29 November

Deutsches Sprache schweres Sprache

Kategorie: Vernetzt — Jahrgang: 20088 Kommentare

Eine gewisse Eitel­keit ist gesund, zuviel ist auf Dauer schäd­lich für das Ego. Heute habe ich bei Mar­tin einen Deutsch Test gese­hen, dem ich selbst­ver­ständ­lich nicht aus­wei­chen konnte, blöde Neu­gier. Bas­tian Sick hat in sei­ner Kolumne Zwie­bel­fisch bei Spie­gel Online einen eben sol­chen Test ins Leben geru­fen und prä­sen­tiert 60 Fra­gen rund um die eigene Spra­che. Mar­tin hat mit 56 von mög­li­chen 60 Punkte schon gut vor­ge­legt, sein Beruf ist mit Sicher­heit Schuld daran, denn als frei­be­ruf­li­cher Lek­tor und Kor­rek­tor ist das schließ­lich sein täg­lich Brot. Alles andere hätte ihn auch beruf­lich disqualifiziert ;)

Aber wie sieht es mit einem Schlos­ser aus? Hier kommt die Eitel­keit ins Spiel. Als halb­wegs eingebil­de­ter Mensch ist man bei den ers­ten Fra­gen noch fro­hen Mutes und meint »So schwer kann es ja nicht sein!«. Dumm nur, das gleich die ers­ten fal­schen Ant­wor­ten Gedan­ken zum auf­hö­ren aus­lö­sen. »Das ist doch alles Quatsch!«.

Spon­tis hat es durch­ge­zo­gen, sich durch­ge­bis­sen, nicht nach­ge­schla­gen und nicht gegoo­gelt. Wäre ich jetzt Eitel würde ich den Test noch­mal machen, dann wer­den die Ergeb­nisse in der Regel bes­ser. Aber nichts da! Unei­tel und mutig hier mein Ergebnis:

Seid aber ehr­lich mit euch selbst wenn ihr die­sen Test macht und fin­det raus wie es um eure sprach­li­che Qua­li­fi­ka­tion bestellt ist. Aber nehmt das Ergeb­nis nicht so tra­gisch son­dern seht als Ansporn eure Fähig­kei­ten zu ver­bes­sern, denn mei­ner Mei­nung nach ist es schlecht um die Mut­ter­spra­che bestellt. Ich höre wohl bes­ser mit dem Blog­gen auf bevor mein Anteil an der Ver­krüp­pe­lung der Spra­che zu groß wird ;) Deut­sche Spra­che, schwere Sprache.

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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8 Kommentare

  1. 51 Punkte, aber manch­mal musste ich wirk­lich laa­ange über­le­gen resp. den Satz in Gedan­ken aufschreiben…ich bin ver­dammt schlecht in Erken­nen von Fehlern…und zum Glück kamen nicht mehr Auf­ga­ben mit Kom­mas *g* Jetzt weiss ich auch, das Rund­stück in Ham­burg Bröt­chen heisst…

    All­ge­mein ver­un­stalte ich die deut­sche Spra­che auf mei­nem Blog wohl mehr als du, weil ich aus der Schweiz komme und sich so öfters Feh­ler einschleichen…naja, solange ich nicht Tür­falle anstatt Tür­klinke schreibe *gg*

    LG

  2. Nach­dem sich bei Frage 18 (zu dem Zeit­punkt 15 Rich­tige) mein Rech­ner inkl. Blue­screen ver­ab­schie­det hat und ich mich gerade noch, nach einem Blick auf die Uhr, davon abhal­ten konnte dezent die Maus in den Moni­tor zu wer­fen, habe ich beschlos­sen den Test nicht noch­mal zu star­ten. Das Ergeb­nis wäre sowieso ver­fälscht da ich die Fra­gen schon kenne und zudem will ich mir meine Arro­ganz eigent­lich bei­be­hal­ten — immer­hin kenne ich Leute, die noch nicht ein­mal die Fra­gen ver­stan­den hätten.

