1 April

Kostengünstige WGT Reiseherberge für Grufties

von Robert ForstKategorie: Fundgrube6 Kommentare

Wenn man sich als Gruf­tie auf Rei­sen begibt, hat man es wirk­lich nicht leicht. Man lässt seine vier Wände ein­sam und ver­las­sen zurück und tauscht die fla­ckern­den Grab­lich­ter gegen die künst­li­che und laute Umge­bung. Es ist bru­tal alles das zurück zu las­sen was einem das Gefühl ver­mit­telt zu Hause zu sein. Grab­lich­ter, Spinn­we­ben, schwarze Wände und der kleine Altar auf dem man ges­tern noch lie­be­voll ein Tier dem Fürs­ten der Fins­ter­nis opferte. Natür­lich lässt man auch sei­nen Sarg zurück, in dem man jede Nacht sei­nen wohl­ver­dien­ten Schlaf fin­det und der mit sei­nem wei­ßen und glat­ten Satin-Stoff dem eige­nen Kör­per schmei­chelt.  Was für ein schö­nes Gefühl, wenn der schwere höl­zerne Deckel sich schließt und die laute Umwelt ein­fach aus­blen­det, end­lich kann man mit sich allein das Gefühl der abso­lu­ten Stille genie­ßen und über den Sinn des Lebens nach­den­ken und Ener­gie tan­ken um den täg­li­chen Anfor­de­run­gen des All­tags gerecht zu werden.

Natür­lich ist es nicht prak­ti­ka­bel das eigene Bett auf Rei­sen mit­zu­neh­men, wenn man nicht in der Lage ist sich einen adäqua­ten Lei­chen­wa­gen zu besor­gen in dem man sein Bett bequem trans­por­tie­ren kann. Des­we­gen muss eine geeig­nete Alter­na­tive her, eine Mög­lich­keit auch auf kos­ten­güns­ti­gen Rei­sen mit dem Zug seine Ruhe zu fin­den. Und end­lich hat die Deut­sche Bahn rea­giert und bie­tet auf grö­ße­ren Bahn­hö­fen kos­ten­güns­tige Ruhefä­cher nach japa­ni­schem Vor­bild an und eig­net sich damit als Alter­na­tive zu klas­si­schen Schlaf­röhre. Die Aus­stat­tung ist spar­ta­nisch und etwas hart, dafür aber kos­ten­güns­tig und sicher. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 März

Kaltes, klares Wasser - Bettina Köster beim WGT 2010

Bild von Bettina KösterHeute wurde Bet­tina Kös­ter als Act auf dem Wave-Gotik-Treffen 2010 in Leip­zig offi­zi­ell bestä­tigt. Bet­tina Kös­ter? Etwas ungläu­big war ich bereits beim Ver­fas­sen der Zusam­men­fas­sung schwar­zer Som­mer ja schon, denn die Dame, über die John Peel mal gesagt hat sie sei die »Köni­gin der Geräu­sche«, ist jeden­falls für mich keine Unbe­kannte. Doch wer ist die bur­schi­kose Frau auf dem Bild?

Es muss wohl 1978 gewe­sen sein, als drei Frauen beschlos­sen für die weib­li­che Seite des Punk zu sor­gen und die Band Mania D zu grün­den. Bet­tina Kös­ter, Gudrun Gut und Beate Bar­tel stan­den jedoch für eine neue und expe­ri­men­tel­lere Art der Musik und waren eher Teil der auf­kom­men­den New Wave Bewe­gung, obwohl eine Ein­ord­nung auch hier schwer fällt. Als Teil einer neuen Eman­zi­pa­tion woll­ten sich die Ber­li­ne­rin­nen jedoch nicht ein­span­nen las­sen, son­dern brach­ten etwas sehr per­sön­li­ches und eige­nes an Tag, was sie schnell in Ber­li­ner Under­ground Krei­sen berühmt machte.

