23 Februar

Video der Woche: Tod der Demokratie! Sie sind Massenhysterie!

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: 43 Kommentare

Massenhysterie - Ein Bild aus ihrem Facebook-ProfilIch weiß es doch auch nicht, liebe Leser. Die schicken mir sowas! Ob das ein perfider Plan zu Eroberung der Goth-Herrschaft ist? Die Infiltration einer schleichenden sexistischen Seuche? Wieder möchte ich dem neugierigen Leser eine Band präsentieren, das Fragezeichen in den Gesichtern der Sehenden zurücklassen wird und das mich in eine moralisch schwierige Position bringt. Der Grund: Joanna von der Band Massenhysterie schrieb mir jüngst in einer E-Mail, dass sie sich über ein Berichterstattung freuen würden und sie gespannt auf ein Feedback seien. Ein paar Klicks auf angehängte Videos und Bilder später dachte ich: „Das machen die doch extra!“ Mein leerer Blick gleitete hilflos durch den Raum. Die Helden von Einst blickten von ihren Postern streng auf mich herab. Wie hat Bauhaus damals für Aufmerksamkeit gesorgt, ist die Nazi-Armbinde von Siouxsie Sioux mit einem ähnlichen Hintergrund in Szene gesetzt worden? Was sollte ich tun? Darüber berichten und Aufmerksamkeit generieren oder freundlich absagen und die Sache totschweigen? Ich fasse mich dieses mal kurz: reden ist Silber und Gruftis tragen kein Gold.  Den ganzen Artikel lesen… »


24 Januar

Video der Woche: Bestraft ihn! Er hat es nicht anders gewollt.

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: 34 Kommentare

Bestraf mich - ScreenshotLiebe Leser. Das nun nachfolgend präsentierte Video der Band Arise-X könnte zart besaitete Dunkelgeister nachhaltig verstören, schockieren, beeindrucken oder wahlweise auch belustigen. Je nach dem welche der unzähligen schwarzen Schubladen unserer Szene ihr Euch zugehörig fühlt, welche Weltanschauung ihr vertretet oder auch wo Eure sexuelle Präferenzen liegen. Ich möchte darauf hinweisen, dass der folgende Text nur die persönliche und subjektive Meinung des Autors darstellt und nicht etwa den Anspruch einer fundierten Auseinandersetzung erhebt.

Der akustische Verführer („Sonic Seducer“) präsentierte mir dieses Werk in meinem – bis zur dieser Stunde – recht jungfräulichen Nachrichtenstrom, der sich bis dahin unschuldig in immer neuen Trump-Karikaturen, Björn Höcke-Zitaten und heimwerkenden Orang-Utans wälzte. „Abwechslung!“ schrien freudig die eingerosteten Synapsen, denn was das Fachblatt der schwarzen Subkultur verbreitet, muss einen gewissen Mehrwert inne haben. Einen beherzten Klick auf den „Play Button“ und mutig in den Vollbildmodus gesprungenen Augenblick später sehe ich mich nicht nur mit in schwarzen Klamotten gehüllten Lustmolchen konfrontiert, sondern auch mit äußerst verstörenden Textzeilen wie „Bestraf mich! Ich will mich leiden sehen!“ zugedröhnt, die vom hämmernde Techno-Beat getragen, durch die Windungen des Gehörgangs dringen.  Den ganzen Artikel lesen… »


6 Oktober

Die Gothic-Szene, eine Welt der Traurigkeitsgenießer?

von Kategorie: Ansichtssache, FundgrubeDiskussion: 19 Kommentare

traurigkeitsgeniesserMusikpsychologen wollen herausgefunden haben, warum einige Menschen melancholische Musik bevorzugen und die dabei empfundene Trauer für sie ein Genuss sein kann. Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung, der eine zu Grunde liegende Studie britischer und finnischer Forscher zusammenfasste, brachte mich zum Grübeln. Nicht nur, weil ich die Idee dahinter sehr spannend finde und mich auch selbst mit der Vorstellung beschäftigen möchte, sondern auch, warum die Musikrichtungen der schwarzen Szene, oder auch die Szene selbst darin keine Rolle spielt. Es liegt doch auf der Hand, dass eine Szene, die sich immer schon mit der melancholischen Seiten der Musik identifiziert hat, eigentlich ein Paradebeispiel sein sollte. Oder nicht? Den ganzen Artikel lesen… »


28 Juni

Video: 40 Years of Goth Style – In unter 4 Minuten?

