22 Dezember

Weihnachtsterror zwischen Büchern und Tee

Kategorie: Ansichtssache19 Kommentare

Ich wusste, ich hätte zu Hause blei­ben sol­len. Ich folgte jedoch dem inne­ren Ruf nach Kon­takt mit der Außen­welt, igno­rierte die Stimme der Ver­nunft und wagte mich in die Fuß­gän­ger­zone. Mal wie­der in der Aus­lage der Buch­hand­lung stö­bern, den hei­mi­schen Tee-Vorrat auf­fül­len oder viel­leicht eine spie­le­ri­sche Herausforderung?

Wie naiv ich doch war. Es hätte doch klar sein müs­sen, dass ich 2 Tage vor dem Weih­nachts­fest auf eine ein­kaufs­wü­tige Masse tref­fen würde, die ver­zwei­felt ver­sucht, das letzte Geschenk für die unlieb­same Ver­wandt­schaft zu ergat­tern. Ich meine, wenn einem die Ideen aus­ge­hen geht man doch in die Buch­hand­lung um ein Buch zu kau­fen, von dem man sich vor­stel­len könnte, dass es der andere gebrau­chen könnte. Bücher zu ver­schen­ken, ja das adelt doch die eige­nen Absich­ten an den Bil­dungs­an­spruch. Schnell ein Buch mit den gesam­mel­ten Wer­ken von Her­mann Hesse, oder einen Gedicht­band von Rilke? Das wirkt lite­ra­risch, bele­sen, gebil­det — ganz egal ob der andere über­haupt Geschmack dafür erüb­ri­gen kann. Ich fühle mich gut, weil ich Bil­dung ver­schenke und der andere muss sich ein­fach gut füh­len, weil man ihm zutraut für sol­che Werke zugäng­lich zu sein. Ein ver­meint­li­che Win-Win Situa­tion. Und wenn alle Ideen aus­ge­hen, dann eben ein Gut­schein, mit dem kann man doch immer was anfangen.

Schnell merkte ich, dass es ein voll­kom­men behäm­merte Idee war, in die Buch­hand­lung zu gehen, 2 Tage vor dem Fest. Ich suchte Ret­tung in der Tee­hand­lung. In Zei­ten von Kaf­fee­misch­ge­trän­ken und Wein­fla­schen, die man Weih­nach­ten nun mal schenkt um das Fest halb­wegs zu ertra­gen., schien das eine gute Alter­na­tive zu sein. Wie eng­stir­nig von mir. Hätte ich nur einen Schritt wei­ter­ge­dacht, wäre mir in den Sinn gekom­men, dass Tee so ähnlich ein­ge­setzt wird wie Bücher. Schlimms­ten­falls sogar zusam­men. Ich meine 9,99€ für ein Buch? Und das zu Weih­nach­ten? Den meis­ten ist diese Form der Wert­schät­zung des ande­ren zu gering und nur ein Buch mit einer fer­tig gedruck­ten Karte? Nein, das geht nicht. Also legt man zu Daniela Kat­zen­ber­gers Werk »Sei schlau, stell Dich dumm« noch schnell einen mög­lichst absur­den Kräu­ter­tee mit Hus­ten­bon­bon­ges­schmack oder eine Schwarztee-Mischung von der man gehört hat, dass sie gut sein soll. Und weil man selbst keine Ahnung hat, löchert man die über­for­der­ten Ver­käu­fe­rin­nen, um am Weih­nachts­abend mit mög­lichst fach­kun­di­gen Aufbrüh-Hilfen auf­war­ten zu kön­nen. So taps­ten hilf­lose Kun­den durch den Tee­la­den und behin­der­ten mich mas­siv beim Kauf mei­nes gelieb­ten Earl Grey, den ich ja eigent­lich auch nur trinke, weil Jean-Luc Picard ihn auch trinkt. Ich wollte ein­fach nur weg. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Dezember

