3 Februar

Schlichte Eindringlichkeit: Embrace Life

von Robert ForstKategorie: Vernetzt7 Kommentare

Ein wenig ver­wun­dert war ich ja schon, als ich ein Video über die Zweck­mä­ßig­keit des Anschnal­lens gefun­den habe. Schließ­lich gehört das doch zur täg­li­chen Rou­tine, oder etwa nicht? Die Gefähr­lich­keit liegt in der Rou­tine, denn wie oft schnallt man sich an, ohne das etwas pas­siert? Ist es nicht läs­tig für den kur­zen Heim­weg den Gurt anzu­le­gen? Außer­dem schnei­det der Gurt doch unan­ge­nehm ein und behin­dert furcht­bar beim fah­ren, oder? Auf dem kur­zen Stück wird schon nichts passieren.

Doch wer jetzt ein stei­fes, lang­wei­li­ges Video im Stil des 7.Sinn erwar­tet wird über­rascht oder ent­täuscht, je nach Sicht­weise. Die sim­ple Schön­heit des Videos geht näher als man zunächst erwar­ten mag, die ein­zel­nen Ele­mente der Insze­nie­rung pas­sen so har­mo­nisch zusam­men das keins von ihnen feh­len dürfte. Und genau das scheint ein gelun­ge­nes Rezept zu sein um eng­li­schen Gurt­muf­feln den Lebens­ret­ter näher zu brin­gen. Sus­sex Safer Roads, der Initia­tor des Videos scheint selbst über­rascht vom Erfolg : »Embrace Life – the Sus­sex Safer Roads Partnership’s seat belt advert – has gone glo­bal and smas­hed through 250,000 views.and has been invi­ted to appear on French natio­nal TV and at the Ted.Com Con­fe­rence in Cali­for­nia next week.« Mitt­ler­weile eilt es mit gro­ßen Schrit­ten auf eine halbe Mil­lio­nen Zugriffe und zeigt das es ent­we­der aktu­el­ler ist als man dachte oder schö­ner als man sich vor­stel­len könnte. Trefft eure Ent­schei­dung selbst: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 Februar

Bestellung bei Starbucks

von Robert ForstKategorie: Vernetzt27 Kommentare

Vanilla Latte TallDie ame­ri­ka­ni­sche Inva­sion der Fast-Everything Ket­ten ist seit McDo­nalds wohl nicht mehr zu stop­pen. Vor eini­ger Zeit mach­ten sich dann auch Kaffee-Läden breit, die zwar kaum noch ech­ten Kaf­fee im Ange­bot hatte, dafür aber gefühlt 241 Kom­bi­na­tio­nen von Misch­ge­trän­ken. Star­bucks war da und nicht mehr weg­zu­den­ken. Der legen­däre Caffee-to-go trat sei­nen Sie­ges­zug an und war nicht mehr auf­zu­hal­ten. Mitt­ler­weile das 1970 gegrün­dete Unter­neh­men 14.400 Fil­lia­len auf der gan­zen Welt, vor­wie­gend in Metropolen.

Nicht das einer mich falsch ver­steht, ich mag die hei­ßen Getränke. Immer wenn ein Star­bucks in der Nähe ist, lasse ich mich zu einem Getränk hin­rei­ßen obwohl ich mir bewusst bin, das der eigent­li­che Sinn des Kaf­fees ver­lo­ren geht und ich nur ein über­teu­er­tes und mit Zusatz­stof­fen voll­ge­pump­tes Pro­dukt kaufe. Ich finde es trotz­dem klasse. Bestellt man bei­spiels­weise im Aus­land, wie ich in Lon­don, muss man sich dar­auf gefasst machen einige unan­ge­nehme Fra­gen über sich erge­hen zu las­sen. Ein­fach mal schnell a »Cup of Coffe« ist nicht drin. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Januar

Cooltour - Zur Jugendszene 1985

Cover des Videos CoolturKöln, Alter War­te­saal. Die in fades Licht gehüllte Tanz­flä­che ist dicht von den soge­nann­ten Gruf­ties besie­delt, Fri­su­ren for­men ein erstaun­li­ches Bild das der Sky­line eine Metro­pole ähnelt. Glo­cken­ge­läut und der Klang einer Orgel bil­det den Eröffnungs-Choral in der Sams­tags Disco des Alten War­te­saals in Köln. Der Chor der nun die ehr­wür­di­gen Mau­ern unter den Glei­sen des Haupt­bahn­hofs zu Köln durch­flu­tet wirft ein bizar­res Licht auf die Men­schen die sich im Schein der bun­ten Lam­pen tum­meln. Sollte das etwa eine beson­ders moderne Form der christ­li­chen Glau­bens­aus­übung sein?

