19 August

Grufti-Roadtrip 1991: Ein denkwürdiges Wochenende

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 13 Kommentare

Grufti-Roadtrip to Berlin - TeaserEs ist noch gar nicht so lange her, da stand ich mit einigen Freunden auf einer Party in Köln und diskutierte ernsthaft darüber, ob es sich noch lohnen würde zu einer Party nach Mülheim zu fahren, denn hier in Köln gefiel es uns nicht so richtig. Nachdem wir tausende von Befindlichkeiten Beiseite geräumt hatten, wagten wir das Abenteuer und kamen uns zu allem Überfluss auch noch 20 Jahre jünger und vor allem ziemlich cool vor. Doch was Malte an einem Wochenende 1991 in seinem silbernen Käfer 1303 erlebte, lässt unseren Stolz im Keim ersticken – ein schwarzer Roadtrip durch Deutschland.

Wir schreiben das Jahr 1991. So richtig sicher bin ich mir nicht, aber wenn ich die Gegenstände auf den verschiedenen Fotos in einen zeitlichen Rahmen stelle, bleibt nur dieser Schluss. Zu der Zeit war ich mit Hannes und Alf, den Weggefährten aus meiner Heimatstadt, praktisch jedes Wochenende unterwegs in Diskotheken, auf Konzerten oder Partys. Mindestens einmal im Monat fuhren wir gemeinsam ins Zwischenfall nach Bochum, trotz der Fahrtdauer von rund zwei Stunden pro Strecke. Auch die Unikum-Partys in Osnabrück waren fester Bestandteil unserer Wochenendplanung. Den ganzen Artikel lesen… »


19 November

Heute schon was vor? Klaus Märkert liest in Mönchengladbach

von Kategorie: VeranstaltungenDiskussion: 6 Kommentare

Klaus Maerkert - Van DoorenKlaus Märkert schreibt raffinierte Geschichten. Mit Begebenheiten, wie sie jedem passieren könnten entlocken dem Zuhörer die Aufmerksamkeit, entführen ihn auf einer Straße des Humors in ungeahnte Gedankenspiele und ungewöhnliche Ansichten. Heute, am 19. November 2015 um 17:30 liest Klaus ein paar seiner Geschichten im Café van Dooren in Mönchengladbach, gleich bei mir um die Ecke. Wenn das mal keine Gelegenheit ist! Auf Facebook habe ich diese Veranstaltung von der Mönchengladbacher Stadtzeitschrift „Hindenburger“ bereits geteilt. Die Leser ohne Zugang zum sozialen Netzwerk habe ich sträflich vernachlässigt. Als kleine Entschädigung für alle, die sich kurzentschlossen freimachen und kommen, bringe ich heute Abend einen Stapel Spontis-Magazine und Buttons mit. Der Eintritt zur Lesung ist frei!

Was erwartet euch und wer ist überhaupt dieser Märkert? Geschichten aus dem Leben eines Sozialarbeiters, Taxifahrers, DJ, Schallplattenverkäufers, Discothekenbetreibers und Musikredakteurs aus Bochum. Vom DJ-Pult beobachtet er beispielsweise die Entwicklung der Grufti-Szene im Ruhrgebiet der frühen 80er und beschreibt seine Eindrücke auf ganz vortreffliche Weise: Den ganzen Artikel lesen… »