The Midnight Archive: Mechanische Wunderwerke

Erin­nert ihr euch an die Schall­platte? Eine ket­ze­ri­sche Frage, noch befin­det sich die­ser Ton­trä­ger ja im kol­lek­ti­ven Bewusst­sein. Tho­mas Edi­son schaffte 1877 die Mög­lich­keit, Musik auf­zu­zeich­nen und wie­der­zu­ge­ben, als er Schwin­gun­gen auf einer Wachs­walze auf­zeich­nete und so auch wie­der abspie­len konnte. 10 Jahre spä­ter ver­bes­serte der deut­sche Emil Ber­li­ner die Methode und ent­wi­ckelte die Schall­platte. Er erkannte, dass die Mög­lich­keit, Musik in Form von indus­tri­ell gefer­tig­ten Schei­ben in jedes Wohn­zim­mer zu brin­gen, die Ver­brei­tung von Musik revo­lu­tio­nie­ren würde. Kurz gesagt. Dass die Men­schen immer schon von der »men­sch­lo­sen« Wie­der­gabe von Musik fas­zi­niert waren, zei­gen auch die mecha­ni­schen Musik­ma­schi­nen, die durch eben diese Erfin­dun­gen in Ver­ges­sen­heit gera­ten sind.

Seit Jahr­hun­der­ten beschäf­tigt sich die Mensch­heit mit der Mög­lich­keit, Musik durch Maschi­nen wie­der­zu­ge­ben. Heron von Alex­an­dria (Auto­mata, das Buch der Maschi­nen) ent­wi­ckelte schon in der Antike erste Vor­rich­tun­gen, die Klänge ohne den Men­schen wie­der­ge­ben konn­ten, im spä­ten Mit­tel­al­ter mach­ten sich auto­ma­ti­sche Glo­cken­spiele einen Namen und in der Renais­sance war man von Spi­net­ten begeis­tert, die über Stift­wal­zen Melo­dien abspie­len konn­ten. Der Erfin­dungs­geist gip­felte mit der Jahr­hun­dert­wende, noch bevor die Schall­platte ihren Sie­ges­zug antrat und der Rund­funk Musik in jedes Wohn­zim­mer brachte. Kom­plexe Musik­au­to­ma­ten, die ganze Orches­ter ersetz­ten, Spiel­uh­ren, bei denen sich Figu­ren beweg­ten, ja sogar Pup­pen, die reale Instru­mente bedien­ten waren Jahr­markt­sat­trak­tio­nen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 November

Caitlin Doughty - Bestatterin aus Leidenschaft

Kategorie: Schwarzes Netz1 Kommentar

Kli­schee Ole! Ich komme nicht daran vor­bei, euch Cait­lin Doughty vor­zu­stel­len, eine Bestat­te­rin aus Lei­den­schaft. Ihr Blog »The Order of the Good Death« ist mir bis­her ent­gan­gen, auf­merk­sam gewor­den bin ich durch ihre Video-Reihe »Ask a Mor­ti­cian« in dem sie Fra­gen von neu­gie­ri­gen Men­schen rund um das Thema Bestat­tun­gen beant­wor­tet. Meine Befürch­tung, tro­ckene Fak­ten von einer auf Zurück­hal­tung bedach­ten Bestat­te­rin prä­sen­tiert zu bekom­men, wurde glück­li­cher­weise ent­täuscht. Auf sehr unter­halt­same und humor­volle Weise wid­met sie sich den mit­un­ter skur­ri­len Fra­gen ihrer Leser und erklärt bei­spiels­weise, was es mit der Lei­chen­starre (Rigor Mor­tis) auf sich hat.

