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	<title>Spontis &#187; zeitschrift</title>
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	<description>Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.</description>
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		<title>Verliebt auf Teufel komm raus! (3)</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 14:52:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dunkle Vergangenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bravo]]></category>
		<category><![CDATA[Foto-Love]]></category>
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		<description><![CDATA[Es konnte eigent­lich nur eine Frage der Zeit sein, bis die BRAVO das Theme »Gothic« wie­der ein­mal zum Gegen­stand einer ihren Foto­ge­schich­ten macht. Nach 2002 ersetzte die Zeitschrift jedoch das ursprüng­lich mehr­tei­lige For­mat, durch einen abge­schlos­se­nen Foto-Love Roman, des­sen Geschichte in ein ein­zel­nes Heft passte, schade eigentlich. Aus einer bis­her unbe­kannte Aus­gabe stammt der fol­gende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/07/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Teaser.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12448];player=img;" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Teaser"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Teaser" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/07/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Teaser-300x211.jpg" alt="Verliebt auf Teufel komm raus - Teaser" width="300" height="211" /></a>Es konnte eigent­lich nur eine Frage der Zeit sein, bis die BRAVO das Theme »Gothic« wie­der ein­mal zum Gegen­stand einer ihren Foto­ge­schich­ten macht. Nach 2002 ersetzte die Zeitschrift jedoch das ursprüng­lich mehr­tei­lige For­mat, durch einen abge­schlos­se­nen Foto-Love Roman, des­sen Geschichte in ein ein­zel­nes Heft passte, schade eigentlich.</p>
<p>Aus einer bis­her unbe­kannte Aus­gabe stammt der fol­gende Foto-Roman, der unter der Serie »My true Story — BRAVO Leser erzäh­len ihre bewegendste Story« den Wahr­heits­ge­halt der Aus­füh­run­gen sug­ge­rie­ren soll. Haupt­dar­stel­le­rin ist Dajana D. (16), die durch einen schwar­zen Man­tel in die Szene gerutscht ist und hat dort Lars ken­nen­ge­lernt hat, in den sie sich ver­liebt hat. Außer­dem spielt der geheim­nis­voll »Faro« noch eine Rolle, der als Meis­ter von ver­bo­te­nen Ritua­len den knis­tern­den Geschmack der Span­nung streuen soll.</p>
<p>Nachdem sich Dajana im zweiten Teil unter Mitschüler gewagt hat und auf die erwartete Ablehnung stieß, ist sie froh, im Kreise gleichgesinnter endlich neue Freunde kennenzulernen. Der mystische Faro oder auch der süße Lars zaubern den jungen Gothic auf Wolke 13. Noch für einen der nächsten Abende verabredet man sich zu einem spannenden Ritual, doch vorher möchte Lars die Zeichnungen von Dajana bewundern. Hält die Bravo ihre Klischees ein? Schon gleich beim ersten Treffen in die Kiste? Okkultismus und Tieropferungen am späten Abend? Womöglich irre ich mich auch und die Bravo zeigt nur ein paar Bilder aus dem Leben junger Menschen. Erleben wir gemeinsam ein furioses Finale mit überraschendem Ende!</p>
<p><span id="more-12448"></span><br />
Da sind wir nun, in Dajanas ultra-gruftigem Zuhause, einem Traum aus Muster in Blau und Türkis. Aber gut, Rom wurde auch nicht an einem Tag errichtet. Immerhin freut sie sich, nach ein paar Stunden schon jemanden wir Lars kennen gelernt zu haben und nimmt ihn mit zu sich auf das Zimmer um ihm die Zeichnungen zu zeigen, die sie angefertigt hat. Nach einer kurzen, aber eingehenden Analyse »<em>Hey, die sind aber wirklich gut, Dajana!</em>« dauert es ganze zwei Bilder, bis aus einem Kompliment »<em>Du bist ein ganz tolles Mädchen, Dajana…</em>« ein Kuss und dann ein »<em>tolles Gefühl</em>« wird. Den Schmuck, den die sie natürlich nicht ablegt, wird auch kreativ in das wilde und ungezügelte Spiel der Beiden eingeflochten. »Liebesperlen« bekommt hier ein ganz neue Bedeutung. Wie praktisch, dass die Bravo den Liebesakt der zwei Gothics mit Werbung unterbricht und auf die Quelle diese supertollen Armbänder verweist. Coitus interruptus.</p>
<p>Frei nach dem Motto erst das Vergnügen und dann die Arbeit (oder andersherum) haben die beiden nun endlich die Köpfe frei für das Ritual, von dem Faro so geheimnisvoll gesprochen hat. Doch Lars wiegelt schon im Vorfeld ab: »<em>Das solltest du nicht so ernst nehmen.</em>«</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Bild-5.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12448];player=img;" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 5"><img class="alignnone size-large wp-image-12449" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 5" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Bild-5-603x800.jpg" alt="" width="603" height="800" /></a></p>
<p>Die Nacht ist nicht allein zum schlafen da. Das wusste nicht nur <a title="Die Nacht ist nicht allein zum schlafen da" href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/die-nacht-ist-nicht-allein-zum-schlafen-da/">Gustav Gründgens</a>, sondern auch die Gruftis. »<em>Nina und ich waren superpünktlich am vereinbarten Treffpunkt. Was würde passieren?</em>« Und endlich erscheint Gothic-Gott Faro auf der Bühne der Ereignisse und freut sich über die Pünktlichkeit der beiden Damen. Fackeln brennen und Grablichter bilden einen Kreis. »<em>Das Ritual beginnt! Wir werden dir eine Gabe darbringen…</em>«, ruft Faro gen Himmel. »<em>Gabe? Was für eine Gabe? Etwa ein Tieropfer? Hatte Faro es in diesem Sack mitgebracht. »Die Gabe wird um Mitternacht dargebracht, damit der Geist versöhnt wird!«</em>« Geist, welcher Geist? Dajana ist aufgewühlt. Sie will nicht das ein Tier geopfert wird und entwendet völlig unbemerkt den Sack aus den Reihen der Betenden — oder wie immer man das auch nennt, was die jungen Menschen dort machen. Sie schleicht davon und hinterlässt einen wütenden Faro! Lars findet schließlich die Abtrünnige mitten im Wald.</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Bild-6.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12448];player=img;" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 6"><img class="alignnone size-large wp-image-12450" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 6" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Bild-6-593x800.jpg" alt="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 6" width="593" height="800" /></a></p>
<p>Ja, darauf haben wir doch gewartet. Womöglich ein Tieropfer? Blut und Leichenteile im Schein flackernder Lichter? Und um welchen Geist soll es es hier überhaupt gehen. Und ganz sicher wird Faro die arme Dajana auf ewig verfluchen. Doch was passiert? Die beiden werden ohne Abendbrot nach Hause geschickt, denn im mysteriösen Sack befand sich nur ein gefrorenes Hähnchen. Irgendwie fand die Bravo dann doch ihre eigene Fantasie ziemlich lächerlich, ein Ritual mit einem Hähnchen abhalten zu wollen. Faro ist natürlich sauer und schließt Lars aus der Gemeinschaft aus, weil er Dajana und das verschwundene Opfertier schützt. Glücklicherweise kommt er bei ihr unter: »<em>Bald darauf tauchte Lars mit seinen Sachen bei mir auf. Er hatte sich von Faro und seinen Ritualen getrennt — nur für mich!</em>«, …herzerweichend. Immerhin blieb Lars noch ein paar Tage, bevor er wieder zurück nach Hannover fuhr. Ich hätte es ehrlich gesagt keine 5 Minuten in diesem Zimmer ausgehalten, schon gar nicht in einem Liebestechtelmechtel.</p>