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: 16 Kommentare

40 Years of Goth Style - TeaserObwohl es der ein oder andere nicht hören möchte, Gothic ist nicht nur eine Subkultur, sondern auch längst eine Mode und Stylingbegriff geworden. Im Internet ist man nur 10 Minuten davon entfernt, sich sein individuelles Gothic-Styling zusammenzuklicken, um dann bei nächst bester Gelegenheit, im Goth-Style die Straßen unsicher zu machen. Dabei ist das, was wir heute in Katalogen und Online-Shops finden, von unzähligen Stil-Entwicklungen und Jahrzehnten der Subkultur geprägt, die sich immer versuchte abzugrenzen, in dem sie völlig neue und extreme Outfits kreierte. Immer ein bisschen provozieren, immer ein bisschen inszenieren und immer ein bisschen kreieren. Das ist bis heute so geblieben. Die neusten Ableger der Szene sind die sogenannten „Pastel-Goths“ und „Nu-Goths“, die das Styling der Szene jetzt nicht neu erfinden, sondern vielmehr als Patchwork-Derivate aus längst dagewesenem und Szene-Fremden bestehen. Aber anstatt mich seitenlang in Worthülsen zu verlieren, zeige ich lieber den kurzen Film von Liisa Ladouceur, Filmemacherin und Autorin aus dem exotischen Kanada, die sich der letzten 40 Jahre Szene-Styling annimmt, um einen Versuch zu starten, die Stile in Schubladen zu packen, sie chronologisch zu sortieren und anhand eines einzigen Models darzustellen. Ein unlösbare Aufgabe? Den ganzen Artikel lesen… »


1 April

Video: Ex-Grufti Jonathan ist dem Teufel entkommen

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: 22 Kommentare
Jonathan als Grufti

Screenshot aus dem Video „Joni’s Veränderung“ das bei YouTube hochgeladen wurde.

In der Hölle ist es dieser Tage ein wenig kälter geworden. Der Teufel sitzt traurig vor dem Fegefeuer und stochert lustlos mit seinem Dreizack in den glimmenden Holzscheiten. Gerade hat er schon wieder einen möglichen Anhänger an die helle Seite verloren. Als wäre das nicht schon schlimm genug, entdeckte er bei einer Internet-Suche zu diabolischer Musik zu allem Überfluss noch ein Youtube-Video des Verflossenen, in dem der auch noch eine der Rekrutierungsstätten schamlos enthüllt. Jonathan, der im Alter von 18 Jahren die Grufti-Szene für sich entdeckte, hat „In der Szene (…) erlebt wie der Okkultismus betrieben wurde, wo ich doch eine starke Präsenz des Teufels spürte und mich so etwas abgehalten hat mich mehr darauf einzulassen.“ Zahlreiche Schicksalsschläge musste der heute 29-jährige dann ertragen, bis er durch einen Arbeitskollegen zu einem Jugendgottesdienst gekommen ist und sich dann letztendlich „für ein Leben mit Jesus entschieden“ hat. Den ganzen Artikel lesen… »


7 März

Ohne Worte: Zum Geburtstag der FDJ – Depeche Mode am 7. März 1988

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: Keine Kommentare

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25 November

Frag ein Klischee: Hatten Gruftis früher keine Freunde?

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: 31 Kommentare

Frag ein Klischee - Grufti NancyEin Video von hyperboleTV schmeißt ein paar der unzähligen Klischees gegen Gruftis schamlos auf die betreffende Randgruppe, im Film durch Nancy (32) repräsentiert. Auch klar, dass man das an Halloween veröffentlichen musste. Das war zwar schon 2014, aber Klischees sind ja auch zeitlos. Übrigens machen die auch noch zahlreiche andere Videos mit den lustigsten (und unlustigsten) Gesellen. Da wird ein Lehrer nach Gewaltphantasien gefragt, eine Dragqueen nach ihrer Unterwäsche und ein Türke nach dem 3er BMW. Gepaart mit vernünftigen Antworten wird daraus ein prima Tellerrand, über den man mal hinausgucken kann. Ist schon irgendwie spannend zu erfahren, mit welchen Klischees andere Leute so konfrontiert werden. Zurück zu unserem Vorzeige-Grufti Nancy. Klischee 1: Hatten wir früher keine Freunde? Unter den zahllosen lächerlichen Klischees wie „Schlaft ihr in Särgen“ oder „Schändet ihr Nachts Friedhöfe?“ und „Seid ihr Satanisten?“ hat man sich ein fast glaubwürdiges Klischee herausgepickt. Obwohl ich mich korrigieren muss, einer hat im Sarg geschlafen. Ist mir jetzt irgendwie peinlich. Wie dem auch sein, jedenfalls fragt Hans Meise die Nancy, ihres Zeichens Grufti, ob sie früher keine Freunde gehabt hat und ob das der Grund sei, warum sie jetzt ein Grufti ist. Natürlich, so Nancy, hatte sie Freunde – sie schiebt ihre Szenezugehörigkeit auf die unzähligen Bösewichte, die sie immer toller fand, auf die Dunkelheit, die sie nicht schlimm fand und fügt hinzu, dass sie sich gerne gruselt: Den ganzen Artikel lesen… »