1981 grün­de­ten Gudrun Gut und Bet­tina Kös­ter die Band Mala­ria! und hol­ten sich Manon Pepita Duursma dazu, die als Gitar­ris­tin beim Nina-Hagen Pro­jekt OUT bereits Erfah­run­gen gesam­melt hatte. Zusam­men mit Chris­tine Hahn und Susanne Kuhnke ent­wi­ckel­ten sie dann eine sehr unter­kühlte Form des New Wave, das man spä­ter dem Dark-Wave zuord­nete und als tanz­bare Avantgarde-Musik auch in Künst­ler­krei­sen schwer ange­sagt war. Auf einer Tour­nee in Brüs­sel ent­wi­ckelte man den Song Kal­tes kla­res Was­ser als Teil eines Live-Programms, das sich aber zum Underground-Knüller ent­wi­ckelte und Mitte der 90er von den Chicks on Speed in seine popu­läre Ver­sion erho­ben wurde. Trotz ihrer musi­ka­li­schen Band­breite wur­den sie die­sen Song nie wie­der los, der so per­fekt reprä­sen­tiert, was hin­ter der neuen Deut­schen Welle wirk­lich steckt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 Februar

Schwarzer Festivalsommer 2010

von Robert ForstKategorie: Schwarze Szene2 Kommentare

Schwarzer Festivalsommer 2010Als heute die ers­ten wirk­lich war­men Son­nen­strah­len mein Gesicht tra­fen, schien mir die Frage, wel­ches Fes­ti­val ich die­ses Jahr besu­chen sollte näher als je zuvor. Doch die Aus­wahl gestal­tet sich schwie­rig. Nicht nur in ihrer Art und Weise unter­schei­den sich die Fes­ti­vals, son­dern auch in ihrer musi­ka­li­schen Aus­wahl. Wäh­rend sich das WGT unge­wohnt breit gefä­chert zeigt, sind die Haupt-Headliner der schwar­zen Szene wohl ASP, The Sis­ters of Mercy, Front 242, In Extremo, Pla­cebo und allen voran Unhei­lig, die offen­bar kei­nen Ter­min ver­säu­men möch­ten, ihr neues Album unter die Leute zu brin­gen. Der erstaun­lichste Head­li­ner sind wohl ein­deu­tig die Sis­ters of Mercy, die es trotz  Jah­ren ohne neues Mate­rial immer noch schaf­fen, zu bes­ten Zeit auf der Bühne zu ste­hen. Auch viele auf­ge­löste Bands geben sich zu die­sen Zei­ten eine neue Chance und über­ra­schen das Lin­eup mit fas­zi­nie­ren­den Ein­trä­gen, Gene Loves Jeze­bel, Bet­tina Kös­ter oder auch Alien Sex Fiend.

Die Aus­wahl der vor­ge­stell­ten Fes­ti­vals ist eher sub­jek­tiv und bewusst breit gefä­chert. Gen­re­o­ri­en­tierte Fes­ti­vals, wie bei­spiels­weise das mit­tel­al­ter­li­che Schlosshof-Festival oder das Burg­volk blei­ben zunächst außen vor, ebenso das rein elek­tro­nisch ori­en­tierte E-tropolis. Für eine Über­sicht aller in Deutsch­land ver­an­stal­te­ten Fes­ti­vals emp­fehle ich den Fes­ti­valhop­per. Ich habe mich bemüht, alle Künst­ler auf MyS­pace zu ver­lin­ken, damit ihr ent­spre­chende Hör­pro­ben fin­den könnt, die euch bei Unbe­kannt­heit der Band sicher­lich wei­ter­hel­fen wer­den. Feh­lende oder feh­ler­hafte Links wer­den von Zeit zu Zeit ergänzt bzw. ver­bes­sert. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 Juni

Pressestimmen zum Wave-Gotik-Treffen 2009

von Robert ForstKategorie: Schwarze Szene5 Kommentare

Wäh­rend unzäh­lige Hel­fer noch damit beschäf­tigt sind die Büh­nen abzu­bauen und die Plätze wie­der in ihren Ursprungs­zu­stand zurück­zu­ver­set­zen, buh­len die Bericht­er­stat­ter der Presse um Auf­merk­sam­keit. Da ich lei­der nicht dabei gewe­sen bin, fasse ich das 18. Wave-Gotik-Treffen mit den Pres­se­stim­men für euch zusam­men und lasse das von Kai­ser­wet­ter belohnte WGT Revue passieren.