18 November

Spontis Wochenschau #05/2015

von Kategorie: WochenschauDiskussion: 8 Kommentare

Spontis WochenschauEin Krieg beginnt im Kopf und kann auch nur dort gewonnen werden. Mein Krieg geht so: Da sitzt du nun vor deinem Bildschirm und denkst darüber nach, ob du was unheimlich wichtiges, gehaltvolles und aussagekräftiges schreiben sollst, oder ob du stattdessen so tust als sei nichts gewesen. Soziale Netzwerke machen es dir einfach. Hier mal schnell ein Profilbild anpassen, dort ein „Gefällt mir“ hinterlassen, einen traurigen Song einfügen oder einen solidarisierenden Hashtag setzen. Fertig ist das Statement und gleich fühlt sich das Leben wieder ein bisschen erleichterter an. Spinner werden entfreundet, Kontroverses aus der Chronik entfernt. Ganz einfach. Mit der zunehmenden Flut an Informationen sind auch die Möglichkeiten gewachsen, diese zu verdrängen. Habe ich jetzt schon etwas Gehaltvolles geschrieben? Habe ich meinen Standpunkt und meine Meinung klar zum Ausdruck gebracht? Vielleicht bin ich auch nur ein Rädchen am Wagen der Betroffenheit. Ich habe keine Ahnung. Immerhin weiß ich endlich wieder, warum ich schwarze Klamotten trage. Und jetzt sitze ich immer noch da überlege ich mir ernsthaft, was ich nun verlinken darf und was nicht, nur weil irgendwo auf der Welt etwas Schlimmes passiert. Das Böse siegt immer? Nicht in dieser Wochenschau: Den ganzen Artikel lesen… »


16 Oktober

Kinder der Nacht (1999) – Trash-Horror oder Kult?

von Kategorie: Filme und VideosDiskussion: 10 Kommentare

Kinder der Nacht - Horror und Musik1994: Dennis „Dexter Ward“ Schepers, Bruder von Jan „Tequila“ Schepers, veranstaltet auf dem Dachboden des „bunten Hauses“ eine Orgie. Mit einer Droge, die sexuell attraktiv und hemmungslos macht, will er dem ganzen Treiben die nötige Würze verleihen. Doch die Orgie endet in einem Blutbad, denn Dennis – der als Mitglied einer satanistische Vereinigung aktenkundig ist – schlitzt die Anwesenden auf, nagelt seine Lebensgefährtin Cassandra unter die Decke und lässt alle in einer großen Badewanne ausbluten um sich letztendlich selbst das Leben zu nehmen. Tequila verlässt nach dem Massaker die Stadt kehrt aber 5 Jahre später zurück, um sich den Schatten seiner Vergangenheit zu stellen. Er will Frieden finden und wei0, dass er die Antworten aus seine Fragen nur in dem alten Haus finden kann. In Duisburg angekommen trifft er seine alten Freunde Psycho (Markus Laibacher), Mason (Andreas Washer) und Terror (Oliver Küppers) die beschließen, fortan gemeinsam zu suchen. Doch statt der erhofften Antworten finden die Freunde eine merkwürdige Substanz. Von da an überschlagen sich die Ereignisse, denn eine unheimliche Obrigkeit aus der dunklen Vergangenheit hat plötzlich die Fäden in der hand. Die Toten von damals wandeln unter der Lebenden und viel zu spät erkennen die Freunde, dass sie nur Marionetten in einem dämonischen Spiel sind. Das Böse in Gestalt eines Dämons manipuliert das Geschehen, um eine andere macht aus noch früheren Zeiten zu besiegen…

Ende der 90er Jahre widmet sich Heiko Bender mit seinem Erstlingswerk „Kinder der Nacht“ der Duisburger Darkwave-Szene die scheinbar wie geschaffen ist, um als Hintergrund für einen Amateur-Horror-Streifen zu dienen. Er bedient nahezu alle Klischees der Szene und bedient die Kritiker, die in der Darkwave-Szene sowieso potentielle Satansjünger sehen, die nur darauf warten Ritualmorde zu begehen. Bender überspitzt sämtliche Einflüsse innerhalb der Szene, ob es der Style aus Lack und Leder ist, das Interesse für BDSM, rituelle Tötungen, Satanskult, Dämonen und Geisterbeschwörungen – völlig egal, Bender liefert. Rund zwei Stunden dauert sein stellenweise langatmiges Drama, dass für einen Amateur-Film als durchaus sehenswert durchgehen kann. Vorausgesetzt, man steht auf Horror-Trash mit Dialogen auf Porno-Niveau. Die blutigen Szenen sind durchaus gelungen und der Soundtrack klingt wie ein gut gemachter Darkwave-Sampler in der Bands wie Wumpscut, Haujobb und Velvet Acid Christ für düstere Stimmung sorgen. Der Gothic-Gore-Trash-Horrorfilm spielt an vielen Orginalschauplätzen im Duisburger Umland, wie die stillgelegten Stahlwerke in Duisburg Rheinhausen und auch das inzwischen abgebrannte Zwischenfall in Bochum spielen eines atmosphärische Rolle. Den ganzen Artikel lesen… »


