24 August

Verliebt auf Teufel komm raus! (3)

Verliebt auf Teufel komm raus - TeaserEs konnte eigent­lich nur eine Frage der Zeit sein, bis die BRAVO das Theme »Gothic« wie­der ein­mal zum Gegen­stand einer ihren Foto­ge­schich­ten macht. Nach 2002 ersetzte die Zeit­schrift jedoch das ursprüng­lich mehr­tei­lige For­mat, durch einen abge­schlos­se­nen Foto-Love Roman, des­sen Geschichte in ein ein­zel­nes Heft passte, schade eigentlich.

Aus einer bis­her unbe­kannte Aus­gabe stammt der fol­gende Foto-Roman, der unter der Serie »My true Story — BRAVO Leser erzäh­len ihre bewe­gendste Story« den Wahr­heits­ge­halt der Aus­füh­run­gen sug­ge­rie­ren soll. Haupt­dar­stel­le­rin ist Dajana D. (16), die durch einen schwar­zen Man­tel in die Szene gerutscht ist und hat dort Lars ken­nen­ge­lernt hat, in den sie sich ver­liebt hat. Außer­dem spielt der geheim­nis­voll »Faro« noch eine Rolle, der als Meis­ter von ver­bo­te­nen Ritua­len den knis­tern­den Geschmack der Span­nung streuen soll.

Nach­dem sich Dajana im zwei­ten Teil unter Mit­schü­ler gewagt hat und auf die erwar­tete Ableh­nung stieß, ist sie froh, im Kreise gleich­ge­sinn­ter end­lich neue Freunde ken­nen­zu­ler­nen. Der mys­ti­sche Faro oder auch der süße Lars zau­bern den jun­gen Gothic auf Wolke 13. Noch für einen der nächs­ten Abende ver­ab­re­det man sich zu einem span­nen­den Ritual, doch vor­her möchte Lars die Zeich­nun­gen von Dajana bewun­dern. Hält die Bravo ihre Kli­schees ein? Schon gleich beim ers­ten Tref­fen in die Kiste? Okkul­tis­mus und Tier­op­fe­run­gen am spä­ten Abend? Womög­lich irre ich mich auch und die Bravo zeigt nur ein paar Bil­der aus dem Leben jun­ger Men­schen. Erle­ben wir gemein­sam ein furio­ses Finale mit über­ra­schen­dem Ende!

Den gan­zen Arti­kel lesen… »


16 August

Verliebt auf Teufel komm raus! (2)

Verliebt auf Teufel komm raus - TeaserEs konnte eigent­lich nur eine Frage der Zeit sein, bis die Bravo das Theme »Gothic« wie­der ein­mal zum Gegen­stand einer ihren Foto­ge­schich­ten macht. Nach 2002 ersetzte die BRAVO jedoch das ursprüng­lich mehr­tei­lige For­mat, durch einen abge­schlos­se­nen Foto-Love Roman, des­sen Geschichte in ein ein­zel­nes Heft passte, schade eigentlich.

Aus einer bis­her unbe­kannte Aus­gabe stammt der fol­gende Foto-Roman, der unter der Serie »My true Story — BRAVO Leser erzäh­len ihre bewe­gendste Story« den Wahr­heits­ge­halt der Aus­füh­run­gen sug­ge­rie­ren soll. Haupt­dar­stel­le­rin ist Dajana D. (16), die durch einen schwar­zen Man­tel in die Szene gerutscht ist und hat dort Lars ken­nen­ge­lernt hat, in den sie sich ver­liebt hat. Außer­dem spielt der geheim­nis­voll »Faro« noch eine Rolle, der als Meis­ter von ver­bo­te­nen Ritua­len den knis­tern­den Geschmack der Span­nung streuen soll.

Im ers­ten Teil des Bilder-Romans haben wir bereits erfah­ren, was Dajana dazu bewegte, sich die Haare an den Sei­ten zu ent­fer­nen und sich in einer nie dage­we­se­nen ein­sei­ti­gen Ver­wand­lung in einen wasch­ech­ten Gothic zu ver­wan­deln. Wir wis­sen auch, wie Ratte Mexico und Hund Snap über die Sache den­ken »Nein Danke! Alles hat seine Gren­zen!« und bekom­men neben ein paar war­nen­den Worte auch gleich noch ein paar Schmink­tipps um uns selbst die­ser Meta­mor­phose zu unter­zie­hen. Doch was ist mit Lars, der so gerne lacht und auf den sich alle ver­las­sen kön­nen, wel­che Rolle spielt der mys­te­riöse Faro, der sich als Meis­ter von irgend­wel­chen komi­schen Ritua­len auf­spielt? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


