13 Januar

Jetzt mach' ich's mir selbst: Smack my bitch up

Kategorie: Vernetzt — Jahrgang 2010

Als beken­nen­der Prodigy-Fan bin ich natür­lich immer auf dem lau­fen­den wenn es was neues rund um die Elek­tro­pun­ker gibt. Dachte ich jeden­falls bis jetzt.  Jetzt musste ich bei Rol­ler­coas­ter lesen, das Smack my bitch up Reen­gi­nee­red als Video ver­füg­bar ist. Wer ist wie­der­ge­bo­ren? Natür­lich ver­stand ich nur Bahn­hof, den einen neuen Remix von The Pro­digy selbst kannte ich nicht und das jemand mehr dar­über wusste konnte sowieso nicht sein, also habe ich wei­ter­ge­le­sen. Jim Pav­loff, Ukrai­ni­scher DJ und Pro­du­zent hat sich vor sei­nen Com­pu­ter gesetzt und baut den Song aus den Original-Samples die ver­wen­det wur­den nach. Man kann also Live dabei sein, wie ein Pro­digy Song ent­stan­den ist und neu ent­steht, denn wenn man die Soft­ware beherrscht ist es ein leich­tes sei­nen eige­nen Remix dar­aus zu zaubern.

Stich­wort Zau­bern: Für mich ent­zau­bert dies nicht den Ori­gi­na­len Titel son­dern zeigt ein­mal mehr, auf wel­che Idee man kom­men muss aus eini­gen Sam­ples und dem mas­si­ven Ein­satz von Tech­nik einen Kra­cher zu bauen, hier zolle ich noch­mal gro­ßen Respekt an Sound­tüft­ler Liam How­lett. Für mich jeden­falls ist das ebenso eine krea­tive Kunst wie hand­ge­machte Musik.  Was im „Jetzt helfe ich mir selbst” Video auf ein paar Minu­ten gekürzt ist, bedarf auf den ers­ten Blick viel Übung mit dem Umgang die­ser Soft­ware, die ich jedoch nicht kenne. Smack my bitch up hat jedoch im Ori­gi­nal noch etwas ande­res zu bie­ten, ein äußerst umstrit­te­nes Video, das MTV damals aus sei­nem Pro­gramm genom­men hat, weil man mas­sive Pro­teste von Jugend­schüt­zern befürch­tete. Logisch, das diese Tat­sa­che dem Video einen zusätz­li­chen Popu­la­ri­täts­schub gege­ben hat. Genug gere­det, hier zunächst das Original:

http://www.dailymotion.com/videox25uxm

Und nun, Jim Pav­loff und sein groß­ar­ti­ges „Jetzt helfe ich mir selbst.

YouTube Preview Image
(Bild­quelle: Herr Stern/flickr.com)

5 Kommentare

  1. Wow! Das Video kannte ich auch noch nicht! So was fas­zi­niert mich ja extremst. Ich hab mich ja selbst mal damit beschäf­tigt die gan­zen Ori­gi­nal­songs zu ermit­teln, die so in bekann­ten Hits gesam­plet wur­den und war dabei auch über das geniale „In Memory Of” von Randy Wes­ton gestol­pert und schon völ­lig hin und weg, wie man aus so einem Jazz-Stück „Smack My Bitch Up” machen konnte! Aber die gan­zen ande­ren Sam­ples kannte ich alle­samt nicht. Beson­ders über­ra­schend fand ich ja Rage Against The Machine, denn „Bulls On Parade” ist einer mei­ner Favo­ri­ten und wenn man’s weiß, hätte man’s erken­nen können.

    Das Video werd ich mir unbe­dingt auch noch mal ins eigene Blog kle­ben müssen!

  2. Schön das es Dir gefällt. Mich hat es ebenso fas­zi­niert zu sehen wie aus völ­lig art­frem­den Stü­cken mit Hilfe der Tech­nik ein Stück des Puz­zles wird, das sich dann zu einem ganze Song zusam­men­setzt. Ich bin eben­falls immer noch schwer fasziniert.

  3. Die­ses Video „How to — Smack my Bitch Up” ist auch sehr nett anzu­schauen
    http://www.youtube.com/watch?v=Lo67bWkNEiE

  4. Wie genial … bin selbst seit lan­gem ein Fan von Pro­digy, auch wenn mans mir nicht ansieht *g*
    Es ist echt sehr fas­zi­nie­rend zu sehen wie so ein Musik­stück ent­steht, am Rande inter­es­siert mich sowas ja auch schon sehr.
    Ich weiß noch wie Herr­schaf­ten die von elek­tro­ni­scher Musik so gar­nichts hiel­ten damals geläs­tert haben daß das ja nur dum­mes zusam­men­ge­kli­cke am Rech­ner sei und garkeine Musik, aber mal ehr­lich, für so ein „dum­mes” zusam­men­ge­kli­cke muss man schon was aufm Kas­ten haben und vor allem eine Menge Musik-Gefühl um am Ende so ein Gesamt­klang­werk zu bekommen.

  5. @funkygog: Kannte ich auch noch nicht, ist sogar noch ein biss­chen krea­ti­ver das es visu­ell noch ein wenig anspre­chen­der rüberkommt.

    @Rosa: Nein, sieht man Dir nicht an :) Ich teile deine Mei­nung, natür­lich sind auch hier Gren­zen, denn es gibt unkrea­ti­ves Zusam­men­ge­kli­cke und krea­ti­ves Zusammengeklicke :)

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  1. […] des Songs aus einem Jazz­stück namens “In Memory Of” von Randy Wes­ton stammt. Was ich bei Robert jetzt aber als Video ent­deckt hab, schlägt meine Jagd nach den Sample-Originalen um […]