<p>Und weil noch ein wenig Platz auf der Seite war, hat die Bravo einen kleinen Kasten installiert, der einen exklusiven Blick hinter die Kulissen wirft: »<em>Auf den Bildern kommt die Story zwar ziemlich unheimlich rüber, Aber Dajana hat das Ganze ja als faulen Zauber enttarnt. Beim Dreh jedenfalls gab’s Fun für alle! Faro und die ganzen Nebendarsteller kommen zwar aus der Gothic-Szene, aber das heißt nicht, dass sie nicht ganz lieb lächeln können. Snap und Mexico finden Weiß einfach viel cooler als Schwarz und die beiden mussten auch nicht extra geschminkt werden. Snaps Kommentar: Wahre Schönheit braucht das nicht…</em>«</p>
<p>War es einst dieses merkwürdige Gefühl von Angst, was die schwarzen Gestalten umgab so ist es spätestens mit diesem Bericht ein Stück in Richtung »<em>Die beißen nicht, die wollen nur spielen.</em>« angelangt. Schöne neue Welt. Dabei wollten wir doch eigentlich immer nur in Ruhe gelassen werden.  Wenn das irgendwann dass das Endergebnis dieser schonungslosen und knallhart recherchierten Foto-Love-Romanen sein sollte, dann bitteschön. Das stehen wir auch noch durch.</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Bild-7.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12448];player=img;" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 7"><img class="alignnone size-large wp-image-12451" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 7" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Bild-7-595x800.jpg" alt="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 7" width="595" height="800" /></a><br />
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		<title>Verliebt auf Teufel komm raus! (2)</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 15:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es konnte eigent­lich nur eine Frage der Zeit sein, bis die Bravo das Theme »Gothic« wie­der ein­mal zum Gegen­stand einer ihren Foto­ge­schich­ten macht. Nach 2002 ersetzte die BRAVO jedoch das ursprüng­lich mehr­tei­lige For­mat, durch einen abge­schlos­se­nen Foto-Love Roman, des­sen Geschichte in ein ein­zel­nes Heft passte, schade eigentlich. Aus einer bis­her unbe­kannte Aus­gabe stammt der fol­gende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/07/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Teaser.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12305];player=img;" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Teaser"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-11884" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Teaser" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/07/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Teaser-300x211.jpg" alt="Verliebt auf Teufel komm raus - Teaser" width="300" height="211" /></a>Es konnte eigent­lich nur eine Frage der Zeit sein, bis die Bravo das Theme »Gothic« wie­der ein­mal zum Gegen­stand einer ihren Foto­ge­schich­ten macht. Nach 2002 ersetzte die BRAVO jedoch das ursprüng­lich mehr­tei­lige For­mat, durch einen abge­schlos­se­nen Foto-Love Roman, des­sen Geschichte in ein ein­zel­nes Heft passte, schade eigentlich.</p>
<p>Aus einer bis­her unbe­kannte Aus­gabe stammt der fol­gende Foto-Roman, der unter der Serie »My true Story — BRAVO Leser erzäh­len ihre bewe­gendste Story« den Wahr­heits­ge­halt der Aus­füh­run­gen sug­ge­rie­ren soll. Haupt­dar­stel­le­rin ist Dajana D. (16), die durch einen schwar­zen Man­tel in die Szene gerutscht ist und hat dort Lars ken­nen­ge­lernt hat, in den sie sich ver­liebt hat. Außer­dem spielt der geheim­nis­voll »Faro« noch eine Rolle, der als Meis­ter von ver­bo­te­nen Ritua­len den knis­tern­den Geschmack der Span­nung streuen soll.</p>
<p>Im <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/dunkle-vergangenheit/verliebt-auf-teufel-komm-raus-1/">ersten Teil des Bilder-Romans</a> haben wir bereits erfahren, was Dajana dazu bewegte, sich die Haare an den Seiten zu entfernen und sich in einer nie dagewesenen einseitigen Verwandlung in einen waschechten Gothic zu verwandeln. Wir wissen auch, wie Ratte Mexico und Hund Snap über die Sache denken »<em>Nein Danke! Alles hat seine Grenzen!</em>« und bekommen neben ein paar warnenden Worte auch gleich noch ein paar Schminktipps um uns selbst dieser Metamorphose zu unterziehen. Doch was ist mit Lars, der so gerne lacht und auf den sich alle verlassen können, welche Rolle spielt der mysteriöse Faro, der sich als Meister von irgendwelchen komischen Ritualen aufspielt?<span id="more-12305"></span></p>
<p>Nachdem sich Dajana also verwandelt hat, folgt der schwerste Schritt für einen Nachwuchsgothic, der seinem Umfeld nicht genug Zeit gelassen hat, sich an die Verwandlung zu gewöhnen. Mit vollem Outfit das erste mal in den Kreis der Mitschüler und Freunde zu treten, die natürlich pauschal alles ablehnen, was dem Gruppenkodex widerspricht. »<em>Uhps — was kommt denn da auf uns zu? — Die hat doch voll „nen Knall! Wer läuft denn so rum?</em>« schmettert man Dajana entgegen, die sich verteidigt: »<em>Ihr kennt mich doch gar nicht und wisst nicht wie ich bin…</em>«</p>
<p>Nein, wissen sie nicht und nein, sie wollen es auch gar nicht wissen. Sie wollen einfach nur das ablehnen, was nicht in ihr Weltbild passt und fügen sich einer Gruppendynamik in der man sich gemeinsam stärker fühlt, weil das Selbstbewusstsein jedes einzelnen nicht ausreicht. Wenigstens hat sie eine Freundin, die auch »<em>auf Gothic abfährt</em>« und sich mit Dajana nachmittags im Stammtreff zusammensetzt um sie auch gleich den anderen vorzustellen. Endlich lernen wir Faro kennen »<em>Dieser Faro war echt cool! Er hatte jede Menge Anhänger dabei — wie ein richtiger Meister!</em>«</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Bild-3.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12305];player=img;" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 3"><img class="alignnone size-large wp-image-12306" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 3" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Bild-3-604x800.jpg" alt="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 3" width="544" height="720" /></a></p>
<p>Der Meister, dessen Hände nach Brathähnchen riechen, erzählt Nina, Dajanas Freundin, dass bei Neumond ein Treffen ansteht. »<em>Ein Ritual? Können wir da auch mitmachen?«</em> Auch unsere hübsche Protagonistin ist neugierig:<em> »Ich hab so was noch nie erlebt. Wär voll cool…</em>« . Der Meister ist gnädig und lädt die beiden zum Ritual ein. Endlich betritt Lars die Bühne »<em>Lars kam aus Hannover und schaute sich einfach mal in der Szene um…</em>«, wechselt gleich ein paar Worte mit Dajana um dann auch wieder zu verschwinden, immer nicht ohne der Dame eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Handkuss">Handkuss</a> zu geben. Die Bravo stellt dazu fest: »<em>Lars gibt Dajana einen Handkuss zum Abschied. In früheren Zeiten war es ganz normal, sich so von einer Dame zu verabschieden oder sie so zu begrüßen. Dabei wird der Kuss aber nur leicht angedeutet — bloß nicht richtig küssen!</em>«</p>
<p>Romantiker sagen, dass der Mann, der einer Dame einen Handkuss andeutet,  ihr eine besondere Wertschätzung entgegenbringt, aber auch Ergebenheit, Demut, Huldigung oder Verehrung damit ausdrückt. Klingt irgendwie schön gruftig, wie ich finde. Doch um die Etikette zu wahren sei erwähnt, das der Handkuss nur bei verheirateten Frauen voll ausgeführt wird, bei unverheirateten nur angedeutet. Küsst man hier nämlich die Hand der nicht verheirateten Dame, wird das als Liebeserklärung gewertet und das auch nur, wenn es in geschlossenen Räumen gemacht wird. Draußen küsst man grundsätzlich nie richtig. Also die Hand zu mindestens nicht.</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Bild-4.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12305];player=img;" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 4"><img class="alignnone size-large wp-image-12307" title="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 4" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Verliebt-auf-Teufel-komm-raus-Bild-4-594x800.jpg" alt="Verliebt auf Teufel komm raus - Bild 4" width="535" height="720" /></a></p>