13 August

Musikperlentaucher – Tauchgang #30

von Kategorie: Back to the RootsDiskussion: 14 Kommentare

Shock Therapy – Hate is a 4-letter Word

What has changed me into something i dont know?“ 1984 gründete der aus Detroit stammende Gregory John McCormick (Itchy) eine Band, die er nicht umsonst „Shock Therapy“ nannte. Der Sänger, Gittarist und Pianist verbrachte viele Jahre in diversen Psychiatrien, seine dort gesammelten Erfahrung beeinflussten nicht nur den Bandnamen, sondern auch viele seiner depressiven Texte.  Mit der Band fand er die Möglichkeit, seiner Aggressivität ein kreatives Ventil zu verschaffen und so wundert es auch nicht weiter, dass der ein Jahr später geschriebene Song „Hate is a 4-letter-Word“ zu den erfolgreichsten der Band zählt. In den USA fanden seine tiefgründigen Texte jedoch keine Beachtung, das erwünschte Feedback blieb aus, er beschließt, nach Europa zu gehen. Dem INTRO-Magazin verriet 1993: „Das amerikanische Publikum ist völlig leer. Sie stehen da und glotzen dich an. Niemand gibt sich die Mühe, in die Musik einzutauchen. Die Europäer, vornehmlich die Deutschen, sind da ganz anders. Sie konzentrieren sich auf das, was abgeht; sie wollen die Musik nicht nur hören, sondern auch verstehen.“ Doch die Schatten des eigenen Selbst sind stärker. Nach einem 7-jährigen Gefängnisaufenthalt zeigt sich Itchy geläutert und kündigt sogar ein neues Album an. Von der Realität eingeholt stirbt er 2008 im Alter von 44 Jahren vermutlich an einer Alkoholvergiftung. „A classic Film of Yesterday ist just Today; once tomorrow, maybe never, i hate me.

www.youtube.com/watch?v=5Te76yD_swQ Den ganzen Artikel lesen… »


30 Oktober

Video: Die okkulte Gothic-Szene – Report aus München 1995

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 147 Kommentare
Screenshot aus Report München - Michael Zöller aus der Discothek Zwischenfall

Screenshot der Sendnung Report München – Michael Zöller aus der Discothek Zwischenfall

Was habe ich mich über dieses Fundstück gefreut, an dem mich Alwa Petroni jüngst teilhaben ließ. Endlich wieder ein ganzer Korb voller Klischees und Vorurteile, der dazu einlädt, sich über die Vergangenheit der deutschen Medienlandschaft zu echauffieren. Es müsste etwa 1995 gewesen sein, als die Sendung „Report aus München“ vom Bayrischen Rundfunk ausgestrahlt wird. Die moderierende Galeonsfigur der Sendung, Andreas Bönte,  eröffnet den Reigen mit dem Stein des Anstoßes, die 23. Ausgabe des „Gothic“-Magazins: „Es ist eins der Szenemagazine der okkultischen Rockmusik. Am Rande der Legalität wird hier die Satansverehrung gepusht. Ein Einzelfall? Unsere Recherchen ergaben: Ein Millionenmarkt rund um den Satanskult hat sich entwickelt. Verehrung des Teufels, Bekämpfung der Christen, das ist die Botschaft.

Erstaunlich. Da stellt sich der studierte Politikwissenschaftler, Kommunikationswissenschaftler und Soziologe Andreas Bönte vor die Kameras und behauptet, dass mit dem „Gothic“-Magazin die Satansverehrung gepusht wird und nennt es ein „Szenemagazin der okkultischen Rockmusik„. Wenn so Wissenschaft oder Journalismus aussieht, dann sehe ich schwarz. Mittlerweile ist Bönte übrigens Leiter des Programmbereichs Planung und Entwicklung beim Bayrischen Fernsehen und ist nebenbei als Honorarprofessor für Fernsehjournalismus an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt tätig. Ich sehe schon wieder schwarz.