18 April

Doku: Schwedische Depeche Mode Fans im Porträt

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: Keine Kommentare

film of faith and devotionLeser, die nicht unsterblich in die Musik von Depeche Mode verknallt sind, habe die freie Auswahl sich rund 1000 Artikel ohne entsprechenden Inhalt anzuschauen. Die anderen bleiben und werden feststellen, dass es Schweden leichter haben. Jedenfalls hinsichtlich der 45-minütigen Dokumentation „A Film of Faith and Devotion“, die von der schwedischen Produktionsfirma Hillbay Media online gestellt wurde, denn die ist im schwedischen Originalton gehalten. Glücklicherweise hat man gleich ein paar Untertitel dazu gestellt, die man durch klicken auf das rechteckige Symbol unter dem Video aktivieren kann. Hier und da gibt es ein paar Lücken, aber den echten Devotee schreckt das nicht ab, schließlich geht es um das Lebensgefühl gleichgesinnter wenn auch nicht mehr ganz jugendlicher Anhänger von Depeche Mode. Gedreht wurde die Dokumentation – so Sven Plaggemeier in seinem Artikel auf depchemode.de – von einem Götheburger Fanclub, wo die Doku bereits im letzten Spätsommer Premiere feierte.  Den ganzen Artikel lesen… »


16 April

Post-Punk Magazine vor dem Ende?

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: 1 Kommentar

post-punk magazineEine Seite, die peinlicherweise bisher völlig unter meinem Radar flog, ist Alex Bakers post-punk.com, die nicht nur durch hochwertigen Content trumpfen kann, sondern auch gleich noch exklusive Interviews, Videos und Podcasts bietet. Das Video der März-News zum Beispiel ist dann auch an mir vorbeigerauscht und ließ mich völlig fasziniert zurück. Auf einer kurzen Recherche stolperte ich über die bewegte Vergangenheit. Ursprünglich 2004 von Joshua Pfeiffer gegründet, fasste Alex Baker Ende 2012 den Plan, die Idee und die Seite neu zu beleben. Er startete gleich eine Kickstart-Kampagne über 85.000$ um ein hochwertiges Magazin herauszubringen, dass sich mit Post-Punk, Gothic und Wave beschäftigt und dem „Kern“ der Musik eine neue Plattform bietet. Bei rund 7.000$ war allerdings erstmal Schluss, dieser Anlauf scheiterte. Kurze Zeit später dann eine neue Crowdfunding-Kampagne bei Indiegogo, diesmal mit deutlich niedrigerem Ziel von 25.000$. Leider war auch hier bei rund 4.000$ Schluss. Beide Kampagnen liefen aus, die Unterstützer erhielten ihr Geld zurück. Den ganzen Artikel lesen… »


30 März

Neue, alte Videos von The Cure

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: 10 Kommentare

Eigentlich schaue ich bei Youtube nur noch nach Live-Auftritten von „The Cure“. Die offiziellen Videos habe ich alle gefühlte 3 Millionen Mal gesehen und die selbst zusammengebastelten Fan-Videos finde ich meist langweilig. Neulich jedoch grinste mich Robert Smith auf dem Standbild eines Videos zu „Caterpillar“ an. Den Song findet man wahrlich nicht oft als Video und das Foto kam mir auch unbekannt vor. Also klickte ich es an – in der Vermutung, dass jemand Cure-Bilder zum Song zusammengeschnitten hat. Doch weit gefehlt! Herr Smith bewegte sich inmitten der Kulisse der „Kew Gardens“ in London: Den ganzen Artikel lesen… »