<p>Und anstatt zu fackeln, kommen die beiden auch gleich zur Sache. Zeichnen! Dajana, die gerne Tiefpflegerin werden möchte, zeichnet auch gerne und Lars, der Schwerenöter, interessiert sich natürlich brennend für die Werke der Nachwuchskünstlerin, die aber auch mit allen Wassern gewaschen ist und den überraschten Jung-Goten auch gleich zu sich nach Hause einlädt. »<em>Dann komm doch mit zu mir, dann zeig ich dir was…</em>« Übrigens: Bram Stoker behauptete in seinen legendären Romanen, dass ein Vampir nur ein privates Haus betreten kann, wenn er von einem Bewohner eingeladen wird. Wäre Lars also ein Vampir, wäre es jetzt um die arme Dajana geschehen. Aber wer weiß, vielleicht will sie das ja nur.</p>
<p>Werden Lars die Zeichnungen gefallen? Ist er überhaupt an der künstlerischen Ader seiner Angebeteten interessiert? Wird er Dajana seine Zähne unvermittelt in den Hals rammen? Trinkt er sie dann leer oder macht er aus ihr seine Gespielin? Klicken sie auch das nächste mal wieder rein, wenn es heißt: Verliebt auf Teufel komm raus!<br />
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		<title>Totentanz in der Gruftie-Szene 1991</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 14:20:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dunkle Vergangenheit]]></category>
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		<category><![CDATA[90er]]></category>
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		<description><![CDATA[»Ein blasser Mond liegt über dem Friedhof. Vom Kirchturm tönt es leise zwei Uhr: Schwarze Gestalten huschen durch eine Lücke in der Friedhofsmauer. Der brave Bürger hat längst das Licht gelöscht. Die Grufties zünden ihre Kerzen an. Ihr warmer Schein weist den Weg zu Gräbern und Gruften. Es ist wie schon so oft — und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-7088" title="Junges Leben - Totentanz 1990 Bild 1" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/Junges-Leben-Totentanz-1990-Bild-1-300x297.jpg" alt="" width="270" height="267" />»<em>Ein blasser Mond liegt über dem Friedhof. Vom Kirchturm tönt es leise zwei Uhr: Schwarze Gestalten huschen durch eine Lücke in der Friedhofsmauer. Der brave Bürger hat längst das Licht gelöscht. Die Grufties zünden ihre Kerzen an. Ihr warmer Schein weist den Weg zu Gräbern und Gruften. Es ist wie schon so oft — und doch anders. Die Grufties nehmen dieses mal uns mit.</em> « Eine durchaus gelungene Einleitung für einen Artikel, der etwa 1991 in der Zeitschrift <em>Neues Leben</em> erschien. Doch auch der Artikel selbst scheint sich vom üblichen Vorurteils-Brei dieser Zeit abzuheben und einen eigenen Weg zu gehen.</p>
<p>»<em>Ich weiß, daß es nicht passieren wird. Hier, in dieser Nacht und auf diesem Friedhof, wird keine schwarze Messe zelebriert. Keiner Katze wird das Fell über die Ohren gezogen, um sie Satan zu opfern. Niemand trinkt eine Blutkonserve leer. Grabsteine und Särge bleiben unberührt. Die hier auf den Friedhof gehen verabscheuen diese Klischees, das höchstens 2 von 100 Grufties bedienen.</em>« Damit geht die Zeitschrift auf ein Phänomen ein, das sich ebenfalls Anfang der 90er und vorwiegend in den neuen Bundesländern zu beobachten war.</p>
<p>Eine Zeit, in der wohl möglich eine Gestalten sich neu entdeckten und ausprobierten. In einigen Tageszeitungen die von 90–93 erschienen war immer wieder von »Totenmessen«, »Teufelsbeschwörungen« und »Schwarzen Messen« die Rede, denen oft als einziges Indiz Wachsspuren auf Grabsteinen oder gemalte Zeichen im Sand der Fußwege dienten.<span id="more-7025"></span></p>
<p><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-7090" title="Neues Leben - Totentanz 1991 Bild 2" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/08/Junges-Leben-Totentanz-1990-Bild-2-300x293.jpg" alt="" width="240" height="234" />Die Einordnung, in der sich die Zeitschrift versucht, ist hingegen etwas eigen. »Der typische Mode-Gruft liebt vor allem seine schwarze Kluft — weite Türkenhosen, spitze Schuhe, Totenkopfschnallen und gestylte Frisuren.« Soweit nachvollziehbar, die gibt es heute immer noch — die tragen zwar häufig Hosen mit D-Ringen und klotzige Boots, sind aber soweit identisch. »<em>Lullabys sind neugierige Anfänger, die meist nicht lange durchhalten.</em>« Interessant, offenbar dem gleichnamigen Titel eines Songs von <em>The Cure</em> entnommen, bezeichnet man neugierige Anfänger als Lullabys, wohl zu seiner wörtlichen Nähe zu »Baby«. Weiter geht es mit: »<em>Der Depri-Gruft kann keinen Sinn im Leben erkennen und vergräbt sich in seiner pessimistischen Grundstimmung.</em>« Soll es gegeben haben, steht aber nicht ideologisch für eine ganze Jugendkultur, aber Pauschalisierung sind ja heute auch noch in Mode. »<em>Der Gothic beschäftigt sich mit der Kultur des Mittelalters — dem Baustil, dem Lebensstil.</em>« Kann man irgendwie nicht abstreiten. »<em>Der spiritistische Gruft nimmt Verbindung zu den Toten auf, glaubt an die Unsterblichkeit der Seele und kann Sequenzen der Zukunft voraussagen. Und dazwischen liegen unzähligen Schattierungen.</em>« Klingt ein bisschen nach Nostradamus-Gruftie, hat es aber durchaus auch gegeben, das kann ich absolut und auch für den Westen des Landes zu dieser Zeit bestätigen. Schattierung bringt die Sache dennoch auf den Punkt, denn die Gruftie-Gothic Szene ist nie, war nie und wird nie ein homogener Haufen Jugendlichen und Erwachsenen sein.</p>
<p>Doch nun aufgepasst: »<em>Drei Merkmale aber sind allen Grufties gemeinsam. Sie hassen Gewalt und tragen ihren Frust im Inneren aus. Sie lieben das Trauer-Schwarz als Zeichen der Abkehr von einer sich grellbunt und heil gebenden, in Wirklichkeit aber doch kaputten Welt.</em>« So ist es. Eine großartige Passage und Merkmale, mit denen sich wohl viele Jugendliche dieser Zeit identifizieren konnten. Bedenkt man die Zeit und die Quelle dieses Artikels, darf ich behaupten, es handelt sich um einen authentischen Einblick in diese Zeit, der nahezu ohne polemisches Gehabe auskommt und darstellt wie es wirklich war. Er erhebt nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit und kommt nahezu ohne Verallgemeinerungen aus, zudem der Autor selbst erkennt, das eine umfassende Darstellung wohl unmöglich ist. Irgendwie schade, das diese Zeitschrift 1992 eingestellt wurde und die 30.000 verbleibenden Abonnenten mit der sicherlich gleich guten Coupé beliefert wurden.<br />
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		<title>Dorian Gray: Ich werde ewig leben</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 12:29:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
