17 Oktober

Spontis Wochenschau #33

Kategorie: Wochenschau4 Kommentare

Spontis WochenschauEin schwarze Woche! Nicht nur das Wet­ter wird wie­der dunk­ler, auch meine Frei­zeit­be­schäf­ti­gung. Nach­dem ich eine große Ladung gebrauch­ter Bücher mein Eigen nen­nen darf, bin ich wie­der ein wenig abge­taucht in die Welt düs­ter gefärb­ter Lite­ra­tur. Am Mitt­woch dann habe ich dann ein paar fri­sche Pikes auf der Insel bestellt um an Don­ners­tag gleich wie­der das alte Paar über die Tanz­flä­che zu schie­ben, inklu­sive mei­nem Kör­per. Und jetzt sitze ich vor dem schwar­zen Com­pu­ter, bin von einer unglaub­li­chen Wolke Patchouli umge­ben die ein auf­ge­stell­tes Räu­cher­stäb­chen pro­du­ziert, das Grab­licht fla­ckert im Fens­ter, über die Kopf­hö­rer wum­mert der Plain­song von The Cure und lei­der gibt es wirk­lich wie­der viel zu wenig schwar­zes für eine wirk­lich schwarze Wochen­schau, oder ich bin noch nicht dar­auf gesto­ßen wor­den. Aber Genüg­sam­keit ist eine Tugend und die vor­ge­stell­ten Links sind alles andere als bei­läu­fig. Ein beson­de­rer Dank gilt übri­gens Post­punk, der die neue Kontakt-Seite ent­weiht hat und eben­falls einen Link beige­steu­ert hat. Danke Olaf! Den gan­zen Arti­kel lesen… »


6 Oktober

Es muss nicht immer Halloween sein - Noch 25 Tage bis...

Kategorie: Vernetzt2 Kommentare

Der Tag der Toten Den gan­zen Arti­kel lesen… »


4 Oktober

Musikperlentaucher - Tauchgang #16

Kategorie: Dunkle Klänge2 Kommentare

The Jesus and Mary Chain - Head On

Brü­der haben in den eng­li­schen Musik­tra­di­tion eine lange Geschichte. 1984 grün­de­ten die Brü­der Jim und Wil­liam Reid zusam­men mit einer recht unru­hi­gen Band­be­set­zung The Jesus and Mary Chain. Ihr eigen­sin­ni­gen Cha­rak­tere habe sie dabei nie ver­steckt, Spuck­at­ta­cken auf Jour­na­lis­ten und Foto­gra­fen, sowie Gigs mit 10 minü­ti­gen Geräusch­ku­lis­sen sorg­ten zunächst für Schlag­zei­len in der eng­li­schen Musik­presse. Spä­ter ver­schrei­ben sie sich dem Sho­ega­zing und betei­li­gen sich an der auf­stre­ben­den Indie-Kultur. Ver­ein­nah­mung passt wohl hier ganz gut, denn Waver und Gruf­ties schätz­ten ihre Klas­si­ker glei­cher­ma­ßen. Hier das Stück »Head On« von 1990.

Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 September

Spontis Wochenschau #30

Kategorie: Ansichtssache3 Kommentare

Spontis WochenschauMit­ten­drin statt nur dabei. So könnte das Motto die­ser Aus­gabe der Wochen­schau sein, denn es ist noch lange keine Woche seit der letz­ten Aus­gabe vor­bei. Ursprüng­lich war ja auch mal geplant, das die Num­mer des Aus­gabe mit der Kalen­der­wo­che überein­stimmt — doch natür­lich kam es anders als es ist, denn auf­merk­sa­men Lesern wird nicht ent­gan­gen sein, das wir bereits die 38. Kalen­der­wo­che schrei­ben. Super­man ist ein­fach solange und so schnell um die Erde geflo­gen, bis sich die Zeit rück­wärts drehte, so ein­fach war das, vor­aus­ge­setzt man wäre eben­falls auf einem ande­ren Pla­ne­ten zur Welt gekom­men. Und obwohl ich mich manch­mal so fühle, bin ich den­noch hier gebo­ren und von grü­nem Kryp­to­nit wird mir auch nicht übel. Macht aber nicht, ich werde flei­ßig sein und die ver­lo­rene Zeit locker wie­der rein holen, behaupte ich jetzt ein­fach mal so. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 September

