4 Januar
Einhandsurfen erfordert Verweise
Wenn es draußen so richtig schön ungemütlich wird und ein Sonntag bei Kerzenschein genau das richtige ist, fehlt mir eigentlich nur leichte Unterhaltung. Ich möchte mich nicht mit schweren und Gesellschaftspolitischen Fragen rumschlagen oder provokant auf Skandale in unsere Szenen hinweisen. Sonntags steht mir der Sinn nach Einhandsurfen.
Dabei handelt es sich nicht um eine Sportart sondern die einhändige Reise durch das Internet. Ich benutze nur die Maus und klicke mich durch die weite Welt. Eingabe in die Adresszeile sind tabu und unmöglich, schließlich ruht in meiner linken Hand meist eine Tasse Kaffee oder Tee (Earl Grey mit Milch). Wenn die Hand des Haltens müde wird, grabbelt sie entspannt in einer Keksdose und führt die auserwählten Stücke zum oberen Ende meines Verdauungskanals. Herrlich!. So muss ein gemütlicher Sonntag sein.
Als Übung möchte ich euch ein paar Verweise liefern, die unterhaltsam sind. Um erste gewohnten Adresszeilen-Benutzungs-Rückfällen vorzubeugen, empfehle ich für die erste Zeit den Vollbildmodus des Browsers (Firefox: F11-Taste), so wird es die erste Zeit leichter. Einen
- Menschen am Limit — Der Spiegel berichtet über einige der gefährlichsten Ausflüge Adrenalinsüchtiger Menschen, die ihre Touren zu allgemeinen Befriedigung der Sensationslust öffentlich machen. So ist das Video von der Caminito del Rey, einer der gefährlichsten Wanderwege der Welt, mehr als beeindruckend.
- Pornosoundtracks - Wer immer schon nach der passenden musikalischen Untermalung für den selbst gedrehten Amateur Porno gesucht hat, wird hier sicherlich fündig. Das Forbidden Ensemble nennt die Musik die sie machen Vintage Ero-Lounge Music und umschreibt damit Pornomusik. Wer glaubt jetzt gestöhne zu hören liegt falsch, auch nackte Tatsachen gibt es keine, einfach lauschen und die Phantasie spielen lassen.
- Schöner Onanieren — Wenn wir schon mal beim Thema Sex sind, für die einsamen oder chronisch untervögelten gibt es seit Jahrtausenden die Selbstbefriedigung. Ein paar interessante Ideen zum Thema hat Kai Reske aus Oldenburg auf seiner Internetseite zur Verfügung gestellt. Schön finde ich #11 »Dusch-Variante, bei der das Wasser von unten gegen den Penis gespritzt wird. Besonders erregend ist es, wenn der Strahl auf die Verbindung von Eichel und Schaft auf der Rückseite des Penis trifft.« Sauberkeit und Befriedigung in einem Arbeitsgang, effizienter geht es nicht.
- Suicide Girls — Aller guten Dinge sind drei. Das die Industrie für visuelle Gelüste irgendwann die Szenen für sich entdeckt und gezielt mit Piercings und Tattoos auf nackter Haut konservative und Notgeile Normalos ansprechen will, ist kein Geheimnis mehr. Bei den Suicide Girls wird mit so ziemlich jeder Szene und jeder Neigung Geld verdient. Das spricht vor allem Männer an, die sich im Bekanntenkreis über eben diese Menschen negativ auslassen und sich im stillen Kämmerlein dann darauf die Pfeife polieren.
- Polyplay — Zum Abschluss noch ein wenig über die Deutsch-Deutsche Geschichte. Was waren das für Zeiten. Als in den 80ern Spieleautomaten und Computer die deutschen Haushalte eroberten wägte sich der gemeine Bürger der BRD in einer Vormachtsstellung gegenüber seinen Nachbarn in der DDR. Doch weit gefehlt. Der Poly-Play-Automat aus dem Kombinat Polytechnik und Präzisionsgerätewerke Karl-Marx-Stadt war der einzige in der DDR hergestellte Videospieleautomat. Wer also immer schon mal Hirschjagd, Hase und Wolf oder Autorennen spielen wollte, hat auf Polyplay die Gelegenheit dazu.
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Vernetzt
Schlagwort: Einhandsurfen, links, Verweise

