11 April

CSS Naked Day - Fazit

Kategorie: Vernetzt — Jahrgang 2009

naked-day-09

So lang­sam ist es kühl gewor­den und bevor ich mir noch eine faust­di­cke Erkäl­tung zuziehe, lege ich lie­ber wie­der ein Kla­mot­ten an.  Außer­dem kann ich dann auch end­lich wie­der die Tücher von den Spie­geln in unse­rer Woh­nung neh­men. Wer immer noch nicht weiß, warum und wieso und vor allem was pas­siert ist, emp­fehle ich einen Blick in mei­nen ent­spre­chen­den Arti­kel, auf die offi­zi­elle Seite von Dus­tin Diaz oder auf die Seite von Frank Bültge, der mich auf die Idee gebracht hat, mitzumachen.

Irgend­wie war es schon unge­wohnt, die eigene Seite ohne ent­spre­chen­des Lay­out der Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen, so kann das visu­elle nicht vom Inhalt ablen­ken. Die Les­bar­keit hat sich mei­ner Mei­nung stark erhöht, die Funk­tio­na­li­tät jedoch gelit­ten, denn trotz abge­schal­te­tem CSS bevor­zu­gen die ver­schie­de­nen Inter­net­sei­ten eine andere Struk­tur ihre Seite auf­zu­bauen, so ist es mir nicht immer leicht gefal­len auf den ent­spre­chen­den Sei­ten der Teil­neh­mer zu navi­gie­ren.  Mit 1261 Teil­neh­mern sind die Zah­len erst­mal rück­läu­fig, eine wei­tere Stei­ge­rung in den nächs­ten Jah­ren wird wohl nicht mehr zu erwar­ten sein.

Warum? Nun der Effekt hat viel­leicht einen sehr begrenz­ten Wirk­ra­dius, denn nur bei Web­de­si­gner oder sol­chen die es wer­den wol­len erreicht diese Aktion wohl ein ent­spre­chen­des inter­es­sier­tes Ohr. Für den Otto-Normal-User, der auf der Suche nach Infor­ma­tion her­kommt, mag es viel­leicht merk­wür­dig aus­se­hen, eine solch mini­ma­lis­ti­sche Seite in Zei­ten von Web 2.0 zu sehen. Stamm­le­ser füh­len sich ihrer gewohn­ten Umge­bung beraubt und rea­gie­ren sehr unter­schied­lich.  Der Sinn ist aber den­noch vor­han­den, denn auch in Zukunft sollte auf die Werte, die der CSS Naked Day ver­mit­teln wollte, geach­tet wer­den. Denn nur auf einem sta­bi­len Fun­da­ment lässt sich ein anstän­di­ges Gebäude errichten.

Inter­es­sant für mich war die gleich­zei­tige Umstel­lung auf eine neue Theme-Struktur, die ich eigent­lich nur auf die neuen Bedürf­nisse anpas­sen wollte und nicht valide und stö­rende Ele­mente ent­fernte. Lei­der gestal­tete sich das ganze schwie­ri­ger als gedacht, denn CSS macht vie­les leich­ter und blen­dete auch mein Auge. Gleich­zei­tig habe ich aber auch das Theme wei­ter ange­passt um Typo­gra­phie und Style noch mehr auf meine und die gefühl­ten Bedürf­nisse mei­ner Leser ein­ge­stellt. Dazu gibt es aber in Kürze noch ein paar Infor­ma­tio­nen, schließ­lich ist das hier immer noch Spon­tis Blog und ich eigne mit nicht sehr als Erklär­bär für CSS und XHTML, bin froh, das ich das sel­ber auf die Reihe bekomme. Aber dazu wie gesagt spä­ter mehr.

Ein net­ten Ping­back habe ich von den Klopf­zei­len bekom­men, der mich ani­miert mich öfter in Stra­te­gien zur Ver­mei­dung von Gewalt gegen Buch­sta­ben ein­füh­ren zu las­sen. Ganz im all­ge­mei­nen war die Reso­nanz bei deut­schen Blog­gern sehr groß. Sei es 49suns, Daniel, Bas­tian, Gesagt Getan (um nur ein paar von den Teil­neh­mern zu nen­nen, die ich auch regel­mä­ßig besu­che) alle haben sie mit­ge­macht.  Nächs­tes Mal? Ich mach mich nackig :)

7 Kommentare

  1. Naja, ich für mei­nen Teil hab deine Ein­träge aus Pro­test nur im Fee­dre­a­der gele­sen, denn ich finde die Aktion nach wie vor beknackt und die Times New Roman, in die eigent­li­che alle Brow­ser ohne CSS ver­fal­len belei­digt mein Auge. Als Web­de­si­gner schalte ich die Stile im Brow­ser ab oder instal­liere mir direkt einen rei­nen Text­brow­ser (was noch­mal ein Unter­schied ist) wenn ich tes­ten möchte, wie sich Seh­be­hin­derte auf mei­ner Seite fühlen.

    Inter­es­sant wären übri­gens nicht die Besu­cher­sta­tis­ti­ken von die­sem Tag son­dern die Anzahl der Com­ments und die Ver­weil­dauer auf der Seite an besag­tem Tag. Denn die Links bei Google ver­schwin­den nicht und zumin­dest mir ging es als Stamm­le­ser so, dass ich ein paar Mal auf den Link zu dir geklickt habe um dann schnell wie­der abzuhaun ;)

  2. Ich würde gerne mal den Zusam­men­hang zwi­schen „Seh­be­hin­de­rung” und „rei­nem Text” erklärt bekom­men. BTW, Times New Roman ist nun mal eine der Schrift­ar­ten, die auf fast jeden Windows-basierendem Sys­tem seit erschei­nen des­sel­ben vor­han­den und ver­stan­den wird.

