10 April

Die Welt ist eine Karte - Post von den Meldorfern

Kategorie: Vernetzt — Jahrgang: 20105 Kommentare

Karte aus MumbaiKennt ihr die Sen­dung mit der Maus? Eine rhe­to­ri­sche Frage, alles andere ist eine Bil­dungs­lü­cke. Da gibt es ein Film­chen, in dem Maus und Ele­fant jeden Mor­gen zum Brief­kas­ten gehen und gucken ob Post da ist. Stellt euch vor, ich wäre der Ele­fant. Sel­ten bekomme ich Post, denn eigent­lich erle­dige ich alles elek­tro­nisch und wenn schon mal ein Brief dabei ist, dann eine Rech­nung. Kon­se­quente Wer­be­ver­wei­ge­rung trägt eben ihre Früchte, meine bes­sere Hälfte sorgt für wesent­lich reich­hal­ti­ge­ren Post­ein­gang. Also gut, sie ist die Maus. Jeden Mor­gen gehen also Maus und Ele­fant zum Brief­kas­ten und wäh­rend die Maus immer einen Brief bekommt, bleibt der Brief­kas­ten für den Ele­fan­ten leer. Am zwei­ten Tag ist der Ele­fant dann nicht nur ent­täuscht, son­dern auch trau­rig. Die Maus hat Mit­leid und schreibt dem klei­nen Ele­fan­ten heim­lich einen Brief, dem sie ihn am frü­hen noch bevor sie gemein­sam zum Brief­kas­ten gehen, ein­wirft. Wie­der stap­fen bei­den zum Brief­kas­ten. Doch die­ses mal ist der Ele­fant ganz aus dem Häus­chen vor Glück, denn er hat auch einen Brief bekommen.

Karte aus Mumbai

Die Rück­steite von Stof­fels Karte aus Mumbai

So ähnlich habe ich mich gefreut, als ich Post von Stof­fel und Mysti bekom­men habe. Wie der kleine Ele­fant der mit dem Brief lus­tig auf der Stelle tram­pelt. Stof­fel, die für einige Tage beruf­lich nach Mum­bai (Indien) fah­ren durfte, war und ist immer noch ganz fas­zi­niert von Land und Leu­ten, in dem sich wie sonst kaum der Unter­schied zwi­schen Reich und Arm pola­ri­siert. Erstaun­li­cher­weise hat sie es geschafft die Ein­drü­cke eines Lan­des auf das win­zige Feld einer Post­karte zu kom­pri­mie­ren, in dem sie nicht nur Grüße ver­teilt, son­dern auch noch vom Wet­ter berich­tet. In ihrem Blog mahltied.com schreibt sie in den Berich­ten Mum­bai — Teil 1 und Mum­bai — Teil 2 die aus­führ­li­che Ver­sion ihrer Reise.

Karte aus Soden-SalmünsterMysti, der sich wegen sei­nes klapp­ri­gen Ske­letts in eine REHA Maß­nah­men nach Bad Soden-Salmünster (Spes­sart. Deutsch­land) bege­ben muss defi­niert eine mir bekann­ten, männ­li­chen  Schreib­stil für Post­kar­ten.  Trotz­dem schafft er es trotz der Kürze eine wohl plat­zierte Sti­che­lei unter­zu­brin­gen, die nicht nur ein lächeln auf mein Gesicht zau­berte, son­dern auch für Geläch­ter mei­ner bes­se­ren Hälfte, wie gemein. Unbe­tei­ligte dür­fen gerne suchen, wo sich diese verbirgt.

Obwohl das Motiv der Karte nicht ganz so span­nend ist wie das von sei­ner bes­se­ren Hälfte, bekommt man doch einen recht guten Ein­blick in die sicher­lich sonst blü­hende Metro­pole Bad Soden, bei der für die­ses Postkarten-Bild alle Stra­ßen gesperrt wer­den muss­ten um den Ein­druck eines Erho­lungs­or­tes zu bewah­ren. In sei­nem Blog mysteraxix.de ver­wöhnt er Leser mit einem aus­führ­li­chen Tage­buch sei­nes Auf­ent­hal­tes, das er dank eines mit­ge­nom­me­nen Lap­tops prä­zise nach­zeich­nen kann.

Karte aus Soden-Salmünster

Rück­seite von Mys­tis Karte

Gefreut habe ich mich rie­sig, über beide Kar­ten. Sie haben einen Ehren­platz auf der Kar­ten­tür erhal­ten, die neben­bei auch die Funk­tion der Haus­tür aus­übt. Dar­auf sam­meln wir alle Kar­ten von andern Orten, die eben hin­ter die­ser Tür ver­bor­gen lie­gen. Und ja, ich freue mich auch über wei­tere Kar­ten, jeder­zeit und immer wie­der, schließ­lich mag es der kleine Ele­fant auch :)


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Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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5 Kommentare

  1. *smile* Danke Dir für Deine lie­ben Worte :)

    Es ist doch inter­es­sant zu sehen wie unter­schied­lich die Geschlech­ter Post­kar­ten beschreiben ;)

  2. Die Män­ner schrei­ben kurz, bün­dig und mit wich­ti­gen Inhalt. Es ist genau wie beim tele­fo­nie­ren.
    Auch ein Danke vom männ­li­chen Me(h)ldorfer.

  3. Herrje, habe ich schon wie­der den Namen eurer Hei­mat ver­sau­beu­telt. Aber so ist das mit ein­ge­fah­re­nen Feh­lern, steckt man ein­mal drin, kommt man ohne fremde Hilfe nicht mehr raus. Habe jetzt wie­der alles kor­ri­giert und ent­spre­chend umge­lei­tet. Sorry nochmal :)

  4. Wie ver­rückt!
    Ich hab mich die ganze Zeit gefragt, was das mit Mehl­dör­fern zu tun haben soll.
    Weil ich auch eine Mel­dor­fe­rin bin.
    & ich hatte vor, dir eine Karte von hier zu schi­cken :D
    Die Welt ist so klein…

    Liebe Grüße :)

  5. Bohrt nur wei­ter in mei­ner offe­nen, klaf­fen­den Wunde. Ich hatte eigent­lich gehofft, wenn alle lange genug nichts mehr von die­sem Bei­trag wis­sen wol­len, kann ich ganz heim­lich die Kom­men­tare löschen so tun, als wäre nie was gewe­sen. Aber nein, offen­sicht­lich ist ja halb Mel­dorf im Netz aktiv und hat in einem vom Bür­ger­meis­ter ange­kün­dig­ten Akti­vi­täts­wahn mei­nen Blog ins Visier genommen.

    Aber was soll’s Iro­nie bleibt meine ein­zige Waffe :)

    Über eine Karte würde ich mich natür­lich freuen, egal von wem, egal woher. Die »Kar­ten­tür« ist immer noch nicht gefüllt :)

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