Wenn man sich als Gruftie auf Reisen begibt, hat man es wirklich nicht leicht. Man lässt seine vier Wände einsam und verlassen zurück und tauscht die flackernden Grablichter gegen die künstliche und laute Umgebung. Es ist brutal alles das zurück zu lassen was einem das Gefühl vermittelt zu Hause zu sein. Grablichter, Spinnweben, schwarze Wände und der kleine Altar auf dem man gestern noch liebevoll ein Tier dem Fürsten der Finsternis opferte. Natürlich lässt man auch seinen Sarg zurück, in dem man jede Nacht seinen wohlverdienten Schlaf findet und der mit seinem weißen und glatten Satin-Stoff dem eigenen Körper schmeichelt. Was für ein schönes Gefühl, wenn der schwere hölzerne Deckel sich schließt und die laute Umwelt einfach ausblendet, endlich kann man mit sich allein das Gefühl der absoluten Stille genießen und über den Sinn des Lebens nachdenken und Energie tanken um den täglichen Anforderungen des Alltags gerecht zu werden.
Natürlich ist es nicht praktikabel das eigene Bett auf Reisen mitzunehmen, wenn man nicht in der Lage ist sich einen adäquaten Leichenwagen zu besorgen in dem man sein Bett bequem transportieren kann. Deswegen muss eine geeignete Alternative her, eine Möglichkeit auch auf kostengünstigen Reisen mit dem Zug seine Ruhe zu finden. Und endlich hat die Deutsche Bahn reagiert und bietet auf größeren Bahnhöfen kostengünstige Ruhefächer nach japanischem Vorbild an und eignet sich damit als Alternative zu klassischen Schlafröhre. Die Ausstattung ist spartanisch und etwas hart, dafür aber kostengünstig und sicher. Den ganzen Artikel lesen… »



Eine ganze Zeit lang habe ich geboten und mitgefiebert, bis ich eine Ausgabe von Gothic! in den Händen halten durfte. Das Buch von Peter Matzke und Tobias Seeliger das schon im Vorfeld immer wieder als Standardwerk für die deutsch Gothic-Szene angepriesen wurde, sollte nun auch den Weg in mein Bücherregal machen. Die Szene in Deutschland aus der Sicht ihrer Macher heißt es im Untertitel und diese Aussage ist Programm. Das Buch ist Beitrags und Kurzgeschichtenmäßig aufgebaut und liest sich stellenweise wie ein Blog in Papierform.