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		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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		<description><![CDATA[Dorian Gray ist reich und schön und der Traum der ewigen Jugend manifestiert sich in seiner Person. Sein Geheimnis ist ein Porträt, das statt seiner altert und in das sich die Spuren seiner Sünden und Verbrechen einschreiben. Während Dorian Gray immer noch jung und makellos erscheint, wird er immer maßloser und grausamer. Es ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-7057" title="Das Bildnis des Dorian Gray" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/Dorian-Gray-196x300.jpg" alt="Filmplakat zum Film Dorian Gray" width="196" height="300" />Dorian Gray ist reich und schön und der Traum der ewigen Jugend manifestiert sich in seiner Person. Sein Geheimnis ist ein Porträt, das statt seiner altert und in das sich die Spuren seiner Sünden und Verbrechen einschreiben. Während Dorian Gray immer noch jung und makellos erscheint, wird er immer maßloser und grausamer. Es ist der einzige Roman des irischen Schriftstellers Oscar Wilde. Doch Dorian Gray sollte Synonym für all das werden, was den Zeitgeist um 1890 prägte. Der ausprägte Hedonismus im Viktorianischen Zeitalter, die Dekadenz der englischen Oberschicht und als Form von Lebenshaltung und Kunstanschauung unter der Flagge des Ästhetik.</p>
<p>Oscar Wilde selbst sollte das Buch ein paar Jahre später zum Verhängnis werden. Wilde ging für damalige Verhältnisse sehr offen mit seiner Homosexualität um und erzürnte so den den <em>Marquess von Queensberry</em> weil er unter anderem eine Beziehung zu seinem Sohn <em>Lord Alfred Douglas</em> unterhielt. Der beleidigte Wilde in der Öffentlichkeit als »posierenden Homosexuellen«, woraufhin der ihn wegen Verleumdung verklagte. Doch das Blatt wendete sich, Oscar Wilde wurde vom Kläger zum Angeklagten. Offenbarungen aus seinem Privatleben wurde vom vormals Angeklagten Queensberry zur Verteidigung eingesetzt und  führten letztendlich zu einer Verurteilung wegen Unzucht.</p>
<p>Homosexualität war im viktorianischen Großbritannien nicht verpönt, sondern sexuellen Handlungen zwischen Männern sogar unter Strafe gestellt was dazu führte, das der gebrandmarkte Homosexuelle Oscar Wilde, der im Prozess genau wegen dieser Unzucht verurteilt wurde zur unfreiwilligen Ikone einer Bewegung mutierte und der den Stereotyp des homosexuellen Mannes nachhaltig prägte. Ein feiner englischer Humor, Wortgewandtheit, Leidenschaft für Ästhetik in Kleidung und Inneneinrichtung sowie eine exzentrische Persönlichkeit sollte zm Beweis der Homosexualität werden. Männer in England, die genau so lebten, wurde als »Oscar« beschimpft.<span id="more-7056"></span></p>
<p>Aus der Geschichte des nicht alternden Dorian Gray wurde ein Mythos. Er reifte zu Krankheit, die die seelische Unfähigkeit beschreibt zu altern oder zu reifen, woraus ein gestörtes Selbstbild und die Ablehnung der eigenen Gestalt resultieren kann. Die Folgen in unserer heutigen Zeit lassen sich an der Anzahl der Schönheitskliniken und Beautyfarmen ablesen. Mag sein, das sich das ebenfalls in einem intensiven Hang zur eigenen Vergangenheit äußert, wer weiß.</p>
<p>Die spannende Geschichte hingegen beschäftigt auch immer wieder die Filmemacher. Gleich sechs mal wurde sie verfilmt, erst 2009 als Kinoproduktion mit Colin Firth und Ben Barnes in den Hauptrollen, der trotz schlechter Kritiken: »<em>Das Bildnis des Dorian Gray ist oberflächlicher und schauderhaft  reaktionärer Gothic-Horror, der die Narzissmus-Parabel des Originals  bloß noch andeutet, mit einer spielfreudigen Nebendarsteller-Riege und  schicker Ausstattung aber immerhin seicht unterhält.</em>« auch demnächst den Weg in meinen DVD-Player gehen wird, allein schon um dabei gewesen zu sein und vielleicht festzustellen, das es besser war nicht ins Kino zu gehen.</p>
<h6>(Bild via <a href="http://thisisnthappiness.com/post/713309958/im-going-to-live-forever">This isn’t happiness</a>)</h6>
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		<title>&quot;Ein Leben für den Tod&quot; - Bravo-Artikel zwischen Halbwahrheiten und Polemik</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 17:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dunkle Vergangenheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Teufelszeichen? Böse satanische Kräfte? Mit dem Pendel den Geist der Oma beschwören? Was sich nach Klischees der Boulevard-Presse der späten 80er klingt findet sich auch 2003 immer noch in den Magazinen und Jugendzeitschriften. Im Report »Ein Leben für den Tod« berichtet die Bravo über die 18 Jahre alte Melanie aus München auf eine recht ungewöhnliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/Ausschnitt-Bravo.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7028];player=img;" title="Ausschnitt Bravo"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-7029" title="Ausschnitt Bravo" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/Ausschnitt-Bravo-252x300.jpg" alt="" width="227" height="270" /></a>Teufelszeichen? Böse satanische Kräfte? Mit dem Pendel den Geist der Oma beschwören? Was sich nach Klischees der Boulevard-Presse der späten 80er klingt findet sich auch 2003 immer noch in den Magazinen und Jugendzeitschriften. Im Report »Ein Leben für den Tod« berichtet die Bravo über die 18 Jahre alte Melanie aus München auf eine recht ungewöhnliche Weise, denn alles an ihr hat mit dem Teufel zu tun, sollte man meinen. Auf dem Titelbild steht neben ihrem Foto: »<em>„Friedhöfe sind doch nur Komposthaufen für Menschen”, sagt Melanie und zeigt das Teufelszeichen. Die beiden Finger symbolisieren die Hörner Satans</em>.« Die betont finstere Miene und die Grabsteine im Hintergrund tun ihr übriges.</p>
<p>Ich muss schmunzeln, alles wirkt so dargestellt, so unecht und so lächerlich — aber es bleibt auch eine unterschwellige Traurigkeit zurück wenn man sich vor Augen führt welche Wirkung ein solcher Artikel auf eine beispielsweise 13 Jahre alte Leserin haben könnte. Auch bei Nicht-Interesse erinnert die Aufmachung des Artikels an beste Boulevard-Manier: Schocken, den Blick fesseln, neugierig machen, Interesse wecken um dann im Inhalt zu relativieren. Hintergrundinformationen fehlen völlig, vermeintliches Wissen über Symbole und Zeichen sind an den Haaren herbeigezogen. Ich finde es sehr enttäuschend das sich eine Jugendzeitschrift auch 2003 noch auf ein solches Niveau herunterlassen muss.</p>
<p>Dabei ist der vermutlich jugendliche Leser in eine Polemik-Falle getappt. Die erste Seite lockt: »<em>Ein Leben für den Tod</em>«, Satanszeichen, böse Blicke — der Spannungsbogen wird gezogen, man wird neugierig wie es weitergeht, denn man fragt sich: »Wie bitte? Ich dachte Gothic hätte nichts mit Satan zu tun?« Schnell blättert man um und lässt seinen Blick über die kleineren Bilder des Artikels schweifen: »<em>Melanie zeigt ihr Pentagramm — ein satanisches Siegel</em>«, <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/schwarze-symbolik-das-pentagramm/">dabei wissen wir doch</a>, das Pentagramm ist ein Schutzzeichen gegen das Böse und kein satanisches Siegel. Ein Bild von ihren Stiefeln soll den Eindruck festigen: »<em>Melanies Stiefel: das Zeichen des Teufels!</em>«<span id="more-7028"></span></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/Ausschnitt-Bravo-2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7028];player=img;" title="Ausschnitt Bravo 2"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-7030" title="Ausschnitt Bravo 2" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/Ausschnitt-Bravo-2-171x300.jpg" alt="" width="171" height="300" /></a>Auf Melanies Rucksack, der eigentlich eine Tasche ist: »<em>Das böse dominiert!</em>« — Wer genau hinschaut erkennt einen Stinkefinger, einen Kiss-Aufnäher, einen von Marilyn Manson und Nitzer Ebb, sowie ein durchgestrichenes Kreuz. Wirklich alles sehr Böse! Spätestens hier hinterlässt der Artikel den Eindruck, Melanie ist eine böse Teufelsanbeterin, die nur Satan im Kopf hat. Das ist Fatal, denn mit den Bildern endet meist das Interesse des flüchtigen Leser. Die Einleitung des Artikels bleibt dann auch beim Thema, erst später gibt es Entspannung: »<em>Sie sieht aus wie ein Kunstwerk des Teufels […]  Wenn sie mit finsterem Blick durch die Stadt spaziert, wechseln Passanten schon mal die Straßenseite und gucken misstrauisch. „Das macht mir aber nichts aus. Denn wir sind Grufties und keine Satanisten. Wir tun nichts böses”, erklärt Melanie.</em>« Melanie stellt also fest, das das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Ob sie nach dem Artikel darüber erzürnt war? Bleibt zu hoffen.</p>