7 August

Totentanz in der Gruftie-Szene 1991

»Ein blas­ser Mond liegt über dem Fried­hof. Vom Kirch­turm tönt es leise zwei Uhr: Schwarze Gestal­ten huschen durch eine Lücke in der Fried­hofs­mauer. Der brave Bür­ger hat längst das Licht gelöscht. Die Gruf­ties zün­den ihre Ker­zen an. Ihr war­mer Schein weist den Weg zu Grä­bern und Gruf­ten. Es ist wie schon so oft — und doch anders. Die Gruf­ties neh­men die­ses mal uns mit. « Eine durch­aus gelun­gene Ein­lei­tung für einen Arti­kel, der etwa 1991 in der Zeit­schrift Neues Leben erschien. Doch auch der Arti­kel selbst scheint sich vom übli­chen Vorurteils-Brei die­ser Zeit abzu­he­ben und einen eige­nen Weg zu gehen.

»Ich weiß, daß es nicht pas­sie­ren wird. Hier, in die­ser Nacht und auf die­sem Fried­hof, wird keine schwarze Messe zele­briert. Kei­ner Katze wird das Fell über die Ohren gezo­gen, um sie Satan zu opfern. Nie­mand trinkt eine Blut­kon­serve leer. Grab­steine und Särge blei­ben unbe­rührt. Die hier auf den Fried­hof gehen ver­ab­scheuen diese Kli­schees, das höchs­tens 2 von 100 Gruf­ties bedie­nen.« Damit geht die Zeit­schrift auf ein Phä­no­men ein, das sich eben­falls Anfang der 90er und vor­wie­gend in den neuen Bun­des­län­dern zu beob­ach­ten war.

Eine Zeit, in der wohl mög­lich eine Gestal­ten sich neu ent­deck­ten und aus­pro­bier­ten. In eini­gen Tages­zei­tun­gen die von 90–93 erschie­nen war immer wie­der von »Toten­mes­sen«, »Teu­fels­be­schwö­run­gen« und »Schwar­zen Mes­sen« die Rede, denen oft als ein­zi­ges Indiz Wachs­spu­ren auf Grab­stei­nen oder gemalte Zei­chen im Sand der Fuß­wege dien­ten. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


31 Juli

Dorian Gray: Ich werde ewig leben

Kategorie: Schwarze Szene5 Kommentare

Filmplakat zum Film Dorian GrayDorian Gray ist reich und schön und der Traum der ewi­gen Jugend mani­fes­tiert sich in sei­ner Per­son. Sein Geheim­nis ist ein Por­trät, das statt sei­ner altert und in das sich die Spu­ren sei­ner Sün­den und Ver­bre­chen ein­schrei­ben. Wäh­rend Dorian Gray immer noch jung und makel­los erscheint, wird er immer maß­lo­ser und grau­sa­mer. Es ist der ein­zige Roman des iri­schen Schrift­stel­lers Oscar Wilde. Doch Dorian Gray sollte Syn­onym für all das wer­den, was den Zeit­geist um 1890 prägte. Der aus­prägte Hedo­nis­mus im Vik­to­ria­ni­schen Zeit­al­ter, die Deka­denz der eng­li­schen Ober­schicht und als Form von Lebens­hal­tung und Kunst­an­schau­ung unter der Flagge des Ästhetik.

Oscar Wilde selbst sollte das Buch ein paar Jahre spä­ter zum Ver­häng­nis wer­den. Wilde ging für dama­lige Ver­hält­nisse sehr offen mit sei­ner Homo­se­xua­li­tät um und erzürnte so den den Mar­quess von Queens­berry weil er unter ande­rem eine Bezie­hung zu sei­nem Sohn Lord Alfred Dou­glas unter­hielt. Der belei­digte Wilde in der Öffent­lich­keit als »posie­ren­den Homo­se­xu­el­len«, wor­auf­hin der ihn wegen Ver­leum­dung ver­klagte. Doch das Blatt wen­dete sich, Oscar Wilde wurde vom Klä­ger zum Ange­klag­ten. Offen­ba­run­gen aus sei­nem Pri­vat­le­ben wurde vom vor­mals Ange­klag­ten Queens­berry zur Ver­tei­di­gung ein­ge­setzt und  führ­ten letzt­end­lich zu einer Ver­ur­tei­lung wegen Unzucht.

