9 September

Spontis Wochenschau #23/11

Kategorie: Wochenschau6 Kommentare

Spontis WochenschauIch bin mitt­ler­weile seit etwa 20 Jah­ren Online unter­wegs. Über Modems, in die man einen Tele­fon­hö­rer drückte, zu BTX und dann zu den ers­ten 56k Modems, die mit ihrem unver­wech­sel­ba­ren Ein­wahl­ge­räusch von der gro­ßen wei­ten Welt zeug­ten. Spä­ter kam dann DSL, als das Wort noch nie­mand kannte und die Split­ter so groß waren wie Video­re­kor­der. Heute ist das Inter­net ein zen­tra­ler Bestand­teil mei­nes Lebens gewor­den. Ich sitze auf dem Sofa, der Kaf­fee dampft und in der gedruck­ten (!) Zei­tung lese ich einen Arti­kel von den »Netz­kul­tur­ver­ste­hern«, von denen die uns erzäh­len wol­len, was denn das so abgeht im Inter­net, wie sich die User von­ein­an­der unter­schei­den, wie Kul­tur kri­mi­na­li­siert und hoch­ge­lobt wird. Nie­mand scheint sich einig, nicht ein­mal das Netz selbst. Es schei­tert wie immer daran, sich selbst erklä­ren zu wol­len um sich für andere greif­bar zu machen um Ver­ständ­nis zu erzeu­gen wo über­haupt nicht ver­stan­den wer­den will. Frü­her war wir ein Kreis von Spin­nern, wur­den belä­chelt, igno­riert. Nun sitze ich hier mit mei­ner Zei­tung und schüt­tele den Kopf über den Erklä­rungs­ver­such. Doch auch so sehr ich mich bemühe, ich kann mich selbst nicht mal erklä­ren, schon gar nicht in Schub­la­den, die andere beschrif­ten. Das Netz war eine kleine, under­groun­dige Szene, aus der Main­stream wurde und die jetzt ein Bestand­teil des gesell­schaft­li­che All­tags ist. Woher kenne ich das? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Juli

Wenn der Kommerz erdrückt: And One brechen Tour mit Unheilig ab

Kategorie: Schwarze Szene12 Kommentare

And One FrontmannMir däm­merte es bereits beim lesen der ers­ten Zei­len des Arti­kels »Wir bre­chen die Unhei­lig Tour ab!« auf der News-Seite von And One: Ein­sicht ist der erste Weg zur Bes­se­rung. Doch zunächst zu den Hin­ter­grün­den.  Die Band Unhei­lig befin­det seit Juni 2011 auf ihrer »Heim­reise Open Air« Tour durch Deutsch­land und kün­digte bereits im März an, dass man And One bei eini­gen Kon­zer­ten als Vor­gruppe gewon­nen hat: »Der Graf höchst­per­sön­lich hat die Band um Front­mann und »Enter­tai­ner« Steve Nag­havi als Spe­cial Guest ein­ge­la­den.«

Schnell wur­den aus den Rei­hen der ein­ge­fleisch­ten And One Fans Vor­würfe laut, wie man sich einer sol­chen Kom­merz­schleu­der anschlie­ßen könne, denn die 1990 gegrün­dete Band um Front­mann Steve Nag­havi hatte sich immer um einen Gegen­sätz­li­chen Kurs bemüht und ist eher für pro­vo­kante Inhalte und eine sehr dis­tan­zierte Art gegen­über den Medien bekannt. Wie ich bereits im Arti­kel »Der Graf und sein Pro­dukt: Schein­hei­lig — Gescho­ren um zu erle­ben?« schrieb, star­tete Unhei­lig mit ihrem neuen Album »Große Frei­heit« einen bei­spiel­lo­sen Mar­ke­ting­feld­zug, in dem der Graf und seine Band keine Gele­gen­heit aus­lie­ßen, sich einem immer brei­te­ren Publi­kum zu prä­sen­tie­ren. Ob das zusam­men­pas­sen würde?

Über­ra­schen­der­weise war nach dem 3. gemein­sa­men Kon­zert bereits Schluss, auf der Inter­net­seite von Unhei­lig war zu lesen: »Es herrscht wie­der mal ein biss­chen Chaos im Hause AND ONE. Schwe­ren Her­zens müs­sen wir euch mit­tei­len, dass wir lei­der nicht mehr an allen unhei­li­gen Kon­zer­ten als Spe­cial Guest mit­wir­ken kön­nen und somit die Anzahl der Ter­mine redu­zie­ren müs­sen. Auch muss­ten wir sämt­li­che Auto­gramm­stun­den bun­des­weit absa­gen. Der Grund hier­für sind dras­ti­sche Ände­run­gen in der Band­struk­tur.« Was folgte, waren wilde Spe­ku­la­tio­nen über die wah­ren Hin­ter­gründe, denn so rich­tig glau­ben wollte man der Mit­tei­lung nicht. Die Gerüch­te­kü­che kochte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


27 Januar

Der Graf und sein Produkt: Scheinheilig - Geschoren um zu erleben?

Kategorie: Szene im Blick39 Kommentare

Der Graf von UnheiligDas Jahr des Gra­fen, das Jahr von Unhei­lig. 2010 hat nie­mand die Szene so pola­ri­siert wie diese Band. Ver­ra­ten füh­len sie die, die der einst unbe­kann­ten Band über Jahre treu geblie­ben sind weil sie Unhei­lig als Iden­ti­fi­ka­tion genom­men haben. Ver­kauft füh­len sich die ande­ren, die einst auf klei­nen inti­men Fes­ti­vals und Club­kon­zer­ten den noch unpo­pu­lä­ren Aache­nern zuju­bel­ten. Wer vom Schat­ten in das Licht tritt, darf sich nicht wun­dern wenn die Sonne ihn blen­det. Der Erfolg von Unhei­lig auf dem sub­jek­ti­ven Prüf­stand der Szene-Integrität. Schein­hei­lig ist nicht nur der Titel einer Videoparodie.