Für den Außen­ste­hen­den ist die Kom­bi­na­tion aus schwe­ren Kreu­zen, die man als Schmuck trägt und den größ­ten­teils schwar­zen Kla­mot­ten schwer zu ver­dauen. Für die Jugend­li­chen, die sich an die­sem Sams­tag Abend in der Dis­co­thek tref­fen ist es das ganz eigene Ver­ständ­nis von Ästhe­tik und nur Mit­tel zum Zweck die Auf­merk­sam­keit sei­nes Umfelds auf sich zu len­ken. Madonna hat es schließ­lich in ihrem 84er Video zu Like a Vir­gin vor­ge­macht, Billy Idol bringt mit sei­nem Video zu White Wed­ding die Sze­ne­ty­pi­schen Stil-Elemente auf den Punkt. Ein häm­mern­der Beat und sprü­hende Fun­ken zerei­ßen die andäch­tige Stim­mung, die Jugend­li­chen tan­zen wild zum trei­ben­den Rhyth­mus der Musik…

Fol­gen die Künst­ler nun der Strö­mung der Jugend, oder iden­ti­fi­zie­ren sich die Kids vor der Bühne mit den Künst­lern in dem sie ihren Style auf­neh­men? Die Frage lässt sich nicht abschlie­ßend klä­ren, doch das ist auch nicht das, was Tho­mas Schmitt mit sei­nem Film errei­chen möchte. Die Ein­lei­tung erklärt: »…Kids aus der Samstags-Disco des Alten War­te­saals, die schril­ler und exo­ti­scher gestylt denn je „No Future“ blöd fin­den und auf eine gere­gelte Zukunft hof­fen. „Etwas rich­ti­ges wer­den“ wol­len sie alle – am liebs­ten Mode­de­si­gner. Pro­test ist passé auch bei den jun­gen Kul­tur­schaf­fen­den aus der Sze­ne­kneipe Wave… ». Fünf Jahre zuvor, also 1980 drehte Schmitt ein Video mit dem Titel Ran­dale & Liebe, das die deut­schen Aus­läu­fer der Punk-Bewegung zeigt, die mit ihrem Pro­test die Fes­seln der eige­nen Ver­gan­gen­heit abschüt­teln wol­len und hof­fen das kalte und graue Sys­tem mit Pro­test zu ihren Guns­ten zu len­ken. Die Jugend 1985 zeigt da ein ande­res Bild und ist offen­bar auf ihr Aus­se­hen fixiert und schert sich nicht mehr um poli­ti­sche Inhalte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 Januar

Die Wolkenfabrik

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache7 Kommentare

»Tief im Wes­ten, wo die Sonne ver­staubt, ist es bes­ser, viel bes­ser als man glaubt…« sang Grö­ne­meyer zu sei­nen bes­se­ren Zei­ten und hul­digte damit der Stadt, in der er auf­ge­wach­sen war. Doch noch wei­ter im Wes­ten sieht es nicht viel bes­ser aus, denn am Nie­der­rhein sor­gen unzäh­lige Braun­koh­le­kraft­werke eben­falls für viel Schat­ten. Die Wol­ken­fa­bri­ken sor­gen durch ihren rie­si­gen Kühl­türme für weit­hin sicht­bare Wol­ken­land­schaft und tau­chen das Land auch bei schöns­ten Son­nen­schein in ein dif­fu­ses Licht, das in den Abend­stun­den für eine bedrü­ckende Stim­mung sorgt und die Men­schen ver­an­lasst die Stim­mung des Son­nen­un­ter­gangs mit einer ver­korks­ten Ansicht von Indus­trie­ro­man­tik zu ver­wech­seln. Es ist erdrü­ckend, wenn die heiße Sonne des Tages im Schweif der Schorn­steine ver­sinkt und die Täler des Tage­baus für Minu­ten in ein gol­de­nes Licht taucht, wäh­rend der Braun­koh­le­staub wie­der ein­mal die Sicht der Brille einschränkt.