Homo­se­xua­li­tät war im vik­to­ria­ni­schen Groß­bri­tan­nien nicht ver­pönt, son­dern sexu­el­len Hand­lun­gen zwi­schen Män­nern sogar unter Strafe gestellt was dazu führte, das der gebrand­markte Homo­se­xu­elle Oscar Wilde, der im Pro­zess genau wegen die­ser Unzucht ver­ur­teilt wurde zur unfrei­wil­li­gen Ikone einer Bewe­gung mutierte und der den Ste­reo­typ des homo­se­xu­el­len Man­nes nach­hal­tig prägte. Ein fei­ner eng­li­scher Humor, Wort­ge­wandt­heit, Lei­den­schaft für Ästhe­tik in Klei­dung und Innen­ein­rich­tung sowie eine exzen­tri­sche Per­sön­lich­keit sollte zm Beweis der Homo­se­xua­li­tät wer­den. Män­ner in Eng­land, die genau so leb­ten, wurde als »Oscar« beschimpft. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 Juli

"Ein Leben für den Tod" - Bravo-Artikel zwischen Halbwahrheiten und Polemik

Teu­fels­zei­chen? Böse sata­ni­sche Kräfte? Mit dem Pen­del den Geist der Oma beschwö­ren? Was sich nach Kli­schees der Boulevard-Presse der spä­ten 80er klingt fin­det sich auch 2003 immer noch in den Maga­zi­nen und Jugend­zeit­schrif­ten. Im Report »Ein Leben für den Tod« berich­tet die Bravo über die 18 Jahre alte Mela­nie aus Mün­chen auf eine recht unge­wöhn­li­che Weise, denn alles an ihr hat mit dem Teu­fel zu tun, sollte man mei­nen. Auf dem Titel­bild steht neben ihrem Foto: »„Fried­höfe sind doch nur Kom­post­hau­fen für Men­schen”, sagt Mela­nie und zeigt das Teu­fels­zei­chen. Die bei­den Fin­ger sym­bo­li­sie­ren die Hör­ner Satans.« Die betont fins­tere Miene und die Grab­steine im Hin­ter­grund tun ihr übriges.

Ich muss schmun­zeln, alles wirkt so dar­ge­stellt, so unecht und so lächer­lich — aber es bleibt auch eine unter­schwel­lige Trau­rig­keit zurück wenn man sich vor Augen führt wel­che Wir­kung ein sol­cher Arti­kel auf eine bei­spiels­weise 13 Jahre alte Lese­rin haben könnte. Auch bei Nicht-Interesse erin­nert die Auf­ma­chung des Arti­kels an beste Boulevard-Manier: Scho­cken, den Blick fes­seln, neu­gie­rig machen, Inter­esse wecken um dann im Inhalt zu rela­ti­vie­ren. Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen feh­len völ­lig, ver­meint­li­ches Wis­sen über Sym­bole und Zei­chen sind an den Haa­ren her­bei­ge­zo­gen. Ich finde es sehr ent­täu­schend das sich eine Jugend­zeit­schrift auch 2003 noch auf ein sol­ches Niveau her­un­ter­las­sen muss.

Dabei ist der ver­mut­lich jugend­li­che Leser in eine Polemik-Falle getappt. Die erste Seite lockt: »Ein Leben für den Tod«, Satans­zei­chen, böse Bli­cke — der Span­nungs­bo­gen wird gezo­gen, man wird neu­gie­rig wie es wei­ter­geht, denn man fragt sich: »Wie bitte? Ich dachte Gothic hätte nichts mit Satan zu tun?« Schnell blät­tert man um und lässt sei­nen Blick über die klei­ne­ren Bil­der des Arti­kels schwei­fen: »Mela­nie zeigt ihr Pen­ta­gramm — ein sata­ni­sches Sie­gel«, dabei wis­sen wir doch, das Pen­ta­gramm ist ein Schutz­zei­chen gegen das Böse und kein sata­ni­sches Sie­gel. Ein Bild von ihren Stie­feln soll den Ein­druck fes­ti­gen: »Mela­nies Stie­fel: das Zei­chen des Teu­fels!« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 Oktober

Die Gruftis - Liebe, Frieden und Harmonie?

