn warten?

    Ich ver­ste­hen deine Fra­gen nicht und bin bei der Art deine Fra­ge­stel­lung eigent­lich davon über­zeugt das du gar nicht wis­sen willst was andere dar­über den­ken. Ich ver­mute du möch­test die Dis­kus­sion pole­mi­sie­ren? Deine kur­zen und knap­pen Sätze las­sen das lei­der sehr viel Interpretationsspielraum.

    Sehn­sucht in die­sem Falle mag für dich ein »dif­fu­ser und nicht zu rea­li­sie­ren­der Gedan­ken­strom« sein, für andere (mich ein­ge­schlos­sen) ist das jedoch nicht. Jeder hat wohl eine eigene Defi­ni­tion davon, was Sehn­sucht für ihn bedeutet.

  6. »Nein, denn da gilt wie­der „egal und wann”. Man lebt eben solange es dau­ert. Und was wäre denn der rich­tige Kanal? Und nein, man kann ein­fach warten.«

    Öh…Todessehnsucht ist doch was ande­res als »Todes­re­si­gna­tion« o.o (?)

    Dass es einem egal ist, wann man stirbt, ist für mich keine Sehnsucht.

    Sehn­sucht — seh­nen und Sucht — man sehnt sich süch­tig nach etwas.

    Da ist nicht­mal viel Inter­pre­ta­tion drin, wenn ich das zusam­men­ge­setzte Wort wie­der aus­ein­an­der nehme, selbst wenn jeder frei­ge­stellt ist Worte zu deu­ten wie er will.

    Das irri­tiert mich gerade

  7. Ich denke nicht das man das so ein­fach aus­ein­an­der­neh­men kann um den Inter­pre­ta­ti­ons­spiel­raum zu ver­klei­nern. Man kann nicht all­ge­mein­gül­tig die Bedeu­tung der Worte oder des Wor­tes erklä­ren — jeder emp­fin­det das ein wenig anders. So wie du. Ich emp­finde Sehn­sucht so wie im Arti­kel beschrie­ben. Du emp­fin­dest sie anders. Doch rich­tig oder falsch gibt es hier nicht, dazwi­schen liegt noch so viel mehr. Was ist denn für dich Sehnsucht?

  8. Ich muß für mich fest­stel­len, obwohl ich zu der Dis­kus­sion beige­tra­gen habe, daß es kein schö­nes Thema ist. Ich habe keine Lust, irgend­je­man­dem Vor­la­gen zur Todes­sehn­sucht zu geben. Und obwohl mich das Thema inter­es­siert, halte ich mich ab jetzt raus.

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