  3. Seh­be­hin­de­rung -> Text2Speech -> Sicht wie von einem Text­brow­ser
    Dass es natür­lich wei­tere Seh­be­hin­de­run­gen wie Rot-Grün-Schwäche gibt und auch auf Kon­traste etc. geach­tet wer­den sollte usw. ist mir durch­aus bekannt. Irgend­wann wird mir aber das Opti­mie­ren für Min­der­hei­ten zu blöd, daher: Style­s­heet oder Textbrowser/Text2Speech.

    Woher das mit der Times kommt weiß ich (gibts übri­gens auch auf Mac OS), das heißt aber noch lange nicht, dass ich mir das angu­cken muss ;P

  4. @Tears: Die Anzahl der Kom­men­tare war 1, also nicht wirk­lich viel. Ich habe aber auch nicht wirk­lich was geb­loggt an die­sen Tagen, lei­der war dazu meine Zeit zu knapp. Die Ver­weil­dauer werte ich nicht wirk­lich aus, daher kann ich dazu auch nicht wirk­lich ein Aus­sage tref­fen. Typo­gra­phie ist sowieso ein Thema für sich, denn eine Schrift­art muss ja erst­mal mir gefal­len bevor ich sie mei­nen Lesern prä­sen­tiere. Lei­der kommt dazu das Phä­no­men, das Schrift­ar­ten komi­scher­weise nie gleich aus­se­hen, obwohl sie es rein theo­re­tisch soll­ten. Aber jeder scheint es ein biss­chen anders zu Ren­dern, das schwankt mit Bild­schirm, Auf­lö­sung und even­tu­el­len Ver­wurs­tungs­tools á la IE.

    Aber wie ihr sicher­lich bemerkt habt, bin ich gerade dabei ein wenig an den Schrift­ar­ten zu fei­len, des­halb bitte ich even­tu­ell ent­deck­tes Schrift­ar­ten­chaos zu ent­schul­di­gen. Ich hoffe das legt sich bald wie­der, wenn ich den End­gül­ti­gen Zustand erreicht habe.

  5. @Tears: Natür­lich muß man nicht für jede Min­der­heit alles opti­mie­ren, aber wenn Du sau­ber pro­gram­mierst, erwei­terst Du auch Dei­nen poti­en­ti­el­len Kun­den­kreis.
    Sel­bes gilt eigent­lich auch für „Times”, mög­lich, daß Du sie nicht magst, aber sie ist nun mal fast welt­weit les­bar.
    Ich finde, daß sind Aspekte, die für einen Web­de­si­gner durch­aus von Wich­tig­keit sein könnten/sollten.

  6. Ich bin ja die­ses Jahr das zweite Mal dabei gewe­sen. Da ich aber eh min­des­tens ein­mal im Jahr mein Design umstelle, ist es jedes Mal wie­der inter­es­sant, ob und wie das Blog noch ohne Design funktioniert.

    Wo ich dir aber wider­spre­chen muss: Die Les­bar­keit hat sich mei­ner Mei­nung nach stark ver­schlech­tert — und zwar so ziem­lich auf jeder Seite ohne Style­s­heet. Ziel ist es ja nor­ma­ler­weise durch kurze Absätze und Zei­len­län­gen den Lese­fluss zu ver­bes­sern, das das Lesen auf dem Moni­tor sowieso schon ermü­den­der ist als in einem Buch. Ohne Style­s­heet brei­ten sich ja aber die Zei­len auf die volle Brow­ser­breite aus, was spä­tes­tens bei 1680x1050 ein wah­rer Krampf ist.

    So wirk­lich Spaß bringt das Lesen von zu lan­gen Zei­len nicht. Des­halb bin ich ja auch eh ein Fan von auf feste Brei­ten set­zen­den Layouts.

  7. Ein sehr inter­es­san­ter Punkt. Fixe Layout-Breiten sind ange­neh­mer zu lesen, wenn sich mit kur­zen und kna­cki­gen Tex­ten beschäftigt.Bei CSS losen Lay­outs auf gro­ßen Bild­schir­men muss ich Dir irgend­wie recht geben, ich habe mir das gerade noch­mal ange­guckt. Prin­zi­pi­ell sollte das Lay­out mit der Art des Con­tent vari­ie­ren.
    Bei län­ge­ren Tex­ten, oder Mul­ti­me­dia­len Inhal­ten mit zahl­rei­chen Bil­dern ist mir das per­sön­lich zu viel Arbeit mit dem Maus­rad. Das mag an mei­ner Hal­tung vor dem Bild­schirm lie­gen (jetzt wo ich drü­ber nach­denke), meine Linke Hand stützt den Kopf, meine rechte hält die Kaf­fee­tasse, so lese ich am liebs­ten.
    Außer­dem finde ich die meis­ten fixen Lay­outs zu voll­ge­stopft, da habe ich manch­mal das Gefühl dem Gestal­ter fehlt der Platz. Ich finde es schwie­rig, die rich­tige Balance zu fin­den, so rich­tig zufrie­den bin ich eigent­lich nie :) Ich wechsle zwar das Lay­out nicht jähr­lich, aber es ent­wi­ckelt sich stän­dig weiter.

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