Junge Welt - Grufties: Liebe, Frieden HarmonieNach dem letzten Negativbeispiel "Die Gruf­ties nah­men mir meine Toch­ter« ein Aus­hän­ge­schild für schlechte Presse dar­stellt, habe ich heute ein Bei­spiel, das es tat­säch­lich bes­ser macht und zeigt, das man sich auch anders mit der Mate­rie aus­ein­an­der­set­zen kann. Und noch bevor irgend­wel­che Unken rufen: Nein, die Junge Welt, aus der die­ser Arti­kel hat nicht das geringste mit brau­nen Ideo­lo­gien und rech­ten Rand­er­schei­nun­gen zu tun, auch wenn der Titel einer gleich­na­mi­gen Zeit­schrift der Hitler-Jugend, die von der NSDAP her­aus­ge­ge­ben wurde, gleicht. Der Titel der Zeit­schrift oder seine Gesin­nung hat im übri­gen auch nichts mit dem Arti­kel selbst zu tun, den sollte man ein­fach mal lesen und seine ver­meint­li­chen Ideo­lo­gi­schen Beden­ken bei­seite legen.

Schwarz­ge­wan­det, augen­um­schat­tet und Haare, die zu Berge ste­hen — so wan­deln sie durch die Nacht. Die »Schwar­zen« — düs­ter, schön und bleich. Ihre Kla­mot­ten sind tot-schick. Schwarze wal­lende Gewän­der. Sie tan­zen. Sis­ters of Mercy, The Cure, Sioux­sie & The Bans­hees. Zeit­lu­pen­ar­tige Bewe­gun­gen bei den langsam-meditativen Stü­cken. Traum­wand­le­ri­sche Kör­per­a­ra­bes­ken. Oder ein­fach nur: drei Schritte vor, drei zurück. Las­zi­ves Schlen­kern mit den Armen. Vor vier, fünf Jah­ren tauch­ten die schwarz-gewandeten Gestal­ten mit den umschat­te­ten Augen und den durch­ge­styl­ten Haa­ren in eini­gen Jugend­clubs in Berlin-Hohenschönhausen auf. Natür­lich nicht aus dem Nichts, son­dern wie so man­ches — von Eng­land inspi­riert. Irgend jemand fühlte sich bei ihrem Tan­zen unbe­dingt an das Schau­feln von Toten­grä­bern erin­nert. »Tan­zen hat unheim­lich viel mit mei­nen Stim­mun­gen zu tun«, sagt mir Nora (20) im »Life-Club«, dem Wochen­end­treff der Gruf­tis in Berlin-Friedrichshain. »Du denkst, wir ste­hen nur so da. Aber da ist viel­leicht gerade so ein Gefühl, eine Erin­ne­rung. Die genieße ich. Das Gefühl trägt mich, lei­tet meine Bewe­gun­gen.« Sie sind Indi­vi­dua­lis­ten in der Bewe­gung und Klei­dung. Ihre Emp­fin­dun­gen unter­strei­chen sie: ob Umhang mit Vam­pir­kra­gen oder ohne, Mönchs­kutte mit Kor­del oder Grab­schleife, ob Pum­pho­sen oder sei­dene, spit­zen­be­setzte Blu­sen. Wie über­all wird auch hier viel abge­guckt und selbst­ge­macht. Wich­tigste Regel: schwarz muss es sein. Die Schnal­len­stie­fel sind natür­lich auch schwarz und spitz. Ihre Länge vari­iert. Schwere sil­berne Ket­ten und Ringe mit Sym­bo­len wie Kru­zi­fixe (auch umge­dreht getra­gen), Fle­der­mäuse, Schlan­gen, Toten­schä­del, Dämo­nen­mas­ken bil­den das Bei­werk. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


16 Oktober

Die Grufties nahmen mir meine Tochter

Grufties nahmen mir meine Tochter - Titel und EinleitungIn der Tat, das ist unser liebs­tes Hobby: Unschul­dige Töch­ter poten­ti­ell ver­zwei­fel­ter Müt­ter ent­füh­ren und sie unter unse­ren Klauen auf die dunkle Seite der Macht zu zie­hen. Dies ist das Geständ­nis, die Gruf­ties haben Ana­kin Sky­wal­ker zu dem gemacht was er heute ist. Darth Gruf­tie. Heute ist er zwar untreu gewor­den und mit sei­ner lus­ti­gen Maske ein­deu­tig zu den Cybers über­ge­lau­fen, aber was soll’s, Han Solo war sowieso viel cooler.