<p>Die Relativierung, also die Aussage »Ist doch alles nicht so schlimm…«, findet ihre Krönung, als der Autor die Überschrift selbst mit einbezieht. »<em>Anhänger dieser für viele gruselig anmutenden Kultur beschäftigen sich mit dem Thema Tod — aber nicht aus Todessehnsucht.</em>« Das liest sich in der Überschrift »Ein Leben für den Tod« aber etwas anders, außerdem ist jetzt von Kultur und Tod die Rede. Satan scheint nicht mehr angesagt. Vollständig rehabilitiert? Mitnichten. Ein Infokasten über die vermeintlichen Symbole der Gothics ist der Tusch am Ende des Liedes. Und auch wenn ich mich zurück lehnen könnte weil mit der Unsinn bewusst ist, kann ich mir eine Umdeutung des Infokastens mit Links zu eigenen Artikel zum Thema schwarze Symbolik nicht nehmen.</p>
<p>666 — Ist kein teuflisches Zeichen, sondern in der populärsten Deutung die Zahl des Tieres (nach Aleister Crowley) oder im allgemeinen des Böse. Obwohl seine erstmalige Verwendung in der Bibel symbolisiert wurde ist von einer Verbindung als teuflisches Zeichen nicht die Rede. <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/schwarze-symbolik-666/">(Schwarze Symbolik — 666</a>)</p>
<p>Das umgekehrte Kreuz — Ist eigentlich das Petruskreuz der damit zum Ausdruck bringen wollte, dass er nicht würdig sein, auf die gleiche Weise wie Christus zu sterben. Moderne Deutungen und Verwendungen zielen eher auf eine Ablehnung der Kirche als Institution, es ist weder das Zeichen von Satanisten noch die Ablehnung des christlichen Glaubens. (<a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/schwarze-symbolik-umgedrehtes-kreuz/">Schwarze Symbolik — Umgedrehtes Kreuz</a>)</p>
<p>Das Pentagramm — Symbolisiert die fünf Elemente Luft, Feuer, Wasser, Erde und Geist und nicht die bösen satanischen Kräfte. Es sei denn Luft ist beispielsweise eine satanische Kraft. (<a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/schwarze-symbolik-das-pentagramm/">Schwarze Symbolik — Das Pentagramm</a>)</p>
<p>Ein bisschen viel Boulevard für eine Jugendzeitschrift, ein bisschen viel Halbwahrheiten und viel zu viel Polemik von der bei vielen Jugendlichen nur Bilder und Schlagwörter hängen bleiben. Gothic und der Teufel — So kann Erklärung nicht funktionieren, so berichtet man nicht Klischeefrei, so schafft man keine Vorurteile aus dem Weg. Weder 1985 noch 2003 und schon gar nicht 2010.<br />
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		<title>Die Gruftis - Liebe, Frieden und Harmonie?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 18:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dunkle Vergangenheit]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/1990-09-junge-welt-liebe-frieden-harmonie-vielleicht-in-der-naechsten-welt-01.jpg" rel="shadowbox[sbpost-4274];player=img;" title="Junge Welt - Grufties: Liebe, Frieden Harmonie"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-4275" title="Junge Welt - Grufties: Liebe, Frieden Harmonie" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/1990-09-junge-welt-liebe-frieden-harmonie-vielleicht-in-der-naechsten-welt-01-300x223.jpg" alt="Junge Welt - Grufties: Liebe, Frieden Harmonie" width="300" height="223" /></a>Nach dem letzten Negativbeispiel "<a href="http://www.spontis.de/wp/schwarze-szene/die-grufties-nahmen-mir-meine-tochter/">Die Grufties nahmen mir meine Tochter</a>« ein Aushängeschild für schlechte Presse darstellt, habe ich heute ein Beispiel, das es tatsächlich besser macht und zeigt, das man sich auch anders mit der Materie auseinandersetzen kann. Und noch bevor irgendwelche Unken rufen: Nein, die Junge Welt, aus der dieser Artikel hat nicht das geringste mit braunen Ideologien und rechten Randerscheinungen zu tun, auch wenn der Titel einer gleichnamigen Zeitschrift der Hitler-Jugend, die von der NSDAP herausgegeben wurde, gleicht. Der Titel der Zeitschrift oder seine Gesinnung hat im übrigen auch nichts mit dem Artikel selbst zu tun, den sollte man einfach mal lesen und seine vermeintlichen Ideologischen Bedenken beiseite legen.</p>
<p><em>Schwarzgewandet, augenumschattet und Haare, die zu Berge stehen — so wandeln sie durch die Nacht. Die »Schwarzen« — düster, schön und bleich. Ihre Klamotten sind tot-schick. Schwarze wallende Gewänder. Sie tanzen. Sisters of Mercy, The Cure, Siouxsie &amp; The Banshees. Zeitlupenartige Bewegungen bei den langsam-meditativen Stücken. Traumwandlerische Körperarabesken. Oder einfach nur: drei Schritte vor, drei zurück. Laszives Schlenkern mit den Armen. Vor vier, fünf Jahren tauchten die schwarz-gewandeten Gestalten mit den umschatteten Augen und den durchgestylten Haaren in einigen Jugendclubs in Berlin-Hohenschönhausen auf. Natürlich nicht aus dem Nichts, sondern wie so manches — von England inspiriert. Irgend jemand fühlte sich bei ihrem Tanzen unbedingt an das Schaufeln von Totengräbern erinnert. »Tanzen hat unheimlich viel mit meinen Stimmungen zu tun«, sagt mir Nora (20) im »Life-Club«, dem Wochenendtreff der Gruftis in Berlin-Friedrichshain. »Du denkst, wir stehen nur so da. Aber da ist vielleicht gerade so ein Gefühl, eine Erinnerung. Die genieße ich. Das Gefühl trägt mich, leitet meine Bewegungen.« Sie sind Individualisten in der Bewegung und Kleidung. Ihre Empfindungen unterstreichen sie: ob Umhang mit Vampirkragen oder ohne, Mönchskutte mit Kordel oder Grabschleife, ob Pumphosen oder seidene, spitzenbesetzte Blusen. Wie überall wird auch hier viel abgeguckt und selbstgemacht. Wichtigste Regel: schwarz muss es sein. Die Schnallenstiefel sind natürlich auch schwarz und spitz. Ihre Länge variiert. Schwere silberne Ketten und Ringe mit Symbolen wie Kruzifixe (auch umgedreht getragen), Fledermäuse, Schlangen, Totenschädel, Dämonenmasken bilden das Beiwerk.<span id="more-4274"></span></em></p>
<p><em><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/1990-09-junge-welt-liebe-frieden-harmonie-vielleicht-in-der-naechsten-welt-02.jpg" rel="shadowbox[sbpost-4274];player=img;" title="Artikel in der Jungen Welt"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-4277" title="Artikel in der Jungen Welt" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/1990-09-junge-welt-liebe-frieden-harmonie-vielleicht-in-der-naechsten-welt-02-300x198.jpg" alt="Artikel in der Jungen Welt" width="300" height="198" /></a>Früher sind sie nach Potsdam gepilgert, ins Belvedere, ein Schloß, dem Verfall preisgegeben </em>((Das Schloss Belvedere wurde inzwischen wieder restauriert und für Besucher geöffnet, vgl. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Belvedere_auf_dem_Pfingstberg">Artikel bei Wikipedia</a>))<em>. Lange schwarze Vorhänge, der Staub vieler Jahre. Abgeschieden gelegen, ging von dem verlassenen Gebäude eine besondere Imagination aus. Der Park — einer feierlich stille Kulisse. Eine andere Welt — bis die Polizei dahinterkam. Die Nacht als Zuflucht, der Mond mit seinen phantastischen Schatten, das Zwielicht auf den stillen Pfaden der Friedhöfe üben eine ähnliche Anziehungskraft aus. Für Nora ist der Ort zum Nachdenken, Erinnern. Andere Gruftis nennen den Friedhof »Spielplatz«, Georg (19) meint: »Es tut gut, allein hier zu sitzen. da spüre ich die Ruhe, die Mystik, die Todesnähe, wenn ich manchmal mit „ner Kerze an der Gruft hier bin.« In lange, weite Kutten oder Umhänge gehüllt, denken sie zusammenkauernd sitzend über Tod und Trauer nach. Endzeitstimmung, romantische Sehnsucht nach dem Jenseits, Verlorenheit. Oft verstecken vor der Realität, Resignieren. Georg: »Ich kann nichts dafür, daß ich geboren wurde. Ich hätte „nein” gesagt! Nichts hat Sinn. Irgendeiner drückt mal auf den roten Knopf, oder eine Naturkatastrophe kommt. Die machen alles zur Sau.« Angst und Ohnmacht sind zwei bestimmende Gefühle. Eine Art feste Gruppenstruktur, einen Zusammenhalt haben die Gruftis nicht. Sie sind Einzelgänger, passiv und verteidigen sich kaum bei den gewalttätigen Fascho-Attacken. Manches Gruft-Mädchen hat dadurch schon seine Haarpracht eingebüßt. Die »doitschen Friseure« fackeln nicht lange.</em></p>