Diese Her­an­ge­hens­weise an das Thema Tod ist dem ein oder ande­ren viel­leicht zu ame­ri­ka­nisch, es scha­det aber nicht einen Blick auf diese unter­halt­same Aus­ein­an­der­set­zung damit zu ris­kie­ren. Wuss­tet ihr schon, dass die Kno­chen eines ver­brann­ten Kör­pers in einer Kno­chen­mühle zer­mah­len wer­den? Bestimmt, schließ­lich trägt der begeis­terte Gothic seine schwar­zen Kla­mot­ten als äuße­res Zei­chen sei­ner Zuge­hö­rig­keit zu einer Szene, die sich eigent­lich nur mit dem Tod beschäf­tigt und die aus­schließ­lich aus Mit­glie­dern besteht, die eine stille Todes­sehn­sucht hegen. Oder nicht? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 November

Digitale Kunst: Das Leben an einem Tag

Kategorie: Vernetzt2 Kommentare

Neu­lich unter­hielt ich mich über Kunst, oder bes­ser gesagt über das, was ich als Kunst emp­finde. Ist es für mich auto­ma­tisch Kunst, wenn ein selbst­er­nann­ter Künst­ler etwas her­vor­bringt? Ist es Kunst, wenn etwas in einem renom­mier­ten Museum oder in einer Gale­rie aus­ge­stellt wird? Ist es Kunst, wenn ein Experte sagt, es wäre so?

Ich schlage jetzt nicht bei Wiki­pe­dia nach, was Kunst bedeu­tet und wie man Kunst­ver­ständ­nis defi­niert, ich ver­lasse mich auf meine Intui­tion. Kunst liegt im Auge des Betrach­ters, soviel steht für mich fest. Es spielt keine Rolle, ob es als Kunst gedacht ist, oder nicht. Gele­gent­lich kommt es vor, dass ich etwas als sol­che emp­finde, obwohl nie­mand sonst einen künst­le­ri­schen Anspruch darin ent­de­cken kann. Der Fran­zose Mar­cel Duchamps brachte schon 1917 die Gale­ris­ten zur Ver­zweif­lung. Er kaufte ein Piss­be­cken im Sani­tär­fach­han­del, setzte seine Unter­schrift dar­auf und bot es New Yor­ker Gale­ris­ten zur Aus­stel­lung an. Die wei­ger­ten sich, das »stink­nor­male« Uri­nal aus­zu­stel­len, sie sag­ten ihm es sei keine Kunst.  Duchamps hatte, was er wollte, einen Auf­re­ger über die dama­lige Dis­kus­sion des Kunst­be­grif­fes. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 Oktober

Pamphlet für eine überfällige Trennung - Cyber und Gothics

Kategorie: Ansichtssache33 Kommentare

Ist es nicht wit­zig, wenn bunte Glüh­würm­chen — oder auch Cyber genannt — zu tech­no­ider Musik tan­zen? Kann man sich nicht herr­lich dar­über amü­sie­ren, wenn im Netz wie­der ein beson­de­res Fund­stück auf­taucht, in dem tan­zende Knick­licht­gruf­ties — oder auch Cyber genannt — an öffent­li­chen Orten ihre »Moves« prä­sen­tie­ren? Sind sie nicht ein­fach lächer­lich, diese soge­nann­ten Cyber-Gothics?

Man mag von die­ser Form der Selbst­dar­stel­lung hal­ten was man möchte, ich finde sie ganz und gar nicht lächer­lich und rege mich zuneh­mend dar­über auf, dass sich andere dar­über lus­tig machen.

Ich stelle für mich fest: Cyber hat mit Gothic nichts zu tun. Weder musi­ka­lisch, noch optisch und schon gar nicht inhalt­lich. Diese Szene hat längst ihren eige­nen Weg gefun­den und ist vor allem bei Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen beson­ders beliebt. Das es zu stän­di­gen ver­ba­len und the­ma­ti­schen Kon­flik­ten inner­halb der schwar­zen Gemeinde kommt liegt ein­zig und allein an der Tat­sa­che, dass Ver­an­stal­ter von Fes­ti­vals und Dis­ko­the­ken­be­trei­ber immer noch mischen, was nicht mehr zusam­men­ge­hört. Ob es jemals zusam­men­ge­hörte, bleibt frag­lich. Die Gründe sind offen­sicht­lich: Man möchte ein mög­lichst brei­tes Publi­kum anspre­chen um Ver­an­stal­tungs­orte und Fes­ti­val­ge­lände aus­rei­chend zu fül­len, damit Geld ver­dient wird. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 September