Ich habe mich immer schon gefragt, wo die Kli­schees und Vor­ur­teile eigent­lich her­kom­men. Nach eini­ger Recher­che ist mir auf­ge­fal­len das es nicht die Masse der ver­öf­fent­li­chen Arti­kel ist, son­dern viel­mehr das Medium (in die­sem Fall die Zeit­schrift) und des­sen Ver­brei­tungs­grad (Auf­lage) über das die Nach­richt ver­brei­tet wird aus­schlag­ge­bend ist. UNSERE Illus­trierte berich­tet 1991 über den Fall von Elfriede Schulz und ihrer Toch­ter Clau­dia, die spur­los ver­schwun­den ist. Blitz­schnell wird sie in den Fän­gen der Gruf­ties ver­mu­tet, die zu die­ser Zeit und vor allem nach der Wende in Ber­lin ihr Unwe­sen treiben.

Elfriede Schulz (53), eine Kran­ken­schwes­ter aus Berlin-Friedrichshain ist ver­zwei­felt. Seit August ’91 hat sie ihre Toch­ter Clau­dia (13) nicht mehr gese­hen! Nachts fahre ich im Bett hoch. Schweiß­ge­ba­det. Habe Alp­träume. Sehe Clau­dia dalie­gen. Tot. Ermor­det. Mein armes Kind! Meine Kleine! Mein Nesthäkchen…«

Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 Februar

Gothic Beauty Magazine #27

Kategorie: Wortkunst1 Kommentar

gothic-magazine

Andere Län­der, andere Sit­ten heißt es. Das es nicht nur in Deutsch­land Gruf­ties gibt, dürfte mitt­ler­weile als All­ge­mein­wis­sen gel­ten, aber wie es dort nun wirk­lich aus­sieht weiß ich auch nicht. Wollte ich aber wis­sen, des­halb habe ich mir eine Reihe Aus­län­di­scher Zeit­schrif­ten besorgt um den Blick über den Tel­ler­rand zu wagen. Das Gothic Beauty Maga­zine, das ges­tern bei mir ein­ge­trof­fen ist, brauchte erstaun­li­cher­weise nur 4 Tage von der Bestel­lung bis zur Aus­lie­fe­rung in mei­nem Brief­kas­ten, was ich als opti­mal ein­stu­fen würde, das krie­gen deut­sche Ver­sen­der auch nicht bes­ser hin.

Die The­men­be­rei­che sind über­sicht­lich ange­ord­net und decken den gan­zen Inter­es­sen­be­reich eines Sze­ne­gän­gers ab. Fashion — Beschäf­tigt sich mit neuen Desi­gner und Mode­la­bels und zei­gen in 4 Aus­ge­wähl­ten Arti­kel ver­gan­gene und neue Trends [1, 2]. Show­case — Eine Form von Aus­stel­lung, in der nicht nur Kla­mot­ten, son­dern vor allem künst­le­ri­sche aus­ge­legte Arti­kel die unzäh­li­gen Sei­ten Dunk­ler Kunst beleuch­ten, zu fin­den sind. Span­nend ist in die­sem Zusam­men­hang, das die Ame­ri­ka­ner wohl eine Lei­den­schaft für Gothic Pup­pen haben, das ist jetzt kein abwer­ten­des Wort für Frauen son­dern für eigen­wil­lige Barbie-Verschnitte im Gothic Style. Wer sich selbst über­zeu­gen möchte, sollte ein­mal evangelineghastly.com oder begoths.com besu­chen, die in der Zeit­schrift vor­ge­stellt wer­den. Auch Skell­ra­mics, eine Manu­fak­tur für Geschirr mit Toten­köp­fen ist sehr inter­es­sant. Unter Life­style fin­den sich Arti­kel ver­schie­de­ner Auto­ren, die das schwarze Leben in all sei­nen Varia­tio­nen zei­gen, in die­ser Aus­gabe einen tol­len Arti­kel über mexi­ka­ni­sche Fried­höfe und die Kurz­ge­schichte A night in the Boneyard (Eine Nacht auf dem Fried­hof). Pro­file gibt es nicht nur über Men­schen wie eine ame­ri­ka­ni­sche Gothic Künst­le­rin, son­dern auch über den Film Repo! — The Gene­tic Opera und die Ser­pen­ti­nes, eine Gothic-Bauchtanz Truppe aus Port­land (siehe Bild). Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 Oktober