<p><em>Zu schaffen macht ihnen die gesellschaftliche Ablehnung, das Unverständnis, das ihnen entgegenschlägt, oft allein durch ihr Outfit. Kleidung — Spiegel ihrer Seele. Das Gesicht bleich, die Augen schwarz geschminkt, Leichenblässe und Todesschatten. Kunstvolle Brauenverlängerung. Im Alltag wird weiterhin dunkle Kleidung bevorzugt. Die Haare runtergekämmt, den Stino raushängen lassen für die Spießer. Sie ringen (wie andere Jugendliche auch) mit elterlicher Bevormundung, mit Schwierigkeiten in der Schule oder der Ausbildung. Negative Erfahrungen summieren sich. Die Gruftis fühlen sich abgewiesen, reagieren Übersensibel auf rohen Umgang, versagte Anerkennung. Alleingelassen mit ihren Bedrängnissen, Wünschen, befinden sich die Gruftis auf dem Rückzug aus der Gesellschaft. Hatten vorher Staat und Partei der Jugend weitesgehend Entscheidungen abgenommen, verstärkt sich nun die Perspektivlosigkeit mit der neuen gesellschaftlichen Situation. </em></p>
<p><em>Die Unfähigkeit, auf reale Lebenssituationen einzugehen, nimmt zu. Der Ausweg — Flucht vor der Wirklichkeit. Sie nimmt auch extreme Formen an. Nora: »Über zwei Jahre bin ich in Berlin rumgezogen, hab oft im »Tender« (Bahnhof Lichtenberg) gepennt. Hab Tabletten geschluckt, viel Alkohol. Wenn’s mir mal nicht gut ging, hab ich Assi gemacht, blieb im Bett. Einmal zwei Wochen.« Abschalten im Rausch. Mitunter Tablettenvergiftung, Selbstmordgedanken und –versuche. Nicht nur destruktive Sprüche. Okkulte Techniken werden ausprobiert: Pendeln, Tisch– und Gläserrücken. Von geheimen Ritualen, Teufelsbeschwörungen, Urnendiebstählen hört man. Doch was davon ist Koketterie, Legende oder Tatsache? Die Annäherung war schwierig.</em></p>
<p><em>»Wir sind nicht aus Spaß so geworden. Sondern als Reaktion darauf, was mit uns passiert ist, und wie wir damit nicht fertiggeworden sind«, sagt Nora. »Meine Welt will ich dir nicht beschreiben. Du kriegst von mir aber ein Zeichen.« Nora schreibt: ?</em></p>
<p><strong>Fazit</strong>: Wirklich kein schlechter Bericht der Jungen Welt, mit Nora und Georg hat man tatsächlich zwei interessante Menschen befragt, die hier einen Ausschnitt von dem geben, was 1990 mal gewesen ist. Vor allem aus modischer Hinsicht kommt hier viel Wahrheit rüber, Selbermachen ist die Devise, sei es nun aus Mangel an Angeboten oder der Lust etwas selbst zu machen. Damals war man eben noch kreativer, oder musste es sein — je nach dem. Die pessimistische Grundhaltung der beiden passt zwar nicht mehr ganz zur damaligen Situation, denn die war meiner Meinung nach etwas früher, nach dem Fall der Mauer machte sich bei mir jedenfalls sowas wie eine Aufbruchstimmung breit und mit der Lehre begann für mich ein neuer Lebensabschnitt.</p>
<p>Das es keinen Zusammenhalt und keine Gruppenstrukturen für die beiden gab, dürfte an den beiden selbst nicht am Grufti-Sein gelegen haben. In der Szene sind zwar mehr Sozial isolierte Menschen zu finden als in anderen Szenen, aber das es grundsätzlich keine entsprechenden Soziokulturellen Verbindungen gibt, halte ich für ein Gerücht.</p>
<p>Interessanter wird es da nochmal im letzten Teil, denn gehen wir davon aus, das Georg und Nora »von drüben« sind, kann ich eine gewissen Perspektivlosigkeit nachvollziehen, denn nach jahrelanger staatlicher Führung oder auch Bevormundung fühlt man sich eben fallengelassen. Es ist keiner mehr da, der einem sagt was es tun oder lassen soll. Aus diesem Grund möchte ich die Argumente der beiden für die Grufti-Szene nicht gelten lassen. Das war vielleicht bei den Beiden so, kann aber nicht stellvertretend für den Rest der Republik stehen. Ja, über Tod und Trauer haben wir auch nachgedacht, Resignation vor den Katastrophen der Gesellschaft war auch da, der Wunsch nach Ruhe und Einsamkeit war stark, die Ablehnung in Schule, Beruf und Umfeld haben wir auch durchlebt.</p>
<p>Geheime Rituale, Teufelsbeschwörungen und okkulte Techniken? Ja, die Faszination, die das ganz ausübte fand ich damals klasse. Wir habe viel ausprobiert und viel Unsinn gemacht. Urnendiebstähle? Grabschändungen? Nein, das wäre auch unlogisch — wir habe die Gräber gemocht, so wie sie waren — wieso hätten wir unsere Refugien zerstören sollen?</p>
<p>Der Bericht lässt viele Fragen zurück, die nichts mit dem Grufti-Sein zu tun haben. Die Szene als Lifestyle hat man schon ganz gut erfasst, die Probleme von Nora und Gregor haben damit aber nichts zu tun.</p>
<h6>(Text: Ralf Thürsam, Bilder Merit Pietzker, Andreas Taubert. Aus: Junge Welt Nr. 227, Freitag, 28. September 1990, Vorlage mit freundlicher Genehmigung von <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.mupfelofen.de');" href="http://www.mupfelofen.de/">www.mupfelofen.de</a>)</h6>
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		<title>Die Grufties nahmen mir meine Tochter</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 16:36:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dunkle Vergangenheit]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Tat, das ist unser liebstes Hobby: Unschuldige Töchter potentiell verzweifelter Mütter entführen und sie unter unseren Klauen auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen. Dies ist das Geständnis, die Grufties haben Anakin Skywalker zu dem gemacht was er heute ist. Darth Gruftie. Heute ist er zwar untreu geworden und mit seiner lustigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/Grufties-nahmen-mir-meine-Tochter-Titel-und-Einleitung1.jpg" rel="shadowbox[sbpost-4172];player=img;" title="Grufties nahmen mir meine Tochter - Titel und Einleitung"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-4179" title="Grufties nahmen mir meine Tochter - Titel und Einleitung" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/Grufties-nahmen-mir-meine-Tochter-Titel-und-Einleitung1-300x185.jpg" alt="Grufties nahmen mir meine Tochter - Titel und Einleitung" width="300" height="185" /></a>In der Tat, das ist unser liebstes Hobby: Unschuldige Töchter potentiell verzweifelter Mütter entführen und sie unter unseren Klauen auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen. Dies ist das Geständnis, die Grufties haben Anakin Skywalker zu dem gemacht was er heute ist. <strong>Darth Gruftie</strong>. Heute ist er zwar untreu geworden und mit seiner lustigen Maske eindeutig zu den Cybers übergelaufen, aber was soll’s, Han Solo war sowieso viel cooler.</p>
<p>Ich habe mich immer schon gefragt, wo die Klischees und Vorurteile eigentlich herkommen. Nach einiger Recherche ist mir aufgefallen das es nicht die Masse der veröffentlichen Artikel ist, sondern vielmehr das Medium (in diesem Fall die Zeitschrift) und dessen Verbreitungsgrad (Auflage) über das die Nachricht verbreitet wird ausschlaggebend ist. UNSERE Illustrierte berichtet 1991 über den Fall von Elfriede Schulz und ihrer Tochter Claudia, die spurlos verschwunden ist.  Blitzschnell wird sie in den Fängen der Grufties vermutet, die zu dieser Zeit und vor allem nach der Wende in Berlin ihr Unwesen treiben.</p>