Ohne Worte: Schwarzer Freitag

Kategorie: DunkelkunstKeine Kommentare

Wenn man kein Auge zuma­chen kann, sonst nichts zu lachen hat, das Wochen­ende ledig­lich schwarze Aus­sich­ten bie­tet und das Resü­mee eines Herz­pro­jekts ein­fach nicht aus den Fin­gern flie­ßen möchte. Max Uthoff - Sie befin­den sich hier (via zeit­zeuge)


29 August

Video: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Kategorie: Schwarze Szene15 Kommentare

Wenn der erste Ein­druck tat­säch­lich der wich­tigste sein sollte, dann hat die fol­gende Dar­stel­lung der Gothic-Szene keine Chance ernst genom­men zu wer­den, denn die eröff­net mit O-Tönen über­rasch­ter Men­schen, die gefragt wer­den, was Gothic ist. »Ohhh. Dunkle Nacht, Fins­ter­heit, Gru­sel, Gru­sel, Gru­sel!« — »Gothic? Ist das die wuch­tige Sän­ge­rin, die da so einen bekann­ten Titel her­aus­ge­bracht hat?« — »Ich kenn ein klei­nes Küken, dass heißt Gothic…«  Wir betrach­ten die Dinge aber nicht so ober­fläch­lich und fra­gen uns:  Ist die­ser Anfang nicht viel­leicht genau der rich­tige? Ist diese naive Her­an­ge­hens­weise an eine 30 Jahre lang gewach­sene Sub­kul­tur nicht unvor­ein­ge­nom­me­ner, als Berichte die nur dar­auf abzie­len ein mög­lichst brei­tes Publi­kum durch bil­lige Effekt­ha­sche­rei und einen dra­ma­tur­gisch aus­ge­feil­ten Auf­bau anzu­spre­chen? Und wenn ja, warum ist das so?

Das Video beginnt damit fest­zu­stel­len, wie sich der Bür­ger von Nebenan diese Sub­kul­tur vor­stellt, was er davon gehört hat und wel­che Ein­drü­cke und Worte er damit ver­bin­det. Ein sol­cher Beginn zeigt, wie das was wir als Lebens­ein­stel­lung, Musik­rich­tung oder Mode­er­schei­nung erle­ben, von ande­ren und völ­lig Unbe­tei­lig­ten wahr­ge­nom­men wird. Was das Video so ange­nehm macht, ist die Tat­sa­che, dass hier nicht stun­den­lang im Schnit­traum gear­bei­tet wird, um den Inhalt auf »Boulevard-Niveau« her­ab­zu­sen­ken und ihn für ein Publi­kum auf­zu­be­rei­ten, dass nichts wis­sen will, son­dern ein­fach nur unter­hal­ten wer­den möchte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 August

Spontis Wochenschau #20/11

Kategorie: Wochenschau2 Kommentare

Spontis WochenschauNach­dem ich am Wochen­ende fest­ge­stellt habe, das Platz­re­gen auf dem mit­tel­al­ter­li­cher Phan­ta­sie Spek­ta­kel nicht bloß Ein­bil­dung ist, son­dern auch trotz Regen­schirm ganz real nass machen kann, bin ich natür­lich etwas mei­ner Illu­sion beraubt. Umso authen­ti­scher war dann das Gefühl, als der Platz sich schlag­ar­tig leerte und has­tige Händ­ler ihre ertrin­ken­den Waren auf alten Holz­kar­ren durch knö­chel­ho­hen Matsch zogen. So stelle ich mir das Mit­tel­al­ter schon eher vor, jeden­falls das richtige.