Synthetics - Get the Bombs of Life

Kategorie: WortkunstKeine Kommentare

Genau so breit gefä­chert wie die dunkle Musik ist die Aus­wahl an dunk­len Maga­zi­nen. Und da ich neu­gie­rig bin und alles aus­pro­bie­ren muss hab ich mir gleich mal das neu­lich ent­deckte Syn­the­tics kom­men las­sen. Der Fokus liegt, wie der Name schon sagt, auf dem Syn­t­hie Bereich der schwar­zen Musik. Syn­t­hie Pop, EBM, Wave, Inde­pen­dent, Gothic und Elek­tro sind in dem seit Dezem­ber 1998 erschei­nen­den Maga­zin zu fin­den. Für den Preis von 2,90€ erhält man außer­dem ein CD mit aus­ge­wähl­ten Musik­stü­cken und ein paar Pro­gram­men für den Com­pu­ter. In man­chen Clubs soll es sogar kos­ten­los zur Ver­fü­gung ste­hen, gese­hen hab ich es dort aber noch nicht.

Beim betrach­ten des Hef­tes fällt gleich das hoch­wer­tige Erschei­nungs­bild ins Auge und die sehr pro­fes­sio­nelle Auf­ma­chung. Die Sei­ten zei­gen sich sehr abwechs­lungs­reich und wirk­lich gut gestal­tet. Wer­bung hält sich sehr ange­nehm im Hin­ter­grund und wirkt ohne zu stö­ren. Die Zeit­schrift teilt sich in 2 Berei­che, den Musi­ka­li­schen Bereich und den Enter­tain­ment Bereich. Was für ein Bereich? Und in der Tat wird beim umdre­hen des Hef­tes die zweite Hälfte sicht­bar, die über Com­pu­ter­soft­ware, Filme und Bücher berich­tet. Das umdre­hen des Hef­tes und die strikte Auf­tei­lung emp­finde ich per­sön­lich als sehr läs­tig. Nicht alles was neu und inno­va­tiv erscheint muss auch gut sein. Außer­dem kann ich nicht nach­voll­zie­hen was Soft­ware­tests und Film­test in einem Musik­ma­ga­zin zu suchen haben. Ist aber Geschmacks­sa­che. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 August

Stuhlgang

Ich weiß jetzt nicht wie es euch geht, aber mir kom­men die bes­ten Ideen immer auf dem Klo, bes­ser gesagt beim Stuhl­gang. Völ­lig Kli­schee­haft gehe ich mit Lek­türe bewaff­net die­sem kör­per­li­chen Bedürf­nis mit gro­ßer Lei­den­schaft nach. Meist lie­gen auch schon ent­spre­chende Zeit­schrif­ten oder Bücher vor Ort, bei mir jedenfalls

Lei­der ist meine Toi­lette zu tief ange­bracht, was bei län­ge­ren Sit­zun­gen die Beine ver­an­lasst, ein­zu­schla­fen. Dabei wird die Blut­zu­fuhr zu den Bei­nen unter­bro­chen und die Ner­ven­ende nicht mehr mit aus­rei­chend Sau­er­stoff ver­sorgt, was zu den ange­spro­che­nen Aus­fall­er­schei­nun­gen führt, das Auf­ste­hen wird dann immer eine Belas­tungs­probe für den Kreis­lauf und treibt mei­nen Blut­druck umge­hend in den Kel­ler. Des­halb bin ich bestrebt meine Ses­sio­nen auf 20 Minu­ten zu beschränken.

Am liebste lese ich meine abon­nier­ten Zeit­schrif­ten, oder den Orkus. Ein gutes Buch mit durch­ge­hend leich­tem Ein­stieg eig­nen sich auch aus­ge­zeich­net, so lese ich zur Zeit »Ver­schwende deine Jugend« von Jür­gen Tei­pel, dazu aber an andere Stelle spä­ter mehr.

Ruhe. Ebenso wich­tig wie das lesen auf dem Klo ist Ruhe. Des­we­gen habe ich Stuhl­gang auch am liebs­ten zu Hause, obwohl ich kein Heim­scheis­ser bin und bei ent­spre­chen­der Not­durft auch externe Toi­let­ten benutze. Wenn der Drang dann so stark ist, das ich es nicht mehr schaffe ent­spre­chen­den Lese­ma­te­rial her­bei­zu­schaf­fen, so helfe ich mir mit Quit­tun­gen aus mei­nem Porte­mon­naie oder mit den beschrif­ten um mich herum ste­hen­der Dusch­gels oder Kör­per­lo­tio­nen. Lei­der ist der Mist immer auf unver­ständ­li­chem Eng­lisch. Ist schon irgend­wie krank­haft, aber was solls. Bes­ser ein kon­di­tio­nier­ter Darm als über­haupt kein Stuhlgang.

Den gan­zen Arti­kel lesen… »