Schon immer habe ich mich gefragt, wie man das jeman­dem ein­drucks­voll ver­mit­teln kann der so etwas nur aus dem Fern­se­hen kennt.  Diese Frage hat Jeff Grewe bei vimeo für mich beant­wor­tet in dem er einen Film von einem Koh­le­kraft im Zeit­raf­fer schnei­det und ihn dabei mit der Musik des Horror-Klassikers Shi­ning hüllt. Obwohl das Video poli­tisch rüber­kommt, ist seine Inten­tion eine künst­le­ri­sche. Ich finde es ein­fach nur gru­se­lig. Ruhig mal 1:29 Zeit neh­men, wir­ken las­sen und dann seine Gedan­ken in den Kom­men­ta­ren ver­ewi­gen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


9 Januar

Jetzt helfe ich mir selbst: Tätowierte Augäpfel

von Robert ForstKategorie: Fundgrube18 Kommentare

Wie ich schon 2008 berich­tete schlei­chen sich immer wie­der neue Trends in die Body-Modification-Szene, wie bei­spiels­weise das Aug­ap­feltat­too. Dabei wird eine ent­spre­chende Farbe mit Hilfe einer Nadel in den Aug­ap­fel gebracht, die dann den sonst wei­ßen Aug­ap­fel dau­er­haft färbt. Das die Ärzte davor war­nen, erhöht nur den Reiz für den laten­ten Kör­per­ver­än­de­rer: »Für den ris­kan­ten Ein­griff fin­det Dr. Böhme deut­li­che Worte: »Wer sein kost­bars­tes Sin­nes­or­gan ris­kiert, um anders­ar­tig aus­zu­se­hen, benö­tigt wahr­schein­lich psy­cho­lo­gi­sche Hilfe.« Unrecht haben die Ärzte natür­lich nicht, aber Pier­cings, Tattoo’s oder auch Bran­dings fal­len wohl alle unter diese Kategorie.

Doch jetzt mach” ich es mir selbst, lau­tet die Devise in eini­gen US-Amerikanischen Gefäng­nis­sen. So haben sich die bei­den Prot­ago­nis­ten des Videos selbst hin­ge­setzt und sich die Nadel ins Auge gerammt. Der Drang zu Indi­vi­dua­li­tät kennt offen­bar keine Gren­zen. Wäh­rend man vor 100 Jah­ren mit einer Täto­wie­rung oder einem Ohr­ring schon als Außen­sei­ter galt oder der Punk in den spä­ten 70ern die Klei­der­ord­nung auf den Kopf stellte ist heute viel mehr nötig, um die Leute zu scho­cken und sich von den ande­ren abzu­he­ben, auch wenn es dabei um die Augen geht. Schließ­lich ver­kom­men die so belieb­ten Kon­takt­lin­sen, die sich auch in der schwar­zen Szene gro­ßer Beliebt­heit erfreuen, mit die­sem Trend zum Kindergartenstyling.

Kurios übri­gens, da der Link mit dem das Video dar­ge­stellt wird, auf der Seite einer Tatöwierungsentfernungs-Klink endet. Denn eins ist sicher, eine Laser­be­hand­lung würde hier nicht mehr hel­fen und das Risiko der Erblin­dung nur noch wei­ter stei­gern. Viel­leicht wie­der ein neuer Trend? Ich hatte Augapfel-Tattoss und hab” sie mir ent­fer­nen las­sen! Echt? Krass! Den gan­zen Arti­kel lesen… »


7 Januar

ZDF Doku: Schwarz vor Augen

Ver­glei­che ich die Medi­en­be­richte über die Gothic-Szene der letz­ten 20 Jahre vor dem geis­ti­gen Auge, fällt mir auf, das die Skep­sis und Ableh­nung einer Art von Auf­merk­sam­keit und Akzep­tanz gewi­chen ist, die zwar immer gewünscht wurde, aber letzt­end­lich die Szene ihrer Grund­lage beraubt. Auf dem ZDF Info­ka­nal gab es 2009 eine Mini­reihe zu den Jugend­kul­tu­ren in Deutsch­land, in der man sich den größ­ten Jugend­kul­tu­ren wid­met und diese ver­sucht dar­zu­stel­len. In dem Bericht Schwarz vor Augen geht es um die Gothic-Szene. Grund genug, einen Blick dar­auf zu werfen.

