21 November

Schwarze Zeitzeugen - Rosa aus New England

217994482_bb480998a8_oNach meinem Abstecher nach Großbritannien, auf dem ich mit Melissa aus London sprach, habe ich mich nun auf eine virtuelle Reise nach New England gemacht um mit der Portugiesin Rosa zu sprechen. Rosa ist 1967 in Portugal geboren, zog aber schon im zarten Alter von 2 Jahren in die USA. In einer portugiesischen Gemeinschaft in New England ist sie aufgewachsen. Sie hat einen ausgesprochenen Hang zu Fotografie, was unzählige Bilder auf ihrem Flickr-Account belegen. Gut für mich, denn so fand ich in ihrem Album auch einige Interessante Bilder aus den 80ern, die mich erst auf die sympathische Rosa aufmerksam gemacht haben.

Obwohl sie rein optisch eher Extravagant erscheint, ist sie dem dunklen Lebensstil treu geblieben "Mein Herz wird immer Goth sein…« und treibt sich immer noch auf Mit­tel­al­ter­märk­ten und wil­den 80er Party’s herum. Ihr Klei­der­schrank wird erst sein neus­tem von far­bi­gen Kla­mot­ten kon­ta­mi­niert.  Die Arbeit als Daten­bank­ad­mi­nis­tra­to­rin einer gro­ßen Ver­si­che­rung sieht sie als Lebens­un­ter­halts­si­che­rung, in ihrer Frei­zeit ist sie voll und ganz für ihren bei­den Kin­der und den Ehe­mann da, den sie 1997 ganz in weiß gehei­ra­tet hat.

Das Leben ist vol­ler Ver­än­de­run­gen und die Zuge­hö­rig­keit zu einer Szene ebenso end­lich wie andere Lebens­ab­schnitte. Das Bild links zeigt Rosa im Jahr­buch des Col­lege auf dem Sie so Jahr­buch­ty­pisch guckt wie man es aus schnul­zi­gen US-Teenagerfilmen kennt. Eigent­lich ist so ein Jahr­buch eine schöne Erfin­dung, ich bin ein wenig nei­disch, das ich keine dicken Bücher zu Hause habe, in der alle meine Mit­schü­ler abge­bil­det sind. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


6 Dezember

Geschichte(n) im Netz

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Shorpy Higginbotham, Dezember 1910

Shorpy Hig­gin­bo­t­ham, Dezem­ber 1910

Da ich mich selbst zu den geschicht­lich inter­es­sier­ten zäh­len und von allem fas­zi­niert bin was alt und ver­gan­gen erscheint, möchte ich euch heute 2 Inter­net­sei­ten ans Herz legen, auf denen ich mir schon die ein oder andere Stunde um die Ohren geschla­gen haben. Pri­mär dreht es sich dabei um Bil­der, denn Bil­der schla­gen Brü­cken zur Ver­gan­gen­heit und las­sen bes­ser nach­emp­fin­den wie es ein­mal aus­ge­se­hen hat oder gewe­sen sein könnte.

Auf dem Foto­blog shorpy.com fin­det man 100 Jahre alte Fotos aus den USA die den Zeit­geist von eines Jahr­hun­derts der Indus­tria­li­sie­rung beein­dru­ckend dar­stel­len. Benannt wurde der Blog nach Shorpy Hig­gin­bo­t­ham, der 1910 im Alter von 14 Jah­ren in den Koh­le­mi­nen der Sloss-Sheffield Steel and Iron Co. in Jef­fer­son, Ala­bama arbei­tete.  Shorpy war ein Grea­ser, einer Jugend­kul­tur die­ser Zeit, die durch die mit Gel oder Wachs zurück­ge­kämm­ten und schwarz gefärb­ten Haare zu erken­nen waren.

Seine Auf­gabe war das Schie­ben von Koh­len­wa­gen durch die enge und nied­rige Gänge der Stol­len und Flöze. Dabei kam es des öfte­ren vor, das Kin­der von den Wagen über­rollt wur­den und star­ben. Henry Sharp Hig­gin­bo­t­ham hatte »Glück« und starb erst mit 1928 im Alter von 31 Jah­ren in den Minen des Stahl­wer­kes, 2 Monate nach­dem er gehei­ra­tet hatte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »