12 Juli

Cosplayer in Halle – Verkleidung gegen die Schüchternheit

von Robert ForstKategorie: Szene im Blick22 Kommentare

Screenshot Querformat - Cosplayer in HalleInteressierte Menschen wissen es bereits. Cosplay ist eine gewollte Form der Verkleidung, bei dem man versucht, einen Charakter aus Mangas, Anime, Computerspielen oder auch Film möglichst authentisch zu imitieren. Dabei steht nicht nur die Lust in eine andere Rolle zu schlüpfen im Vordergrund, sondern auch die Präsentation von Einfallsreichtum, handwerklichem Talent oder bekleidungstechnischen Fertigkeiten. Cosplay, das irgendwann in den 90ern zu uns schwappte, ist die japanische Abkürzung des englischen Begriffs “costume play” und könnte wohl mit “Kostüm-Spiel” am ehesten übersetzt werden.

Ingo Naumann, der jede Woche für die MDR-Sendung Querformatin fremde Welten eintaucht” ist in Halle der Sache auf den Grund gegangen. Er möchte gemeinsam mit zwei “adrett gekleideten Frauen” der Szene in die Welt der Cosplay eintauchen. Dabei fördert er erstaunliches zu Tage. Er glänzt dabei nicht nur durch gewollt oder ungewollt oberflächliche Kommentare, sondern entlockt den beiden Cosplayerinnen auch durch mehr oder weniger geschickte Fragen die ein oder anderen Schlüsselweisheiten. Den ganzen Artikel lesen… »


19 Juni

Es muss richtig schön glänzen – Quo Vadis, WGT?

von Robert ForstKategorie: Bewusst Schwarz71 Kommentare

Artikel zum WGT in der Sächischen ZeitungAls ich den großen Umschlag aufriss, den ich kürzlich in meinem Briefkasten fand, war ich neugierig. Ein freundlicher Leser hatte mir eine Ausgabe der “Sächsischen Zeitung” vom 29. Mai 2012 zugeschickt, in der sich ein längerer Artikel über das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig befinden sollte. Auf der dritten Seite wurde ich fündig, “Es muss richtig schön glänzen” lautete die Überschrift. Ich befürchtete Schlimmes, denn “richtig schön glänzen” ist nichts, was ich mit einem WGT nach meiner Vorstellung in Verbindung bringen würde.

Nachdem ich den Artikel durchgelesen hatte, wusste ich nicht, über wen ich mich aufregen sollte. Waren es Jana und Tom aus Nürnberg, die Autorin Anna Hoben oder einfach die Geschichte, die meinen Unmut erregte? Ich war mir unsicher. Objektiv betrachtet beschreibt der Artikel genau das, was wir gesehen haben, und gibt die Sicht zweier Menschen wieder, die das WGT vielleicht genau so empfinden, wie es ihnen verkauft wird. Sehen und gesehen werden, eine ganze Stadt als Laufsteg der Eitelkeiten. Über wen sollte ich mich also aufregen?

Eine paar Gedanken später spürte ich Resignation, die Lust, den Artikel abzuheften, den Kopf zu schütteln und mich dem Tagesgeschehen zu widmen. “Es wird sich wohl nie ändern…”, schoss mir durch den Kopf. Vielleicht könnt Ihr es auch nachvollziehen, ich will Euch von meinen Gedanken erzählen. Den ganzen Artikel lesen… »