Gleich das erste State­ment der Szene beschreibt eigent­lich das Vor­der­grün­dige Pro­blem: »Die Gothic-Szene ist nach wie vor eine der häu­figs­ten miss­ver­stan­de­nen Jugend­kul­tu­ren. Szene-Anhänger erfah­ren immer wie­der Dis­kri­mi­nie­run­gen und wer­den fälsch­lich mit Vor­ur­tei­len wie Todes­sehn­sucht oder Sata­nis­mus kon­fron­tiert.« Aber das gilt nicht nur für die breite Öffent­lich­keit, son­dern auch für die Medien. Denn hier wird das mitt­ler­weile akzep­tierte Ver­hal­ten der Lächer­lich­keit preis­ge­ge­ben in dem man die Sen­sa­ti­ons­geil­heit der Men­schen befrie­digt, jeden­falls bei den pri­va­ten Sen­dern. Ob es die öffentlich-rechtlichen mei­ner Mei­nung nach bes­ser machen und ihren Bil­dungs­auf­trag erfül­len, wird sich her­aus­stel­len. »Die Szene ent­stand Anfang der 1980er Jahre aus dem Post-Punk und New-Wave Umfeld. Zu den ers­ten Szene-Bands gehör­ten »The Cure« und »Sioux­sie and the Bans­hees«.« Wenn man so möchte, stimmt das natür­lich. Hier zitiert man eigent­lich nur die Presse, die sei­ner­zeit den Begriff Gothic erst schuf und Bands der Zeit die­ser Kate­go­rie ein­fach zuord­ne­ten. Die Wahr­heit ist das natür­lich nicht. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


23 Dezember

London 1987 - Ghouls and Gothics

von Robert ForstKategorie: Vernetzt6 Kommentare

Die YouTube Spür­nase Pixella Panik hat wie­der zuge­schla­gen und ein Video aus dem Jahre 1987 aus­ge­gra­ben, in dem es um die Lon­do­ner Gothic-Szene geht. Obwohl der Spre­cher von einer neuen Jugend­be­we­gung spricht, haben die Prot­ago­nis­ten des Wer­kes ihre Jugend schon län­ger hin­ter sich gelas­sen, aber gut, das kön­nen auch Wahr­neh­mungs­feh­ler sein.

Stil­echt beginnt die Repor­tage dann auch auf einem Fried­hof, den ich jetzt mal Pau­schal den Magni­fi­cent Seven zuordne, einem der 7 gro­ßen Fried­höfe des 19. Jahr­hun­derts die schon immer Treff­punkt für aller­lei kuriose Gestal­ten gewe­sen ist. Wilf­red Ernest Fir­min­ger ant­wor­tet dann auch auf die Frage, ob er sich als Gothic beschrei­ben las­sen würde (2:22) : »Nein, ich würde mich als Vam­pire beschrei­ben.« Unter­stützt wird seine behaup­tung dann durch zahl­rei­che Attri­bute: Ange­spitzte Fin­ger­nä­gel und eben­falls spitze Eck­zähne zu Kajal umran­de­ten Augen, die mit grauem Lid­schat­ten noch­mals in Szene gesetzt wer­den. Der Screa­ming Mas­ter  der dunkle Lesung Sean Cro­nin ver­sucht dann die Beschrei­bung auf eine mehr sach­li­che Ebene zu len­ken und kon­sta­tiert (2:38): »Die Punks der spä­ten 70er waren auf  der Suche nach einer Aus­drucks­form mit mehr Style und Finesse, weni­ger die aggres­sive Ader mehr eine krea­tive Ader.« Völ­lig rich­tig zusam­men­ge­fasst mein lie­ber Sean.

In einem Laden auf der Cam­den High Street hockt dann auch tat­säch­lich Dave Vanian von The Dam­ned in der Ecke (2:56) und prä­sen­tiert seine eigene, schwarze Kol­lek­tion. »Der Markt für böse Klei­dung wächst«, behaup­tet die Spre­che­rin. Schade das es das ein­zige ist was Ende der 80er von den klas­si­schen Gruf­ties noch wächst, ein paar Jahre spä­ter wird es sehr ruhig um diese Kul­tur. Vanian erklärt dann der Repor­te­rin das die vie­len Toten­köpfe, die die Men­schen ver­wir­ren nur die Ober­flä­che sind und eigent­lich viel mehr dahin­ter steckt. (3:29) Eine inter­es­sante Tat­sa­che, denn heute ist unter der Ober­flä­che nicht mehr viel zu fin­den, schließ­lich sind Toten­köpfe und schwarze Kla­mot­ten im Main­stream ange­langt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 November

...die sind eben so - Jugend 83

Die sind eben soIch bin ja immer auf der Suche nach den Quellen der Vorurteile und nach den Subkulturen der Neuzeit und immer wieder fasziniert, was sich so alles entdecken lässt. Fußball ist ja bekanntlich der Deutschen liebster Sport, unzählige Anhänger in allen Jahrzehnten sprechen eine deutliche Sprache. Fußballfans werden sie genannt. Sie stehen treu zu ihrem Verein, fiebern, zittern und feiern in alle Lebenslagen. Sie tragen das Geld in die Kassen der Vereine und sorgen erst für die typische Stimmung in einem Stadion, die wirklich atemberaubend ist, davon habe ich mich selbst einige male überzeugen können.

Natürlich gibt es auch eine dunkle Seite des Fußballs, die mit den Hooligans und der dritten Halbzeit ihre Höhepunkte feiern. Klar das dieser "Trend" aus dem Mutterland alles Szenen, aus England stammt, in denen die Hooligans schon in den 70er ihr Unwesen trieben. Ziel dieser Fans: Adrenalin aufbauen und auch gleich wieder abbauen, körperlich. In der dritten Halbzeit trifft man sich mit rivalisierenden Hooligans aus anderen Städten und kloppt sich auf die Mütze. Meist außerhalb des Stadions. Das es sich dabei nicht immer um hirnlose Volltrottel handelt, habe ich gelernt. Manche machen das ganz bewusst und haben auch noch Spaß dran.

Es gibt spezielle Konstellationen in der Bundesliga, die besonders prickelnd sind, gerade weil sie in der Vergangenheit immer wieder traurige Höhepunkte setzen. Borussia Mönchengladbach gegen den 1.FC Köln beispielsweise, oder auch Borussia Dortmund gegen Schalke 04. Von diesem Ruhrpottderby handelt auch die Dokumentation "...die sind eben so" aus dem Jahre 1983.

Zwischen Krawallen und Schlägereien in beiden Lagern zeigt man auch Fanclubs beider Seiten, die in ihren Vereinsheimen ihre Meinung zum Besten geben, die mit Verlaub gesagt, sprachlos macht. "Das ganze blau-weiße Getümmel», so ein Fan von Dort­mund über Schalke, »sollte man ein­fach aus­rot­ten.« Und ein Schal­ker Fan meint: »… das Emblem, der Toten­kopf mit Stahl­helm, soll ein biss­chen an die SS erin­nern, da wir poli­tisch fast alle total rechts gerich­tet sind. Wir has­sen Aus­län­der wie die Pest, weil sie zu viel hier sind und wol­len den dicken Mecki hier machen, genau wie die Dort­mun­der.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 November

Blogparade: Gecovert!

