Es konnte eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis die BRAVO das Theme »Gothic« wieder einmal zum Gegenstand einer ihren Fotogeschichten macht. Nach 2002 ersetzte die Zeitschrift jedoch das ursprünglich mehrteilige Format, durch einen abgeschlossenen Foto-Love Roman, dessen Geschichte in ein einzelnes Heft passte, schade eigentlich.
Aus einer bisher unbekannte Ausgabe stammt der folgende Foto-Roman, der unter der Serie »My true Story — BRAVO Leser erzählen ihre bewegendste Story« den Wahrheitsgehalt der Ausführungen suggerieren soll. Hauptdarstellerin ist Dajana D. (16), die durch einen schwarzen Mantel in die Szene gerutscht ist und hat dort Lars kennengelernt hat, in den sie sich verliebt hat. Außerdem spielt der geheimnisvoll »Faro« noch eine Rolle, der als Meister von verbotenen Ritualen den knisternden Geschmack der Spannung streuen soll.
Nachdem sich Dajana im zweiten Teil unter Mitschüler gewagt hat und auf die erwartete Ablehnung stieß, ist sie froh, im Kreise gleichgesinnter endlich neue Freunde kennenzulernen. Der mystische Faro oder auch der süße Lars zaubern den jungen Gothic auf Wolke 13. Noch für einen der nächsten Abende verabredet man sich zu einem spannenden Ritual, doch vorher möchte Lars die Zeichnungen von Dajana bewundern. Hält die Bravo ihre Klischees ein? Schon gleich beim ersten Treffen in die Kiste? Okkultismus und Tieropferungen am späten Abend? Womöglich irre ich mich auch und die Bravo zeigt nur ein paar Bilder aus dem Leben junger Menschen. Erleben wir gemeinsam ein furioses Finale mit überraschendem Ende!

Dorian Gray ist reich und schön und der Traum der ewigen Jugend manifestiert sich in seiner Person. Sein Geheimnis ist ein Porträt, das statt seiner altert und in das sich die Spuren seiner Sünden und Verbrechen einschreiben. Während Dorian Gray immer noch jung und makellos erscheint, wird er immer maßloser und grausamer. Es ist der einzige Roman des irischen Schriftstellers Oscar Wilde. Doch Dorian Gray sollte Synonym für all das werden, was den Zeitgeist um 1890 prägte. Der ausprägte Hedonismus im Viktorianischen Zeitalter, die Dekadenz der englischen Oberschicht und als Form von Lebenshaltung und Kunstanschauung unter der Flagge des Ästhetik.