Natür­lich war ich im Nach­hin­ein ent­setzt über mich selbst, wie ich scham­los auf einem elek­tro­ni­schen Hexen­ge­rät (Smart­phone) ein Bild von der Sze­ne­rie in den welt­wei­ten Gesichts-Pranger (Face­book) stellte. Da frage ich mich ange­sichts der ange­reg­ten Dis­kus­sion im Arti­kel über das bevor­ste­hende Spec­ta­cu­lum, wie ernst es die Dar­stel­ler mit der »geleb­ten Geschichte« neh­men. Ver­bot von Mobil­te­le­fo­nen? Ver­ach­tung und Stei­ni­gung von Regen­schirm– und Gum­mi­stie­fel­be­nut­zern? Ist näher dran am Mit­tel­al­ter auch mit­ten­drin? Ich glaube, ich will es gar nicht wis­sen und freue mich über die Tat­sa­che, einen atem­be­rau­ben­den Schmuck-Fund auch mit elek­tro­ni­schen Zah­lungs­mit­teln beglei­chen zu kön­nen. Achso, die Wochen­schau, Ent­schul­di­gung. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 August

Video: Axis of Awesome - Wie Popmusik funktioniert

Kategorie: Schwarzes Netz4 Kommentare

Axis of AwesomeWie funk­tio­niert denn Pop­mu­sik? Bereits 2009 zeig­ten die 3 aus­tra­li­schen Her­ren (Jor­dan Ras­ko­pou­los, Benny Davis, Lee Naimo) von der Axis of Awe­some, das man für einen Top-10-Hit eigent­lich nur 4 Akkorde braucht. Zum Beweis spielte der Key­boar­der der Band Benny minu­ten­lang die Akkord­folge E H C#m A, wäh­rend er und der Rest der Band einen Welt­hit nach dem ande­ren dazu singt.  Der Song folgt der Melo­die, ein erstaun­li­ches und beein­dru­cken­des Expe­ri­ment. Jetzt ist ein ent­spre­chen­des Video zu der ursprüng­li­chen Live-Performance erschie­nen, dass die in loser Rei­hen­folge rund 40 Hits anein­an­der­reiht ohne dabei die Grund­ak­korde zu wech­seln. Faszinierend.

»The Axis of Awe­some are The World’s Most Awe­so­mest Comedy Band. In the incredi­ble time that they have been toge­ther, they have done lite­r­ally so much stuff. They have blown audi­en­ces away across Aus­tra­lia and around the world with their mix­ture of ori­gi­nal comedy songs and pop par­odies. They leave men laug­hing and women gas­ping (and also laug­hing), and before long you’ll be laug­hing and/or gas­ping, depen­ding on your gen­der.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 August

Spontis Wochenschau #19/11

Kategorie: Wochenschau3 Kommentare

Spontis WochenschauIch könnte jetzt über das Wet­ter spre­chen. Mache ich aber nicht. Ich könnte auch dar­über spre­chen, wie die gefühlte Geschwin­dig­keit der Zeit im Sog schick­sal­haf­ter Tage zunimmt. Mache ich auch nicht. Ich könnte auch über christ­li­che Tau­fen zwi­schen Kol­lekte und Buf­fet spre­chen. Mache ich auch nicht. Ich spre­che lie­ber über eine Zahl, die wie ein Kilo­me­ter­zäh­ler im Backend die­ses Blogs tickt, so wie im Auto, wäh­rend man beim beob­ach­ten des Kilo­me­ter­zäh­lers beim errei­chen einer bestimm­ten Zahl einen Augen­blick lang inne hält.

Nach­dem ich die teuf­li­sche Anzahl von 666 Kom­men­tare bereits schon vor Jah­ren über­schrit­ten habe, steht nun das 6.666 Kom­men­tar ins Haus (Wann wird nicht ver­ra­ten). Ange­sichts die­ser sim­plen Zahl ver­blas­sen die ande­ren Dinge im Hin­ter­grund für einige Momente in der Belang­lo­sig­keit. Ich lasse die­ses Zahl in zutiefst emp­fun­de­ner Dank­bar­keit ein­fach mal im Raum ste­hen und mache das ein­zig ver­nünf­tige: Wei­ter­ma­chen wie bis­her. Inter­es­sant, dass kurze Gedan­ken sich immer wie­der vor die Wochen­schau schlei­chen — eine schöne Tra­di­tion. Den gan­zen Arti­kel lesen… »