<p><em>Elfriede Schulz (53), eine Krankenschwester aus Berlin-Friedrichshain ist verzweifelt. Seit August ’91 hat sie ihre Tochter Claudia (13) nicht mehr gesehen! Nachts fahre ich im Bett hoch. Schweißgebadet. Habe Alpträume. Sehe Claudia daliegen. Tot. Ermordet. Mein armes Kind! Meine Kleine! Mein Nesthäkchen…«</em></p>
<p><em><span id="more-4172"></span></em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_4174" class="wp-caption alignright" style="width: 108px;  border: 1px solid #dddddd; background-color: #f3f3f3; padding-top: 4px; margin: 10px; text-align:center; float: right;"><em><em><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/Grufties-nahmen-mir-meine-Tochter-Claudia-als-Kind.jpg" rel="shadowbox[sbpost-4172];player=img;" title="Grufties nahmen mir meine Tochter - Claudia als Kind"><img class="size-thumbnail wp-image-4174" title="Grufties nahmen mir meine Tochter - Claudia als Kind" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/Grufties-nahmen-mir-meine-Tochter-Claudia-als-Kind-108x150.jpg" alt="Claudia als Kind" width="108" height="150" /></a></em></em><p style=' padding: 0 4px 5px; margin: 0;'  class="wp-caption-text">Claudia als Kind</p></div>
<p><em>Claudia war 12, als die Wende stattfandt. Die neue Freiheit faszinierte, aber sie irritierte sie auch. Sie blieb einfach Nachts weg. Kam dann reumütig und zitternd zurück. »Ich wollte gegensteuern«, erinnert sich die Mutter im Gespräch mit Unsere Illustrierte. »Da war diese neue Lebensweise, neue Erlebniswelt, Punks, Hooligans, Drogen, Grufties… Wir diskutierten Nächtelang, wir verstanden uns doch immer so gut. Wie oft brachte sie Freunde mit Heim, die mit ihren Eltern Probleme hatten. Bei mir holten sie sich Rat. Und Claudia sagte: »Mutter, ich bin so stolz auf dich!«</em></p>
<p><em>Claudia malte gern Aquarelle. Sie hat das Talent von ihrem Vater. Plötzlich war alles anders. Sie grübelte, zog sich zurück. Malte lauter Grufties, Friedhöfe, Särge, hörte eigenartige Musik. Eines Morgens fand ich in ihrem Schrank abgebrannte Kerzen, einen richtigen Hausaltar. Ich wollte sie zur Rede stellen — kurz vor Pfingsten. Da blieb sie weg.«</em></p>
<p><em>Die Polizei fand Claudia in Berlin-Köpenick. Mutter Elfriede holte sie ab: »Wie sie da auf dem Boden hockte. Ganz schwarz geschminkt, gestylte Haare. Sie war doch immer so lieb, so scheu. Und dann das…«</em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_4176" class="wp-caption alignleft" style="width: 95px;  border: 1px solid #dddddd; background-color: #f3f3f3; padding-top: 4px; margin: 10px; text-align:center; float: left;"><em><em><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/Grufties-nahmen-mir-meine-Tochter-Frau-Schulz.jpg" rel="shadowbox[sbpost-4172];player=img;" title="Grufties nahmen mir meine Tochter - Frau Schulz"><img class="size-thumbnail wp-image-4176" title="Grufties nahmen mir meine Tochter - Frau Schulz" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/Grufties-nahmen-mir-meine-Tochter-Frau-Schulz-95x150.jpg" alt="Frau Schulz" width="95" height="150" /></a></em></em><p style=' padding: 0 4px 5px; margin: 0;'  class="wp-caption-text">Frau Schulz</p></div>
<p><em>»Wir gingen heim«, erzählt die Mutter weiter, »wir sprachen uns aus. Sie jammerte: »Ach Mutti, daß die Menschen die Welt so vernichten müssen…«, wir diskutierten. Über Ozon-Loch, Umwelt, Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Wir diskutierten, soweit meine Bildung eben reichte…«</em></p>
<p><em>»Ich ging zur Beratung. Aber nichts als hohle Worte. Ich hätte mein Leben auf eine Säule, sprich: Claudia gestellt. Und die bräche nun weg. Ich sollte endlich begreifen, daß Claudia mich nicht mehr wollte…</em></p>
<p><em>Ich versuchte es mit der langen Leine. Claudia brachte ihren neuen Freund mit. Einen Typ! Rotzfrech. Vorlaut. Hochgestylte Haare. Trotzdem versuchte ich es im guten: Ich gab beiden Taschengeld: Meine Monatskarte. Claudia meine neue schwarze Lederjacke. Und sagte: »Amüsiert euch, Kinder! Claudia sah ich erst im August, 11 Wochen später, wieder…«</em></p>
<p><em>Und zwar so: »Nachts läutete es Sturm. Ich guck” durch den Spion. Draußen ein Mann mit Ohrring. Er ruft: »Ich bin von der Polizei!« Ich sag: »Das kann jeder sagen…« Er war ein Kripobeamter. Und plötzlich war auch Claudia da. Ich reiße die Tür auf. Aber keine Regung. Claudia, im Dracula-Cape, schwarz geschminkt, eiskalt, wie tot, schaut mich voller Verachtung an. Ich will sie in den Arm nehmen. Aber sie dreht sich weg: »Du willst doch nur deine Lederjacke…« Mein Kind, meine Tochter! Eine unsichtbare Mauer ist zwischen uns — und ich kann sie nicht durchbrechen…«</em></p>
<p><em>Man hatte Claudia auf einem Friedhof geschnappt. Bei einer schwarzen Messe. Der Kripobeamte fragte sie: »Willst du heim?« Sie schüttelte den Kopf: »Ich will frei sein…« Man brachte sie zum Kinder– und Jugend-Notdienst. Für Mutter Schulz unbegreiflich: »Warum kommt so ein Kind nicht in ein Heim, wird festgehalten, bis es Verstand hat? Niemand schützt Claudia. Und das soll Freiheit sein? Ein Verbrechen an unseren Kindern ist das! Falsch verstandene Freiheit! Diese Gesellschaft guckt zu, wie die Kinder unter die Räder kommen…«</em></p>
<p><em><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/Grufties-nahmen-mir-meine-Tochter-Letztes-Foto.jpg" rel="shadowbox[sbpost-4172];player=img;" title="Grufties nahmen mir meine Tochter - Letztes Foto"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-thumbnail wp-image-4178" title="Grufties nahmen mir meine Tochter - Letztes Foto" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/Grufties-nahmen-mir-meine-Tochter-Letztes-Foto-150x128.jpg" alt="Grufties nahmen mir meine Tochter - Letztes Foto" width="150" height="128" /></a>Joachim Radewald (53) von der Vermissten-Stelle Berlin verweist auf die demokratischen Rechte: »Die jungen Menschen haben Recht auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Der Kinder– und Jugend-Notdienst ist eine offene Einrichtung. Jeder kann kommen und gehen, wie er will…«. Claudia ist im August gleich wieder beim Notdienst weggelaufen. Und ihre Mutter wartet und betet: »Komm heim, Kind« Doch sie hört nichts von ihrer Tochter. Außer miesen Anrufen nachts: »He, deine Claudia lässt sich wunderbar leicht stoßen…«</em></p>
<p><em>Mutter Schulz wird ganz leise: »Manchmal bin ich so depressiv, da wünschte ich, sie würde bei mir sterben, statt da draußen zu krepieren. Verstehen Sie das…?« Jetzt weint sie haltlos.</em></p>
<p><strong>Intermezzo</strong>: Stimmt. Zu hause im warmen zu sterben ist der offenen Art der Sterbens natürlich vorzuziehen. Die Illustrierte beglückt uns zu dem noch mit zwei sehr aussagekräftigen  Informationskästen, die dem wohl überforderten Leser einige Begriffe näher bringen sollen. Nach einem solch emotionalen Bericht sind das dann wahre Brunnen des Wissens, die sich meist umgehend in den geistigen Windungen verewigen.<em><br />
</em></p>
<p>Infokasten Grufties:</p>