Zurück zum Thema. Sebastian Sigler, der sich für den Bericht verantwortlich zeigt, besucht die Discothek „Totentanz“ in Sigmaringen:  „Grabesstimmung, weiß geschminkte Gestalten, es riecht nach okkulter Mystik, kokettieren mit dem Satan.“ Sigler ist Journalist und studierter Historiker, vielleicht kommt daher das unterschwellige Brummen des Satanismus. Doch der Bericht hat auch Fakten zu bieten. Den ganzen Artikel lesen… »


4 Januar

In memoriam: Zwischenfall Bochum – Der Kreis schließt sich

von Kategorie: Dunkle Vergangenheit, VeranstaltungenDiskussion: 10 Kommentare

Disco-Tip Zwischenfall 1987 - TeaserBeim Stöbern in alten Ausgaben der ME/Sounds fand ich einen Artikel aus dem August 1987 über die Discothek Zwischenfall in Bochum. „Die Disco-Dichte im Ruhrgebiet ist höher als anderswo im Land. Um verwöhnte Musik- und Mode-Avantgardisten ins Revier zu bewegen, bedarf es schon besonderer Qualitäten.“ Vermutlich ist das Heute noch genauso, doch die Kultstätten von damals sind mittlerweile Geschichte, das Zwischenfall brannte 27 Jahre nach Erscheinen des Artikel völlig aus und überhaupt sind kaum noch Tempel der schwarzen Szene im Ruhrgebiet zu finden. Der Pavillion in Wuppertal schloss im September 2012 seine Pforten, das Lalic in Köln konzentriert sich mit seinen neuen Betreiber auf eine breiteres Klientel. Gelegentlich tropft eine der lieb gewonnenen Veranstaltungen als schwarze Lava auf die Tanzflächen Nordrhein-Westfalens. Denn hier hat sich mittlerweile schwarzer Mainstream breit gemacht, in dem häufig keine Perlen zu hören sind, sondern lediglich musikalisches Fast-Food.

Seit 2011 versucht das TIC in Mülheim wieder einen Rückzugsort für Anhänger der Gothic-, Metal- und Mittelalterszene zu betreiben. Das Konzept scheint zu funktionieren, ein Jahr hat man bereits hinter sich gelassen. Und hier schließt sich der Kreis, denn am kommenden Samstag, dem 5. Januar 2013 sind die Z-Files mit DJ Michael Zöller und DJ Diva, die vielen Zwischenfall-Gästen ein Begriff sind, zu Besuch in Mülheim und wollen längst vergessene Musik wieder in Szene setzen.

Grund genug in Erinnerungen zu schwelgen und sich dem Artikel der ME/Sounds zu widmen, in dem Klaus Märkert auch seine persönliche Top-Ten vorstellt, die euch nicht vorenthalten will. Vielleicht bekommen Besucher des TIC davon am Wochenende etwas auf die Ohren. Den ganzen Artikel lesen… »


23 Oktober

Ein schwarzer Abend im Zwischenfall, vor 22 Jahren

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 8 Kommentare

Das Zwischenfall ist Geschichte, seitdem ein Feuer im August 2011 das Gebäude völlig zerstörte.  In Form von Veranstaltungen an verschiedenen Orten in der Umgebung, versucht man seitdem den Kontakt zur Vergangenheit nicht abreißen zu lassen. Auf der ehemaligen Internetseite des Club wird seitdem darüber informiert. Der Club in Bochum-Langendreer ist eine Legende, für die meisten regelmäßigen Besucher wurde er die musikalische Heimat und Treffpunkt für Gleichgesinnte. In den Köpfen vieler „Veteranen“ muss sich jeder neue Club mit dem Zwischenfall messen, die meisten versagen leider. Viele Szene-Gänger, die erst seit einigen Jahren ihren Weg in die schwarze Subkultur gefunden haben, fragen sich seit dem, wie es denn so war, damals im Zwischenfall.

