5 November

Blogparade: Gecovert!

Kategorie: Stöckchen und Paraden,Vernetzt — Jahrgang 2009

plattencoverMit Cover­ver­sio­nen ist es wie mit Kaviar. Geschmacks­sa­che. Die einen fin­den Kaviar lecker, die ande­ren ein­fach nur eklig. Natür­lich gibt es auch die, die Kaviar angeb­lich lecker fin­den, obwohl sie ihn eigent­lich eklig fin­den und nur „lecker” sagen, weil das beson­ders deka­dent und neu­reich rüber­kommt. Cover­ver­sio­nen in der Musik gibt es schon solange es Musik gibt, eine gute Cover­ver­sion zeich­net sich mei­ner Mei­nung nach durch einen Mehr­wert aus und gibt dem ori­gi­na­len Stück das, was ihm zuvor gefehlt hat, oder macht dar­aus eine ganz eigene Inter­pre­ta­tion, manch­mal sogar etwas ganz neues. Lei­der ist es viel zu oft so, das Cover das Ori­gi­nal belei­di­gen, anstatt ihm zu schmei­cheln und manch­mal fragt man sich, warum der Künst­ler der ver­hack­stückse­lung sei­nes Ori­gi­nals zuge­stimmt hat. Obwohl es ja auch nicht immer erfor­der­lich ist, die Erlaub­nis ein­zu­ho­len, wie im Falle von Bushido, der sich ja letzt­end­lich „außer­ge­richt­lich” geei­nigt hat.

Der Beety von free­Q­net hat dazu eine Blog­pa­rade gestar­tet und möchte wis­sen, wel­che Cover­ver­sio­nen wir beson­ders gut fin­den. Cover­ver­sio­nen fin­den ist eine Sache, aber gute? Viel zu oft erlebt man eine böse Über­ra­schung wenn der geliebte Song plötz­lich geco­vert im Radio gespielt wird und damit dann die Ver­kehrs­si­cher­heit gefähr­det, falls das Radio im Auto steckt. Skep­tisch und neu­gie­rig zugleich habe ich meine Samm­lung durch­fors­tet und bin dabei an einige Exem­pla­ren hän­gen­ge­blie­ben, die einer Erwäh­nung anläss­lich die­ser Parade bedür­fen. Ich habe ein­fach mal 3 Stück her­aus­ge­pickt, viel­leicht kann ja der ein oder andere meine Wahl nach­voll­zie­hen. Wer nicht damit ein­ver­stan­den kann bis zum 30.11.2009 mal auf sei­nem Blog vor­bei­schauen und auch teilnehmen.

Begin­nen möchte ich mit Tain­ted Love von Soft Cell, eines mei­ner liebs­ten Stü­cke der 80er, das ja von Mari­lyn Man­son erneut geco­vert wurde. Im Ori­gi­nal stammt das Stück aber von ganz jemand ande­rem, näm­lich von Glo­ria Jones die es schon 1964 ins Mikro­phon hauchte. Für mich per­sön­lich kommt aber nur eine Ver­sion in Frage, näm­lich die von Marc Almond und sei­ner Band Soft Cell.

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Kom­men wir nun zu etwas herz­er­wei­chen­dem, für das mich die Mäd­chen, die nach der Auf­lö­sung der Band um diese trau­er­ten, schon hass­ten. Back for Good von Take That (Video­link — auf eigene Gefahr) ist wohl eines der schnul­zigs­ten Stü­cke der Boy­band. Die Ver­sion von Hal­ma­ken­reu­ther gefällt mir viel bes­ser und war der Grund für den Hass der Mäd­chen, die sich auf einem Platz in unse­rer Stadt ver­sam­mel­ten um kol­lek­tiv zu heu­len. Ich hatte schon ein Auto, ich hatte einen CD-Spieler und große Laut­spre­cher und ich machte gna­den­los Gebrauch davon:

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Eines der schöns­ten Musi­cals, Zei­chen­trick­filme und Geschich­ten ist wohl Alice im Wun­der­land in des­sen Hol­ly­wood Ver­fil­mung Judy Gar­land den Song Some­where over the Rain­bow träl­lert. Herz­er­wei­chend, ehr­lich jetzt. Ich glaube dem Alter des Songs ist es zu ver­dan­ken, das es unzäh­lige Cover­ver­sio­nen davon gibt. Ich finde die von Israel Kamakawiwo’Ole am schöns­ten, am bewe­gens­ten. Der inzwi­schen ver­stor­be­nen unglaub­lich dicke Hawaii­aner mit der Engels­glei­chen Stimme und der win­zi­gen Oku­lele hat dar­aus etwas schö­nes und ein­zig­ar­ti­ges gemacht, für mich jedenfalls.

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(Bild: Highendsociety.de)

5 Kommentare

  1. Das Back for Good Cover ist genial! Kannte ich noch gar nicht, aber das macht rich­tig rich­tig Laune. :D

    Tain­ted Love finde ich in jeder Ver­sion irgend­wie, naja, sagen wir vernachlässigbar.

  2. Wow! Das „Back for good”-Cover zeigt, dass man selbst aus der größ­ten Schnulze mit Mut und Spu­cke noch was machen kann. :D
    Die „Some­where over the rainbow”-Version von Israel Kamakawiwo’Ole kannte ich zwar vom Hören (aus der Wer­bung, aber frag nicht, wel­ches Unter­neh­men damit wirbt, sowas merk ich mir nicht), wusste aber nicht, wer das singt. Und ja, es ist wirk­lich total schön.
    Schließ­lich noch „Tain­ted Love”… ich hab die drei Ver­sio­nen in der umge­kehr­ten chro­no­lo­gi­schen Rei­hen­folge ken­nen­ge­lernt, da das Manson-Cover genau in die Zeit mei­ner Rockmusik-Sozialisation fiel, aber ich muss sagen, dass ich hier eigent­lich finde, je älter desto gut. Die Manson-Version kann ich heute gar nicht mehr hören, was aber schon auch am exzes­si­ven Hören mit so 14 Jah­ren lie­gen könnte. ^^

  3. @Konna: Ja, das ist ver­ständ­lich irgend­wie. Ich ver­binde mit Tain­ted Love eben viel gutes und posi­ti­ves, ein­fach schöne Erin­ne­run­gen. Und manch­mal ist das der Unter­schied zwi­schen einem guten und einem schlech­ten Song :)

    @Jü: Tain­ted Love ist auch eigent­lich tot­ge­hört, des­halb ver­meide ich es immer es aus­ser­halb eines tanz­ba­ren Rah­mens zu hören um mir den Titel nicht zu versauen ;)

  4. Eine sehr schöne Aus­wahl und vor allem auch Songs, die man so gar nicht erwar­tet hätte. Gebe dir auch bei allen Ver­sio­nen recht, was die jeweils beste angeht!

  5. Tain­ted Love! Wie konnte ich das nur ver­ges­sen ^^ — wenn, dann aber nur in der 9 Minu­ten Exten­ded Ver­sion mit „Where did our love go?” :)

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  1. Konna sagt:

    Aha­haha, das „Back for Good”-Cover ist genial! Geht rich­tig ab! :D — http://bit.ly/2tS8ca

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