Der MDR berich­tet in sei­ner Radio­sen­dung Figaro von einem fried­li­chen Fest der rund 20.000 Anhän­ger der schwar­zen Szene und erwähnt sehr löb­lich die Neue­run­gen, wie die Fried­hofs­füh­run­gen und das umfang­rei­che Kin­der­pro­gramm in einem sehr posi­ti­ven Licht.

Leip­zig Live das Szen­e­por­tal der Leip­zi­ger Volks­zei­tung war­tet mit eini­gen Brand­ak­tu­el­len Videos auf. Das Vik­to­ria­ni­sche Pick­nick auf der Wiese vor dem Park­schlöss­chen ist eine sehr gelun­gene und recht neue Spiel­art mit alten Ele­men­ten. Die Neo-Romantiker ver­sam­meln sich hier um sich und ihre meiste selbst­ge­schnei­der­ten Kos­tüme zu prä­sen­tie­ren. Es ist fas­zi­nie­rend zu sehen, mit wel­cher Hin­gabe hier am äuße­ren gefeilt wird und eine ange­nehme Abwechs­lung für das D-Ring geschwän­gerte Auge des schwar­zen Besu­chers. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


27 Mai

WGT - Interview mit Cornelius Brach

von Robert ForstKategorie: Schwarze Szene5 Kommentare

cornelius-brach

Schaut man mor­gen bei Google Earth auf die Stadt Leip­zig, wird wohl ein schwar­zer Fleck zu sehen sein. Nur noch wenige Stun­den, dann beginnt in das 18. Wave-Gotik-Treffen. Ein Groß­teil der schwar­zen Anhän­ger­schaft wird sich dort ein­fin­den um sich selbst und ihre Sub­kul­tur zu fei­ern. Auch diese mal wer­den sich sicher­lich wie­der über 20.000 Goh­tic begeis­terte ein­fin­den und das aus aller Her­ren Län­der. Das wohl größte Tref­fen die­ser Art hat sich auch die­ses Jahr nicht lum­pen las­sen und einige inter­es­sante Neue­run­gen mit ins Pro­gramm auf­ge­nom­men, dar­un­ter lei­der auch eine Preis­er­hö­hung. Ein Inter­view der Seite Scho­ck­kul­tur mit dem Pres­se­spre­cher des WGT, Cor­ne­lius Brach möchte ich euch nicht vor­ent­hal­ten. Für die Besu­cher des WGT ein Appe­tit­ma­cher für Nicht-Besucher ein Neid­ma­cher. Für mich hat es die­ses Jahr lei­der nicht gereicht, ich habe mich bereits im Vor­feld für das Mera Luna ent­schie­den und ein zusätz­li­cher Besuch des WGT sprengt defi­ni­tiv mei­nen geplan­ten Jah­res­haus­halt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


13 Mai

Matzke und Seeliger: Gothic!

von Robert ForstKategorie: WortkunstKeine Kommentare

Eine ganze Zeit lang habe ich gebo­ten und mit­ge­fie­bert, bis ich eine Aus­gabe von Gothic! in den Hän­den hal­ten durfte. Das Buch von Peter Matzke und Tobias See­li­ger das schon im Vor­feld immer wie­der als Stan­dard­werk für die deutsch Gothic-Szene ange­prie­sen wurde, sollte nun auch den Weg in mein Bücher­re­gal machen. Die Szene in Deutsch­land aus der Sicht ihrer Macher heißt es im Unter­ti­tel und diese Aus­sage ist Pro­gramm. Das Buch ist Bei­trags und Kurz­ge­schich­ten­mä­ßig auf­ge­baut und liest sich stel­len­weise wie ein Blog in Papierform.