Glücklicherweise gibt „metabaron65“, der uns auf Youtube mit einigen selbstgedrehten Aufnahmen aus dieser Zeit beglückt und damit einen kleinen Ausflug in das Jahr 1991 möglich macht.  Noch besser, dass Piet Noir und Axel  (vielen Dank!) es umgehend an mich weiterleitet haben. Für Veteranen zum Schwelgen, für Neulinge zum Staunen. Neulich im Zwischenfall, eine ganze Stunde lang: Den ganzen Artikel lesen… »


10 September

Zwischenfall Benefiz Festival am 22.10.2011 in Herne

von Kategorie: Schwarze SzeneDiskussion: 22 Kommentare

Wenn man das Großfeuer, dass in der Nacht vom 18. auf den 19. August 2011 den Bochumer Club Zwischenfall zerstörte, als Omen für den Untergang der wahren Szene wertet, so muss das Projekt „Phoenix“ als unweigerliche Prophezeiung gewertet werden. Es scheint fest zu stehen, dass das Gebäude des alt ehrwürdigen Clubs nicht mehr zu retten ist und abgerissen werden muss. Doch viele Hände arbeiten an vielen Baustellen, die Facebookseite informiert beinahe täglich über die neuesten Entwicklungen im Fall Zwischenfall. Die Hilfsbereitschaft und Solidarität, die oft genug propagiert wurde, wird hier gelebt. Immer wieder bieten sich neue Möglichkeiten rund um Bochum, Events des Zwischenfall in anderer Umgebung zu feiern und mittlerweile wurde auch ein Spendenkonto eingerichtet:

Treuhandkonto: Hilfe Zwischenfall
Kontoinhaber : Diplom Betriebswirt/Steuerberater J. Schulze Hülshors
Konto NR. : 8414740
BLZ : 430 500 01
Sparkasse Bochum

Das Bochumer Szenepaar Yvonne & Andre Stasius hat jetzt Pikes mit Schnallen gemacht und ein kleines, aber feines Benefiz-Festival auf die Beine gestellt, das am 22. Oktober im Stadtteilzentrum Pluto in Herne stattfindet. Auftreten werden Lord of the Lost, Jesus on Extasy, Seelenzorn, In Mitra Medusa Inri, Traumtänzer und die Dark Diamonds – im Anschluss gibt es noch eine große Aftershow-Party mit entsprechenden DJ-Sets. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 12€ und an der Abendkassen 15€, der gesamte Erlös fließt auch oben genanntes Spendenkonto. In Zusammenarbeit mit dem Rockbüro Herne e.V. gelang den Beiden in kürzester Zeit ein ganz beachtlicher Event, den sie selber wie folgt beschreiben: Den ganzen Artikel lesen… »


1 September

Spontis Wochenschau #22/11

von Kategorie: WochenschauDiskussion: 1 Kommentar

Spontis WochenschauAm Bahnhof ist der Teufel los. Ich quetsche mich durch die Menschenmengen hindurch um im Schatten des Kölner Doms frische Luft zu schnappen. Der Nerd und Geek Faktor ist hoch, sehr hoch. Überall typische und untypische Spieler, Freaks und Fans in Kostümen und mit Tüten der großen Spielehersteller und neuesten Top-Titel der Branche. In Köln findet die Gamescom statt und lockt die vermeintliche Randgruppe aus dem gesamten Bundesland in die Stadt am Rhein. Mittendrin verzweifelte Kamera-Teams dubioser Produktionsfirmen. Ein hippe und blondierte Mikrofonhalterin, die im Holzfällerhemd und mit der fensterverglasten Hornbrille Zugehörigkeit suggeriert, sieht sich überfordert. Die einen sind nicht an einem Interview interessiert und ignorieren die Kamera, die anderen haben entgegen dem Skript, an dem sich die Frau mit Mikrofon krampfhaft festhält, Hintergrundwissen und langweilen. Als die Kamera aus ist, zeigt sie sich genervt und sagt: „Scheiße, wo sind denn hier die Freaks?„, zieht weiter und verschwindet wieder im Hauptbahnhof. Ich schmunzle. Hätte ich bloß einen Spiegel dabei gehabt um der Dame ihr Abbild zu zeigen. Freaks, so lehrt mich die Situation, finden andere oftmals im Spiegel und nicht auf der Domplatte. Schaut weniger Fernsehen und klickt euch eure Hintergründe selbst zusammen. Hier könnt ihr anfangen: Den ganzen Artikel lesen… »


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