18 November

Der Trekkie in mir - Startrek XI

Kategorie: Schwarzes Netz, Vernetzt — Jahrgang: 200811 Kommentare

Com­ing Out ist ja bekannt­lich eine Mode­er­schei­nung, oder viel­mehr ein Mode­wort, das eigent­lich der gleich­ge­schlecht­li­chen Liebe vor­be­hal­ten ist und zwar dann, wenn man sein Umfeld mit der Tat­sa­che ver­traut macht. Ich leih mir die­sen Begriff ein­fach mal aus und bekenne: Ich bin ein Trek­kie, ein Start­rek Fan der zwei­ten Stunde, denn lei­der bin ich zu jung gewe­sen um die ers­ten Staf­fel (Ein­ge­weihte nen­nen sie auch TOS) bei Ihrer Erstau­strah­lung gese­hen oder bewusst wahr­ge­nom­men zu haben. Jahre spä­ter habe ich das natür­lich nachgeholt.

Jetzt ist es soweit, im Mai 2009 soll der neu­este Startrek-Streich die Kino­lein­wände flu­ten, ich bin jetzt schon höl­lisch auf­ge­regt, wenn auch ein wenig skep­tisch, denn es fühlt sich so an als würde Hol­ly­wood wie­der ein­mal zum alt­be­währ­ten wie alles begann zurück­keh­ren. Zeit­lich soll der Film zwi­schen den ers­ten Staf­fel der Serie in den 60ern und der zwei­ten Staf­fel die mitte der 80er aus­ge­strahlt wurde lie­gen. Eine neue unver­brauchte Beset­zung soll den bewähr­ten Reiz aus­ma­chen, ledig­lich die Neben­rol­len sind pro­mi­nent besetzt. Uiuiui, bin ich gespannt.

Bis auf die ver­se­hent­li­chen Aus­rut­scher wie bei­spiels­weise Deep Space 9 bin ich ein treuer Anhän­ger und kenne alle 10 Filme die aus der Serien ent­stan­den sind aus­wen­dig. Rück­blick für Erin­ne­rungs­wil­lige und Schnell­durch­lauf für die Nicht­ein­ge­weih­ten und ungläubigen:

  1. Star Trek: Der Film (1979)
  2. Star Trek II: Der Zorn des Khan (1982)
  3. Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (1984)
  4. Star Trek IV: Zurück in die Gegen­wart (1986)
  5. Star Trek V: Am Rande des Uni­ver­sums (1989)
  6. Star Trek VI: Das unent­deckte Land (1991)
  7. Star Trek: Tref­fen der Gene­ra­tio­nen (1994)
  8. Star Trek: Der erste Kon­takt (1996)
  9. Star Trek: Der Auf­stand (1998)
  10. Star Trek: Neme­sis (2002)

Bis es soweit ist, müsst ihr euch unbe­dingt den Trai­ler zum Film anse­hen. Meine Kehle ist jetzt noch ganz tro­cken und vor lau­ter Auf­re­gung habe ich fast die Zeit ver­ges­sen. Robert Basic meint, es könne der beste Film der Reihe wer­den, ich selbst bin und bleibe skep­tisch. Und bekannt­lich ist die Freude umso grö­ßer, wenn man seine Erwar­tun­gen klein hält.

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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11 Kommentare

  1. Star­dreck? Pfui! Ich hab ernst­haft ver­sucht die­sem Sci-Fi-Mist etwas abge­win­nen zu kön­nen, das ein­zig sinn­volle was ich gefun­den habe sind diese Krea­tu­ren mit dem Gur­ken­ho­bel auf der Stirn :D

  2. Es ist doch immer wie­der ver­blüf­fend, dass sol­che Dinge nach Jah­ren wie­der auf die Lein­wand kom­men. Ich per­sön­lich hätte nicht damit gerech­net, da die Serie in den letz­ten Jah­ren zumin­dest in mei­nem Umfeld nicht mehr prä­sent war. Es war eher immer wie aus­ge­stor­ben. Die letzte Begeg­nung mit einem Trek­kie hatte ich vor sage und schreibe 6 Jahren.