Mit Bei­trä­gen von Bruno Kramm (Das Ich), Mozart (Umbra et Imago), Sven Fried­rich (Dre­ad­ful Shadows) und Tho­mas Rai­ner (L” Ame Immor­telle) sowie vie­len ande­ren nam­haf­ten Künst­lern gibt das Buch tat­säch­lich rein nament­lich einen guten Schnitt durch die schwarze Szene im Jahre 2000.

Peter Matzke  und Tobias See­li­ger machen in ihrem Vor­wort deut­lich, das es sich nicht um Kom­pen­dium han­delt das kei­ner­lei lexi­ka­li­sche Anspruch erhebt, son­dern beim dem nur die soge­nann­ten Macher der Szene zu Wort kom­men. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 März

Menschen Hautnah - Schwarzes Glück

Menschen Hautnah

Eine sehr inter­es­sante Pro­gram­man­kün­di­gung ereilte mich im Anschluss an die Tages­schau, die ich gewohn­heits­mä­ßig beim WDR gucke, da ich die Lokal­zeit eigent­lich regel­mä­ßig gucke. In der bekann­ten Reihe Men­schen Haut­nah sollte es dies­mal um die Gothics gehen, so habe ich mich hin­rei­ßen las­sen, trotz der bevor­ste­hen­den Früh­schicht am nächs­ten Mor­gen bis 22:30 durch­zu­hal­ten, denn offen­bar ist es mit Bil­dungs­fern­se­hen immer das­selbe, es kommt zu unmög­li­chen Zei­ten. Ob es sich gelohnt hat oder nicht, will ich euch nicht vor­ent­hal­ten. Zuge­ge­ben, ein paar Beden­ken habe ich gehabt, schließ­lich ist Vor­ur­teils­freies und Objek­ti­ves Fern­se­hen kein Dau­er­zu­stand in der deut­schen Fern­seh­land­schaft. Das ich mich irren würde konnte ich nicht ahnen, musste aber nach den 45 Minu­ten zuge­ben, das sich davon jede Minute gelohnt hat. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Januar

Mera Luna 2009

von Robert ForstKategorie: Dunkle Klänge4 Kommentare

mera luna 2009

Hatte ich eigent­lich schon den Fes­ti­valsom­mer 2009 erwähnt? Mich dünkt, ich habe das bis­lang ver­säumt. Wie jedes Jahr picke ich mir auch die­ses Jahr wie­der ein Fes­ti­val her­aus, das ich im Som­mer besu­chen möchte. Nach­dem ich 2008 das fri­sche Blackfield-Festival besucht habe, fiel die Ent­schei­dung für 2009 auf das Mera Luna Fes­ti­val. Nein, eigent­lich hat Spon­ti­li­en­chen mir die Ent­schei­dung abge­nom­men und mir (uns) Tickets zu Weih­nach­ten geschenkt.

Soll ja das Fes­ti­val nach dem WGT in Leip­zig sein und so bin ich eini­ger­ma­ßen gespannt, schließ­lich ist damit Mera Luna Pre­miere. Das Lin­eup (ist neu­deutsch für die Liste der auf­tre­ten­den Künst­ler) ist noch in der Schwebe, zuge­sagt haben aber bis jetzt: Sub­way to Sally (yeah, schö­ner Mit­tel­al­ter­rock), Peter Hepp­ner (ob er Solo an Wolfs­heim her­an­kommt?), Zer­a­phine (sehr lecker), Unto­ten, Schel­mish (nicht zu unter­schät­zen, hab die schon 2 mal Live gese­hen, die gehen ab), The Crüx­sha­dows (erfolg­reich, wenn auch umstrit­ten, ich mag sie), Ash­bury Heights (Auf die ich schon sehr Neu­gie­rig bin), Vel­ja­nov (Sän­ger von Deine Lakeien) und die Apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ter (kenne ich noch nicht, bin gespannt). Den gan­zen Arti­kel lesen… »