Spontis Wochenschau #29

Spontis WochenschauMän­ner­abende. Sol­che Abende funk­tio­nie­ren bei mir meist nach dem glei­chen Mus­ter, man(n) trifft sich und hul­digt unver­blümt sei­ner Lei­den­schaft, den Fil­men. Ent­we­der als DVD bei Pizza oder Chips — oder im Kino bei Pop­corn und Cola. So wollte ich dann das jüngste Tes­to­ste­ron Meis­ter­werk »The Expen­da­bles« mit typi­schen Män­ner­lau­ten neu syn­chro­ni­sie­ren, doch lei­der war das Kino zu leer… Kein Scherz. 3 Wochen nach­dem der Film in den Kinos ange­lau­fen ist, spricht schon kei­ner mehr davon, was noch viel schlim­mer ist, er läuft nur noch in aus­ge­such­ten Kinos. Doch nichts sollte uns abhal­ten, wir sind schließ­lich Män­ner.  Im Kino­foyer dann gäh­nende Leere und an der Kasse eine Über­ra­schung: »Es sind noch nicht genug Zuschauer da, wir zei­gen den Film erst ab 10 Besu­chern.« Was zunächst wie ein schlech­ter Manta-Witz klang (wo 17 Man­ta­fah­rer vor dem Kino war­ten weil der Film erst ab 18 ist) ent­puppte sich als bit­tere Rea­li­tät. So war­te­ten wir. Als wir gegen 20:00 dann 6 Leute waren und die Stim­mung zu kip­pen drohte, boten wir an jeweils 2 Kar­ten zu neh­men, doch lei­der ließ sich die Dame hin­ter der Kasse nicht erwei­chen. Glück­li­cher­weise tru­delte dann auf den letz­ten Drü­cker noch ein 4er Grüpp­chen ein, so das wir letzt­end­lich dann doch den Film sehen konn­ten — doch zurück bleibt ein bit­te­rer Nach­ge­schmack. Sind Filme zum Weg­werf­pro­dukt ver­kom­men? 1 Woche Lauf­zeit und dann auf die DVD war­ten? Die Film­in­dus­trie beschwert sich über die Gewinn­ein­bu­ßen durch Raub­ko­pie­rer, lei­der räumt sie aber auch nur kurze Mög­lich­kei­ten ein tat­säch­lich dafür zu bezah­len. Genug Gedan­ken, wei­ter mit den Links: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 September

Videos: Vom Teufelsberg und anderen mythischen Orten

Ver­las­sene Plätze üben schon immer eine ganz beson­dere Fas­zi­na­tion auf mich aus, ebenso wie im All­tag ver­steckte Mythen und Geschich­ten, die sich oft­mals um diese Plätze ran­ken. Der ame­ri­ka­ni­sche Schuh­her­stel­ler Pal­la­dium hat sich in einer »Explo­ra­tion« Serie jetzt einige die­ser Plätze ange­nom­men und dar­über jeweils eine span­nende Doku­men­ta­tion gedreht. Mit von der Par­tie auch ein Bei­trag aus Deutsch­land, die sich um den »Teu­fels­berg« in Ber­lin dreht, der vor dem Mau­er­fall eine zen­trale für Inter­na­tio­nale Spio­nage war. Ursprüng­lich ein natio­nal­so­zia­lis­ti­sches Pro­jekt der »Welt­haupt­stadt Ger­ma­nia«  nutze man das Gelände nach Ende des Krie­ges zum abla­den von Trüm­mern des zer­bomb­ten Ber­lins — der Teu­fels­berg ent­stand. Nach dem Krieg nutzte man das Gelände, um den Schutt des zer­stör­ten Ber­lin auf­zu­schüt­ten, über 22 Jahre lang sorgte man so für den Aus­bau des ber­gi­gen Gelän­des, der nach Been­di­gung der Maß­nah­men mit rund 1 Mil­lio­nen Bäu­men bepflanzt wurde. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


16 September

Ohne Worte: He was a Teenage Werewolf

»You know, I have puberty rights, and I have puberty wrongs, No one under­s­tood me, All my teeth were so long, And no one made me stop…« Sein Herz stoppte ihn. Lux Inte­rior, Sän­ger der Cramps starb 2009 im Alter von 60. He was a Teen­age Wer­e­wolf. (via classicrockmagazine.com)


10 September

Here comes the Rain again

Kategorie: Ansichtssache11 Kommentare

Der Som­mer scheint vor­bei zu sein und wie­der sin­gen belang­lose Zei­tun­gen und Gesprä­che die glei­che Melo­die. Wo ist die Sonne hin? Wird sie noch ein­mal wie­der­kom­men? Was soll der Regen? Regen scheint in unse­rer Brei­ten sowieso ein Syn­onym für Trau­rig­keit, schlechte Laune und Melan­cho­lie zu sein.  »Gutes Wet­ter« defi­niert sich nur durch den Son­nen­schein, aber von dem bitte nicht zu viel und vor allem, nicht zu warm. Ein kul­tu­rel­les Desas­ter, denn wäh­rend wir bei uns zum Regen »schlech­tes Wet­ter« sagen, tanzte man bei afri­ka­ni­schen und india­ni­sche Völ­kern häu­fig für sel­bi­gen. Aber wir waren immer schon anders als die ande­ren, denn obwohl wir im Schnitt mehr Regen– als Son­nen­tage haben, fah­ren wir im euro­päi­schen Ver­gleich fast die meis­ten Cabrios, mehr davon fah­ren nur noch die Bri­ten, die bekann­ter­ma­ßen auch kein Land der Sonne haben

