7 Oktober

H.P. Lovecraft - Fear of the unknown

Kategorie: Vernetzt — Jahrgang: 20094 Kommentare

lovecraft fear of the unknownEiner DER Schriftsteller für jeden ambitionierten Grufti, den man mal gelesen haben sollte. Zumindestens sollte man ein Buch von ihm sein Eigen nennen und es sich ins Regal stellen, oder auf einer Festivalwiese drin blättern - dann erweckt es wenigstens den Anschein.

Jetzt bringt Wyrd Documentary die Dokumentation Lovecraft - fear of the unknown (Furcht vor dem unbekannten) heraus, in der einige namhaften Autoren und Filmemacher über ihre Inspirationsquelle berichten. Lovecraft gilt als einer der besten Autoren für anspruchsvolle Horror-Literatur, doch er konnte noch viel mehr: Von Schauergeschichten bis zu Horrorromanen, von Traumweltgeschichten und Fantasystorys bis hin zu Mythosgeschichten. Außerdem betätigte er sich als Schreiber von Gedichten und Briefen. Bis zu seinem Tod durch Darmkrebs 1937 soll er 87000 Briefe1  geschrieben haben.

Unzählige Werke von Lovecraft wurden verfilmt, die größte Zahl sind B-Movies und Horrorfilme, die letztendlich auch als Inspirationsquelle der Horror-Punk und Grufti-Szene gelten und nicht selten auch von Musiker direkt in ihre Werke mit eingebunden werden. Gute Verfilmungen wie Hemoglobin (1997), Dagon (2001) oder auch Re-Animator (1985) solltet ihr euch unbedingt mal reinziehen.

Es ist wohl die Grenzwertigkeit der Phantasien und das Spiel mit dem Unbekannten, der immer wieder dafür sorgt, das Lovecraft als Referenz auf diesem Gebiet gilt. "The oldest and stron­gest emo­tion of man­kind is fear, and the oldest and stron­gest kind of fear is fear of the unknown.»2

Das diese Doku natür­lich erst­mal nicht in Deutsch­land erscheint, konnte ich mir den­ken. Wer sich trotz­dem nicht scheut und sich noch bis zum 13. Okto­ber gedul­den kann, wird mit einer Bestel­lung bei Ama­zon wohl glück­lich wer­den. Solange ver­hel­fen viel­leicht ein paar kurze Trai­ler zu vor­über­ge­hen­dem Seelenheil.

(Bild­quelle: Wyrd Docu­men­tary)
  1. Quelle: Arti­kel über H.P. Love­craft bei Wiki­pe­dia []
  2. Zitat von H.P. Love­craft: »Die älteste und stärkste Emo­tion des Men­schen ist Furcht, und die älteste und stärkste Form der Furcht ist die Angst vor dem Unbe­kann­ten« []

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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4 Kommentare

  1. Re-Animator ist von Love­craft? Ich kenne wohl doch nur seine bekann­tes­ten Werke… *schäm*

  2. Jein, der Titel der Geschichte lau­tet »Her­bert West — Reani­ma­tor«, und lus­ti­ger­weise habe ich gerade heute ange­fan­gen, diese Geschichte zu lesen (ich habe mir vor Kur­zem eine knapp 900 Sei­ten starke Sam­me­l­aus­gabe gegönnt).
    Den Film dazu kenne ich aller­dings gar­nicht, ebenso wenig wie »Hemo­glo­bin« (die zugrunde lie­gende Geschichte ist die über­nächste in mei­nem Buch ^^), aber »Dagon« fand ich ehr­lich gesagt ziem­lich grot­tig — beson­ders das Dagon/Cthulhu/Shoggoth/Wasauchimmer-Viech am Ende ^^

    Ich denke des Wei­te­ren, dass es bei Love­craft neben den bereits ange­führ­ten Punk­ten vor allem auch die Ver­knüp­fung von rea­len Mythen und sei­nen eige­nen Erfin­dun­gen ist, die das Ganze so undurch­schau­bar und daher span­nend macht.
    So mag man bei­spiels­weise den­ken, dass »Dagon« Love­crafts Erfin­dung ist, wobei der Name in Meso­po­ta­mien und sogar dem alten Tes­ta­ment auf­taucht. Auf der ande­ren Seite klingt der Name »Nyar­l­at­ho­tep« wirk­lich ägyp­tisch, doch diese Krea­tur ist wie­der reine Lovecraft-Fiktion.
    Man weiß ein­fach nie ganz, woran man ist, wes­halb es da drau­ßen sicher­lich auch ver­wirrte Leute geben wird, die alles für bahre Münze neh­men, was sie bei Love­craft lesen :).

  3. Kannst du dir vor­stel­len, was ich vor ein paar Jah­ren für nen Lach­krampf bekom­men habe, als mir einer der »Ober­gruf­tis« am Bahn­hof stolz erzählte, er würde sich jetzt mit Hexe­rei und Sata­nis­mus beschäf­ti­gen und hätte sich das Necro­no­mi­con von Abdul Alhaz­red gekauft. Zitat »Das soll ziem­lich gefähr­lich sein«…

    Hast du von der Sam­me­l­aus­gabe zufäl­lig ne ISBN zur Hand?

  4. @Tears: Ist ja auch gefähr­lich! Ich habe mich schon beim Lesen eines viel »leich­te­ren« Wer­kes bereits so derbe mit einer Seite in den Fin­ger geschnit­ten, das ich eine sofor­tige Nah-Tod Erfah­rung hatte :) Aber Hexe­rei und Sata­nis­mus sind span­nende Gebiete solange sie nicht auf Nai­vi­tät und Dumm­heit treffen.

    @von Karn­stein: Bei Buch­vor­la­gen aus dem Hor­ror und Fan­tasy­be­reich finde ich es im All­ge­mei­nen sehr schwie­rig, ein »Viech« ordent­lich dar­zu­stel­len, da man sich schon beim lesen ein Bild im Kopf formt (so mache ich das jeden­falls), das dann auf der Lein­wand viel zu oft ent­täuscht wird. Hast du zufäl­lig Ame­ri­can Psy­cho gele­sen? Das wäre jetzt ein Bei­spiel. So stellt sich mir die Frage, zuerst das Buch oder zuerst der Film?

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