plattencoverMit Cover­ver­sio­nen ist es wie mit Kaviar. Geschmacks­sa­che. Die einen fin­den Kaviar lecker, die ande­ren ein­fach nur eklig. Natür­lich gibt es auch die, die Kaviar angeb­lich lecker fin­den, obwohl sie ihn eigent­lich eklig fin­den und nur »lecker« sagen, weil das beson­ders deka­dent und neu­reich rüber­kommt. Cover­ver­sio­nen in der Musik gibt es schon solange es Musik gibt, eine gute Cover­ver­sion zeich­net sich mei­ner Mei­nung nach durch einen Mehr­wert aus und gibt dem ori­gi­na­len Stück das, was ihm zuvor gefehlt hat, oder macht dar­aus eine ganz eigene Inter­pre­ta­tion, manch­mal sogar etwas ganz neues. Lei­der ist es viel zu oft so, das Cover das Ori­gi­nal belei­di­gen, anstatt ihm zu schmei­cheln und manch­mal fragt man sich, warum der Künst­ler der ver­hack­stückse­lung sei­nes Ori­gi­nals zuge­stimmt hat. Obwohl es ja auch nicht immer erfor­der­lich ist, die Erlaub­nis ein­zu­ho­len, wie im Falle von Bushido, der sich ja letzt­end­lich »außer­ge­richt­lich« geei­nigt hat.

Der Beety von free­Q­net hat dazu eine Blog­pa­rade gestar­tet und möchte wis­sen, wel­che Cover­ver­sio­nen wir beson­ders gut fin­den. Cover­ver­sio­nen fin­den ist eine Sache, aber gute? Viel zu oft erlebt man eine böse Über­ra­schung wenn der geliebte Song plötz­lich geco­vert im Radio gespielt wird und damit dann die Ver­kehrs­si­cher­heit gefähr­det, falls das Radio im Auto steckt. Skep­tisch und neu­gie­rig zugleich habe ich meine Samm­lung durch­fors­tet und bin dabei an einige Exem­pla­ren hän­gen­ge­blie­ben, die einer Erwäh­nung anläss­lich die­ser Parade bedür­fen. Ich habe ein­fach mal 3 Stück her­aus­ge­pickt, viel­leicht kann ja der ein oder andere meine Wahl nach­voll­zie­hen. Wer nicht damit ein­ver­stan­den kann bis zum 30.11.2009 mal auf sei­nem Blog vor­bei­schauen und auch teilnehmen.

Begin­nen möchte ich mit Tain­ted Love von Soft Cell, eines mei­ner liebs­ten Stü­cke der 80er, das ja von Mari­lyn Man­son erneut geco­vert wurde. Im Ori­gi­nal stammt das Stück aber von ganz jemand ande­rem, näm­lich von Glo­ria Jones die es schon 1964 ins Mikro­phon hauchte. Für mich per­sön­lich kommt aber nur eine Ver­sion in Frage, näm­lich die von Marc Almond und sei­ner Band Soft Cell. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Oktober

Rap, Breakdance und Graffiti

summer of the 80sEs gibt Neuigkeiten in der Serie Summer of the 80s. In der nunmehr dritten Folge der Serie Rap, Breakdance und Graffiti widmet man sich der amerikanische Gegenströmung zur sogenannten "zweiten Invasion" der Briten.

Nachdem also Europa Anfang der 80er damit begonnen hat die USA mit einer ganzen Subkultur zu infizieren, entstehen dort ganz neue Bewegungen, die erst abseits vom Mainstream immer weiter in den Fokus einer breiteren Masse rücken. Gerade innerhalb der schwarzen Kultur entstehen neue Ausdrucksformen gegen Bandkriminalität, Rassismus und die Folgen der Sklaverei. Afrika Bambaataa wird seinem Motto "Peace, Love, Unity and Having Fun!« gerecht und beginnt damit eine schwarze Form des Punk zu eta­blie­ren. Er ani­miert unzäh­lige Jugend­li­che zum sel­ber­ma­chen des Sprech­ge­sangs zum DJ-Set der Straße.

Zu den Beats der Straße ent­wi­ckelt sich auch schnell ein eige­nen Tanz­stil der auch die Jugend­li­chen zum mit­ma­chen ani­miert, die ihr Talent nicht im Sprech­ge­sang, son­dern in der kör­per­li­chen Bewe­gung sehen. Zu der tech­ni­schen von Kraft­werk inspi­rier­ten Beats formt man Robo­ter­ar­tige Bewe­gun­gen die mit akro­ba­ti­schen Ein­lage gemischt wer­den zu einem völ­lig neuen Tanz­stil, dem Break­dance. Den gan­zen Arti­kel lesen… »