Regen hat aber auch eine roman­ti­sche Seite, seien wir ehr­lich — vor allem für den Gruf­tie. Das liegt viel­leicht in sei­nem Zusam­men­hang mit den Ein­gangs erwähn­ten Eigen­schaf­ten: Trau­rig­keit wird uns Nach­ge­sagt, Ernst­haf­tig­keit wird mit schlech­ter Laune ver­wech­selt und Melan­cho­lie ist ein Teil unse­rer Lebens­phi­lo­so­phie. Das liegt natür­lich zum einen an der Sym­bo­li­schen Kraft des Regens für Trau­rig­keit »No rain can wash away my Tears, no Wind can soo­the my pain.« als auch an der zusätz­li­chen Zeit, die uns der Regen beschert. Das ein­zig Nega­tive am Regen ist auf Äußer­lich­kei­ten fixiert — es ist der Rinn­sal von gelös­tem Haar­spray, der in den schwarz umran­de­ten Augen brennt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 September

Laufzeitverlängerung

Viel­leicht spiele die eige­nen Erfah­run­gen der Jugend eine Rolle, als man 1986 Spiel­plätze absperrte und den Salat aus den Ver­kaufs­re­ga­len der Läden nahm. Viel­leicht ist die seit über 20 Jah­ren andau­ernde Dis­kus­sion über den Aus­stieg aus der Kern­en­er­gie ermü­dend gewor­den. Wir resü­mie­ren:  Einige Atom­mei­ler ste­hen seit rund 40 Jah­ren und pro­du­zie­ren, obwohl sie anschei­nend unzu­rei­chend geprüft wer­den, wei­ter­hin Ener­gie mit einem unglaub­li­chen Wir­kungs­grad von 30–40%. Die Ener­gie­kon­zerne gewin­nen immer noch, Poli­tik wird offen­sicht­lich nicht im Bun­des­tag gemacht, son­dern in den Vor­stand­sit­zun­gen deut­scher Ener­gie­kon­zerne. Tscher­no­byl wird gerne als Argu­ment abge­wer­tet, weil so etwas in Deutsch­land ja nie­mals pas­sie­ren könne. Sagt man. Wie es so rund um den rus­si­schen Atom­mei­ler aus­sieht, haben 2005 ein paar Ama­teur­fil­mer auf­ge­zeich­net, The Sil­ver Dub­ber hat dazu einen düs­te­ren Ambi­ent Sound auf­ge­legt, der bes­ser nicht pas­sen könnte. Viel­leicht pas­sen­der als eine Dis­kus­sion um Geld und Macht durch eigene Gedan­ken zu kontaminieren.


(via Kraft­fut­ter­mi­sch­werk)


25 August

Wie aus "Hammer Horror" Gothic wurde

Kategorie: Schwarze Szene9 Kommentare

Immer dann, wenn man in der Geschichte des Gothic gräbt, lau­fen einem die Hammer-Filme über den Weg, die zwi­schen den 50ern und den frü­hen 70ern ent­stan­den sind und nicht unbe­dingt zu den groß­ar­tigs­ten Fil­men der Film­ge­schichte zäh­len son­dern wegen ihrer Qua­li­tät schnell in ein eigens dafür geschaf­fe­nes Genre gesteckt wur­den, die B-Movies. Kurio­ser­weise ist die Wir­kungs­zeit der Filme die Geburts­stunde vie­ler spä­te­rer Musi­ker, von denen einige aus ihren Erin­ne­run­gen daran Ein­flüsse in Sti­lis­ti­scher und Ästhe­ti­scher Hin­sicht mach­ten. Doch wie lässt sich Hammer-Horror und Gothic in sti­lis­ti­scher Hin­sicht unter einen Hut bringen?

Kate Bush ver­öf­fent­lichte 1978 ihr Sin­gle­de­büt und bediente sich Emily Bron­tes Saga »Die Sturm­höhe«, die in den kah­len Hoch­moo­ren York­shires zur Win­ter­zeit spielt und mit allem aus­ge­stat­tet war, was wir heute als Gothic bezeich­nen wür­den. »Wut­he­ring Heights« ist aber auch ohne den lite­ra­ri­schen Bezug ein frü­hes Genre-Meisterwerk, auch wenn es unge­wöhn­lich und anders erscheint. Das Werk blieb von der Kri­ti­kern ver­kannt, erst ihr Album Lion­he­art ver­half ihr zum Durch­bruch, auch wenn sie in einem völ­lig ande­ren Genre agierte.

Doch Kate Bush scheint die erste Ver­bin­dung zu »Ham­mer Hor­ror« zu sein, denn die­ses Stück von Album »Lion­he­art« war ihr Tri­but an die Film­stu­dios, die mit ihren scho­ckie­ren­den Bil­lig­pro­duk­tio­nen eine Zeit lang zum Dau­er­bren­ner des bri­ti­schen Fern­se­hen wur­den, der die Filme regel­mä­ßig an Frei­tag­aben­den auf den Schirm brachte. Der Titel selbst ent­stand 1976 und ist auf einem frü­hen Demo zu hören, das in Bush-Fan-Kreisen als The Cathy Demos in Umlauf ist. »Ham­mer Hor­ror« erschien schließ­lich auf dem bereits erwähnte Album Lion­he­art. Den gan­zen Arti­kel lesen… »