14 November

Agents of SORP - Emothirst

Kategorie: Schwarzes Netz, Vernetzt — Jahrgang: 20086 Kommentare

Agents of SorpGrund­sätz­lich bin ich gegen die Dis­kri­mi­nie­rung von Rand­grup­pen, wirk­lich. Gut, das ein EMO zu kei­ner Rand­gruppe gehört, schließ­lich sind diese in der gefühl­ten Über­macht und besie­deln rudel­ar­tig Plätze und Trep­pen an öffent­li­chen Plät­zen und haben mitt­ler­weile auch Kla­mot­ten­la­bels wie H&M, Pim­kie und New Yor­ker infil­triert. Dies ist nur mit einer ein­zi­gen Sache zu bekämp­fen, mit Humor und der unver­blüm­ten Lust am Leben.

Außer­dem gehört die Selbst­iro­nie und das Kön­nen über sich selbst zu lachen zu den groß­ar­tigs­ten Fähig­kei­ten hof­fent­lich jeder Rand­gruppe. Meine Devise: Nicht gleich heu­len, son­dern auch mal lachen, neben­ein­an­der tan­zen statt ste­hen zu blei­ben, ein­fach mal genie­ßen ohne zu den­ken. Des­halb nehme es mit Humor und kom­men­tiere das ganze mit dei­ner Bot­schaft oder Video­schnip­sel, statt mit Vor­ur­tei­len zu hau­sie­ren soll­tet ihr sie ein­fach mal weg­la­chen, nähert euch ein­an­der statt sich von zu distanzieren.

Das Video ist zur Zeit nicht ver­füg­bar, sollte sich das ändern, wird es hier wie­der eingefügt.

Schön das heute Frei­tag ist und damit der Start in das Wochen­ende eröff­net wurde. Lei­der ich habe ver­spro­chen heute mit nach IKEA zu fah­ren, eigent­lich habe ich gar keine Lust dazu, aber Ver­spro­chen ist Ver­spro­chen und wird nicht gebro­chen. Nach einem Kaf­fee im Restau­rant kommt dann immer die schlimmste Abtei­lung, der Klein­kram Markt an dem man sich bes­ser schon mal einen Ein­kaufs­wa­gen nimmt, gute Vor­sätze wie eine Tasche reicht sind sowieso haltlos.

(Bild­quelle: Agents of S.O.R.P.)

Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Schwarzes Netz, Vernetzt
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6 Kommentare

  1. Rand­grup­pen sind in mei­nen Augen Leute die an den Rand gedrängt wer­den und nicht Leute die sich bewusst an den Rand stel­len weil es dort mehr Auf­merk­sam­keit gibt. Daher halte ich Emo-Bashing nicht für Mob­bing oder Dis­kri­mi­nie­rung son­dern für einen neuen Volks­sport den ich — im Gegen­satz zu ande­ren Sport­ar­ten — ziem­lich amü­sant finde.

    Ist nicht lange her, da hatte ich auch so manch einen Blog-Eintrag über die klei­nen Heul­su­sen in mei­nem Blog gepos­tet. Das Wit­zige daran waren dann die Leute, die rum­heul­ten, dass Emos ja nicht stän­dig rum­heu­len… paradox.

    Die­ses Video finde ich übri­gens immer­noch am besten ;)

  2. Ja, so kann man das natür­lich auch sehen :) Auf­merk­sam­keit durch Rand­grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit, so hatte ich das noch gar nicht gese­hen. Das Video das du ver­linkt hast ist übri­gens in mei­nen Augen die abso­lute SORP Krone, das Sah­ne­stück quasi, es ist doch immer wie­der erfri­schend wie offen und anders die Ame­ri­ka­ner mit dem ein oder ande­ren umge­hen. Liegt das viel­leicht an dem ver­brief­ten Recht auf Meinungsfreiheit?