<blockquote><p><em>Sie schlafen in Särgen, treiben es auf Gräbern, häuten lebende Katzen und Hunden, schlitzen Puppen auf, trinken (als Ekel-Training) Urin, verzehren ihren eigenen Kot... Die Satansjünger, zu denen sich auch die "Grufties" zählen. Auf eine Viertelmillion werden die "Schwarzträger" geschätzt. Besonders stark ist die Szene in Großstädten wie Berlin. Schon 12 jährige huldigen dem Satan, weiß der psychologische Informationsdienst "PSI". Sie nehmen an schwarzen Messen teil, geraten in die Fänge von Satanszirkeln. Typisch für die Grufties ist ihr Äußeres: Pechschwarze Haare, kalkweiße Gesichter, tiefschwarze Augen, Totenkopfringe und verkehrte Kreuze am Hals. Ihr Lieblingsspielzeug: Ratten. Ihr Tummelplatz: Friedhöfe. Vanessa (15) aus der Grufty-Szene in Berlin-Steglitz betet den Teufel an: "Mein Traumtyp! Ich stelle ihn mir groß, schlank, mit langen schwarzen Haaren, total erotisch vor. Er soll mich quälen, bis ich sterbe..." Das tun dann "Stellvertreter". Sekten-Pfarrer Haack schrieb: "Oft ende solche Rituale mit Blutopfern."</em></p></blockquote>
<p><strong>Fazit:</strong> Mir fehlen die Worte. Ja, dieser Bericht ist so haarsträubender Unsinn, das es sich gar nicht lohnen würde ihn bis ins Detail zu zerlegen oder zu versuchen die »strittigen« Punkte herauszufiltern. Beschränken wir uns darauf einige Punkte herauszupicken. Den Psychologischen Informationsdienst PSI <a href="http://www.psi-infos.de/herausgeber_harald_wiesendange.html">gibt es tatsächlich</a>, der aber eher einem Akte X Fanclub gleichzusetzen ist, als einer ernsthaft ernst zunehmenden Institution für fundiertes Wissen. Unschlüssig bin ih mir noch beim Sekten-Pfarrer Haack, ob es sich um <a href="http://www.maschiach.de/content/view/966/118/">diesen</a> oder <a href="http://www.theologe.de/theologe12.htm">diesen</a> handelt. Immerhin habe beide etwas gemeinsam, den Hang Aufmerksamkeit durch möglichst unsinnige Thesen zu erhaschen.</p>
<p>Außerdem besonders erwähnenswert: Wir trinken Urin als Ekeltraining. Ich dachte wir trinken Blut? Und wenn überhaupt, Eigenurin eignet sich als Mittel gegen die Schuppenflechte. Meine nicht ich, sondern eine <a href="http://www.eigenurin.de/">Internetseite</a>.<em> </em>Gerne hätte ich auch die Zeitschrift als Quelle verlinkt, doch leider war es mit nicht möglich, eine UNSERE als Illustrierte auszumachen. Weiterführende Informationen gerne in den Kommentaren.</p>
<h6>(Bilder und Text: UNSERE Illustrierte 1991, Seite 4f., Vorlage mit freundlicher Genehmigung von <a href="http://www.mupfelofen.de">www.mupfelofen.de</a>, alle Fehler auch im Originalartikel)</h6>
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		<title>Gothic Beauty Magazine #27</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 10:33:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortkunst]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/02/gothic-magazine.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1927];player=img;" title="gothic-magazine"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-1928" title="gothic-magazine" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/02/gothic-magazine-114x150.jpg" alt="gothic-magazine" width="114" height="150" /></a></p>
<p>Andere Länder, andere Sitten heißt es. Das es nicht nur in Deutschland Grufties gibt, dürfte mittlerweile als Allgemeinwissen gelten, aber wie es dort nun wirklich aussieht weiß ich auch nicht. Wollte ich aber wissen, deshalb habe ich mir eine Reihe Ausländischer Zeitschriften besorgt um den Blick über den Tellerrand zu wagen. Das <a href="http://www.gothicbeauty.com/">Gothic Beauty Magazine</a>, das gestern bei mir eingetroffen ist, brauchte erstaunlicherweise nur 4 Tage von der Bestellung bis zur Auslieferung in meinem Briefkasten, was ich als optimal einstufen würde, das kriegen deutsche Versender auch nicht besser hin.</p>
<p>Die Themenbereiche sind übersichtlich angeordnet und decken den ganzen Interessenbereich eines Szenegängers ab. <strong>Fashion</strong> — Beschäftigt sich mit neuen Designer und Modelabels und zeigen in 4 Ausgewählten Artikel vergangene und neue Trends [<a href="http://flamingangels.net">1</a>, <a href="http://rosemortem.com">2</a>]. <strong>Showcase</strong> — Eine Form von Ausstellung, in der nicht nur Klamotten, sondern vor allem künstlerische ausgelegte Artikel die unzähligen Seiten Dunkler Kunst beleuchten, zu finden sind. Spannend ist in diesem Zusammenhang, das die Amerikaner wohl eine Leidenschaft für Gothic Puppen haben, das ist jetzt kein abwertendes Wort für Frauen sondern für eigenwillige Barbie-Verschnitte im Gothic Style. Wer sich selbst überzeugen möchte, sollte einmal <a href="http://evangelineghastly.com">evangelineghastly.com</a> oder <a href="http://begoths.com">begoths.com</a> besuchen, die in der Zeitschrift vorgestellt werden. Auch <a href="http://skellramics.com">Skellramics</a>, eine Manufaktur für Geschirr mit Totenköpfen ist sehr interessant. Unter <strong>Lifestyle</strong> finden sich Artikel verschiedener Autoren, die das schwarze Leben in all seinen Variationen zeigen, in dieser Ausgabe einen tollen Artikel über mexikanische Friedhöfe und die Kurzgeschichte <em>A night in the Boneyard</em> (Eine Nacht auf dem Friedhof).<strong> Profile</strong> gibt es nicht nur über Menschen wie eine amerikanische Gothic Künstlerin, sondern auch über den Film <a href="http://www.filmstarts.de/kritiken/84218-Repo!-The-Genetic-Opera!.html"><em>Repo! — The Genetic Opera</em></a> und die <em><a href="http://www.myspace.com/serpentinedance00">Serpentines</a></em>, eine Gothic-Bauchtanz Truppe aus Portland (siehe Bild).<span id="more-1927"></span></p>
<p>Selbstverständlich bietet das Magazin auch die üblichen <strong>Music Interviews</strong>, wobei mir die meisten Bands auf den ersten Blick nichts sagen, was deutlich macht, das die Musik in der Szene lokalen Phänomenen unterworfen ist und es nur wenige schwarze und internationale Topacts gibt. Deshalb finden sich bei den obligatorischen <strong>Reviews</strong> auch die Werke eben angesprochener Künstler. <strong>New in Fashion</strong> zeigt in Kurzform eine interessante Neuerscheinungen aus der Modebranche, unter Event findet man unter anderem einen Report über den <a href="http://www.gothiccruise.com/">Gothic Cruise 2008</a>, einer schwarzen Veranstaltung mit Kreuzfahrt — Klingt jetzt komisch, ist aber so, solltet ihr euch unbedingt mal anschauen. Unter<strong> Style</strong> findet man dann noch ein Interview mit einem Model, die wir ja auch schon von unseren Zeitschriften oder Magazinen gewohnt sind, aber eben nur eins.</p>
<p>Die Zeitschrift ist über die <a href="http://www.gothicbeauty.com/">Internetseite der Zeitschrift</a> direkt zu beziehen und kostet inklusive Versand 12€, wobei der Löwenanteil natürlich auf den Versand geht (9$) und die Zeitschrift selbst nur mit etwa 6$ zu Buche schlägt. Sicherlich keine Investition für jedermann, aber sicherlich interessant zu beobachten, was sich auf der anderen Seite der Welt abspielt, denn ich habe wie so oft den Eindruck, das uns die Amerikaner in vielerei Hinsicht einen Schritt voraus sind, sei es jetzt positiv oder negativ. Positiv ist der Inhalt der Zeitschift, der vielfältig ist und nicht nur aus aneinandergereihten Interviews mit Bands oder Models besteht, die nun wirklich keine Wurst mehr vom Brötchen ziehen.  Vielmehr wird versucht, für jeden etwas zu bieten, den Freizeitgoth, den Modegoth oder den <a href="http://www.spontis.de/wp/2008/11/subkultur-gruftie/">Tradgoth</a>. Dieser Spagat gelingt hier sehr gut, obwohl die Vielfalt auch zu Lasten der Artikellänge geht, was bei guten Texten dann doch sehr ernüchternd ist.</p>
<p>Ich habe versucht, euch durch zahlreiche Links in meinem Artikel die Zeitschrift und die amerikanische Gothic-Kultur ein wenig näher zu bringen ohne den Anspruch zu erheben, diese einzuordnen oder zu bewerten. Vielleicht hilft es dem ein oder andere ja bei der Kreation eines neuen Outfits oder einer Idee für einen Blogeintrag.<br />
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