  3. @Atanua: Ja mach mich ruhig fer­tig und ernied­rige mich mit dei­nen Test­er­geb­nis­sen. Denn allein die Tat­sa­che das du als Schwei­ze­rin mit Anfang 20 die­sen Test so prima meis­terst über­rascht mich (posi­tiv). Es liegt viel­leicht daran, das ich von den übri­gen 20 jäh­ri­gen in mei­nem Umfeld ein ande­res Niveau gewohnt bin. Eine Tür­falle ist in die­sem Sinne kein Feh­ler, son­dern nur ein ande­res Wort ;)

    @Tears: Ich ver­folge dein Forum schwarzdenker.de ja auch schon eine Weile. Lei­der kann ich nie genug Zeit erüb­ri­gen um mich mit der von mir gewünsch­ten Inten­si­tät zu betei­li­gen. Viel­leicht wäre ja eine ver­kürzte Form des Test auch eine Idee für ein Anmeldeformular ;)

  4. Ne ne, Anmel­dung geht nur noch über Ein­la­dung. Einen sol­chen Test ein­zu­bauen wäre viel zu auf­wän­dig zumal man den dann eben 10 Mal macht um sich anzu­mel­den. Ich hab schon genug Abfall raus­ge­bracht, noch mehr muss nicht mehr sein…

  5. Das war auch eher iro­nisch gemeint :D Das du genug Abfall her­aus­ge­bracht haben sollst möchte ich so nicht unter­schrei­ben, es sei denn Kitty schickt dich runter ;)

  6. Ich rede auch von den Witz­fi­gu­ren und Gruft-Clowns die sich mit der Zeit so im Forum ein­ge­nis­tet hat­ten. Den Müll bringt bei uns eher Kitty run­ter, dafür spiel ich regel­mä­ßig für sie Taxi.

  7. Naja, ehr­lich gesagt finde ich des Test auch nicht sehr gelun­gen, es geht ja nicht all­ge­mein um Gram­ma­tik, son­dern um Spra­che, und das ist schon ein gros­ser Unter­schied. Hätte man mich mit Gross/Kleinschreibung, Kom­mas und Neben­sät­zen gequält..das wäre ne tolle Kata­stro­phe gewor­den ^^ Mein Leh­rer meinte in der Prima (12. Klasse Gym­na­sium) mal, ich solle end­lich auf­hö­ren meine Kom­mas zur Hälfte will­kür­lich zu setzen…Zudem habe ich auch viel ein­fach gera­ten. An ande­ren Tagen hätte ich zufäl­lig was ande­res gewählt und das Ergeb­nis wäre schlech­ter gewor­den. Bei Pisa wird ja auch unter Zeit­druck getestet…

    Bei uns wur­den mal schweiz­weit Klas­sen in ver­schie­de­nen Fächern geprüft, weil man wis­sen wollte wo die bes­ten Gym­na­sien sind. Nur dumm, dass die Lehr­pläne kan­to­nal gere­gelt sind und ich als »Bio­ge­nie« Gebrand­markte nicht mal einen Vier­tel davon wusste…analog dazu müss­ten Sprach­tests schon für die jewei­lige Region modi­fi­ziert wer­den, weil man ist keine sprach­li­che Niete, wenn man nicht weiss was Bröt­chen in einem ande­ren Dia­lekt heisst.

    Jaja, ich bin ja ein biss­chen jün­ger als du ^^ Schein­bar geht es allen aber gleich, irgend­wann fin­det man die heu­tige Jugend für ziem­lich ver­blö­det. Ist mir auch schon passiert ;-)

  8. Ich finde die heu­tige Jugend von heute nicht ver­blö­det, ganz im Gegen­teil. In unse­rer Jugend schla­fen mehr Poten­tiale denn je. Lei­der spricht mein Umfeld, also denen Men­schen denen ich real oder vir­tu­ell begegne eine andere Spra­che, oder es ist modern mög­lichst kurz und falsch zu schrei­ben. Ich denke nur das die Deut­sche Spra­che ver­küm­mert weil sie nicht mehr ver­nünf­tig benutzt wird und damit meine ich nicht das dog­ma­ti­sie­ren von Gram­ma­tik­re­geln, man kann schließ­lich alles über­trei­ben. Der rich­tige Weg liegt m.E. in der Mitte der bei­den Extreme.

    Es kann sicher nicht Zweck eines Lehr­pla­nes sein andere Dia­lekte zu ver­mit­teln, aber auch nicht, die undurch­sich­tige Deut­sche Gram­ma­tik bis ins Detail zu unter­rich­ten und dabei die prak­ti­sche Anwen­dung der Basis­qua­li­fi­ka­tion zu vernachlässigen.

    Aber was rede ich nur, schließ­lich bin ich über 30 und sowieso uncool.

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