13 Januar

Jetzt mach' ich's mir selbst: Smack my bitch up

Kategorie: Vernetzt — Jahrgang: 20105 Kommentare

Als beken­nen­der Prodigy-Fan bin ich natür­lich immer auf dem lau­fen­den wenn es was neues rund um die Elek­tro­pun­ker gibt. Dachte ich jeden­falls bis jetzt.  Jetzt musste ich bei Rol­ler­coas­ter lesen, das Smack my bitch up Reen­gi­nee­red als Video ver­füg­bar ist. Wer ist wie­der­ge­bo­ren? Natür­lich ver­stand ich nur Bahn­hof, den einen neuen Remix von The Pro­digy selbst kannte ich nicht und das jemand mehr dar­über wusste konnte sowieso nicht sein, also habe ich wei­ter­ge­le­sen. Jim Pav­loff, Ukrai­ni­scher DJ und Pro­du­zent hat sich vor sei­nen Com­pu­ter gesetzt und baut den Song aus den Original-Samples die ver­wen­det wur­den nach. Man kann also Live dabei sein, wie ein Pro­digy Song ent­stan­den ist und neu ent­steht, denn wenn man die Soft­ware beherrscht ist es ein leich­tes sei­nen eige­nen Remix dar­aus zu zaubern.

Stich­wort Zau­bern: Für mich ent­zau­bert dies nicht den Ori­gi­na­len Titel son­dern zeigt ein­mal mehr, auf wel­che Idee man kom­men muss aus eini­gen Sam­ples und dem mas­si­ven Ein­satz von Tech­nik einen Kra­cher zu bauen, hier zolle ich noch­mal gro­ßen Respekt an Sound­tüft­ler Liam How­lett. Für mich jeden­falls ist das ebenso eine krea­tive Kunst wie hand­ge­machte Musik.  Was im »Jetzt helfe ich mir selbst« Video auf ein paar Minu­ten gekürzt ist, bedarf auf den ers­ten Blick viel Übung mit dem Umgang die­ser Soft­ware, die ich jedoch nicht kenne. Smack my bitch up hat jedoch im Ori­gi­nal noch etwas ande­res zu bie­ten, ein äußerst umstrit­te­nes Video, das MTV damals aus sei­nem Pro­gramm genom­men hat, weil man mas­sive Pro­teste von Jugend­schüt­zern befürch­tete. Logisch, das diese Tat­sa­che dem Video einen zusätz­li­chen Popu­la­ri­täts­schub gege­ben hat. Genug gere­det, hier zunächst das Original:

[dailymotion]http://www.dailymotion.com/video/x25uxm_prodigy-smack-my-bitch-up_music[/dailymotion]

Und nun, Jim Pav­loff und sein groß­ar­ti­ges »Jetzt helfe ich mir selbst.«

(Bild­quelle: Herr Stern/flickr.com)

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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5 Kommentare

  1. Wow! Das Video kannte ich auch noch nicht! So was fas­zi­niert mich ja extremst. Ich hab mich ja selbst mal damit beschäf­tigt die gan­zen Ori­gi­nal­songs zu ermit­teln, die so in bekann­ten Hits gesam­plet wur­den und war dabei auch über das geniale »In Memory Of« von Randy Wes­ton gestol­pert und schon völ­lig hin und weg, wie man aus so einem Jazz-Stück »Smack My Bitch Up« machen konnte! Aber die gan­zen ande­ren Sam­ples kannte ich alle­samt nicht. Beson­ders über­ra­schend fand ich ja Rage Against The Machine, denn »Bulls On Parade« ist einer mei­ner Favo­ri­ten und wenn man’s weiß, hätte man’s erken­nen können.

    Das Video werd ich mir unbe­dingt auch noch mal ins eigene Blog kle­ben müssen!

  2. Schön das es Dir gefällt. Mich hat es ebenso fas­zi­niert zu sehen wie aus völ­lig art­frem­den Stü­cken mit Hilfe der Tech­nik ein Stück des Puz­zles wird, das sich dann zu einem ganze Song zusam­men­setzt. Ich bin eben­falls immer noch schwer fasziniert.

  3. Die­ses Video »How to — Smack my Bitch Up« ist auch sehr nett anzu­schauen
    http://www.youtube.com/watch?v=Lo67bWkNEiE

  4. Wie genial … bin selbst seit lan­gem ein Fan von Pro­digy, auch wenn mans mir nicht ansieht *g*
    Es ist echt sehr fas­zi­nie­rend zu sehen wie so ein Musik­stück ent­steht, am Rande inter­es­siert mich sowas ja auch schon sehr.
    Ich weiß noch wie Herr­schaf­ten die von elek­tro­ni­scher Musik so gar­nichts hiel­ten damals geläs­tert haben daß das ja nur dum­mes zusam­men­ge­kli­cke am Rech­ner sei und garkeine Musik, aber mal ehr­lich, für so ein »dum­mes« zusam­men­ge­kli­cke muss man schon was aufm Kas­ten haben und vor allem eine Menge Musik-Gefühl um am Ende so ein Gesamt­klang­werk zu bekommen.

  5. @funkygog: Kannte ich auch noch nicht, ist sogar noch ein biss­chen krea­ti­ver das es visu­ell noch ein wenig anspre­chen­der rüberkommt.

    @Rosa: Nein, sieht man Dir nicht an :) Ich teile deine Mei­nung, natür­lich sind auch hier Gren­zen, denn es gibt unkrea­ti­ves Zusam­men­ge­kli­cke und krea­ti­ves Zusammengeklicke :)

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Trackbacks

  1. […] des Songs aus einem Jazz­stück namens “In Memory Of” von Randy Wes­ton stammt. Was ich bei Robert jetzt aber als Video ent­deckt hab, schlägt meine Jagd nach den Sample-Originalen um […]