    Obwohl das eigent­lich nichts mehr mit dem eigent­li­chen Thema zu tun hat, denke ich das die Angst vor irgend­wel­chen Kon­se­quen­zen viele Blog­ger davon abbringt, wie sie man­che Dinge sehen, des­halb freue ich mich immer wie­der auf´s neue über pola­ri­sie­rende Sei­ten wie eben besag­tes evilkickass.com

  3. Recht­li­che Kon­se­quen­zen? Naja, es gibt Mit­tel und Wege diese zu umschif­fen… ich nenne nur mal den mili­tan­ten Gruft-Clown als Bei­spiel. Man wählt eine tref­fende, aus­sa­ge­kräf­tige Bezeich­nung für eine Ein­zel­per­son, nennt aber kei­nen Namen und keine URL… fer­tig! Jeder der wis­sen soll wer gemeint ist ver­steht es auch und sollte die betref­fende Per­son in den Kom­men­ta­ren oder im eige­nen Blog dar­auf rea­gie­ren — per­fekt, nun weiß wirk­lich JEDER wer gemeint ist, belei­digt hat man aber niemanden ;)

    Bei Grup­pen von Leu­ten ist das natür­lich meis­tens noch mal ein­fa­cher, denn »Emo« kann man nicht belei­di­gen (wie zweideutig).

  4. die mis­ten die gegen emos reden,oder auch het­zen haben eh keine ahnung,genausowenig wie die emos sel­ber. emo­core­punk ist als gegen­be­we­gung zum hard­core­punk ent­stan­den. der emo­core wollte mehr gefühle in die texte reinbringen,auch starke dunkle gefühle wie sehn­sucht etc. den hard­core kram sahen sie als bald bloße kampf­ma­schi­ne­rie an.
    das dazu,ansonsten waren emos damals aber immer­noch punks.

    diese main­stream rich­tung die haupt­schlich medial ver­brei­tet wurde is nix ande­res als ein bscheu­er­ter mode­trend mit ein paar in die charts gesteckte schlechte bands,die dann emo­core mit poprock ver­bin­den. alles nur geld­ma­che­rei. zudem kenne ich keine emos die sich rit­zen oder heu­len und gedichte schrei­ben. alles wei­derum kli­schee scheiße (war übri­gens vor­her mal ein vor­ur­teil über gothics,ritzen und gedicht schreiben).

    das ein­zige was diese möch­te­gern emos von ande­ren grup­pie­run­gen (dies­mal spre­che ich von wei­te­ren main­stream­rich­tun­gen ‚ala hiphip und tek­ker) unter­schei­det ist diese: die weh­ren sich nicht wenn sie dumm ange­macht wer­den. viel zu schüch­tern die meis­ten aus der szene. stek­cen immer den kopf in den sand und zie­hen von dan­nen.
    (und emos nicht mit hc-kids verwechseln,die haben den glei­chen kla­mot­ten stil,aber hc kids sind total bunt und emos schwarz + noch eine farbe)

  5. Leute die den Kopf in den Sand stre­cken pro­vo­zie­ren: Man kann so herr­lich in den Arsch tre­ten (sorry, der musste sein)!

    Ansons­ten: Ist mir alles nicht neu was du sagst lie­ber Socke, trotz­dem macht es immer wie­der Spass irgend­was gegen Emos zu schrei­ben und abzu­war­ten, wann die erste Heul­boje ankommt und flennt. Und Tat­sa­che ist: Eine Heul­boje kommt immer und fin­det es total scheisse, dass man was gegen MyS­pace gesagt hat, Bul­let for my Valen­tine als kom­mer­zi­el­len Schwuchtel-Rock beti­telt oder was einem sonst gerade ein­ge­fal­len ist.

  6. @Socke: Inter­es­sante Sicht­weise der Dinge, von der Seite der Punks hatte ich die EMOs noch gar nicht betrach­tet. Aber das mit dem Gedichte schrei­ben hält sich übri­gens noch hart­nä­ckig. In selbst­er­nann­ten Gothic-Magazinen wer­den immer noch regel­mä­ßig wel­che abge­druckt. Ich bin da sel­ber sehr unta­len­tiert um nicht unfä­hig zu sagen ;)

    @Tears: Oder auch Fahr­rä­der abstel­len :)Übri­gens konnte ich dies­be­züg­lich eine inter­es­sante Ent­wick­lung in unse­rer Stadt aus­ma­chen. Am Stadt­be­kannte Treff­punkt (einer lan­gen brei­ten Treppe) wurde die EMOs inzwi­schen wie­der von den Punks ver­drängt. Die »Heul­bo­jen« haben sich in den hin­te­ren und unpro­vo­kan­te­ren Teil zurückgezogen.

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