Nach einem Bei­spiel­lo­sen Mar­ke­ting­feld­zug erreicht das Album »Große Frei­heit« im letz­ten Jahr Platz 1 der Album Charts und erhält im Laufe des Jah­res 6fach Pla­tin. Im August löst es Her­bert Grö­ne­mey­ers Album »Ö« an der Spitze der am längs­ten auf Platz 1 befind­li­chen Alben ab und wird letzt­end­lich zum erfolg­reichs­ten Album der Jah­res 2010 gekürt. Was zunächst als musi­ka­li­sche Dis­kus­sion begann, ist nun in einem hand­fes­ten Szenee­klat angekommen.

Musi­ka­lisch reiht sich das Album naht­los in das musi­ka­li­sche Kon­zept der Band ein, es ist ein biss­chen pop­pi­ger als der Vor­gän­ger, hält aber alle Ele­mente für ein gutes Unheilig-Album bereit. Wäh­rend der Graf in »Fern­weh« die Stär­ken sei­ner Stimme aus­spie­len kann, ist »Hei­matstern« wie­der eine schöne Bal­lade mit soli­dem Text, der durch­aus den Ansprü­chen aus ver­gan­ge­nen Stü­cken gerecht wer­den kann. Mit »Für immer« sichert man sich geschickt auch eine Posi­tion in den Play­lis­ten der Clubs. Doch das Album bleibt Geschmacks­sa­che und erin­nert mich mit dem rest­li­chen Inhalt an eine jugend­lich unbe­denk­li­che Ver­sion von Ramm­stein, bei der man die Flam­men­wer­fer gegen Ker­zen aus­ge­tauscht hat. Das Stück »Gebo­ren um Leben« steigt in Win­des­eile auf die vor­de­ren Chart-Position und wird zum Zank­ap­fel einer gan­zen Szene. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


12 März

Spontis Wochenschau #09

Schluss aus! Ich ver­su­che erst gar nicht mehr mich zu recht­fer­ti­gen, die meis­ten wis­sen warum. Immer­hin, die Woche war Ereig­nis­reich. Im Hause Spon­tis hat man sich um die Urlaubs­pla­nung geküm­mert und inten­siv das Inter­net dazu benutzt Rei­sen zu buchen. Unter ande­rem wer­den wir Pfings­ten zu Gast in Leip­zig sein (dazu spä­ter mehr) und Ende Juni auch wie­der mal nach Lon­don düsen (auch dazu spä­ter mehr). Es lohnt sich übri­gens hier Ange­bote zu ver­glei­chen und die Reise in die eigene Hand zu neh­men, auch wenn das natür­lich eine Menge Arbeit ist.
Der Feed-Reader war wäh­rend des­sen wie­der beson­ders aktiv, oder bes­ser gesagt die Blogs die sel­bi­ger regel­mä­ßig besucht, ich habe es kaum geschafft mich adäquat durch allen Arti­kel zu wüh­len. Ist es wirk­lich so wich­tig wie der Graf von Unhei­lig rich­tig heißt? Brau­chen wir eine grüne Initia­tive aus der Goth-Szene? Und über­haupt mit wel­cher Berech­ti­gung wird der Käß­mann Respekt aus­ge­spro­chen? Gar­niert mit den 15 bes­ten Song-Filmszenen-Symbiosen und einem Film­noir Mas­hup zu Mas­siv Attacks »Angel« ergibt sich die­ses mal ein beson­ders dunk­ler Wochen­rück­blick, was ich per­sön­lich als sehr ange­nehm emp­finde. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 Januar

Spontis Wochenschau #02

Zack! Vor­bei. Der Schnee, die Woche, das eis­kalte Wet­ter und die Zeit, um Getränke aus dem Ange­bot zu kau­fen, denn die sind schon längst ver­grif­fen. Immer­hin sind wir am Sams­tag nach Köln gefah­ren um den ein oder ande­ren Klei­dungs­rück­stand auf­zu­ho­len. Hat nicht ganz geklappt, es sind da doch nur Socken gewor­den.  Dafür habe ich wie­der eine von die­sen schar­fen Cur­ry­würs­ten von Cur­ry­wurst­fo­re­ver zu mir genom­men, Schär­fe­grad: Twi­light Zone. Meine bes­sere Hälfte hat sich ver­se­hent­lich daran ver­grif­fen und war für den Rest des Nach­mit­ta­ges: »bedient«, wie sie es zu sagen pflegte.

Doch es sollte nicht die ein­zige Erfah­rung blei­ben, denn die Schärfe hatte offen­bar mei­ner Uhr nicht bekom­men, denn die quit­tierte ihren Dienst, ver­mut­lich mit lee­rer Bat­te­rie. »Macht ja nichts!«, sagte ich mir, denn von genau die­sem Her­stel­ler gibt es ja ein Fach­ge­schäft mit beschäf­tig­tem Uhr­ma­cher und wenn einer die Bat­te­rie wech­seln kann, dann der. »Die müs­sen wir ein­schi­cken, den Deckel bekom­men wir hier nicht zu.« Ich bin nicht schnell sprach­los zu bekom­men, aber so hatte man es geschafft. 2 Wochen War­te­zeit für einen Bat­te­rie­wech­sel? Da frage ich lie­ber nach der Uhr­zeit oder folge dem Lauf der Sonne, bis ich wie­der bei einem kom­pe­ten­ten Uhr­ma­cher vor­bei­komme. Den gan­zen Arti­kel lesen… »