    Man kann auf jeden Fall gespannt sein, was aus die­sem StarT­rek wird. Im Moment wird ja sehr häu­fig zu den bewähr­ten Sachen gegrif­fen. Hulk könnte man auch als Bei­spiel nen­nen. Ich bin auch gespannt. Ich war zwar im Grunde nie ein Fan, son­dern habe das immer — wenn über­haupt — geschaut, weil nix ande­res kam und mich die Lan­ge­weile quälte, aber den 2002 erschie­ne­nen »Neme­sis« fand ich doch ganz annehm­bar. Den hab ich sogar 2 mal gese­hen *ver­wun­dert schau*.

    Nun denn… schauen wir mal, was das so wird.

  3. In der Tat, Neme­sis war kei­ner der schlech­te­ren Teile. Das liegt vor allem daran, dass ich die Crew um Jean-Luc Picard für die beste Enter­prise Besat­zung halte, obwohl auch die Mann­schaft rund um Cap­tain Jane­way sehr inter­es­sant war. Grund­sätz­lich bin ich ein Fan von Fan­tasy und Science-Fiction Ele­men­ten, sei es die Ver­fil­mung der Mar­vell Comics, Start­rek oder Star Wars.

    Was ich nicht mag sind Retor­ten­filme die nur aus rei­ner Gewinn­erzie­lung gemacht wer­den und keine echte Geschichte zu erzäh­len, so finde ich das momen­tan weit ver­brei­tete »Wie alles begann« oder »Was war davor« extrem lang­wei­lig, denn eigent­lich wurde ja der Inhalt schon erzählt, er wird ledig­lich fil­misch umge­setzt. Gute Fort­set­zun­gen haben immer etwas neues und unver­brauch­tes zu erzäh­len und brin­gen neue Impulse eine Serie von Filmen.

    Aber Filme sind eine Form von Kunst und die ist bekannt­lich Geschmacksache.

  4. Das stimmt. Aber wenn sich das Ganze nun zwi­schen 2 Staf­feln abspielt, dann kennt man doch zumin­dest den gro­ben Ver­lauf auch schon, oder?
    Also dann müss­ten die »Fol­gen« doch in Staf­fel 2 ent­hal­ten sein.
    Bei Star Wars ist es den Machern ja sehr gut gelun­gen die 3 Filme vor die Krieg der Sterne Tri­lo­gie zu packen. Nun bin ich was die Geschichte von StarT­rek angeht nicht so bewan­dert und weiß nicht genau was im Log­buch alles steht, aber im Grunde kann man ja auch hier ziem­lich viel erzäh­len, oder?

  5. Ich hab auch ges­tern mal den Trai­ler dazu gese­hen und bin jetzt inter­es­siert aber auch skep­tisch dabei. Ist irgend­wie schon komisch und gewöh­nungs­be­dürf­tig wenn bekannte Figu­ren jetzt von ande­ren dar­ge­stellt wer­den.
    Dass DS9 ein Aus­rut­scher gewe­sen sein soll, hab ich dann aber mal lie­ber überlesen. ;)

  6. Also das Pro­blem mit den ande­ren Schau­spie­lern in den Rol­len von »bekann­ten Film­fi­gu­ren« habe ich auch immer wie­der. Man sieht dann irgend­wie doch immer die andere Per­son darin und denkt sich, ob die andere Per­son die Figur bes­ser ver­kör­pern würde oder so.
    Aber ich denke auch, dass man das nach der Zeit abha­ken kann. Bei den James Bond 007-Filmen ist das ja auch immer in Dis­kus­sion, aber da gelingt es ja zum Bei­spiel ganz gut. Man muss sich — so glaube ich — nur auf die neue Beset­zung ein­las­sen und dann läuft das schon ganz gut.

  7. Wenn die Story und die Mach­art stimmt, gebe ich Dir recht Lordy. Um aber auf Ruby ein­zu­ge­hen möchte ich erneut DS9 erwäh­nen, denn genau dort war das mei­ner Mei­nung nach nicht der Fall, die Schau­spie­ler waren frisch und bestimmt auch nicht schlecht. Lei­der war die Serie über­haupt nicht nach mei­nem Geschmack und erin­nerte mich eher an eine Star-Trek Soap, obwohl die Story über das Domi­nion sehr span­nend war.

    Aber ich teile auch eure Mei­nung was das Thema »Bekannte Film­fi­gu­ren« angeht. So sind man­chen Schau­spie­ler durch Start­rek gestem­pelt. Neh­men wir Patrick Ste­wart, der Jean-Luc Picard ver­kör­pert, für mich ist er immer Cap­tain der Enter­prise und gehört ein­fach nicht woan­ders hin ;)

    Ein Erfolgs­re­zept liegt mei­ner Ansicht nach darin, das bekannte mit dem unbe­kann­ten zu mischen, also alte und neue Schau­spie­ler, das setzt Start­rek eigent­lich sehr gut um, obwohl auch dort noch Ver­bes­se­rungs­po­ten­tial liegt. Wie seht ihr denn das neue Motto »Was war vor­her?«, näm­lich Film­rei­hen nicht kon­se­quent fort­zu­set­zen son­dern vor dem ers­ten Teil zu beginnen?

  8. Wenn es gut gemacht wird, dann kann es durch­aus ein gutes Motto sein. Das kommt aber immer auf die Umset­zung an. Auch auf den Grad des Bekann­ten. Wenn ich nicht wirk­lich weiß, was vor dem »Anfang« geschah, son­dern nur den »Anfangs­punkt« kenne, dann ist es sicher­lich inter­es­sant zu wis­sen, was davor war.
    Doch je mehr schon bekannt ist, desto schlech­ter kann es eigent­lich nur wer­den. Wenn du Rück­bli­cke also schon Sachen bekannt sind, dann bin ich da kein Freund von.
    Ins­ge­samt finde ich die Ent­wick­lung eigent­lich durch­weg posi­tiv. Warum denn immer nur Hand­lung fort­füh­ren und nicht wei­ter vorn anset­zen? Das Motto an sich find ich gut. Die Umset­zung und die Qua­li­tät vari­iert ja dann.
    Bei Star Wars ist es ja zum Bei­spiel ganz toll gelun­gen. Oder?

  9. Star Wars — Da bin ich sehr geteil­ter Mei­nung. Zum einen ist die tech­ni­sche und visu­elle Umset­zung groß­ar­tig, aber als Live-Besucher-der-Originale muss ich lei­der sagen, dass auch hier die Story etwas dürf­tig ist. Ehr­lich gesagt war ich beim ers­ten Besuch im Kino ent­täuscht, denn ich habe nur Bahn­hof ver­stan­den. Zuviele neue Gesich­ter, Geschich­ten und Bege­ben­hei­ten auf ein­mal. Erst beim zwei­ten, drit­ten mal bin ich dann letzt­end­lich dahin­ter­ge­stie­gen. Die Ent­täu­schung ist aber geblieben.

  10. Wor­auf genau begrün­det sich denn die Enttäuschung?

  11. Die Ent­täu­schung dar­über, das eine schon groß­ar­tige Geschichte nicht fort­ge­führt wird. Das es schwie­rig wer­den würde ist mir klar, lei­der finde ich die Story der Ori­gi­nale uner­reicht, obwohl einige nette Ideen dabei gewe­sen sind. Ent­täuscht, weil ich auch mit zu hohen Erwar­tun­gen an die Sache her­an­ge­gan­gen bin. Und Ent­täuscht dar­über, das ich dafür im Kino gewe­sen bin.

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